Schule gründen, aber wie ?

Fragen zur Ausbildung, Erfahrungsaustausch mit anderen, Lernhilfen...

Moderator: Angelika

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Nordstjernen
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Schule gründen, aber wie ?

Beitrag von Nordstjernen »

Hallo,

neben der Praxis möchte ich gerne noch eine eigene THP-Schule haben. Was ist dafür eigentlich nötig ?

1. Gewerbeschein
Gewerbeschein ist nötig lt. IHK Fulda. Bekomme ich bei der Gemeinde für rund 35 bis 40 Euronen.

2. ADA Schein (Ausbildung der Ausbilder)
Ist ein ADA Schein (Ausbildung der Ausbilder) dazu nötig oder nicht ?

3. Fernkurs
Wenn ich Fernkurse auch mitanbiete, ist es dann nötig diese Kurse bzw. Fernlehrgänge durch die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) in Köln prüfen und zulassen zu müssen ? Oder ist das dann kein "must" ?

Was könntet Ihr mir sonst für dieses Vorhaben noch an Tipps mit auf den Weg geben ? Bin für jeden Tipp dankbar.
Liebe Grüße
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Nicole Müller

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Ernst
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Re: Schule gründen, aber wie ?

Beitrag von Ernst »

Hallo
Gewerbeschein und gut is. Dann kann es losgehen.

- ADA Schein:
Den brauchst du nur m. E. nur wenn du Auszubildende hast. Den erwartet dann die IHK von dir.

- Fernkurse:
Wenn du Fernkurse anbietest musst du sie tatächlich von der ZFA zertifizieren lassen. Das ist eingwieriger und teurer Prozess. Wenn du aber Unterlagen für ein Heimstudium versendest, könnte es sein, dass dieses nicht den Fernlehrgängen gleich gesetzt wird. Das solltest du wirklich mit einem Anwalt o.ä. im Detail klären.

- Gewerbeschein:
Brauchst du immer wenn du gewerbetreibend bist. Und nach derzeitiger Rechtssprechung ist ein THP Gewerbetreibender. Wenn du aber den Humanheilpraktiker ausbildest, bereitest du nach USTG § 4 Nr. 21 Abs.a) auf einen Beruf mit einer Prüfung vor einer Institution des öffentlichen Rechts (hier Gesundheitsamt) vor, und kannst damit deine Schule von der Umsatzsteuer befreien lassen. Dazu benötigst eine Bescheinigung vom zuständigen Ministerium (meistens ist dieses das Gesundheitsministerium).
Grüße von der Waterkant
Ernst

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Nordstjernen
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Re: Schule gründen, aber wie ?

Beitrag von Nordstjernen »

Hallo Ernst,
Auszubildende
Wenn man eine THP-Schule hat, sind die Schüler dann keine "Azubis" ?
Wenn du Fernkurse anbietest musst du sie tatächlich von der ZFA zertifizieren lassen. Das ist eingwieriger und teurer Prozess. Wenn du aber Unterlagen für ein Heimstudium versendest, könnte es sein, dass dieses nicht den Fernlehrgängen gleich gesetzt wird. Das solltest du wirklich mit einem Anwalt o.ä. im Detail klären.
Heimstudium und Fernkurs ist nicht das gleiche ? Oops. Welcher Anwalt ist das denn ... Verwaltungsrecht ?
Gewerbeschein:
Brauchst du immer wenn du gewerbetreibend bist. Und nach derzeitiger Rechtssprechung ist ein THP Gewerbetreibender. Wenn du aber den Humanheilpraktiker ausbildest, bereitest du nach USTG § 4 Nr. 21 Abs.a) auf einen Beruf mit einer Prüfung vor einer Institution des öffentlichen Rechts (hier Gesundheitsamt) vor, und kannst damit deine Schule von der Umsatzsteuer befreien lassen. Dazu benötigst eine Bescheinigung vom zuständigen Ministerium (meistens ist dieses das Gesundheitsministerium).
Nee, nur THP ist vorgesehen. Das heißt also, dass da nix mit Befreiung drin ist.

Da gibts doch noch den § 19 UStG: Die Umsatzsteuer wird nicht erhoben, wenn der Umsatz zuzüglich der darauf entfallenden USt im vorangegangenen Kalenderjahr 17.500 Euro nicht überstiegen hat und im laufenden Kalenderjahr 50.000 Euro voraussichtlich nicht übersteigen wird (Kleinunternehmerregelung). Vielleicht geht das dann ja auch mit der Anwendung. Sonst frißt einem das Finanzamt nämlich auf.
Liebe Grüße
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Nicole Müller

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Ernst
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Re: Schule gründen, aber wie ?

Beitrag von Ernst »

Wenn man eine THP-Schule hat, sind die Schüler dann keine "Azubis" ?
Nöööö... Das sind Schüler.
Azubis sind "Lehrlinge" eines anerkannten Ausbildungsberufes und unterliegen der Berufsschulpflicht sowie den Prüfungsordnungen der IHK oder der Handwerkskammern. Dazu braucht man in den Handwerksberufen einen Meister und in den kaufmännischen Berufen jemanden mit ADA-Schein.
Heimstudium und Fernkurs ist nicht das gleiche ? Oops. Welcher Anwalt ist das denn ... Verwaltungsrecht ?
Ich kann dir da leider keine rechtsverbindliche Auskunft geben. Aber es ist schon ein Unterschied ob du einen Lehrgang mit "Siegel" hast. da unterliegst du dann strengen Bedingungen wie z.B. Deine Verträge auszusehen haben (Vertragsdauer, Kündigung, wieviele Lehrbriefe, Rücksendungene der Prüfungsaufgaben usw. usw.)
Wenn du Unterlagen für ein Heimstudium verkaufst, also keine Prüfungsarbeiten erwartest, sieht die Regelung m.E. anders aus. Aber wo genau da die feinen Unterschiede sind solltest du Dir von einem Fachmann genau erklären lassen. Ansonsten kannst du ganz schnell in die Falle laufen.
Auf jeden Fall würde ich, bevor ich keine Zertifizierung habe, Wörter wie "Fernlehrgang" oder "Fernunterricht" vermeiden.
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Ernst

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Christie
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Re: Schule gründen, aber wie ?

Beitrag von Christie »

Nicole, wie lange praktizierst zu selber schon, und welche Dozenten willst du "anbieten"? Oder nur ein reiner Fernlehrgang?

Ich denke bei der Menge an Ausbildungsmöglichkeiten, die es für THP mittlerweile gibt, musst du dich vorallem durch eine sehr gute Ausbildung hervorheben, und die geht meiner Meinung nach nur, wenns kein reiner Fernlehrgang ist.

Ansonsten kannst du doch mal deinen Steuerberater fragen, der kann dir sicher sagen, was du zur Gründung einer solchen Schule brauchst.

Grüße! Christie
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Nordstjernen
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Re: Schule gründen, aber wie ?

Beitrag von Nordstjernen »

welche Dozenten willst du "anbieten"? Oder nur ein reiner Fernlehrgang?
Tja Christie ... Ich kann von THP leider nicht leben, und wenn ich mir überlege, was ich für Massen Geld in die Ausbildung gesteckt habe, muß ich mich jetzt fragen, was ich tun kann, damit ich leben kann.

Auch mein Lebensgefährte wird nicht immer in dem Betrieb auf Dauer arbeiten können. Um nicht wie Arschlöcher am Amt behandelt zu werden und auch qualitativ einigermassen gut zu leben (kein Hartz4) müssen wir uns ein Standbein schaffen. Wenn ich bzw. wir jetzt den Poppes nicht hochbekommen, dann werden wir es nicht mehr schaffen, zumal wir 35 bzw. 47 Jahre alt sind.

Ich arbeite mittlerweile hier in Hessen aushilfsweise an einer Schule im Rahmen von "Unterrichtsgarantie Plus". Habe also das "Unterrichten" mittlerweile gelernt, also wie man Unterricht aufbereitet, wie man das dann auch umsetzt. Selbstredend habe ich so auch weitere "richtige" Lehrer, die sogar studiert haben, kennen gelernt. Untereinander ist man kollegial und immer hilfsbereit. An dieser Schule gibt es sogar noch meinen alten Biolehrer, ein alter, harter Knochen. Wenn ich mir meine Sachen anschaue, die ich als THP gelernt habe, und das, was ich im Biounterricht hatte, dann ist der Stoff in der Schule früher besser und umfangreicher gewesen. Sorry, muß ich leider sagen. Zusätzlich kenne ich noch Humanheilpraktiker, die erfolgreich praktizieren. Ich bilde mir mal ein, dass die durchaus fähig sind, wenn man vorhandene Fachliteratur zu Hilfe nimmt, dass die durchaus auch unterrichten könnten. Bisher habe ich noch kein "Nein" gehört von den Personen. Also mit ehrenamtlichen Dozenten mangelt es ganz sicher nicht. Später Festanstellung wenn es "läuft" auch möglich.
Ich denke bei der Menge an Ausbildungsmöglichkeiten, die es für THP mittlerweile gibt, musst du dich vorallem durch eine sehr gute Ausbildung hervorheben, und die geht meiner Meinung nach nur, wenns kein reiner Fernlehrgang ist.
Logisch fundierte Ausbildung ! WENN der THP irgendwann anerkannt wird, muß ich eine gut durchdachte Ausbildung vorweisen, sonst kann ich die Schule zumachen. Gehe davon aus, dass 3/4 der Schulen dann dichtmacht. Daher habe ich den Eindruck, dass man zwar viel Blabla macht, aber extra nicht dran bleibt, damit nicht noch mehr "Verschlechterungen" eintreten.

Natürlich habe ich ein Konzept ausgearbeitet, was sicher einer Revolution gleichkommt. Was mich gestört hat bei mir war, dass man eigentlich nur was von Hund, Katze und Pferd gehört hat. Nagetiere und Vögel am Rande, und was ist mit Amphibien, Reptilien etc ? Und selbst dann ist es noch ein Unterschied, ob ich einen Kolibri oder einen Hyazinthara vorgestellt bekomme oder einen Malteser oder Bernadiner. Jede Art oder Rasse hat schon Unterschiede. Also kann ich bei den allgemeinen Ausbildungsmodellen "nur" allgemein was zu "Katze" oder sonstwas lernen. Bei mir wird man also schon von vorhinein eine "Grundausbildung" haben, und ab dem 2. Jahr wählt man seine Spezialisierungen. Warum soll man z. B. "Pferd" lernen, wenn man auf Pferde allergisch reagiert und diese Tiere sowieso nicht behandeln wird ? Dann doch besser die Sachen lernen, die man auch später braucht. Je nachdem, was man belegt, kostet es dann halt auch. Das Geld ist der Punkt zwei. Ich werde keine solch horrenden Preise verlangen. Auch ein Hartz4-Hilfe-Empfänger wird sich das leisten können, wenn mein Konzept im Ganzen angenommen wird.

Ich habe aber vor, dass es eine an der Praxis angeschlossene Schule werden soll. Heißt also, dass ich jeden Tag einen anderen Schüler bei mir mitarbeiten lasse. Das heißt, die sehen, wie eine Praxis "funktioniert" (Orga, Abrechnung etc.) und die sehen, wie man Gespräche führt, wie man Tiere untersucht.

Rein wirtschaftlich betrachtet werden wir auch ein Heimstudium anbieten müssen ! Räume kosten leider richtig gutes Geld, selbst wenn es nur eine kleine Kellerwohnung wäre. Von der Stadt stehen bei uns Räumlichkeiten frei, eine ältere Stadthauptschule hat sogar dichtgemacht. Die habe ich im Auge, weil die ideal wäre (Parkplatz, viele Räume etc.).

Es ist doch im Enddefekt völlig egal, wo Du Deinen theoretischen Stoff lernst. Wichtig ist doch das Praktika. Wo hat man denn überhaupt die Möglichkeit zum Praktika ? Wenn ja, wieviel isses denn in einer Einrichtung. 3 Block a 6 Wochen ? Toll, dann hast Du "nur" 18 Wo in der Ausbildung. Bringt also nix.

Aber was Selbststudium anbetrifft liegt es auch daran, wie man sein Konzept erstellt. Man kann doch externe Praktika da mitverlangen. Dazu erstellt man einen Katalog von Tätigkeiten, die der Praktikant sich nach Beherschung abzeichnen lassen muß. Somit sehe ich ein Heimstudium als gar kein Problem an, da man gewisse Grundtätigkeiten nachweisen muß. Wenn jemand damit schlampt hat er Pech in der Prüfung, denn die werde ich garantiert nicht via Fragebogen abhalten.
Ansonsten kannst du doch mal deinen Steuerberater fragen, der kann dir sicher sagen, was du zur Gründung einer solchen Schule brauchst.
Och Christie, das war der erste, den ich gefragt habe. Der konnte mir zwar erzählen, dass man einen Gewerbeschein braucht, aber im Enddeffekt nicht, was man sonst noch braucht !

Ich habe mich gefühlt wie der Hauptmann von Köpenick, denn weder im Kultusministerium in Wiesbaden, noch in Berlin konnte man mir so wirklich weiterhelfen. Bei den Berufsverbänden hat man mir entweder gar nicht geantwortet, oder man gab mir den Rat, bestehende Institute anzuschreiben. Als ob eine Schule solche Dinge weitergeben würde ! Das würde ja bedeuten, dass man sich Konkurrenz schafft.

Was ich bisher rausbekommen habe ist:

Gewerbeschein:

Sofern die Umsatzgrenze unter 17.000 Euro im Jahr bleibt, geht auch die Kleinunternehmerregelung. Dann ist es egal, ob man freiberuflich arbeitet oder einen Gewerbeschein hat. Wenn man zusätzlich was verkauft, z. B. Futtermittel oder ähnliches, dann braucht man eigentlich immer einen Gewerbeschein, um Ware beim Händler einkaufen zu können. Wenn man Dozenten "einstellt", dann ist nicht nur der Gewerbeschein nötig, sondern man muß die Leute kranken- und rentenversichern. Ich meine, dann auch noch Berufsgenossenschaft anmelden, also nochmal Geld.

ADA-Schein

Ist nicht erforderlich, weil kein anerkannter Beruf und auch nicht förderungsfähig (Bafög etc.) lt. tel. Aussage Kultusministerium Berlin

Fernkurse

Tja, da hat Ernst recht. Kommt im Enddeffekt drauf an, wie man das Kind tauft. Da kümmert sich mein Anwalt drum. Der hat als Spezialgebiet Verwaltungsrecht.
Aber es scheint tatsächlich so zu sein, dass ALLES bei der ZFU angemeldet werden müßte. In dem Zusammenhang habe ich bei der Schule "Kurator" auch was gefunden bei den FAQ. Die sind wohl auch nicht zertifiziert, wenn ich das richtig verstehe. Siehe: http://www.kurator.de/html/faq___haufige_fragen.html

In der Zusammenfassung heißt das jetzt für mich,
  • dass ich im Grunde erstmal "nur" einen Gewerbeschein brauche.
  • Wenn die Regierung irgendwann den THP anerkennt, dann muß ich den ADA selber noch machen bzw. jemanden haben, der den auch hat, analog dem "Meister" in einem Handwerksbetrieb.
  • ... dann loslegen kann. Geplant ist der 08.08.08 übrigens. Bis dahin habe ich noch einiges vor, z.B. Existenzgründungsseminar der IHK etc. Ist recht nützlich, da dort einige Fachleute vor Ort sind. Ich habe da im Vorfeld schon angerufen, und auch einen Termin nach dem Seminar, wo ich nochmal fachspezifisch beraten werde.

Christie
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Re: Schule gründen, aber wie ?

Beitrag von Christie »

Ehrlich gesagt, die Idee ist nicht schlecht, aber ich denke nicht, dass es ausreicht Lehrer und Humanheilpraktiker als Dozenten zu nehmen. Denn Tiere sind nun mal anders als Menschen.
Und was ein praktizierender TA oder THP an seine Schüler weitergeben kann, ist einfach was ganz anderes.

Und hast du selber schon praktische Erfahrungen? Wie lange arbeitest du schon als THP?
Ich denke es ist was anderes, Vorträge oder Seminare anzubieten, als eine Schule für THP.
Und es soll doch was langfristiges werden, oder?

Naja, ich bin mal gespannt, was du weiter berichtest!

Drück dir die Daumen!

P.S: Ich kann auch noch nicht alleine vom THP leben, aber ich arbeite daran! Das dauert einfach seine Zeit!
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Nordstjernen
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Re: Schule gründen, aber wie ?

Beitrag von Nordstjernen »

Ehrlich gesagt, die Idee ist nicht schlecht, aber ich denke nicht, dass es ausreicht Lehrer und Humanheilpraktiker als Dozenten zu nehmen. [...]
Es geht in erster Linie darum, Stoff zu vermitteln. Da reicht sogar ein normaler Deutschlehrer aus. Im Prinzip ist es doch so, dass man Lehrstoff in Büchern, genauer Fachbücher, findet. Die Aufgabe, die man nun hat, ist es, diesen Lehrstoff für den Unterricht aufzuarbeiten, und zwar in gewisse Einheiten, die man in einer vorgeschriebenen Zeit (= Lehrstunde) vermitteln kann. Das könnte jeder, der sich damit beschäftigt, oder ?
Und was ein praktizierender TA oder THP an seine Schüler weitergeben kann, ist einfach was ganz anderes.
Natürlich ist es sinnvoll, wenn man das Fach "Naturheilkundliche Therapien" hat, auch richtige Fälle aus der Praxis einfliesen läßt, vielleicht auch bearbeiten läßt. Aber bei Fächern wie Gesetzeskunde etc. reicht ein normaler Lehrer ;)
Und hast du selber schon praktische Erfahrungen?
Praktische Erfahrungen habe ich bei Vögel, Hunde, Schildkröten seit frühester Kindheit. Mein Kinderzimmer war vorher die Vogel-Züchterstube meines Vaters. Später habe ich alles kuriert, was es an Tieren in der Strasse gab, weil sich niemand was zugetraut hat. Aber ich habe irgendwie nie ernsthaft früher dran gedacht, da was beruflich zu machen, kam später. Ich habe eine Krankenpflegeausbildung gemacht. Ich kann Tiere nicht leiden sehen, konnte ich noch nie. Interessant ist es vielleicht, dass mich das Leiden der Menschen nie so berührt hat, auch wenn es in dem Sektor richtig viel gibt.
Ich denke es ist was anderes, Vorträge oder Seminare anzubieten, als eine Schule für THP. Und es soll doch was langfristiges werden, oder?
Es wird was langfristiges, aber ich bin mir nicht sicher, ob es so angenommen wird, denn letztlich ist der Weg, den ich anbiete, mit Sicherheit eher unbequemer als ein reines Fernseminar, was zwischen 1200,- und 3000,- Euro kostet.

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Ich kann auch noch nicht alleine vom THP leben, aber ich arbeite daran! Das dauert einfach seine Zeit!
Das wirst Du schon schaffen, da bin ich mir sicher. Wer weiß, vielleicht hat die Schule dann soviel Erfolg, dass ich dann nur noch das machen muß.
Liebe Grüße
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Nicole Müller

pony11
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Re: Schule gründen, aber wie ?

Beitrag von pony11 »

hallo nordstjernen,

prinzipiell find ich die idee nicht schlecht, aber was mich etwas wundert ist, dass du etwas vermitteln möchtest, von dem du selber nicht leben kannst??? :eek:
nichts für ungut, aber irgendwie wiederspricht sich das für mich ein bißchen.
Gruss
pony11

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Nordstjernen
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Re: Schule gründen, aber wie ?

Beitrag von Nordstjernen »

pony11 hat geschrieben:hallo nordstjernen,

prinzipiell find ich die idee nicht schlecht, aber was mich etwas wundert ist, dass du etwas vermitteln möchtest, von dem du selber nicht leben kannst??? :eek:
nichts für ungut, aber irgendwie wiederspricht sich das für mich ein bißchen.
Gruss
pony11
Hallo,

guter Einwand. Auch der Einwand einer Dame aus dem Kultusministerium in Berlin ist gut, sogar noch besser. Die sagt nämlich, dass der Beruf nicht "existent" ist, damit nicht förderungsfähig, und somit macht es eigentlich wenig Sinn, eine Schule zu gründen, weil es den Beruf nicht gibt. Interessant aber, dass der "Tierheilpraktiker" im Berufenet der Bundesagentur für Arbeit gelistet ist, und zwar unter "Sonstige Fachkräfte" ! Interessant oder ? Also gibt es den Beruf oder eben nicht ? Halbschwanger gibts auch nicht. Ok, man könnte sagen, dass er "guduldet" ist oder dass es ein "Beruf" ist ... Oder oder oder, ich finde keine so rechte Begründung, warum es den nicht gibt bzw. warum man den so langsam nicht als solches "anerkennt". Vielleicht will man das nicht, weil es eben doch besser ist wie es jetzt ist...

Meine Weisheit wäre: Den "Beruf" gibt es meiner Meinung sehr wohl, schaut man in die Geschichte der Menschheit. Wie lange gab es Heilkundige, wann gab es erst "Tierärzte", die auf einer Uni studiert haben. Das kann man auch auf die Humanmedizin übertragen. Wie lange gibt es Heilkundige Personen ? Früher war es Gang und Gebe, dass man zum Schamane, Medizinmann oder zur weisen Kräuterfrau gegangen ist, wenn mit einem was war.

Also frage ich mich, warum macht es keinen Sinn, Wissen vernünftig weiter zu vermitteln ?

Und: Bedarf scheint auch da zu sein, denn warum gibt es schon Schulen, und auch nicht wenige (man kann spasseshalber mal googeln) ? Ich vermute, dass die gut leben, denn sonst wären die so lange nicht existent :roll:

Ich denke, dass Leute sich irgendwann mehr auf Natur besinnen. Habe die Befürchtung, dass sich irgendwann keiner mehr die Schulmedizin leisten kann (Stichwort: Brille, Hörgerät, Zahnersatz etc.). Was dann ?
Liebe Grüße
VISCUM ALBUM
Tierheilpraxis & Naturheilkundeschule
Nicole Müller

pony11
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Re: Schule gründen, aber wie ?

Beitrag von pony11 »

Hallo,
dass es schulen gibt und den beruf an sich, möchte ich nicht anzweiflen, schliesslich habe ich den beruf ja auch selbst erlernt. :eek:
für mich war eher der gedanke, wie du einen beruf vermitteln möchtest, von dem du selber nicht leben kannst.also ganz direkt ausgerückt: wie kannst du den schülern zeigen, wie es geht, wenn du es ähhhmmmm, selber nicht kannst :eek:
ich hoffe, dass war jetzt nicht zu direkt, aber ich glaube du hattest mich vorher falsch verstanden, von daher nun der direkte hinweis...

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Nordstjernen
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Re: Schule gründen, aber wie ?

Beitrag von Nordstjernen »

pony11 hat geschrieben:... wie kannst du den schülern zeigen, wie es geht, wenn du es ähhhmmmm, selber nicht kannst :eek: ich hoffe, dass war jetzt nicht zu direkt, ...
Findest Du das nicht etwas unverschämt, mir zu unterstellen, dass ich nichts kann ? Ich halte das nicht nur unkollegial, sondern finde das auch sehr anmasend !

Ich werde mich sicher nicht rechtfertigen müssen, warum und weswegen ich eine Schule anschliessen möchte !

Im Grunde genommen muß man zusehen, dass man auch von dem leben kann, was man tut. Es heißt zwar immer, wir sind eine sinnvolle Ergänzung zur Schulmedizin, was so auch stimmt.

Sodele, wenn man Praxismiete etc. löhnen muß, dann muß man zusehen, dass man irgendwann nicht so hoch verschuldet ist, dass man in der Privatinsolvenz landet. Wenn man natürlich verheiratet wäre, einen gutverdienenden Mann hat, und das als Hobby macht, um Taschengeld fürs Shopping zu haben, dann hat man natürlich auch keine Sorgen. Solche Kollegen gibt es natürlich auch. Ok, gehen wir mal zu jemandem, der als THP sein Geld verdienen will, und davon leben will. Beispiel: Wenn ich für mich 1000 Euro haben will, 500 bis 600 Euro Miete/Mietnebenkosten für Praxis habe und ggf. noch eine Putzfrau nach Std. zahlen muß, plus Schulden habe, die man für Gerätschaften und Praxiseinrichtung hat, was muß dann verdient werden ? So sieht es in der Realität aus, wenn man eine Standortpraxis möchte und kein eigenes Haus hat. Ich weiß nicht, ob es sinnvoll ist, in seiner Privatwohnung zu praktizieren, was rein theoretisch ginge.

Also, was kann man tun, dass die Einkünfte steigen ? Es heißt: Sinnvoll ist es, dass man auch "Nebenleistung" anbietet. So, schau'n mer mal ... Was bleibt da groß ? Hundesalon ... Den hat meine Mitbewerberin in der Gemeinde, wäre auch nicht mein Ding. Tierfutter ? Da hast Du wenig Chancen neben Freßnapf, Raiffeisen, einer existierenden Mühle, ZooundCo. Die Leute kaufen hier das ein, was "preisgünstig ist". Ist halt so. Da kann man sich den Mund fusselig reden. Es ist halt ein Unterschied, ob ich V*-Futter füttere oder Futter, was man z. B. nach Literatur zusammenmischt extra. Meine Mutter hat vor Jahren mal mit Futterhandel angefangen, auch da weiß ich wovon ich rede !

So, dann hätte mer noch Vorträge und Seminare, meiner Meinung nach - für mich - das sinnvollste, was man als "Nebenleistung" anbieten kann. Wenn ich nun sehe, was die Seminare kosten, dann frage ich mich, ob ich se noch alle an der Waffel habe. Die niedrigsten Gebühren liegen bei 120,- Euro, das sind 240,- DM ! Wie kann man das günstiger und besser machen ? Und da gingen meine Überlegungen in Richtung Schule. Also warum nicht dann es gleich vernünftig machen, und eine ordentliche Schule mit einem vernünftigem Konzept an die Praxis anschliesen ? Schreit nicht jeder nach einer guten Aus- und Weiterbildung ? Man muß sich mal näher mit den ganzen Verbänden beschäftigen, wenn es um das Thema geht.

Dass man also noch was anbieten muß ist im Grunde ein reines kaufmännisches Denken, nackende Zahlen, oder nennen wir es "Überlebensüberlegungen". Ich glaube kaum, dass sich das bestreiten läßt, dass man diese Seite mal eben vergessen kann. A) gibt es noch unsere Kollegen, die Tierärzte, die uns oft nicht sonderlich mögen, und B) gibt es auch noch andere Mitbewerber.

Leider hat der Thread eine andere Richtung bekommen, denn ich fragte, wie man eine Schule eröffnet, ob da jemand etwas zu weiß oder sagen kann. Vielleicht könnte man wieder dazu übergehen oder den Thread schliessen ?
Liebe Grüße
VISCUM ALBUM
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Nicole Müller

pony11
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Re: Schule gründen, aber wie ?

Beitrag von pony11 »

ich habe nicht gesagt, dass du nichts kannst, sondern deine worte aufgegriffen, dass du von dem beruf nicht leben kannst und nun möchtest du die schüler darauf vorbereiten, wie ma davon leben kann

das kam mir halt etwas komisch vor.

aber egal, ich wünsche dir viel glück bei deinem vohaben

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Nordstjernen
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Re: Schule gründen, aber wie ?

Beitrag von Nordstjernen »

Hallo pony11,
ich habe nicht gesagt, dass du nichts kannst, sondern deine worte aufgegriffen, dass du von dem beruf nicht leben kannst und nun möchtest du die schüler darauf vorbereiten, wie ma davon leben kann das kam mir halt etwas komisch vor.
Es geht darum, eine Schule zu eröffnen, eine Schule, wo man tierheilkundliche Berufe erlernen kann, nicht mehr nicht weniger. Es geht nicht um irgendwelche Existenzgründerschulen- oder Kurse. Da bekommt man in der Regel beigebracht, wie man sich was aufbaut und auf was man achten soll und kann.
aber egal, ich wünsche dir viel glück bei deinem vohaben
Danke.

2.
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