Schüssler-Therapieform???

Mineralstoffe nach Dr. Schüßler und Ihre Anwendung

Moderator: Angelika

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burschisb
Beiträge: 3
Registriert: 25. Mär 2005, 13:02

Schüssler-Therapieform???

Beitrag von burschisb »

Hallo alle hier im Schüssler-Kreis,

hab' mal wieder ein bisschen im Schüssler-Forum gestöbert und
festgestellt, dass die Meinung, was die Therapie-Form der Schüsslersalze
betrifft, sehr auseinandertriftet.

Es ist sicherlich so, dass Schüssler zu seiner Zeit einzelne Salze
verordnet hat. Die heutige Zeit ist eine andere, was heißt, dass
heutezutage die Mängel gravierender sind und sicherlich auch mehr Salze
betreffen. Also kann man Dosierungen sicherlich nicht aus Schüsslers
Zeit in unsere Zeit 1 : 1 übertragen.

Auch ist klar, dass die Schüsslersalze regulierend wirken, sie wirken
aber sicherlich auch als Substitutionstherapie. Folglich kann man hier
nicht behaupten, dass es nur das eine oder andere gibt. Dass trotzdem
eine ausgewogene Ernährung Voraussetzung ist, damit man gesund wird und
bleibt, gehört hier dazu.

Es gibt bezgl. Schüssler auch Verfechter des homöopathischen Ansatzes.
Auch hierüber kann man sich Gedanken machen.

Was mich aber verwundert, dass sich Forumsmitglieder kategorisch auf die
Reizheilweise festlegen, andere Wege als völlig abwegig hinstellen, ja
nicht einmal bereit sind, andere Wege zu überdenken.

Seit 8 Monaten befasse ich mich nun intensiv mit den Schüsslersalzen,
habe einige Bücher gelesen, die die verschiedensten Therapieansätze
vertreten: Monika Helmke Hausen, Kellenberger, Thomas Feichtinger,
Heepen.

Diese Autoren vertreten z.T. sehr unterschiedliche Ansätze. Ich gehe mal
davon aus, dass jeder in seiner eigenen Praxis mit seinem Therapieansatz
die besten Erfahrungen gemacht hat und ihn für den besten hält.

Die Regulations- bzw. Substitutionstherapie halte ich für eine
Selbsttherapie am einfachsten, wobei ich nicht unbedingt Megagaben für
sinnvoll halte. Um Schüssler als Reiztherapie einzusetzen, denke ich,
sind Erfahrungen mit Homöopathie erforderlich.

Wie war das noch mit 'wer/was heilt hat recht' (o.s.ä.). Am besten wäre
es sicherlich, einen guten Therapeuten zu finden, der einen hier
betreut. Dazu unter diesem Thema einen extra Beitrag.

Ich wünsche allen, die in diesem Forum Rat suchen, dass Sie diesen auch
bekommen.

Alles Gute

Maria

Coronna
Beiträge: 33
Registriert: 18. Sep 2004, 14:17

Beitrag von Coronna »

Hallo Maria,

danke für Deinen tollen Beitrag.

Ich kann Dir voll und ganz zustimmen.

Ich wünsche Dir alles Gute

Coronna

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Rosenfee
Beiträge: 2098
Registriert: 12. Aug 2004, 16:56

Re: Schüssler-Therapieform???

Beitrag von Rosenfee »

burschisb hat geschrieben:Es ist sicherlich so, dass Schüssler zu seiner Zeit einzelne Salze
verordnet hat. Die heutige Zeit ist eine andere, was heißt, dass
heutezutage die Mängel gravierender sind und sicherlich auch mehr Salze
betreffen. Also kann man Dosierungen sicherlich nicht aus Schüsslers
Zeit in unsere Zeit 1 : 1 übertragen.
Das tut hier auch niemand - Dosierungen sind nicht zeitabhängig sondern Personen- und Situationsabhängig, daher sind Internet- und Buchempfehlungen immer nur Durchschnittswerte, die auf den einen passen auf den anderen nicht. Darauf wurde desöfteren bereits hingewiesen.
burschisb hat geschrieben:
Auch ist klar, dass die Schüsslersalze regulierend wirken, sie wirken
aber sicherlich auch als Substitutionstherapie. Folglich kann man hier
nicht behaupten, dass es nur das eine oder andere gibt.
Substitutionstherapie ja oder nein:

Darüber gibt es unterschiedliche Meinungen - ich sehe es als Regulationstherapie - und lasse gerne jedem seine Meinung - nehme für mich allerdings in Anspruch auch meine Meinung zu vertreten.
burschisb hat geschrieben:
Was mich aber verwundert, dass sich Forumsmitglieder kategorisch auf die
Reizheilweise festlegen, andere Wege als völlig abwegig hinstellen, ja
nicht einmal bereit sind, andere Wege zu überdenken.
Zu diesen Mitgliedern gehöre ich - und Du kannst überhaupt nicht beurteilen ob ich andere Wege überdacht habe oder nicht :???:


also bitte keine Unterstellungen, die nicht haltbar sind ;)

Rosenfee

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Rosenfee
Beiträge: 2098
Registriert: 12. Aug 2004, 16:56

Beitrag von Rosenfee »

Thema Substitution mit Schüßler-Salzen ja oder nein?:

Bsp.: Magnesium phosphoricum:



1 Tbl. Schüßler Salz D3 enthält: 0,250 mg Magnesium

1 Tbl. Schüßler Salz D6 enthält: 0,250 Mykrogramm = 0,000250 mg

1 Tbl. Schüßler Salz D12 enthält: 0, 000 000 000 250 mg Magnesium

durchschnittlicher Tagesbedarf eines weiblichen Erwachsenen an Magnesium ca. 300 mg Magnesium

in einer Tablette der orthomolekularen Medizin zum Auffüllen von Magnesiumspeichern befinden sich daher z.B. 100 mg Magnesium pro Tablette, d.h. mit drei Tabletten wäre der Tagesbedarf gedeckt ;) - um eine derartige Menge mit Schülßer-Salzen abzudecken müsste ich (ich vereinfache die Rechnung, um einen Bedarf von wenigstens 250 mg Magnesium zu erreichen ;) )

1 000 Tabletten eines Schüßler-Salzes in der D3
1 000 000 Tabletten eines Schüßler Salzes in der D6
1 000 000 000 000 Tabletten eines Schüßler Salzes in der D12

täglich zu mir nehmen ;)

das bedeutet aber auch:

mit 40 Tabletten einer D6 am Tag (im Vergleich zu 1 000 000 - die ich bei Substitution täglich bräuchte) - kann ich wohl nicht von signifikanter Substitution sprechen ;) .

40 Tbl einer D6 an Magnesium phosphoricum enthalten 0.01 mg Magnesium phosphoricum - bereits mit 100 g Broccoli stelle ich dem Körper 24 mg Magnesium zur Verfügung neben anderen Mineralstoffen, Vitaminen, sekundären Pflanzenstoffen, also alleine 2400-fache Menge im Vergleich zu 40 Tabletten Schüßler Salz u.s.w.

Die vorliegende Rechnung ist nur eine grobe Überschlagung - man möge mir das nachsehen, gibt jedoch die Größenordnungen korrekt wieder.

MfG Rosenfee
Zuletzt geändert von Rosenfee am 4. Nov 2005, 08:59, insgesamt 2-mal geändert.

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paul
Beiträge: 3200
Registriert: 5. Mai 2001, 02:00

Beitrag von paul »

Hallo Rosenfee,

Du hast mit Deiner Rechnung den Nagel auf den Kopf getroffen :top: Danke für Deine Mühe (ich hatte nämlich bisher keine Lust dazu, das zu rechnen ;) ) .. denn genau so ist es .. und nicht anders; von daher kann sich jeder, der mit Schüßler substituieren will, einen großen Eimer kaufen .. und das habe ich ja schon immer gesagt :eek:
Gruß: Paul

Wer anders ist der Feind der Natur, als der sich für klüger hält als sie, obwohl sie unser aller höchste Schule ist? (Paracelsus)

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Kräuterfee
Beiträge: 7699
Registriert: 29. Nov 2001, 01:00

Beitrag von Kräuterfee »

Da muß ich völlig Bild
Diese Therapie in Eimerform ist Bild aber da kann man ja so manchen sagen was man will...
MfG
Kräuterfee

burschisb
Beiträge: 3
Registriert: 25. Mär 2005, 13:02

Beitrag von burschisb »

Hallo alle zusammen,

hat ein bisschen gedauert, weil ich mir noch fachlichen Rat geholt habe.

Mein Beitrag war als Denkanstoß gedacht, dafür habe ich Polemik geerntet. Das tut mir leid.

Trotzdem möchte ich zum Thema abschließend folgende Erläuterungen geben:

Bei Schüßler wird intrazellulär substituiert, das stellt Schüßler selbst fest. Es geht nicht um Baustoffe, sondern um Funktionsmittel.
O.g. Angaben über Magnesium beziehen sich auf eine Zufuhr über den Verdauungstrakt. Hier wird v.a. der Baustoffsektor versorgt (von dieser Zufuhr von 300 mg/Tag werden auch nur maximal 20% resorbiert!).
Schüßler hat Überlegungen angestellt, dass die Salze über die Mundschleimhaut diffundieren und dadurch direkt ihr Ziel erreichen.
(Zitat) aus dem Handbuch der Biochemie:
"Auch Dr. Schüßler hat sich in seiner „Abgekürzten Therapie“ mit diesem Thema auseinandergesetzt: „Ein Milligramm Stoff soll durchschnittlich 16 Trillionen Moleküle enthalten, demnach enthält die 6. Decimal-Verreibung deren ungefähr sechszehn Billionen. Diese Summe ist mehr als hinreichend, um Molekularbewegungsstörungen in den Geweben auszugleichen.“
Auch Dr. Schneider stellt in seinem Buch „Biochemischer Hausarzt“ Überlegungen zu diesem Thema an:
„Auf 1 g Kalium sulfuricum in 6. Dezimalpotenz kämen also 0,000001 g = 1 Millionstel Gramm Kalium sulfuricum. Diese Menge scheint allzu gering. Aber man bedenke, dass nach wissenschaftlicher Schätzung auf ein Milligramm Stoff etwa 16 Trillionen Moleküle kommen, dass also die 6. Dezimalverreibung dann immer noch 16 Billionen Moleküle enthält, dass ferner der Gehalt der Zellen an Salzen so klein ist, dass ein rotes Blutkörperchen etwa den billionsten Teil eines Grammes Chlorkalium enthält. Ein Gramm der 6. Dezimalverreibung von Chlorkalium würde also einer Million roter Blutkörperchen den ganzen Chlorkaliumgehalt decken. Aber es fehlt ja Chlorkalium nicht im ganzen Körper, sondern ist nur vermindert.“
Hieraus erkennt man: Schüßler hatte bereits die Molekülzahl berechnet und ging nicht von einem Reiz aus!!!

MFG
Maria

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Rosenfee
Beiträge: 2098
Registriert: 12. Aug 2004, 16:56

Beitrag von Rosenfee »

Ich sehe keine Polemik in meinen Beiträgen ;) . Hast Du Dir denn auch einmal überlegt wie Dein Ausgangsposting auf andere wirkt? Ich jedenfalls habe es nicht als höflich und respektvoll erlebt, sondern eher in einem vorwurfsvollen und wertenden Ton (incl. Unterstellungen gegenüber Menschen, über deren Vorbildung Du doch überhaupt nichts weißt?) - wundert Dich der Tonfall der ein oder anderen Antwort daraufhin tatsächlich?

Intrazelluläre Substitution ist nicht das Gleiche wie der allgemein im medizinischen gebrauchte Begriff "Substitution" - da kann niemand was dafür, wenn Du Dich nicht korrekt ausdrückst ;) . Aber auch intrazelluläre Substitution kann bestenfalls ein Modell sein ;), das auch nicht von allen geteilt wird.
Schüssler suchte nach einem Erklärungsmodell für die Wirkung der homöopathischen Potenzen als Funktionsmittel. Schüßler ging in seiner "Modellvorstellung", die die Grundlage Deiner Argumentation ist, von folgender Theorie aus: bei einer homöopathischen Verreibung der Salze kann ein Aufschluss der Arzneimittel bis in die molekulare Größenordnung hin erfolgen - und dies bildet die Voraussetzung für einen molekularen Denkansatz.
Es gehört nun aber zum Wissen unserer Zeit, in der die Biochemie erheblich weiter fortgeschritten ist, dass leider kein molekularer Aufschluss möglich ist (Broy, "Biochemie nach Dr. Schüßler") - das heißt Schüßler hat mit seiner Theorie in dieser Hinsicht geirrt - was bei dem biochemischen Wissen seiner Zeit durchaus verzeihlich ist.

Zwar können zu kleinsten Partikeln (ich meine jetzt nicht die Molekularebene) verriebene Arzneistoffe in gewissem Umfang durch das Plattenepithel der Mundschleimhaut resorbiert werden - das lässt jedoch noch lange nicht die Schlussfolgerung zu, dass dies für die Wirkung der Schüssler-Salze unabdingbar notwendig ist - Wenn die Wirkung der Schüssler-Salze durch Informationsübertragung (Kommunikation) erfolgt, besteht diese voraussetzende Bedingung z.B. nicht.

Die Wirkungsweise der Schüßler-Salze als Funktionsmittel läßt sich ebenso über ein Modell als Regulationstherapie über Zellkommunikation erklären ;) - Du kannst es auch Reiztherapie nennen, denn ein Reiz ist das Einbringen eines Medikamentes in den Körper allemal -

wobei ich ausdrücklich darauf hinweisen möchte, dass all dies nur Gedankenmodelle sind - denn wissenschaftlich nachgewiesen ist die exakte Wirkungsweise der Homöopathie und auch der Schüßler-Salze bis zum heutigen Tage nicht.

Und daher wirst auch immer unterschiedliche Meinungen finden, in die zahlreiche Informationen und Gespräche über lange Jahre eingeflossen sind.

Einen Beweis für die tatsächliche Wirkung der Schüßler-Salze im Rahmen einer intrazelluläreren Substitution gibt es jedenfalls bis zum heutigen Zeitpunkt nicht.

MfG Rosenfee

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Phantom
Beiträge: 67
Registriert: 13. Jul 2004, 23:31

Beitrag von Phantom »

@ burschisb:

ich muss dir hiermal den rücken stärken. ich geb dir recht wenn du sagst das es sich hier um eine substitution handelt. denn was bedeutet das wort hier? es sagt aus das "etwas" verabreicht wird. das damit keine mangelerscheinungen ausgeglichen werden können wird jedem klar sein aber das ist ja auch nicht immer bei einer substitution das ziel.
hier treffen mal wieder persönliche sichten der dinge aufeinander. es kann sich hier jeder nach seinem gusto auslassen, tatsache ist aber das eine substitution nicht an mengen gebunden ist und die schüsslertherapie eben eine solche bleibt.

von meinem berufsstand her muss ich allerdings wiedersprechen wenn man sagt es sei durch verreibung / vermahlung nicht möglich auf molekularebene vorzudringen. es werden einige nanopartikel auf diese weiße hergestellt und da reden wird dann von atomverbänden von 6-20 teilchen. mittlerweile wird sogar diskutiert ob die nanopartikel in sonnencremes zellgängig auf der oberhaut sind und wenn man schon da angst hat das die teilchen in die zellen gelangen können, an einem bereich der nicht dafür geschaffen ist wie z.b. die mundschleimhaut, dann werden die salze noch viel eher aufgenommen werden.

wenn es jemanden hier interessiert, ich habe ein excel-sheet gemacht, da kann man dann die potenz wählen das betreffende salz eingeben und man kann dann sehen wie viele salzatome in einer tablette vorhanden sind um salz7 in d6 aufzugreifen sind darin 5.746.313.931.298 atome enthalten. also wird hier jede menge verabreicht. menge hat nix mit gewicht zu tun. eine antibabypille wirkt ja auch.

ich kann hier den tonfall nicht verstehen. gut man hätte alles blumiger schreiben können, es kann doch aber keiner behaupten das es derart schlimm verfasst ist so das man beleidigt sein muss. man muss ja auch nicht jedes wort auf die goldwaage legen.

und ich schreibs nochmal. schüssler ist keine war keine und wird nie eine homöopatische therapie sein. die benennung der verdünnungen ist das einzige was beide gleich haben. noch nicht mal die aufbereitung ist gleich.
bei schüssler werden alle "zutaten" in einen pott geworfen und dann bei d6 6 stunden und bei d12 12 stunden verrieben und fertig. das hat mit homöopathie nix zu tun. währe dem so dann könnte man gleich in dem synthesis die einzelnen symptome zu den mitteln nachschlagen. und schon haben wir keinen grund mehr warum wir das ganze schüsslertherapie nennen sollten.

und jetzt entschuldige ich mich noch bei all denen die sich jetzt auf den schlips getreten fühlen traurig sind, ev sogar weinen vor zorn oder sonst irgendwie missgestimmt sind - es war nicht so gemeint.

gruß und wech.....
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten und aufessen - Carpe diem.

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