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Homöophatie und Bachblüten

Alles zur Bach-Blütentherapie

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Zwilling
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Homöophatie und Bachblüten

Beitragvon Zwilling » 20. Jul 2004, 08:53

Hallo, zu diesem Thema kenne ich mich nicht so aus und habe da eine Frage:
Sind Bachblüten so eine Art Unterform der Homöophatie oder werden sie als eigene Heilmittellehre angesehen. Falls das so ist, würde mich die Begründung interessieren.
liebe Grüße
Zwilli :wink:


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Ernst
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Beitragvon Ernst » 20. Jul 2004, 10:28

Hallo Zwilling,
die Bachblüten sind wohl mehr eine - wie du es bezeichnest - "Unterform" der Homöopathie.
Da kommt es aber erst einmal darauf an, was du unter "Homöopathie" verstehst.
Deine Vermutung trifft nämlich nur zu, wenn du die klassische Hamann´sche Homöopathie meinst.
Die Begründung ist da ziemlich einfach:
Der olle Hahnemann (Begründer der klassischen Homöopathie) kannte den ollen Bach (Entdecker der Bach-Blüten und der gleichnamigen Therapie) nämlich nicht weil er bereits vor seiner Zeit lebte.
Edward Bach hat erst Mitte des 20. Jahrhunderts entdeckt, dass alle Krankheiten auf psychologische Defekte zurückzuführen sind und hat für diese bestimmte Blüten in seiner Heimatgegend gesucht und gefunden. Die, in einer ganz bestimmten und fest definierten Form zubereitet, ergeben die bekannten Bach-Blüten.
Der olle Bach lebt aber zwischenzeitlich nicht mehr, aber er hat sein Wissen an ein Institut in England weitergegeben welches noch heute Lizenzinhaber für die Bezeichnung "Bach-Blüten" ist. Diese Lizenz ist an verschiedene Institute anderer Länder weitergegeben worden.
Das alles hat also schon deshalb nichts mit der klassischen Homöopathie zu tun (Hier gibt es keine Lizenzen - Hätte es vielleicht, wenn Hahnemann und Bach zur gleichen Zeit gelebt, sich kennengelernt und zusammengearbeitet hätten - Haben sie aber nicht :) )

Die Bachblütentherapie wird allerdings häufig in einem Wortlaut mit Homöopathie genannt, wenn man das mit Homöopatie meint, was der Volksmund allgemein unter Homöopathie versteht:
Nämlich nur die Gabe von hochpotenzierten Lösungen. Denn nur das haben homöopatische Mittel und Bach-Blüten gemein.
Die Ansätze, Anamnesen und die Therapien sind doch aber sehr verschieden.

Ich hoffe dass ich deine Frage beantworten konnte.
Zuletzt geändert von Ernst am 20. Jul 2004, 13:36, insgesamt 3-mal geändert.
Grüße von der Waterkant
Ernst

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Zwilling
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Beitragvon Zwilling » 20. Jul 2004, 11:46

Danke Ernst für die ausführliche Antwort,
aber Du weist ja wie das ist, eine Antwort ergibt die nächste Frage.
Ich habe bisher nur was über Hamann gelesen und ein bischen was über Bachblüten. Letztere habe ich auch an meinem Hund probieren können, na eher müssen.
Was meinst Du, würde das jetzt zuweit führen hierzu noch mehr zu posten:
,
Die Ansätze, Anamnesen und die Therapien sind doch aber sehr verschieden.
liebe Grüße
Zwilli :wink:

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Ernst
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Beitragvon Ernst » 20. Jul 2004, 11:50

Hmmm, ich vestehe jetzt deine Frage nicht. (hattest du eine gestellt? :eek: )
Hast da eine konkrete Frage oder was meinst du mit "hat es Sinn noch etwas zu posten"?
Also zum posten ist dieses Forum eigentlich gedacht ;)
Grüße von der Waterkant
Ernst

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Zwilling
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Beitragvon Zwilling » 20. Jul 2004, 12:04

Ernst, kannst Du auf die Unterschiede der beiden Therapieformen weiter eingehen?
Zwilli :wink:

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Ernst
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Beitragvon Ernst » 20. Jul 2004, 12:31

Au weia - das bedeutet ja jeweils einen Grundkurs in Homöopathie und einen in Bachblüten.
Daher ganz kurz:

Bachblüten:
Hier wird zunächst durch spezielle Fragestellung (es gibt allerdings auch andere Formen wie Kartenziehen u.ä.) ermittelt, welche seelischen Konflikte un Problemchen beim Patienten vorliegen.
Die stärksten seelischen Konflikte werden dann jeweils einer bestimmten Blüte zugeordnet Aufgrund dessen stellt man aus dieser Auswahl von Bachblüten (1-10 | einige Therapeuten sagen auch: nicht mehr als 5) eine Mischung zusammen.
Ganz grob gesagt: Die Bachblüten sind im Gegensatz zu homöopathischen Mitteln auf die Psyche des Menschen abgestellt (laut Dr. Bach beruhen fast alle Krankheiten auf psychische Defekte und deshalb müssen diese - und nicht die Krankheit behandelt werden)
Die Auswahl der Bachblüten ist im Gegensatz zur Homöopathie sehr begrenzt, da es nur 38 verschiedene Bachblüten gibt.
Empfohlene Lektüre "Praxis der Bachblütentherapie" von Mechthild Scheffer (die deutsche Bachblüten-Päpstin).

Homöopathie:
Auch hier werden durch bestimmte Fragestellungen die Probleme des Patienten, aber nicht nur die seelischen - sondern auch körperliche - herausgefunden und versucht diese in einen ganzheitlichen Zusammenhang zu bringen.
So gibt es in der Homöopathie beispielsweise keine Neurodermitis sondern lediglich eine Beschreibung des Umstandes.
Z.B.: "Häufig, vor allem nach auftretenden Stress, auftretende rote Flecken im Gesicht, oft auch juckend."
Ist dir der Unterschied aufgefallen? Da sagt der Therapeut nicht: "Ah-ich sehe: Rot im Gesicht. Sie haben Neurodermitis - Nehmen Sie diese Salbe?" sondern er hat gleich viel mehr Sachen herausgefunden. In unserem Beispiel:
- häufig (hier muss dann noch hinterfragt werden - wie häufig)
- Gesicht ( die körperliche Region ist eingerenzt worden)
- Stress (Auslösefaktoren)
- Rote Flecken (Allgemeine Beschreibung)
- Jucken (Begleiterscheinungen)
Jede dieser Punkte (und noch mehr) würde der der Therapeut auch noch weiter vertiefen und kommt so nach langem Gespräch (mindestens 1 Stunde) und sorgfältiger Suche im Repetetorium zum Mittel der Wahl. Das ist, wie gesagt kein Buch in dem du im Inhaltsverzeichnis nach "Neurodermitis" suchen kannst, sondern du musst das ganzheitliche Befinden des Menschen zusammenfassen können und dann das entsprechende Mittel finden.
Die Homöpathischen Mittel gibt es übrigens, im Gegensatz zu Bachblüten in einer riesigen Anzahl (genaue Zahl weiss ich nicht - da es von den Pharmafirmen auch diverse Mischmittel gibt) und den unterschiedlichsten Potenzen.

So, ich glaube diese Kurzexkursion in die beiden Therapiemöglichkeiten zeigen ziemlich deutlich deren Unterschiede auf.
Zuletzt geändert von Ernst am 20. Jul 2004, 13:34, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße von der Waterkant
Ernst

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Beitragvon Zwilling » 20. Jul 2004, 13:21

Danke, Ernst. Wenn ich das verdaut habe, kommt bestimmt wieder eine Frage ;)
Liebe Grüße
Zwilli :wink:

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Ernst
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Beitragvon Ernst » 20. Jul 2004, 13:38

Na dann guten Appetit.
War das so schwer verdaulich?
Grüße von der Waterkant
Ernst

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Homöophatie und Bachblüten

Beitragvon Moonlightwitch » 20. Jul 2004, 15:45

Hallo Zwilling,

Zitat:
Sind Bachblüten so eine Art Unterform der Homöophatie oder werden sie als eigene Heilmittellehre angesehen. Falls das so ist, würde mich die Begründung interessieren

Das würde ich nicht so sehen.
Denn vom Ansatz her zielen die Bach-Blüten eher auf die Psyche und die Homöopathie mehr auf den pysischen Körper (Ausnahme sind die Hochpotenzen).
Dr. Bach hat 1906 begonnen Medizin zu studieren und 1918 arbeitete er in einem Krankenhaus, in dem die Patienten mit homöopathischen Mitteln behandelt wurden. Dort lernte er auch die Lehren Hahnemanns, des Begründers der klassischen Homöopahtie kennen. ...Bei der Behandlung orientierte er sich immer mehr an den Stimmungen, Charaktereigenschaften und Gemütszuständen eines Kranken, immer weniger hingegen an den körperlichen Symtomen.
(Auszug aus dem Buch: Durch Bachblüten zu wohlbefinden und innerer Harmonie von Heilpraktikerin Sigrid Schmidt)

Die Bach-Blüten und die Homöopahie werden vermutlich immer in einen Topf geschmissen, weil von den Ausgangssubstanzen meistens nichts mehr nachzuweisen ist und nur noch mit der Energie gearbeitet wird. Was für die Urtinkturen und Niedrigpotenzen in der Homöopathie nicht zutrifft. Außerdem sind die Herstellungsverfahren bei Bach-Blüten und Homöopathie Grund verschieden.

Liebe Grüße
:wink:
Wer glaubt etwas zu sein -
hat aufgehört etwas zu werden.

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Beitragvon Kräuterfee » 20. Jul 2004, 19:29

Hallo Zwilling,

Bachblütentherapie
ist eine Methode, die sowohl auf augenblickliche negative Gefühle und Stimmungen mildern, als auch über längere zeit positiven Einfluß auf den eigenen Charakter haben. Es ist nicht möglich, mit dieser Therapie körperliche Krankheiten zu heilen, wenn bereits organische Schäden vorliegen. Der harmonisierende und stimmungsaufhellende Einfluss der Bach-Blüten soll Krankheiten vorbeugen und unterstützt den Heilungsprozess bei bereits bestehenden Beschwerden.
Also Bach-Blütenessenzen - einschließlich der Notfalltropfen - sind keine Medikamente gegen akute Erkrankungen. Sie wirken ausgleichend und harmonisierend auf die Seele. Bei körperlichen Beschwerden und ernsthaften psychischen Erkrankungen sind sie keine geeignete Therapie und können den Arztbesuch nicht ersetzen.

Homoöpathie

ist ein geschlossenes Heilsystem. Hahnemann stellte den Grundsatz der Homöopathie auf: Similia similibus curentur (Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt). - In der Homöpathie gibt es keine Standardmittelchen für bestimmte Krankheiten; jedes Medikament wird individuell auf den Patienten, dessen Krankheitsgeschichte und Beschwerden abgestimmt. (So erklärt sich auch warum bei 5 Patienten mit gleichen Beschwerden mitunter 5 verschiedene Mittel verordnet werden). Die Potenz wird auch induviduell bestimmt. Allgemeine Richtlinie ist aber, dass akute Leiden im Allgemeinen besser auf niedrigere und chronische Erkrankungen auf höhere Potenzen ansprechen.
Aus der Sicht Hahnemanns ist die Lebenskraft eines Menschen aus dem Gleichgewicht geraten. Homöpathische Mittel regen die Selbstheilungskräfte an und können immer dann helfen, wenn noch eine Reaktionsfähigkeit des Körpers besteht, das Immunsystem also aktiv ist.
:wink:
MfG
Kräuterfee



   

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