Zum Inhalt

Kind mit zwei Gesichtern ???

Alles zur Bach-Blütentherapie

Moderatoren: Angelika, Ursula

Benutzeravatar
Mondin
Beiträge: 5
Registriert: 15. Jun 2008, 12:10

Kind mit zwei Gesichtern ???

Beitragvon Mondin » 30. Sep 2009, 20:12

Hallo Ihr Lieben

Heute wendete sich eine Mutter an mich mit der Frage ob es eine Bachblüte für ihren Sohn gäbe....zur Erklärung : Ich bin Erzieherin und arbeite in einem Kindi. Dieser Junge ist bei mir in der Gruppe....zwei Jahre alt und scheint, so die Mutter, zwei Gesichter zu haben.
Bei mir im Kindi ist er schüchtern, zurückhaltend und leicht verunsichert. Daheim scheint er mit der Mutter frontal auf Konfrontation zu gehen. Er ist aggressiv, arogant, brutal.... wortlaut der Mutter.
Sie macht sich große Sorgen woran das wohl liegen kann. Vielleicht muss man dazu sagen, das der kleine Mann eigentlich ein Zwilling ist. Nur sein Bruder ist im Mutterleib verstorben, so das nur er geboren wurde. Und das auch noch gut 8 Wochen zu früh. Nichts desto trotz ist er quitsch fidel und hat auch alles recht gut wieder aufgeholt.

Nur das er daheim völlig tyrannisch reagiert ist mehr als merkwürdig.
Da wäre - als Beispiel - die Aussage von ihm zu seiner Mutter die vor ein paar Tagen eine Fehlgeburt hatte....Na, Mama ..... das Baby ist endlich tot oder ?
:o :o :o
Gut das könnte man noch mit Eifersucht und Angst abtun.
Aber er saust z.B. hinter seiner großen Schwester her, wenn sie die Treppe hinunter gehen will um ihr einen ordentlichen Tritt zu verpassen, damit sie nicht geht, sonder fällt.
Ebenso geht er mit allen anderen Familienmitgliedern um. Und er hat eine Mutter die ihm wahrhaftig Grenzen aufzeigt.

Die Mutter ist sehr aufgeschlossen was Dinge angeht die man vielleicht nicht logisch erklären kann.... war schon bei Familienaufstellungen um dort vielleicht Antworten zu bekommen. Hat sich sagen lassen das käme dadurch das die beiden ( Mutter und Sohn ) eine karmische Verbindung haben die im jetzigen Leben aufgearbeitet werden muss..... :???:

Gibt es irgendetwas um den Kleinen von seinem Zorn auf alles zu befreien, denn es ist nicht erträglich für die Familie. Er schafft es sogar die ganze Nacht durchzubrüllen wenn die Mutter nicht bei ihm im Bett schläft..... :o

Wißt Ihr Rat ?

Gruß Mondin
Tu was Du willst, aber schade niemandem


Benutzeravatar
Ursula
Beiträge: 1965
Registriert: 16. Nov 2001, 01:00

Re: Kind mit zwei Gesichtern ???

Beitragvon Ursula » 1. Okt 2009, 09:55

Hallo Mondin,

das klingt ja wirklich sehr schwerwiegend, was sich dort in der Familie abspielt. Ich glaube auch, dass es diese Ursachen gibt, die du beschreibst.

Ob es in dieser Familie aber tatsächlich so sein kann, läßt sich aus der Ferne schwer beurteilen. Dazu kommt, das du als dritte Person - die dazwischen vermittelt - ja "nur" das wiedergibst, was dir berichtet wurde und das macht eine möglichst objektive Stellungsnahme nicht leichter.

Ich kann mir vorstellen, das Bach-Blüten dem kleinen "Tyrannen" helfen können, denn besonders Kinder sprechen gut auf diese Methode an. Welches die richtige Essenz für ihn ist , sollte ein sehr guter Berater - möglichst noch mit einem umfangreichen psychologischen/pädagogischem Fachwissen - zusammen mit - und auch für die Mutter ermitteln.

Liebe Grüße

Ursula

rine
Beiträge: 1496
Registriert: 30. Aug 2006, 11:11

Re: Kind mit zwei Gesichtern ???

Beitragvon rine » 1. Okt 2009, 10:21

Ich würde insgesamt überlegen, falls noch nicht geschehen, einen guten Kinderpsychologen hinzuzuziehen. Da das Ganze schon gefährliche Ausmaße annimmt, wenn er seine Schwester die Treppe runter schubsen will , zum Beispiel, sollte da ja dringend etwas passieren.

Das mit dem Durchbrüllen nachts und die Mutter im Bett haben müssen, der tyrannische Komplex also, habe ich in unserer Krabbelgruppe damals bei einem Kind bei dem später ein KISS-Syndrom diagnostiziert wurde, erlebt. Das waren die einzigen Auffälligkeiten zu dem Zeitpunkt. Wurde eine Kopfgelenksblockade mal ausgeschlossen?
Gerade auch bei Zwillingsgeburten (wurden die Kinder spontan geboren? Ich kenne das von Frauen mit Totgeburten so, dass sie auch die normal gebären mussten...) kommt es ja auch häufiger dazu, bzw, durch die Enge im Mutterleib kann das ja auch schon kommen..
Viele Grüße,
Rine

Bild

greenbeans
Beiträge: 326
Registriert: 24. Aug 2003, 23:45

Re: Kind mit zwei Gesichtern ???

Beitragvon greenbeans » 1. Okt 2009, 11:01

Daheim scheint er mit der Mutter frontal auf Konfrontation zu gehen. Er ist aggressiv, arogant, brutal.... wortlaut der Mutter.
...
Nur das er daheim völlig tyrannisch reagiert ist mehr als merkwürdig.
Da wäre - als Beispiel - die Aussage von ihm zu seiner Mutter die vor ein paar Tagen eine Fehlgeburt hatte....Na, Mama ..... das Baby ist endlich tot oder ?
:o :o :o
Gut das könnte man noch mit Eifersucht und Angst abtun.
Aber er saust z.B. hinter seiner großen Schwester her, wenn sie die Treppe hinunter gehen will um ihr einen ordentlichen Tritt zu verpassen, damit sie nicht geht, sonder fällt.
Ebenso geht er mit allen anderen Familienmitgliedern um. Und er hat eine Mutter die ihm wahrhaftig Grenzen aufzeigt.

Die Mutter ist sehr aufgeschlossen was Dinge angeht die man vielleicht nicht logisch erklären kann....

....
Gibt es irgendetwas um den Kleinen von seinem Zorn auf alles zu befreien, denn es ist nicht erträglich für die Familie. Er schafft es sogar die ganze Nacht durchzubrüllen wenn die Mutter nicht bei ihm im Bett schläft..... :o

Wißt Ihr Rat ?

Gruß Mondin
Ob ich einen Rat habe, weiß ich nicht. Aber jedenfalls habe ich die Beobachtung gemacht, daß, wenn Leute das Verhalten ihrer Kinder mit "nicht logisch Erklärlichem" zu erklären versuchen, dennoch eine "logische" Sache dahintersteckt, die sie aber vielleicht nicht sehen können oder auch nicht sehen wollen (weil für sie persönlich zu unschön usw., die eigenen Fehler sehen ist oft problematisch, gerade für Eltern, die es natürlich i.d.R. eigentlich gut meinen mit ihren Kindern).
Ich könnte mir in diesem Fall z.B. vorstellen, daß das Kind gehört hat, wie die Mutter (oder jemand zur Mutter) sagte, daß es gut sei, daß der Zwilling verstorben ist, und nicht sogar zwei "von der Sorte" da sind - oder sowas Ähnliches.
Für mein Empfinden ist eine Verunsicherung, wenn nicht sogar tiefe Angst des Kindes wahrscheinlich, selbst auch von der Mutter abgelehnt zu werden. Und die Liebe und Akzeptanz der Mutter ist ja für ein so kleines Kind existentiell. Das Kind wäre damit seinem Empfinden nach existentiell, also in seinem Leben, bedroht. Man müßte dann fast froh sein, daß er aktiv aggressiv nach außen, und nicht mit Resignation und Apathie reagiert. Allerdings wie rine m.E. richtig sagt, es nimmt hier bereits gefährliche Ausmaße an, da muß man auch schon deshalb reagieren (Kindertherapie).
Wie benimmt sich denn die Mutter, wenn sie sich so "wahrhaftig durchsetzen" kann? Für mich klingt das z.B. ganz schön grob, ist sie das? Und es klingt nach die Bedürfnisse des Kindes vielleicht nicht berücksichtigend, ist das so? Das sollte sich die Mutter vielleicht mal fragen, ob die Bedürfnisse des Kindes liebevoll berücksichtigt werden, und wenn das mal nicht geht, das auch verständnisvoll kommuniziert wird, oder ob sich einfach "brutal" (um mal die Worte der Mutter zu benutzen) durchgesetzt wird, und das Kind einfach im Sinne der Erwachsenen funktionieren soll.
Der Verlust des Zwillings war sicher für das Kind bereits ein einschneidendes Erlebnis. Aber es erklärt m.E. nicht sein jetziges Verhalten. Ein zweijähriges Kind hat keine wirkliche Vorstellung vom Tod, es würde schon von daher "von selbst" sowas nicht sagen, wie Du es oben zitierst, das ist m.E. viel eher eine übernommen Aussage, die es meiner Einschätzung nach von anderen gehört hat, wobei es eben „verstanden“ hätte, daß es „gut“ war, daß das Kind tot ist. Denn dies ist der eigentliche Punkt: Also selbst wenn das Kind „von selbst“ vom Tod sprechen würde, warum assoziiert es den Tod des Geschwisterchens mit „gut“? Und darauf lässt ja seine Ausdrucksweise schließen, daß er das der Mutter so zu verstehen geben will..
Ich würde daher nicht vorrangig beim Kind, sondern, wie eigentlich immer angebracht bei so kleinen Kindern, beim Verhalten der Mutter (der gesamten Familie, also auch Vater, Großeltern evtl. usw.) ansetzen. Dem Kind kann man unterstützend natürlich mithilfe von Spieltherapie, Bachblüten usw. durchaus auch helfen. Aber ohne die Mitarbeit und ein verändertes Verhalten der Eltern hat man oft wenig dauerhaften Erfolg in dem Alter.
Mir fehlt in Deiner Schilderung einfach auch der Blick für das Leiden des Kindes. Man erfährt nur, daß er allen auf den Geist geht, und sie ihn "nicht ertragen" können. Woran aber trägt er? Wie gesagt, ich vermute, sein Leiden, das seiner Aggressivität zugrunde liegt, ist mehr in seiner tatsächlichen Lebenssituation zu suchen. Eine traumatische Geburtssitutaion, die auch meiner Meinung nach zweifellos bestanden hat, wenn der Zwilling verstorben ist, kann im Leben dann aufgefangen und verarbeitet werden. Dabei dem Kind zu helfen, da sind vor allem die Eltern gefragt. Das Trauma kann aber ebenso gerade erst richtig festzementiert oder in ganz eigene unschöne Bahnen gelenkt werden, und das scheint hier vielleicht geschehen zu sein (wenn auch sicherlich nicht mit Absicht!).
LG, greenbeans

Benutzeravatar
waterfall
Beiträge: 84
Registriert: 29. Mai 2008, 10:52

Re: Kind mit zwei Gesichtern ???

Beitragvon waterfall » 4. Nov 2009, 09:57

Hallo,

das liest sich ja sehr problematisch. Ich bezweifle da aber, dass mit Bachblüten alleine alles getan ist. Grundsätzlich sollten diese Probleme wohl mit einem Psychologen angegangen werden. Bachblüten könnten die Prozedur natürlich im positiven Sinne unterstützen. Du schreibst auch, dass dieses Kinder erst 2 Jahre alt ist. Mit 2 Jahren kann man noch gar nicht wissen, was es bedeutet die Schwester die Treppe runter zu schupsen oder andere bösartigen Sachen zu tun. In diesem Alter muss man das alles erst lernen. Im KiGa ist das Kind eher schüchtern und ruhig, deshalb denke ich dass die Probleme auf die Beziehung von Mutter und Kind zurückgehen und nicht allein am Kind liegen.

Ich würde wirklich professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.
Hier noch ein Link zu Bachblütenempfehlungen bei tyrannischen und aggressiven Kindern:
http://www.doc-nature.com/bachblueten-fuer-kinder.php3

Viele Grüße
:) Viele Grüße


   

Zurück zu „Bachblüten“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast