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Schreckhaftigkeit beim Hund

Naturmedizin für Tiere, Ernährung, Tipps...

Moderatoren: Angelika, pierroth

Chris1
Beiträge: 12
Registriert: 28. Aug 2006, 22:14

Schreckhaftigkeit beim Hund

Beitragvon Chris1 » 8. Sep 2006, 10:52

Hallo,
als Neue im Forum möchte ich alle erst mal herzlich begrüßen.
Ich führe zwei Hunde, einen Mittel- und einen Zwergschnauzer.
Unsere Mittelschnauzer-Hündin holte ich im Alter von 8 Wochen aus dem Tierheim. Sie war total verstört und ängstlich, denn sie wurde in ihren ersten 8 Lebenswochen schon sehr mißhandelt.
Nun ist sie schon fünf Jahre alt und in der Zwischenzeit eher dominant, aber die Ängstlichkeit kommt immer wieder durch. Allem Neuen begegnet sie zunächst vorsichtig und sehr ängstlich oder wartet ab, wie sich unser Zwergschnauzer verhält, läßt diesen dann vor, ansonsten dominiert sie ihn.
Bei Hundebegegnungen ist aber nichts von Ängstlichkeit und Vorsicht zu merken, denn da tobt sie, wenn sie einen Hund nur schon von weitem sieht, bis wir an diesem Hund vorbei sind, dann ist es, als sei nichts gewesen. Wir haben schon alles versucht, mit Leckerle ablenken, mit Kaltluft sprühen, ins Platz legen, Disk-Scheiben werfen und und und. Solange es neu für sie ist wie wir darauf reagieren, funktioniert es, sie geht ruhig und brav an anderen Hunden vorbei und wenn es ihr bekannt ist, dann geht das alte Verhalten von vorne los. Nur auf dem Hundeplatz akzeptiert sie andere Hunde.
Zurzeit hat sie wieder eine Tour, wo sie sehr schreckhaft ist.
Früher habe ich diese Schreckhaftigkeit mit Rescue- und Star of Bethlehem-Tropfen versucht zu behandeln, was nicht wirklich etwas brachte. Irgendwann legte sich diese Schreckhaftigkeit von alleine und nun geht es wieder von vorne los.
Gerne würde ich mal versuchen, sie mit Schüßler-Salzen zu behandeln.
Wer kann mir raten, ob dies überhaupt möglich ist, wenn ja, mit welchem Salz, in welcher Potenz?
Oder weiß mir jemand einen besseren Rat?
Ich würde mich sehr freuen Antwort von Euch zu erhalten.
Lieber Gruß
Chris


pierroth
Beiträge: 2213
Registriert: 8. Nov 2004, 10:21

Beitragvon pierroth » 8. Sep 2006, 15:49

Hallo Chris,

herzlich willkommen hier.
Mit Schüssler Salzen kann ich Dir leider nicht weiterhelfen.
Du schreibst, dass DU versucht hast, sie zu behandeln. Ich stelle jetzt mal ganz provokant eine Frage: Wenn Dein Kind (vorausgesetzt Du hast ein Kind, kann ja auch sonst ein Verwandter sein...) eine Angstpsychose hat, würdest Du da auch selbst behandeln oder lieber einen Fachman/frau zu Rate ziehen? Bachblüten, Homöopathie usw. können wahre Wunder bewirken, wenn sie richtig gewählt wurden. Und das kann i.d.R. nur ein ausgebildeter Therapeut, denn man erlernt das nicht, indem man eben mal schnell ein paar Bücher liest. Also, nicht aufgeben, wende Dich an jemanden, der etwas davon versteht, denn das Problem liegt bei ihr ganz tief und das gilt es, hervor zu holen, damit es bearbeitet werden kann.

Mal ne andere Frage: wie verhälst Du Dich selber, wenn solche neuen Situationen da sind, bzw. euch ein fremder Hund begnet? Wenn Hunde an der Leine eine derartige Reaktion zeigen, dann ist das oftmals Unsicherheit, was ja auch zu Deinem Hund passen würde. Mit Sprühen, Scheibenwerfen usw. kannst Du diese Reaktion u.U. noch verstärken, denn der Schreck, kann sie mit einem anderen Hund verknüpfen. Mit Leckerlie ablenken geht schon eher in Richtung Belohnung für ein unerwünschtes Verhalten. Sie darf aber nur belohnt werden, wenn sie ein richtiges Verhalten zeigt und dabei muss Du auf den genauen Zeitpunkt achten.
Abgesehen von ihrem Verhalten, solltest Du an Deinem Verhalten arbeiten. Sie orientiert sich an Dir und wenn Du unsicher bist (ich denke mir mal, dass Du schon Herzklopfen bekommst, wenn Du einen Hund siehst) überträgt sich das auf sie. Nach dem Motto "Frauchen kann mir nicht helfen, ich muss mir selber helfen" übernimmt sie dann das Kommando und versucht so, sich selbst vor Schaden zu schützen, indem sie nach vorne geht.

LG Pierroth

Chris1
Beiträge: 12
Registriert: 28. Aug 2006, 22:14

Beitragvon Chris1 » 9. Sep 2006, 00:02

Hallo Pierroth,
danke für Deine Antwort.
Die Schreckhaftigkeit meiner Hündin versuchte ich in vergangener Zeit mit Hilfe eines Tierarztes in den Griff zu bekommen. Dieser verordnete Rescue-Tropfen und Star of Bethlehem, was überhaupt nichts brachte.

Alles was Du mir schreibst zu den Hundebegegnungen ist mir ebenfalls bekannt, aber es hilft mir nicht weiter, denn ich weiß ganz und gar nicht, was ich noch ändern könnte um die Situationen zu entschärfen.

Eine Hundepsychologin hatte mir den Kaltluftsprayer nahe gebracht und so lange wir in Begleitung dieser Trainerin waren, lief unsere Hündin brav und ohne irgend welche Mätzchen wenn wir anderen Hunden begegneten. Kaum zuhause, legte sie jedoch wieder ihr altes Verhalten an den Tag.
Auch wenn wir in für sie fremder Umgebung anderen Hunden begegnen führt sie sich nicht so auf.

Ich glaube nicht, dass Unsicherheit bei Ihr die Ursache dafür ist, denn sie ist schon recht dominant und versucht fast jeden Tag einmal aufs Neue, wer nun der Rudelführer ist, sie oder ich. Sie ist eben ein Schnauzer und Schnauzer sind nun mal nicht so einfach und brauchen einen konsequenten Hundeführer und ich versuche sehr konsequent zu sein.

Sie war einmal dabei, als unser Zwergschnauzer von einem großen Hund geschüttelt wurde und konnte nicht zu den beiden hin um zu helfen. Diese Sache hatte sie damals mehr mitgenommen als den Kleinen der geschüttelt wurde. Seitdem führt sie sich bei Hundebegegnungen so auf. Ich denke, sie will den anderen Hunden schon von Weitem klar machen, dass sie nicht zulassen wird, dass nochmal einer ihrem Kameraden zu nahe kommt.

Sie kläfft ja auch, wenn mir jemand zu nahe kommt oder direkt auf mich zukommt. Hier allerdings ist sie sofort ruhig wenn ich es verlange. Wenn ich rechtzeitig merke, dass jemand zu nah kommt, sage ich nur: "ist oK", dann kläfft sie auch nicht.

Nochmal danke für Deine Erklärungen.
Viele Grüße
Chris

pierroth
Beiträge: 2213
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Beitragvon pierroth » 9. Sep 2006, 07:17

Hallo Chris,

ich kann das aus der Ferne natürlich nicht beurteilen, klar. Wenn Du schreibst, dass sie "mit" Trainerin ruhig ist und "ohne" austickt, kann das evtl. nicht doch sein, dass Dir die Trainerin eine gewisse Sicherheit gibt und DU diese Sicherheit an Deinen Hund weitergibst? Das würde auch zu dem geschilderten Ereignis passen. Um es mal krass auszudrücken: Du hast damals als Rudelführer nicht verhindern können, dass ihr Kamerad von einem anderen Hund gebissen wurde, also muss sie die Führung übernehmen, bevor soetwas noch einmal geschieht.

Ich bin zwar nicht die Expertin für BB, aber soweit ich weiss, sind Rescue Tropfen, wie der Name schon sagt, BB für den Notfall. Zum Anderen wird hier eine einzige Blüte kaum etwas bringen, es sollte schon eine Mischung aus mehreren BB sein. Ich möchte Deinem TA auch nicht zu nahe treten, aber i.d.R. haben TÄ von solchen Sachen wenig Ahnung und arbeiten nur oberflächlich damit. Ich sehe für Deine Hündin durchaus noch Möglichkeiten das homöopathisch oder auch mit BB wieder in die richtigen Bahnen zu lenken. Daher meinen Rat: such Dir jemanden (THP) der sich mit diesen Dingen gut auskennt.

LG Pierroth

Chris1
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Beitragvon Chris1 » 9. Sep 2006, 23:02

Hallo Pierroth,
danke für Deine schnelle Antwort, was Du schreibst ist sehr einleuchtend.

Heute hatten wir sogar vor dem Hundeplatz mit bekannten Hunden eine unangenehme Begegnung.
Zwei Riesenschnauzer wollten an mir und unserer Großen, die ich an der Leine führte sehr dicht vorbei gehen, als sie diese drohend anknurrte, was sie noch nie getan hatte. Da die beiden Schnauzer zusammen gehören, wollten diese nun ihrerseits unserer Großen Respekt lernen und es kam zu einem kurzen Geraufe, was wir Hundeführer aber sofort unterbinden konnten. Hätte unsere Große nicht angefangen, wäre überhaupt nichts gewesen.
Anschließend auf dem Hundeplatz war dann alles wieder in Ordnung, als sei nie etwas vorgefallen. Wir machten extra Abrufübungen, wo die Hunde freilaufend aneinader vorbei laufen mußten um zu uns zu kommen. Da hatte unsere Große nur Augen für mich und alle anderen Hunde waren ihr egal, sogar die, mit denen sie kurz vorher eine Auseinandersetzung hatte.

Gerne würde ich ja einen THP aufsuchen, aber ich weiß nicht, wo ich einen finde. Weißt Du, ob im Internet eine Adressenliste von THP zu finden ist und wenn ja, unter welchem Namen? Vielleicht gibt es ja in unserer Nähe einen.
Lieber Gruß Chris

pierroth
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Beitragvon pierroth » 10. Sep 2006, 09:28

siehe PN


Chris1
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Beitragvon Chris1 » 10. Sep 2006, 10:07

Hallo Pierroth,
was heißt PN?

Entschuldigung - schon kapiert. habe die private Nachricht (PN) gefunden.

Vielen Dank, werds versuchen.

Lieber Gruß Chris


   

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