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Leukose-positive Katze - was tun?

Naturmedizin für Tiere, Ernährung, Tipps...

Moderatoren: Angelika, pierroth

Huehnermama
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Leukose-positive Katze - was tun?

Beitragvon Huehnermama » 3. Feb 2005, 10:03

Hallo allerseits,
vor drei Wochen haben wir einen unserer jungen Katerchen wegen Leukose verloren. :sad:
Unser alter Kater ist nun auch Leukose positiv (Bluttest) aber die Krankheit ist noch nicht ausgebrochen. Nun wird er indrei bis vier Wochen ja nochmal getestet und wir hoffen, daß er das Virus inzwischen selbst erledigt hat. Soweit die Theorie...der Kater ist ca. 13 Jahre alt, d.h. er sollte ein stabiles Immunsystem haben. Irgendwie bin ich da aber nicht so optimistisch.
Hat jemand von Euch eine Idee, was ich ihm noch zur Unterstützung geben kann? Bisher bekommt er Engystol, das hilft bei unspezifischen Viruserkrankungen. Die TA hatte keine Idee, es gibt wohl nichts richtiges in der Schulmedizin.
Danke und viele Grüße
Regina


sibylle
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Beitragvon sibylle » 6. Feb 2005, 13:56

Hallo Regina,

da Dir noch keiner geantwortet hat, habe ich in meinem Naturheilkundebuch für Katzen nachgeschaut (habe noch keine eigenen Erfahrungen bezüglich Leukose-Katzen).

Hier einfach mal eine Abschrift der Behandlungsmöglichkeiten:

"Zur Umstimmung und Stabilisierung des Immunsystems zwei Pflanzenextrakte: Krallendornextrakt (radix uncariae tormentosae) und Mistelextrakt (viscum album). Davon 3xtäglich 2 bis 3 Tropfen. Viscum album kann auch in D4 angewendet werden.

Ebenso wirken Umckaloabo D5 2xtäglich und Glandula thymi (Thymusorganpräparat) 2xwöchentlich 1/4 Ampulle.

Zur Beschleunigung der Ausschwemmung entstehender Immunkomplexe eignen sich die Lymphomyosot-Tropfen (Heel) sehr gut (3xtägl. 2-3 Tropfen) und ein guter Blutreinigungstee aus Brennessel, Goldrute, Mariendistel ind Pfennigkraut.

Zink-Orotat-Tabletten, 1 - 2 Stück täglich, stimulieren die körpereigene Interferonbildung.

Interferon D30, Jod D30, Carcinomium D30 werden jeden 2. Tag (nach Besserung 14-tägig D200) gegeben.

Außerdem wird das hervorragende, ebenfalls das Immunsystem regenerierende Enzympräparat Terrakraft empfohlen.

Bach-Blütenmischung: Centaury, Gentian, Sweet Chestnut, Wild Rose und Willow.

Ich hoffe, daß ich Dir ein bißchen helfen konnte, aber vor allem, daß der 2. Test gut ausfällt.

Viele Grüße
Sibylle

Huehnermama
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Beitragvon Huehnermama » 7. Feb 2005, 09:10

Liebe Sibylle,
vielen, vielen Dank für die Auflistung!
Das sind ganz viele neue Mittel dabei, von denen ich noch nie etwas gehört habe...ich werde mir die einzelnen Mittel suchen und wenn möglich dem Kater geben. Ob er z.B. den Tee trinken wird, bezweifel ich etwas, ich glaube da schaut er mich nur an und fragt sich, ob ich nicht ganz gescheit bin... :roll:
Aber die anderen Sachen werde ich auf alle Fälle probieren.

Darf ich noch fragen, welches Buch Du zur Naturheilkunde für Katzen hast? Ich habe zwar auch eins, aber anscheinend ein anderes. Meins ist sehr "vorsichtig", da steht meist "ab zum TA".

Nochmal danke und liebe Grüße
Regina

sibylle
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Beitragvon sibylle » 7. Feb 2005, 12:38

Liebe Regina,

hier nur schnell mal der Titel des Buches:

"Naturheilkunde für Katzen" von Dr. med. vet. Wolfgang Becvar, Franckh-Kosmos Verlag Stuttgart, ISBN 3-440-06597-9.

Wünsch Dir und Deinem Kater alles alles Gute,
liebe Grüße
Sibylle

Stepse
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Beitragvon Stepse » 7. Feb 2005, 16:52

Hallo Regina,

es gibt auch noch einen Ansatz mit homöopathischen Komplexmitteln. Ich habe auch bei chronischen Erkrankungen bisher sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Unser verstorbener Kater litt an CNI und ich konnte ihm das Leben doch noch eine Weile lang mit Komplexmitteln erträglich machen. Soweit ich weiß, wird im Buch "Symptomenverzeichnis der biologischen Tiermedizin" ein palliatives (die Beschwerden der Krankheit linderndes) Therapieschema angegeben. Frag mal Deinen Tierarzt danach bzw. schicke eine email an die Firma Heel zu dem Thema. Solltest Du die Präparate geben, dann achte darauf, dass in den Präparaten kein Alkohol enthalten ist, da Katzen ihn nicht über die Leber entgiften können. Ich nehme aus diesem Grund wahlweise die Injektionsampullen oder die Tabletten.

Gruß

Stepse

Huehnermama
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Beitragvon Huehnermama » 21. Feb 2005, 12:31

Hallihallo,
so, nun habe ich mal die ganzen Mittel nachgelesen...das sind ja teilweise sehr mächtige Mittel. Ich weiß nicht, die kann ich ihm doch nicht einfach vorbeugend geben, wenn er (noch) keine Symptome zeigt, oder? Was soll ich denn dann geben, wenn er mal Symptome zeigt?

Ich habe jetzt mal das Interferon D30 in der Apotheke bestellt und erfahren, daß es sich um eine Nosode handelt. Im Internet habe ich nirgendwo Informationen hierüber gefunden. Kann da etwas schieflaufen? Nosoden sind doch auch eine sehr tiefgreifende Sache, ich traue mich kaum, ihm einfach diese Nosode zu geben. Nicht, daß es zu einer Verschlimmerung kommt.

Hat jemand Erfahrungen hiermit oder kennt jemand eine Tierhomöopathin im PLZ 64xxx?
Ich bin mir hier ehrlich gesagt etwas unsicher, ob es für Katerchen das richtige ist und habe auch mit Nosoden keinerlei Erfahrung...

Viele Grüße
Regina

P.S. @Stepse: Danke auch für Deinen Tip!


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baloo
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Beitragvon baloo » 21. Feb 2005, 13:00

Wenn er Symptome zeigt, dann gibst Du ihm die auf die Symptome passenden Mittel. Bevor er Symptome zeigt, gibst Du die zur Vorbeugung passenden Mittel.

Ob nun Nosode oder nicht: Wenn eine vertrauenswürdige Quelle eine solche Therapie vorschlägt (das kann ich allerdings nicht beurteilen), dann nimmst Du die Mittel so, wie es da steht. Wenn man etwas Gutes nachmacht, dann muss man es genau nachmachen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass einem erwachsenen Kater ein Ausbruch der Krankheit droht, ist recht gering. Sicher kann es aber nichts schaden, das Immunsystem etwas "joggen zu schicken". Welche Therapieform man dazu wählt, muss man selbst (bzw. der Therapeut) entscheiden. Um kurzfristig und schnell etwas zu bewirken, würde ich persönlich die Phytotherapie wählen, und die gewonnene Zeit zusammen mit einem Therapeuten ein Konzept für eine langfristige Prophylaxe zu erarbeiten. Die könnte ich mir durchaus homöopathisch vorstellen.

Aber bitte - ist nur meine bescheidene Meinung.....
Die Stadt ist gut, sagte der Bauer, aber die Leute taugen nichts.

Huehnermama
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Beitragvon Huehnermama » 21. Feb 2005, 14:00

Hallo Baloo,
das Problem ist ja, daß ich keinen Therapeuten habe, also keine "vertrauenswürdige Quelle" sondern "nur" die Antworten auf meine Anfrage hier.
Das soll nun natürlich auf gar keinen Fall heißen, daß Sibylles Antwort nicht vertraueswürdig wäre, aber ich bin mir halt nicht sicher mit dem Katerchen, weil die Leukose für mich auch neu ist. So Kleinigkeiten wie Entzündungen oder Erkältungen sind kein Problem, da haben wir (die Katzen und ich) genug Übung...aber hiermit? Ich will halt nichts falsch machen.
Viele Grüße
Regina

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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 21. Feb 2005, 14:41

Hallo zusammen,

eines verstehen ich nicht - Leukose ist ein Virus, dass hoch ansteckend ist. Das Virus lauert meist inaktiv im Körper des Tieres und bricht irgendwann aus – trotzdem stecken diese Tiere andere Tiere an. Fressen aus einem gemeinsamen Napf reicht schon aus...
Einen junge Katze kann man impfen.
Um das Leben einige Jahre zu verlängern, sollten alle "normalen" Krankheiten des erkrankten Tieres unbedingt sofort behandelt werden, weil das Immunsystem ja nicht richtig arbeitet. Außerdem wirken eine gute Vitamin- und Mineralstoffversorgung und gesundes Futter lebensverlängernd.
Das geschwächte Immunsystem kann man zusätzlich mit Medikamenten anschubsen, damit es gegen Krankheiten etwas besser angehen kann.
Auf alle Fälle musst Du, Huehnermama, Deine Katze von gesunden Katzen getrennt halten, damit sie diese nicht angesteckt werden. Und auf äußerste Reinheit der Umgebung achten (Teppiche etc.) und bei einer Neuanschaffung an eine „Quarantänezeit“ denken, damit alle möglichen Übertragungsherde in der Wohnung übertragungsfrei sind. – Huehnermama, Du kannst Ihm leider eigentlich nur das Leben so angenehm, wie möglich machen...
:wink:
MfG
Kräuterfee

Huehnermama
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Beitragvon Huehnermama » 21. Feb 2005, 15:02

Hallo Kräuterfee,
das ist ja das Problem, wir haben insgesamt drei Katzen. Unser altes Katerchen Chefchen (ca. 13 Jahre), eine steinalte Katze (> 15 Jahre, aber fit wie ein Turnschuh) und ein junges Katerchen Cielo (fast 2 Jahre). Der kleine Cielo ist geimpft und war bis zum Tod von dem gleichalten Miro täglich mit ihm zusammen. (Miro war der erste bei dem die Leukose ausgebrochen war, wir mußten ihn Anfang Januar einschläfern :sad: ) Sie haben sich sehr gerne gemocht, also auch gegenseitig geputzt usw. Trotzdem hat bei Cielo die Impfung gehalten, er ist Leukose negativ geblieben, was bei diesem intensiven Kontakt nicht selbstverständlich ist.

Inzwischen fressen alle Katzen getrennt, die alten sind überwiegend draußen, der kleine ist überwiegend drinnen. Aber ich kann den Kontakt untereinander leider nicht völlig ausschließen. Die Nachbarn sind alle informiert, deren Katzen sind alle geimpft (woher die Leukose dann überhaupt kommt ist die Frage :???: )
Deshalb liegt mir ja soviel daran, daß ich das Chefchen soweit bekomme, daß er den Virus überwindet und ebenfalls Leukose negativ wird. Das ist wohl gar nicht so selten laut TA. Ich wollte halt etwas nachhelfen und das am liebsten homöopatisch. Das Immunsystem von Chefchen war immer sehr gut und er hat schon gute Karten, glaube ich. Er kann leider auch ein Dauerausscheider werden, das wäre mir gar nicht recht, wegen der Ansteckungsgefahr für andere Katzen.

Viele Grüße
Regina

pierroth
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Beitragvon pierroth » 21. Feb 2005, 19:03

Hallo Regina,

auch wenn die Nachbarkatzen gegen Leukose geimpft sind, heisst das nicht, dass sie nicht doch erkranken können. Bei Nachimpfungen sollte vorher grundsätzlich ein Leukosetest gemacht werden. Bei pos. Test dürfen diese Katzen nicht geimpft werden, da diese Impfung die Leukose zum akuten Ausbruch bringen kann. D.h., eine Leukoskatze kann mit dieser Krankheit bei gutem Immunsystem ganz gut zurechtkommen. Wird sie jedoch geimpft, kommt es zum Ausbruch.
Da diese Katzen mit allen Körpersäften ständig Viren ausscheiden, also lebenslang Virusausscheider sind, sollten sie nicht nach draussen gelassen werden.
Vielleicht hat ja eine streunernde Katze das Virus übertragen.

Dir bleibt nur, dass Immunssystem zu stärken.
THP findest Du, wenn Du "Tierheilpraktierk" bei google eingibst. Dann kommt ziemlich weit oben "Tierheilpraktikerliste", dort kannst Du eine Postleitzahlensuche machen.

Ich sehe aber gerade, dass Du aus dem Odenwald kommst. In Höchst/Odw. gibt es die Frau Wetterroth. Super gut ist Sabine Lankau in Gross-Zimmern (der Weg lohnt sich, macht auf nach der Erstanamnese viel über Telefon, sodass Du nicht immer hinfahren musst). Wenn Du Telefonnr. oder Adressen brauchst, kannst mich ja über pm kontakten.

LG Pierroth

Huehnermama
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Beitragvon Huehnermama » 22. Feb 2005, 08:02

Liebe Pierroth,
danke für die Listen, ich hatte sie schon beim Stöbern im Internet gesehen, aber die THPs sind alle recht weit weg.
Genial ist aber die Empfehlung von Fr. Lankau in Groß-Zimmern, das ist quasi unser Nachbarort, die Strecke schafft das Chefchen ohne Probleme. Ich werde sie auf alle Fälle mal anrufen und evt. hinfahren bevor ich noch lange selbst an der Katze "herumdoktore". Es ist auch für die Zukunft gut eine THP zu haben. An sich ist unsere TA ja nicht schlecht, aber sie kennt halt hauptsächlich Antibiotika und hat mit Homöopatie nicht viel am Hut. Wenn man dann eine Katze wie Chefchen hat, der AB sehr schlecht verträgt, paßt das halt nicht so gut (obwohl er die TA toll findet und immer anschnurrt. :) )
Liebe Grüße
Regina

P.S. Ich kann das Chefchen schlecht drinnenhalten, er ist ein ehemaliger streunerkater, der lieber draußen ist. Drinnen ist er nur nachts wenn es draußen gefroren hat, sonst bekommt er die Krise. Es ist also ein Dilemma! Deshalb bin ich ja auch so hinterher, daß er das Virus aus eigener Kraft überwinden kann.

pierroth
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Beitragvon pierroth » 22. Feb 2005, 09:30

Hallo,

das ist schön. Viel Glück.

LG Pierroth

Huehnermama
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Beitragvon Huehnermama » 16. Mär 2005, 07:59

Hallihallo,
wollte nur kurz berichten, nun waren wir bei Frau Lankau in Groß-Zimmern und Chefchen hat sich wirklich vorbildlich benommen :D
Erst hat er etwas gemotzt aber dann hat er sich auf den zweiten Besucherstuhl gesetzt, wie es sich für einen ordentlichen Patienten gehört... :D :D :D Am Ende wollte er garnicht mehr dort weg...es war zu witzig....
Danke nochmal für den Tip!
Viele Grüße
Regina

Huehnermama
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Beitragvon Huehnermama » 16. Mär 2005, 08:06

Ach so, was ich eben vergessen habe: meine Arbeitskollegin würde auch gerne mit ihrem Kater zu einer THP für Homöopathie gehen, sie wohnt in Frankfurt und deshalb sollte die THP auch in Frankfurt sein. Gibt es hier auch eine gute Empfehlung?

Danke und liebe Grüße
Regina



   

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