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Für Anfänger - Fragen, die Profis aufstöhnen lassen

Alles zur Bach-Blütentherapie

Moderatoren: Angelika, Ursula

k.danie
Beiträge: 2
Registriert: 13. Okt 2005, 22:06

Für Anfänger - Fragen, die Profis aufstöhnen lassen

Beitragvon k.danie » 13. Okt 2005, 23:26

Hallo liebe Wissende,
ich muß mich als Anfänger im Thema Bachblüten outen.
Bei uns steht im Familienkreis eine Bachblüten Therapie an, doch ich habe noch Fragen.

Ich habe hier nun drei Stunden gelesen und mit der Suchfunktion nach verschiedenen Begriffen gefischt.
Dennoch habe ich einige Fragen - und die Bitte, sie mir mit viel Geduld zu erklären; denn ich habe die klaren und eindeutigen Antworten nicht gefunden.
Und vielleicht mit Quellenangaben, damit ich in Ruhe nachlesen kann.

-Wer darf Bachblüten verkaufen?
-Wo besteht der Unterschied zwischen "Kalifornischen Bachblüten" und Bachblüten?
-Darf eine Heilpraktikerin "Kalifornische Bachblüten" selbst dosieren und zur Therapie abgeben?
-Welche Erfahrungen habt Ihr mit Nebenwirkungen der Bachblütentherapie?

Vielen Dank für die Zeit, die Ihr verwendet, um mir die Fragen zu beantworten.
Und Entschuldigung, dass ich hierfür einen neuen Tread eröffnet habe. Ich habe vorhin gelesen, dass es nicht gern gesehen wird, ein Thema zu wiederholen.

Danie


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Rosenfee
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Re: Für Anfänger - Fragen, die Profis aufstöhnen lassen

Beitragvon Rosenfee » 13. Okt 2005, 23:53

-Wer darf Bachblüten verkaufen?
Die original englischen Bachblüten sind hier in Deutschland apothekenpflichtig, deutsche Bachblüten können auch nach Anwendung von Gewerbe und Co in Originalfläschchen abgegeben, jedoch nicht gemischt werden. Hier kannst Du ausführliche Diskussionen zur Rechtslage nachlesen:
http://www.natur-forum.de/forum/viewtopic.php?t=3108
-Wo besteht der Unterschied zwischen "Kalifornischen Bachblüten" und Bachblüten?
Im Prinzip handelt es sich überall um Blütenessenzen, die Verdünnung ist teils unterschiedlich. Hauptunterschied: die verwendeten Blüten sind auf Grund der geographischen Herkunft natürlich unterschiedlich - in Californien wachsen andere Pflanzen und diese werden dann zur Herstellung von Blütenessenzen herangezogen.
Ebenso gibt es "Bali-Essenzen", "Eifel-Essenzen"....
Die original Bachblüten wurden von Dr. Bach aus England entdeckt und waren die ersten Blütenessenzen, die auf diese Art und Weise hergestellt wurden. Er arbeitete natürlich mit Pflanzen, die in England in freier Natur wachsen. Diese Spektrum ist auch heute noch erhältlich.
Darf eine Heilpraktikerin "Kalifornische Bachblüten" selbst dosieren und zur Therapie abgeben?
Streng genommen dürfen Heilpraktiker keine Blütenessenzen selbst dosieren und gemischt abgeben, weder englische noch kalifornische oder andere.
-Welche Erfahrungen habt Ihr mit Nebenwirkungen der Bachblütentherapie?
Danie
Das ist wie meist ein heikles Thema: In den meisten Büchern wirst Du keine Nebenwirkungen finden. Ich persönlich sehe das etwas anders, bzw. habe für mich selbst andere Erfahrungen gemacht (bezogen auf ungünstige Kombinationen oder Mittelwahl) - reagiere jedoch auch sehr sensibel. Für bestimmte Kombinationen sind jedoch auch z.B. von Dietmar Krämer heftige Reaktionen beschrieben.

Eine Bücherliste findest Du z.B. hier:
http://www.natur-forum.de/forum/viewtop ... highlight=

Meine Lehrer haben mir folgenden Weg vorgeschlagen:

- ein Jahr behandeln lassen und lernen :D
- dann selbst damit arbeiten, eventuell unter Supervision, falls Fragen auftreten

natürlich hab ich es auch erst anders gemacht und selbst experimentiert :D - habe aber sehr schnell für mich festgestellt, dass dieser Rat sehr Weise war :D und mich anschließend daran gehalten :D

:wink: LG Elke

k.danie
Beiträge: 2
Registriert: 13. Okt 2005, 22:06

Beitragvon k.danie » 14. Okt 2005, 00:28

Uiiiii - viiiielen Dank! Das ging ja wirklich schnell. *freu*

"Streng genommen dürfen Heilpraktiker keine Blütenessenzen selbst dosieren und gemischt abgeben, weder englische noch kalifornische oder andere. "
Was bedeutet "streng genommen"?
Heißt dies, dass die Heilpraktikerin die Tropfen nicht selbst dosieren darf und in ihrer Therapie abgeben darf?
Gibt es das irgendwo als Gesetzt?


Konkret geht es bei uns darum, dass bereits jemand aus der Familie bereits über ein Jahr in Behandlung ist. Die Frau bekommt von der Heilpraktikerin Tropfen aus Kalifornischen Bachblüten, die sie selbst portioniert/ dosiert/ herstellt.
Die Frau hat nun aber seit einigen Monaten Magenschmerzen und Bauchkrämpfe.

Bevor ich in Behandlung bei dieser Heilpraktikerin gehe, wäre ich eben gern mit Wissen und Fakten vorbereitet.


Danke!!!!

marjul
Beiträge: 5
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Beitragvon marjul » 14. Okt 2005, 09:06

Hallo, k.danie!
Ich kann mir nicht helfen, aber bei dem, was Du von Deiner Verwandten schreibst, habe ich kein gutes Gefühl.
Nach meinen Erfahrungen können Bachblüten am Anfang der Einnahme schon mal unangenehme Empfindungen oder körperliche Erscheinungen hervorrufen. Das kennt man ja auch aus der Homöopathie als Erstverschlimmerung. Das muss aber bald vorbei sein. Wenn es nicht vorbei geht, nehme ich das als ein Zeichen, dass die Bachblüten nicht passen, und höre erst einmal damit auf. Wenn die Erscheinungen wieder abgeklungen sind, probiere ich es evtl. mit einer anderen Kombination noch einmal. Wenn nach längerer Einnahme von Bachblüten bei mir Störungen aufttreten, ist das für mich ein Zeichen, dass ich meine Bachblüten, auch wenn sie vorher passen waren, jetzt absetzen muss, weil es genug war. Ich habe gehört, dass Bachblüten, wenn man sie zu lange nimmt, wieder die Erscheinungen hervorrufen können, gegen die sie zuerst geholfen haben. Wo das steht, weiß ich leider nicht, aber vielleicht wissen es andere.
Liebe Grüße, Marjul

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Rosenfee
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Beitragvon Rosenfee » 14. Okt 2005, 09:59

"Streng genommen dürfen Heilpraktiker keine Blütenessenzen selbst dosieren und gemischt abgeben, weder englische noch kalifornische oder andere. "
Was bedeutet "streng genommen"?
Heißt dies, dass die Heilpraktikerin die Tropfen nicht selbst dosieren darf und in ihrer Therapie abgeben darf?
Gibt es das irgendwo als Gesetzt?
Californische Blütenessenzen fallen meines Wissens unter den Bereich "Nahrungsergänzungsmittel" und die Herstellung (Mischung) und Abgabe aller Nahrungsergänzungsmittel ist in Deutschland genehmigungspflichtig und unterliegt bestimmten Hygienerichtlinien und Auflagen. Den genauen Gesetzestext dazu kann ich Dir nicht benennen.
Konkret geht es bei uns darum, dass bereits jemand aus der Familie bereits über ein Jahr in Behandlung ist. Die Frau bekommt von der Heilpraktikerin Tropfen aus Kalifornischen Bachblüten, die sie selbst portioniert/ dosiert/ herstellt.
Die Frau hat nun aber seit einigen Monaten Magenschmerzen und Bauchkrämpfe.

Bevor ich in Behandlung bei dieser Heilpraktikerin gehe, wäre ich eben gern mit Wissen und Fakten vorbereitet.
Die Frage ist für mich zunächst, ob diese Bauchkrämpfe überhaupt in ursächlichem Zusammenhang mit der Einnahme von den Blütenessenzen stehen.
Ich würde die Heilpraktikerin auf die Bauchschmerzen ansprechen - und wenn sich nach einiger Zeit Behandlung der Bauchschmerzen keine Besserung einstellt auch einmal über eine zweite Fachmeinung nachdenken ;)
Die Ursache für die Bauchkrämpfe kann per Internet meines Erachtens nicht geklärt werden. Und von daher bleiben wenn´s und aber´s in dieser Richtung nicht mehr als Spekulation.

LG Elke

Kai76
Beiträge: 2
Registriert: 24. Okt 2005, 19:42

Beitragvon Kai76 » 24. Okt 2005, 19:45

Hallo.

Das Problem bei diesen Fragen ist das kaum einer die genaue rechtliche Situation kennt, auch nicht die Behörden.

Generell sind BB in Deutschland als "Import-Arnzeimittel" gelistet. Warum.....weil die BB, nach der genauen Auslegung des Arzneimittelgesetzes,Arzneimittel sind.
Aber....Sie können in Deutschland nicht als Arzneimittel registriert werden, da der Wirksamkeitsnachweis, den Arzneimittel erbringen müssen, nicht erbracht werden kann. D.h. man kann nicht beweisen das BB wirken.
Deshalb die Einstufung als Importarzneimittel und deshalb kommt auch der Irrglaube zu stande das deutsche Blütenmittel nicht unter das Arzneimittelgestz fallen. Aber nach dem Arzneimittelgesetz sind es auch Arzneimittel.....nur hier fehlt auch wieder der Wirksamkeitsnachweis.

Kurz um das Ganze ist eine rechtliche Grauzone, wo selbst die Behörden den Durchblick nicht haben. Sonst würden sich nicht so viele "Bachblüten-Verkäufer" auf Ebay und sonst wo tummeln.

Generell "dürfen" nur Apotheken Bachblüten verkaufen .... aber es wird ja offensichtlich anders gehandhabt......wo kein Kläger da kein Richter.

Bachblüten "dürfen" sich nur die Essenzen nennen die eben die von Bach gefundenen und erforschten Blüten enthalten und nach Anweisungen von Bach hergestellt wurden.
Das andere wie z.B. auch die Kalifornischen usw. sind dann Blütenessenzen, die auch Ihre Wirkung haben, aber nicht in das Bach System gehören.

Eben "streng genommen" darf nur der Apotheker BB und andere Essenzen mischen, steht auch im Arzneimittelgesetz.....aber auch hier gilt wo kein Kläger da kein Richter, den es werden ja auch bei ebay und im Netz BB Mischungen usw. verkauft. Das ist aber auf die Unwissenheit der einzelnen Personen zurückzuführen. Denn selbst wenn es sich um "Deutsche BB" handelt, heisst das nicht das einem nicht doch ein Brief der Behörde ins Haus flattert.

Liebe Grüsse Kai



   

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