THP Traum oder Alptraum?

Fragen zur Ausbildung, Erfahrungsaustausch mit anderen, Lernhilfen...

Moderator: Angelika

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NIG236
Beiträge: 2
Registriert: 16. Nov 2004, 10:29

THP Traum oder Alptraum?

Beitrag von NIG236 »

Hallo zusammen,

also wie fast jeder in diesem Forum, bin auch ich im Zuge der Überlegung, eine Ausbildung zum THP zu machen hier gelandet.
Jetzt habe ich mir die letzten 50 Themen alle durchgelesen und merke das alle das gleiche Problem haben. Eigentlich fasziniert der Gedanke sein Hobby zum Beruf zu machen, jedoch ist der Weg dorthin scheinbar für viele entweder durch Geldmangel oder Ungewissheit viel schwieriger als gedacht.

Ich finde das eigentlich sehr schade. Zumal es wenige fertig ausgebildete THPs hier gibt, die sagen, dass Sie tatsächlich Ihren Traumberuf gefunden haben und auch mehr oder weniger erfolgreich sind. Uns also Hoffnung machen...


:-?

Nach meinem Abi wollte ich unbedingt Tiermedizien studieren. Da ich keinen Studienplatz bekam, entschied ich mich erstmal für eine Ausbildung beim Tierarzt. Da ich leider bei einem nicht gerade "Vorzeige-Tierarzt" landete, entschied ich mich nach nur 8 Montaen gegen meinen Traumberuf und wechselte in eine ganz andere Branche. Dies ist jetzt 7 Jahre her und inzwischen bin ich mehr als sicher, dass ich mich nochmal beruflich verändern möchte. Der Beruf THP fasziniert mich und ich würde alles daran setzen eine fundierte und gute Ausbildung zu bekommen und anschließend in diesem Beruf Voll zu arbeiten.

Nachdem ich jetzt alle mails hier durchforstet habe, habe ich aber ein bisschen das Gefühl, dass dies fast unmöglich ist. Ist das wirklich so? Gibt es keine Möglichkeit a) eine wirklich gute Ausbildung im Vollstudium (nicht durch einen Fernlehrgang) und b) später auch genug Kunden zu haben um diesen Beruf nicht nebenbei sondern voll auszuüben?

Ist dieser Traum nicht zu verwirklichen?
Anscheinend lassen sich doch inzwischen sehr viele THPs ausbilden aber ich habe z.B. noch keinen praktizierenden THP in Düsseldorf oder Umgebung gefunden. Was machen die Studenten nach der Ausbildung?

Viele Fragen, Ängste und Unsicherheiten und ich habe trotzdem die Hoffnung das einige Fragen hier beantwortet werden kann.

Vielen Dank und viele Grüße.... :???:

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baloo
Beiträge: 33
Registriert: 28. Okt 2004, 19:38

Beitrag von baloo »

Die Stadt ist gut, sagte der Bauer, aber die Leute taugen nichts.

Rumann
Beiträge: 37
Registriert: 30. Jul 2004, 14:32

Beitrag von Rumann »

Hallo NIG236,
warum hast du den Traum, selbst Tiermedizin zu studieren, aufgegeben? Ich habe leider kein Abitur gemacht (könnte sagen, es waren die Umstände, aber ehrlich gesagt, fehlte die Motivation und ich wollte gleich in den Beruf). Nachdem ich nun in vielen Berufen gearbeitet und auch (gewissermaßen) Karriere gemacht habe, finde ich erst jetzt, mit fast 50 Jahren zu meinem Traum zurück. Wenn mir nicht das Abitur fehlen würde, würde ich heute noch Tiermedizin studieren! Ich bin zwar aus Erfahrung und Überzeugung für eine natürliche Behandlung, sowohl für Mensch, als auch für Tier. Aber mit der Zulassung als Tierärztin meine ich, könnte man das Optimale an Heilmethoden aus allen Bereichen anbieten.
Nun ja, ich lerne also THP im Fernstudium (weil ich Vollzeit arbeiten muss) und bin überzeugt, wenn man wirklich gut ist (d.h. viel Wissen, viiiel Erfahrung, Einfühlungsvermögen und Liebe zum Tier), kann man auch davon leben. Das zeigen ja viele Beispiele.
Hier wird viel diskutiert, welche Schule die Beste ist. Ich glaube aber, wenn man hoch motiviert ist und sich aus Büchern (Veterinärmed. Bibliothek) und Internet so viel Hintergrundmaterial als möglich holt, ist jede Schule gut (auch eine preislich erschwingliche).
Deshalb: leg los!! Viel Glück und Freude!

Tierfreund1980
Beiträge: 10
Registriert: 14. Sep 2004, 09:23

Beitrag von Tierfreund1980 »

Hallo zusammen, das kann ich nur unterstreichen, ich habe auch gesucht und gesucht und mich dann auch nach vielen Ratschlägen von anderen zu einem Fernkurs entschieden, wenn man bereit ist auch selbst etwas zu tun, zu lesen zu recherchieren etc. dann kann man aus seinem Traum etwas machen. Davon bin ich mittlerweile überzeugt und ich habe es noch nicht bereut, obwohl es viel Arbeit macht! Aber ich bin froh, dass ich mich entschieden habe, denn sonst hätte ich immer weiter gesucht und abgewägt. Ich wünsche Dir viel Glück bei der Suche und sobald dein Bauch ja sagt, lege los sonst ärgerst Du dich nachher nur.
Gruss J.

caya
Beiträge: 23
Registriert: 6. Apr 2004, 19:51

Beitrag von caya »

Was meinst Du denn mit Vollstudium? Sowas wie ATM?

Übrigens geht es Dir so wie mir, ich wollte auch unbedingt Tiermedizin studieren, habe dann aber etwas anderes studiert und nur wenige Jahre später (4) feststellen müssen dass ich wohl doch total danebenlag. :( Also habe ich mich selbständig gemacht, weil ich mir die Zeit dann selbst einteilen kann und lerne zusätzlich THP.
Vollzeit auszuüben ist wohl gerade in den ersten Jahren problematisch, aber wenn Du gut bist spricht sich das herum. Also nicht entmutigen lassen. :)

Viele Grüße
caya

pierroth
Beiträge: 2213
Registriert: 8. Nov 2004, 10:21

Beitrag von pierroth »

Hallo,

ich denke, warum es so wenige niedergel. THP gibt hängt am eigenen Selbstvertrauen. Vielleicht hängt dem einen oder anderen auch die Vorstellung im Nacken, mit einem Tierarzt verglichen zu werden. Viele trauen es sich nicht zu, plötzlich auf sich alleine gestellt Tiere zu behandeln und vor allem Entscheidungen zu treffen. Sie haben Angst, sich falsch zu entscheiden, Fehler zu machen, und so dem Tier zu schaden.
Da in den meisten THP-Schulen eigentlich "nur" ein Startkapital an Wissen und Behandlungsmöglichkeiten geliefert wird, fängt die eigentliche Fortbildung nach der Schule erst richtig an.
Dazu kommt, dass man, je nachdem , in welcher Region man wohnt, die Klienten noch kein so richtiges Vertrauen in die Naturheilkunde haben und sich lieber einem TA anvertrauen. Es gilt hier Aufklärungsarbeit zu leisten, Vorträge zu halten, was den meisten THPs nicht unbedingt liegt.
Es ist ein toller Beruf und ich möchte keinen anderen mehr haben, auch wenn ich davon alleine nicht leben könnte. Ausserdem sitzt das Geld bei den meisten Leuten heutzutage nicht mehr ganz so locker und viele überlegen es sich zweimal, zu einem THP zu gehen oder doch lieber gleich zum TA.
Ein weiterer Punkt ist, dass es auf diesem Markt zu viele schwarze Schafe gibt, da dieser Beruf nicht geschützt ist. Ich habe da schon die dollsten Dinge erlebt.

LG Pierroth

Anna_Purna
Beiträge: 38
Registriert: 16. Jul 2004, 15:34

Beitrag von Anna_Purna »

Hallo Pierroth,

Du hast geschrieben, dass bei den meisten Leuten das Geld zur Zeit nicht so locker sitzt und sie deshalb lieber gleich zum Tierarzt gehen. Das stimmt, aber den TA müssen sie auch aus eigener Tasche finanzieren - insofern ist der Schritt zum THP nicht so weit wie z. B. bei Human-Arzt und Heilpraktiker.

Noch eine Frage: Was für "dolle Dinger" hast Du denn schon erlebt in Bezug auf THP?

Grüße,
Anna

pierroth
Beiträge: 2213
Registriert: 8. Nov 2004, 10:21

Beitrag von pierroth »

Hallo Anna_Purna,

mit dem TA-Besuch meinte ich so, dass die Leute dann lieber keine "Experimente" machen wollen (nicht dass TA eine 100%ige ERfolgsquote hätten und eine solche Behandlung i.d.R. um ein vielfaches teurer ist, als beim THP und hier meistens mit mehr Erfolg....)
Mit den dollsten Dingern meinte ich, dass ich schon Klienten hatte, die vorher durch anderen THP hom. behandelt wurden, angeblich auch klassisch hom., nur die Mittelverordnungen mir die Haare zu Berge stiegen liessen (Cortisonum und Lach. C200 tgl. im Wechsel über mehrere Wochen!!!!), oder eine THP angemeldet wurde, ohne dass eine entsprechende Ausbildung gemacht wurde, evtl. noch angefangen, aber nicht zu Ende gebracht. Oder eine THP massiv Werbung macht, aber am Telefon nur über AB zu erreichen ist und bei schwierigen Fällen nicht zurück ruft, bzw. sogar Angst vor Tieren hat! Oder, oder oder....
Da unser Beruf weithin noch als "Hokuspokus" definiert wird, schaden uns solche Leute natürlich enorm, und natürlich letztendlich auch den Tieren.
LG Pierroth

NIG236
Beiträge: 2
Registriert: 16. Nov 2004, 10:29

Beitrag von NIG236 »

Hallo alle zusammen,

vielen Dank für eure Antworten und ermutigenden Empfehlungen. Mir fällt die Entscheidung sehr schwer. Wenn ich die Ausbildung zum THP neben meinem Beruf tatsächlich starten sollte reduziert sich mein Privatleben auf ziemlich wenig Zeit. Während der Woche arbeite ich meistens bis 20:00h oder länger und am Wochenende bin ich froh über jede Stunde die ich mit meinen Tieren verbringen kann. Diese Ausbildung fordert nicht nur Geld sondern auch viel Zeit (wie ihr alle selber zugebt). Irgendwie habe ich das Gefühl, dass mir noch ein bisschen die Sicherheit auf Erfolg anschließend fehlt. Natürlich hängt viel von einem selber ab und ich denke auch das es Bedarf für THP´s gibt aber ich gleube der richtige Mut fehlt mir noch.
:???:

Auf der anderen Seite glaube ich wirklich daran, dass dieser Beruf mich weit aus mehr erfüllen wird als mein jetziger und angesichts der Tatsache dass ich aller vorraussicht nach noch mindestens 30 Jahre arbeiten muss, macht man sich schon ein paar mehr Gedanken darüber.

Wie gesagt, zu einem Entschluß bin ich noch nicht gekommen, hoffe aber das ich es noch schaffen werde.

Vielen Dank nochmal für alle die geantwortet haben.
NIG

Nicky
Beiträge: 95
Registriert: 1. Sep 2004, 09:23

Beitrag von Nicky »

Hallo,

für mich ist Tierheilpraktiker der Traumberuf. Auch wenn es zurzeit sehr stressig ist und nebenher gehen muss.

Ich beschäftige mich seit 16 Jahren mit energetischen Therapien. Habe dann mein Pferd sehr erfolgreich behandelt und beschlossen, noch ein Fernstudium zu machen.

Ich behandle neben meinem Full-time-Job abends und an Wochenende. Es wird immer mehr und ich hoffe, dass ich irgendwann im nächsten Jahr so weit bin, dass ich in meinem Job kürzer treten kann und immer mehr von der Tierheilpraktik leben kann.

Lg Nicky

yvonnefirst
Beiträge: 5
Registriert: 8. Nov 2004, 13:25

Beitrag von yvonnefirst »

Nur so neben her, habe gerade gemerkt du wohnst bei mir ums Eck Nicky.

yvonne

Nicky
Beiträge: 95
Registriert: 1. Sep 2004, 09:23

Beitrag von Nicky »

Hi Yvonne,

dann lass mal von dir hören, wenn du bei einem Tierchen Hilfe brauchst :lol:

Liebe Grüße
Nicky

cactus
Beiträge: 13
Registriert: 5. Aug 2004, 19:11

Traumberuf Tierheilpraktiker

Beitrag von cactus »

Traumberuf Tierheilpraktiker?

Ja, für mich schön aber der Weg dahin ist noch so lange! Selber habe ich das Glück das ich ein Praktikum absolvieren könnte bei ein befreundete Tierheilpraktiker. Nicht nur die Wirtschaftliche Lage der Tierbesitzer spielt eine Rolle für das erfolg oder auch nicht Erfolg einer Tierheilpraxis, Tierheilpraktiker wirken auch wie ein rotes Tuch auf die meisten Tierärzte hier ein Posting von mir im Forum der Arbeitsgemeinschaft der Tierheilpraktiker

Ich glaube das es zeit ist das wir als AG THP ein Leserbrief schreiben, in Vetimpulse 13. Jahrgang Ausgabe 22. 15 November 2004 habe ich folgendes gelesen. Der Grund folgende Stellungnahmen war ein bericht über das ZZF- Symposium in Leipzig, Vetimpulse 20/2004

Regulationsmedizin gehört in die unviversitäre Ausbildung

" Sie Schreiben in Ihrem Artikel... Insbesondere die serösen Tierheilpraktiker müssen von der Tierärzteschaft als realität wahrgenommen werden werden und sie können durchaus Erfolge aufweisen."

Alle Beispiele, die die Tierheilpraktikerin dort vorstellte, wären auch von seriös und ordentlich arbeitenden Tierärzten beherrschbar gewesen. leider sind die Tierbesitzer zur Tierheilpraktikerin gegeangen, weil in allen vier vorgestellten Fällen, Tierärzte therapeutisch ziemlich oberflächlich vorgegangen sind.

Der Beruf " Tierheilpraktiker" ist entstanden, weil die akademisch gebildeten " Schulmediziner" Naturheilkundige verfahren als Scharlatanerie verteufelt haben. Diese Zeit ist längst vorbei.Eigentlich gehört die Regulationsmedizin in die universitäre Ausbildung zukünftiger Tierärztinnen und Tierärzte.

Der Beruf des Tierheilpraktikers ist in deutschland nicht geschützt, jeder kann sich nach einem Kurzlehrgang als solcher ausgeben. das kann für viele Patienten eine Gefahr darstellen.

Dagegen ist für die Klientel- wenn sie einen Tierarzt aufsucht deutlich, dass dieser eine mindestens fünfjährige Hochschulausbildung absolviert hat und diese durch ein Staatsexamen geprüft wurde.


Wenn es gelänge, die Regulationsmedizin (Homöopathie, Traditionelle Chinesische Medizin) in die Ausbildung von Tierärzte zu bringen, wäre dieser Berufszweig vollkommen überflüssig. Vor 500 jahren stand die medizin den barbieren, Knocheneinrichtern und Wundärzten auch sehr skeptisch gegenüber. Sie wurden nicht als Ärzte akzeptiert. Mit der Aufnahme derChirugie in die Universitätsausbildung der Ärzte wurde die ärztliche Ausbildung wesentlich zum Wohle der patienten verbessert. Ähnlich wurden vor 70 Jahren die Dentisten in die Zahnmedizin integriert. Enangierte Tierärzte, die auf dem gebiet der Homöopathie und Akupunktur Erfolge aufweisen, werden nicht so herausgestellt, wie "seriöse Tierheilpraktiker". Als vet. med. Zeitschrift sollten Sie das beachten."

Burkhard Wendland
lindenstr. 21
15746 Groß Köris


" Der tierärztliche Spezialist ist gefragt, nicht der wohlwollende Laie"

Ihre Meinung zu Heilpraktikern kann ich nicht verstehen.

Bei chronisch erkrankten Tieren den Weg zum Heilpraktiker vorzuschlagen, ist unkollegial.Warum sind Sie nicht auf die nahe liegende Idee gekommen, solche Fälle zu einem tierärztlichen Spezialisten zu schicken? warum haben wir solche Kollegen? Müssen wir unsere Berufsstand so schwächen, indem wir solche Fälle an Heilpraktiker "überweisen"?

In der berufsordnung der Bay. LTK steht übrigens, dass die von Ihnen vorgeschlagene Zusammenarbeit mit Heilpraktikern verboten ist. Ihre Meinung ist ein Schlag ins Gesicht für alle Tierärzte, die mit laufenden Fortbildungen auf hohem Nivea versuchen grade bei solch "chronischenn Fällen" mehr anbieten zu können als der 08/15 Dorftierarzt.

Wir können nur den Kopf schütteln über Heilpraktiker, die mit Bachblüten versuchen z.B. chron. hautpatienten zu behandeln. hier ist der tierärztliche Spezialist, nicht aber der wohlwollende Laie gefragt. Vielleicht denken Sie hiernochmals über Ihre Einstellung nach. ich empfinde sie als Berufsschädigend.

Dr. Roger Horch
dr_horch@hotmail.com

Widerspruche und Vorurteile

In der Zuschrift des Kollegen wendland sehe ich eklatante Widersprüche. Einerseits behauptet er, wir brauchen keine Tierheilpraktiker, weil die Tierärzte diese Gebiete mit sachverstand abdecken. auf der anderen seite konstatiert erden beteiligten Tierarztpraxes eine oberflächliche Diagnostik-aus welchen grunden auch immer.

Ferner formuliert er " Wenn es gelänge die regulationsmedizin (....) in die ausbildung von tierärzten zu bringen, wäre dieser berufszweig vollkommen überflüssig" damit gibt er doch zu, dass die Tiermedizin noch weit von einer flächendeckende verbreitung seriöser ganzheitlich arbeitende Tierarztpraxen entfernt ist, so dass auch in zukunft Tierheilpraktiker immer wieder zum Zuge kommen werden.

Tierheilpraktiker konnten und können sich immer noch erfolgreich etablieren, weil die allermeisten Tierärzte eben lange Zeit nicht in der Lage waren (und wohl auch nicht das bestreben hatten) ganzheitlich zu denken, zu diagnostizieren und zu therapieren.

Wenn tierheilpraktiker keine erfolge vorzuweisen hätten, wären sie längst ausgestorben, denn es geht wohl nienand zum Tierheilpraktiker nur weil er sich " Tierheilpraktiker" nennt. Und sicherlich gibt es ebenso gute Tierheilpraktiker wie es Tierarztpraxen gibt, in denen weniger gut gearbeitet wird.

Eine 5 -Jährige Ausbildung und das bestandene Staatsexamen sind jedenfalls noch keine Garantie für eine gute arbeit am kranken tier-egal, ob man schulmedizinisch oder ganzheitlich ausgerichtet ist.

Es wird immer wieder argumentiert, dass die Tierheilpraktiker ungehemmt für ihre Tätigkeit werben dürften. Mittlerweile gibt es auch für die Tierärzteschaft erhebliche Lockerungen im Werbeverbot., so dass auch die naturheilkundigarbeitende Praxen ihre Angebote der Öffentlichkeit vorstellen können. Leider wird hiervon aber noch viel zu wenig gebrauch gemacht.

Zudem gibt es Grenzbereiche wie z.B. die physiotherapie, die vom Normalpraktiker nicht mehr abgedeckt werden können. Entweder spezialisiert man sich in diesen Bereich oder man akzeptiert auch die Existenz von Nicht Tierärzten.

Noch 3 anmerkungen zum schreiben des kollegen Horch

Eine Überweisung stellt noch keine Zusdammenarbeit dar und somitt gestattet.

Bachblüten, Bioresonanzverfahren und andere mehr oder weniger umstrittene Dinge werden auch in Tierarztpraxen eingesetzt.

Es gibt durchaus Tierheilpraktiker die viel gelernt haben un die ein "Medizinisches Feeling" besitzen. da sie zudem über einen großen Erfahrungsschatz verfügen, kann man bei ihenen wahrlich nicht mehr von "wohlwollende Laien" sprechen.


"Wer heilt, hat recht"- diese Erkentniss muss man auch für Tierheilpraktiker gelten lassen

Dr. Hans- Joachim Andres

lG patries
http://www.thp-studenten.de
Plattform für angehende Tierheilpraktiker, Tierphysiotherapeuten und Tierpsychologen

sfs
Beiträge: 7
Registriert: 20. Aug 2004, 14:09

Beitrag von sfs »

[Zitat]
Anscheinend lassen sich doch inzwischen sehr viele THPs ausbilden aber ich habe z.B. noch keinen praktizierenden THP in Düsseldorf oder Umgebung gefunden.
[Zitat-Ende]

Tja - das ist vielleicht auch ein Problem - das wir nicht so viel Werbung machen.
Ich praktiziere im Raum Düsseldorf - Mettmann
[url=http://]www.tier-naturheil-therapie.de[/url]

Ich habe mein Traumberuf gefunden. Zunächst habe ich die Ausbildung gemacht, weil ich meinem Pferd helfen wollte und damals keinen THP gefunden habe. Der Tierarzt (bei dem ich unendlich viel gelernt habe) hat nur nichts von Homöopathie gehalten. Als ich dann mit Akupunktur angefangen habe, war er Feuer und Flamme :-)

Meinem Oldi ging es vor 8 Jahren wahrlich nicht gut.
Schulmedizinisch austherapiert - wie es so schön heisst.
1997 / 1998 habe ich meine ersten Prüfungen gemacht und dann angefangen meinem Pferd langsam aber sicher zu helfen.
Vorsichtshalber habe ich mir damals noch ein Fohlen gekauft, um mal ein gesundes Pferd zu haben ;-)

Meinen Oldi gibt es heute immer noch. Gut gegangen... Lungenemphysem, Herzklappenfehler und noch ein paar Wehwechen... von denen er heute nicht mehr viele Symptome zeigt.

In meinem Umfeld bekamen immer mehr Leute es mit, dass ich mich für Naturheilmethoden interessiere ... und ganz langsam wurde die Neugier größer.
Ich habe aber keine fremden Tiere behandelt - da ich offiziell keine Praxis hatte und nicht angemeldet war.
Wenn man die Gelegenheit hat bei einem Tierarzt über die Schulter zu schauen, und mitbekommt, welche haarsträubenden Geschichten mit Tierbesitzern zu Klagen führen, hatte ich keine Lust in der rechtlich unsicheren Stellung als THP fremde Tiere zu behandeln.

Dann kam es doch anders. :-)
Ich wagte den Schritt und machte mich selbständig.

Leider wird in den THP-Schulen zu wenig Betriebswirtschaft unterrichtet. Jede Meisterschule etc. im Handwerk oder in anderen Bereichen legt viel Wert darauf, dass ein Betriebsleiter nicht nur Fachwissen sondern eine Menge betriebwirtschaftliches Wissen benötigt.
Nur mit Idealismus kann keine THP-Praxis geführt werden.

Mein vorheriges Berufsleben hat mir hier sehr geholfen. BWL und Steuerrecht sind keine Fremdworte für mich. Und obwohl ich theoretisch die Kostenrechnung beherrsche, sieht es in der Praxis schwieriger aus.

Da ich erst im Raum Köln/Eifel mir eine kleine Praxis aufgebaut habe, um dann nach dem Umzug hier im Düsseldorfer Raum neu anzufangen - weiss ich, wie lange es dauert, sich einen Namen zu machen.

Die Praxis lebt von Mund zu Mund - Empfehlungen.
Glücklicherweise klappt das immer besser :-)
Nachdem nun für die Tierärzte das strikte Werbeverbot gefallen ist, haben wir THP von den Berufsverbänden ebenfalls eine angelehnte Berufsordnung.
So werde ich demnächt die ein oder andere Anzeige starten, damit (s.o.) nicht mehr so viel Anlass besteht, dass hier in Foren steht ... im Raum Düsseldorf gibt es keinen Tierheilpraktiker :-)

viele Grüße
Simone

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