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Heftige Menstruationsbeschwerden nach dem Absetzen der Pille

Rund um die Probleme der Frau

Moderatoren: Angelika, Beate

Frischling
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Heftige Menstruationsbeschwerden nach dem Absetzen der Pille

Beitragvon Frischling » 28. Apr 2010, 14:17

Hallo,
ich (25 J.) habe vor ca. 2 Jahren die Pille abgesetzt (nach 7 Jahren Einnahme) und seit dem mit immer heftigeren Menstruationsbeschwerden zu kämpfen. Anfangs wurden nur die Unterleibsschmerzen während der Menstruation schlimmer. Mittlerweile habe ich starke Krämpfe und der Schmerz zieht von der Hüfte durch die Beine bis in die Fußspitzen. Die Blutung ist gut drei- oder viermal so stark wie in Zeiten in denen ich die Pille nahm (ich denk echt manchmal, du verblutest bald). Außerdem habe ich 1 -2 Wochen vor der Menstruation geschwollene, manchmal heiße und stark druckempfindliche Brüste, sowie heftige Stimmungsschwankungen. Hausmittel wie Wärmflasche, Spazieren gehen, Kamillentee, Safran und hinlegen helfen nicht. Auch Aspirin und der Verzicht auf Tampons bringen mich nicht weiter. Die Schmerzen legen mich mittlerweile min. 1 Tag völlig lahm, von meiner gereizten Stimmung mal ganz abgesehen. Die Schmerzen sind teilweise so stark, dass mir nur noch weinen bleibt. Mein Frauenarzt bot mir als einzige Lösung an, die Pille wieder zu nehmen, das möchte ich aber nicht. Der Gedanke mein Leben lang Hormone zu schlucken und dabei mich und meine Umwelt zu vergiften finde ich einfach absurd. Da ich momentan finanziell nicht in der Lage bin einen Homöopathen aufzusuchen und mir eine Selbstbehandlung nach den dürftigen Informationen, die ich im Netz finde nicht zutraue, hoffe ich sehr, dass mir hier jemand helfen kann.
Zur Person:
Ich bin 163 cm groß, wiege 53 kg bin sportlich, habe braune Augen, dicke dunkelblonde Haare und etwas unreine Haut. Mein Wesen entspricht ganz gut meinem Sternbild (Widder). Ich bin sehr engagiert, motiviert, lebensfroh, aktiv, ein bisschen ungeduldig, eigentlich ein lieber Mensch, der aber auch schon mal cholerisch werden kann, erst recht wenn er irgendwo unrecht vermutet. Ich rauche (ca. 10 Selbstgedrehte/Tag) trinke gerne Kaffee (kann das aber auch lassen ;o) und esse viel Obst und Gemüse (weil es mir schmeckt), 3x/Woche Fleisch (weil es auch schmeckt ;o). Außerdem bin ich derzeit auf Arbeitssuche, was mein Gemüht sehr belastet und mich an manchen Tagen verzweifeln lässt. Ich habe z.B. Angst, dass mal ein Bewerbungsgespräch während der Periode stattfindet oder, dass ich mich kurz nachdem ich eine neue Arbeit angetreten habe, krank melden muss und dass dann jeden Monat. Ich bin sehr ehrgeizig und nicht besonders schmerzempfindlich, aber der Schmerz zerrt unheimlich an meinen Kräften und ich kann das nicht länger jeden Monat hinnehmen, zumal es absolut nicht besser wird oder sich einpendelt. Seit gestern ist es nun wieder soweit. Ich kann mich nicht konzentrieren (um z.B. Bewerbungen zu schreiben) pflaume jeden an der was von mir will (was mir sehr leid tut, in meinem Umfeld aber bereits als eindeutiges Indiz dafür bekannt ist, dass "es mal wieder soweit ist").
Meine Oma, Mutter, Schwester kennen diese Probleme in dem Ausmaß nicht. Allerdings sind sie auch alle etwas kleiner und eher pummelig (oder weiblicher ;o). Außerdem vom Gemüht her sehr viel ruhiger und ängstlicher. Ach und alle in meinem Alter schon Mutter gewesen (diesen Wunsch spüre ich noch nicht).
So, ich hoffe, dass das jetzt genug und die richtigen Informationen sind. Ich freue mich wirklich über jede Hilfe und vertraue nun wie so oft auf mein Glück.
Herzlichen Dank :wink:


Schnecke87
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Re: Heftige Menstruationsbeschwerden nach dem Absetzen der Pille

Beitragvon Schnecke87 » 28. Apr 2010, 15:41

Meine Mutter hatte genau das gleiche Problem wie du... sehr starke Schmerzen am ersten Tag, musste sehr starke Schmerzmittel nehmen.

Vielleicht solltest du es mit dem Frauenarzt abklären, dass du keine Gewächse in der Gebährmutter hast (hatte meine Ma). Lass ihn/ sie auf jeden Fall mal einen Blick drauf werfen und von nem Facharzt abklären, dass alles ok ist, bevor du mit alternativen Mittel rangehst.

Frischling
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Re: Heftige Menstruationsbeschwerden nach dem Absetzen der Pille

Beitragvon Frischling » 28. Apr 2010, 23:35

Danke für deinen Beitrag.
Ich war wie gesagt beim Facharzt, der hat aber bei der Untersuchung weder Abgetastet noch mit nem Ultraschall untersucht. Bin ich nicht nen bissi zu jung für solche Gewächse (25 J.)? Außerdem ist das Ganze mit dem Absetzen der Pille einhergegangen und tritt absolut zyklisch auf. Auch wenn ich nicht genau weiß wie lang und regelmäßig mein Zyklus ist, gehen die Beschwerd auf alle Fälle mit der Menstruation einher.
Das Blut wirkt sehr hell und dünnflüssig. Allerdings achte ich auch darauf besonders viel zu trinken und nehme Aspirin ( 4-5/Tag), weil mir das hilft. Trotzdem kann ich mir diese total Ausfälle vor lauter Schmerzen nicht leisten. Genau so wenig mag ich von Arzt zu Arzt rennen. Schmerzmittel, die mir übrigens auch schon empfohlen wurden, mag ich nicht nehmen (bis auf Aspirin). 1. liege ich dann auch in der Ecke 2. Nebenwirkungen (z.B. Magen) 3. Kosten 4. wirken Schmerzmittel auf die Symptome, nicht aber die Ursache...die ich ja leider auch nicht kenne...außer dem weglassen der Pille eben und evtl. Stress
Ich denke mit diesem Problem stehe ich nicht allein da. Ich würde mich also über weitere Beiträge freuen, um ein besseres Meinungsbildung zu ermöglichen. :cool:
LG

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Gingkoblatt
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Re: Heftige Menstruationsbeschwerden nach dem Absetzen der Pille

Beitragvon Gingkoblatt » 29. Apr 2010, 08:26

Hallo,

könntest du dir eine Behandlung nach TCM (Akupunktur, Kräuter, evtl. Qi Gong)vorstellen?

Deine Symptomatik klingt jedenfalls vielversprechend für TCM

Vor allzu vielen Aspirin (4-5 pro Tag sind sehr viele!!!) würde ich abraten:

1. weil sie die Blutung (und Blutungen im Allgemeinen) noch verstärken können
2. weil sie auch deinen Magen schädigen können
3. du irgendwann nicht mehr auf sie reagieren wirst, wenn du so viele nimmst
:wink: Gingkoblatt
______________________________________
Nur wo nicht Natur draufsteht, ist auch wirklich Natur drin.

rine
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Re: Heftige Menstruationsbeschwerden nach dem Absetzen der Pille

Beitragvon rine » 29. Apr 2010, 09:23

Ähnliche Probleme hatte ich nach dem Absetzen der Pille damals, ich hatte damals das Glück, dass ich eine fähige Allgemeinmedizinerin mit guter TCM-Ausbildung hatte, mit deren Hilfe wir das in den Griff bekommen haben. Verschrieben bekam ich die Pille ursprünglich wegen massiver Beschwerden, insofern kann ich den Gewöhnungseffekt,den Gingko anspricht, bestätigen, ich war irgendwann so weit, dass 6 Zäpfchen (weil magenschonender) lange schon nicht mehr gegen den Schmerz ausreichten, aber ich irgendwann auf Grund der Menge völlig neben mir stand. EIne...interessante...Erfahrung, die ich nie wieder haben muss. :-?
Nach der Behandlung habe ich zwei Kinder bekommen und danach musste erst einmal wieder nachgebessert werden.
Akut bewährt hat sich bei mir Schafgarbentee gegen die Menstruationskrämpfe, auch eine Frauenmantelteekur zur Harmonisierung des Hormonhaushalts tat mir gut (s.z.B. das Buch "Alchemilla" von Margret Madejsky, da steht viel darüber).
Zysten kann man leider auch in Deinem Alter nicht ausschließen, ich weiß von zwei Freundinnen, dass die damit Probleme hatten und dass die Beschwerden ausschließlich oder hauptsächlich während der Regel auftraten. Ausgeschlossen werden sollte sowas schon. :-? Hast Du schon mal erwogen, noch einen anderen Frauenarzt aufzusuchen?
Viele Grüße,
Rine

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Frischling
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Re: Heftige Menstruationsbeschwerden nach dem Absetzen der Pille

Beitragvon Frischling » 29. Apr 2010, 10:51

Danke für die Tips.
Das mit dem Tee werde ich gleich probieren. Bezgl. der Ärzte habe ich eben schon häufiger schlechte Erfahrungen gemacht (gestresst, unfreundlich.."stell dich nicht so an"-Einstellung...inkompetente Antworten bei der Frage nach pflanzlichen/alternativen Therapien). Und wenn es sich dann noch um jemand handelt, der einen so intim untersucht ist das schrecklich unangenehm. Ich bin gerade ins Rhein-Main Gebiet gezogen und habe auch schon versucht übers Internet hier (F oder DA) einen guten Arzt zu finden (der andere Arzt ist 250 km weit weg,beim Wohnort meiner Eltern). Leider waren meine Ergebnisse nicht oder schlecht bewertet. Ich kenne hier auch nicht wirklich andere Frauen, die ich nach einem Arzt fragen würde. Über eine Empfehlung würde ich mich also sehr freuen :D
Mit der Aspirin-Dosierung hast du recht. Ich weiß das ja eigentlich auch, aber ich bin eben so hilflos und da nehm ich die dann halt. Das die den Blutfluss verbessern dachte ich wäre gut, weil dann alles leichter "abgehen und rauskommen" kann. Gerade am zweiten und dritten Tag ist auch im Verhältniss zu früher sehr viel mehr "Materie" dabei. Relativ fest, dunkel aber kräftig rot, kein auffälliger Geruch. Ich habe den Eindruck, dass sich sehr viel Nährboden aufbaut und wenn der dann abgeht, klar, dass das schmerzt und stark blutet. Vielleicht bin ich sozusagen zu fruchtbar :???:
Ich werde daher auf alle Fälle auch die Teekur für den Hormonhaushalt ausprobieren.
Ich freu mich aber auch über weitere Anregungen evtl. auch in Sachen Homöopathie.


rine
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Re: Heftige Menstruationsbeschwerden nach dem Absetzen der Pille

Beitragvon rine » 29. Apr 2010, 11:23

Ich muss gestehen, dass ich inzwischen bei einer Frauenärztin gelandet bin, weil ich feststellen musste, dass mein Gyn zwar sehr kompetent war, aber ich einem Mann gegenüber doch Probleme hatte, manche Dinge zu formulieren.
Manchmal kann man ja auch gucken, einige haben Internetseiten, da kann man sich einen ersten Eindruck verschaffen und (für meine Tochter, da bin ich mutiger als für mich ;)) ich habe es auch schon gemacht, dass ich mir die Ärzte erst einmal angeguckt habe, im Gespräch die Probleme thematisiert und geguckt habe, in wie weit die Chemie stimmt/stimmen könnte. Dann erst habe ich meine Tochter zur Behandlung mitgenommen.
Vielleicht bei einem, der Dich so schon mal anspricht, einfach mal an den Empfangtresen stellen, wenn es da relativ ruhig ist und mit den Helferinnen sprechen und einen Eindruck von der Praxis bekommen?
Viele Grüße,
Rine

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Schnecke87
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Re: Heftige Menstruationsbeschwerden nach dem Absetzen der Pille

Beitragvon Schnecke87 » 29. Apr 2010, 20:46

Ich würde mir auf jeden Fall noch eine zweite Meinung von einem andren Facharzt einholen, auch wenn du die Rennerei nicht magst. Aber ich kann mir vorstellen, dass es das wert ist, wenn die Schmerzen doch so schlimm sind.

Nun, 25 ist jung, aber man kann ja nicht vorsichtig genug sein (ich mag hier nix Schlimmes unken)...

Alles Gute :D .

rine
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Re: Heftige Menstruationsbeschwerden nach dem Absetzen der Pille

Beitragvon rine » 29. Apr 2010, 22:23

Es muss ja nicht gleich etwas Schlimmes sein :roll: Das, was da ist, ist ja wohl lästig genug.
Viele Grüße,
Rine

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babsi
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Re: Heftige Menstruationsbeschwerden nach dem Absetzen der Pille

Beitragvon babsi » 30. Apr 2010, 16:14

hallo,

ich habe da ganz ähnliche probleme wie du. jeden monat mindestens einen tag krank. aber richtig krank. weinen und krümmen vor schmerzen. mich brachten leider verschiedene gyn nicht weiter. nur eins half mir: eine allgemeinmedizinerin sagte, ibuprofen nehmen, so früh wie möglich, dazu viel trinken, bewegen, vielleicht ein bisschen hinlegen und wärmen.

es ist nicht so, dass ich mich wohl fühle, jeden monat zwei tage unter ibuprofen zu stehen. auch verpasse ich oft den richtigen moment der das "früh genug" definiert und es geht mir trotzdem schlecht. dazu nehme ich übrigens oft einige tage vor der menstruation hochdosiertes magnesium und trinke tees die magen und darm beruhigen, wie kamille und fenchel, kümmel. entspannungsübungen helfen ebenso ein klein wenig. also nicht allein, auf keinen fall aber so alles in allem hilft zumindest ein bisschen.

bei den ibuprofen (400 mg) reicht erstaunlicherweise eine tablette und dann sechs stunden später wieder eine. ich denke zwei tabletten ibu sind eine alternative zu 4-5 aspirin. das ist wirklich sehr hoch dosiert und auf dauer auch nicht gut für deinen körper. ich habe bei drei aspirin aufgehört, weil sie mir bei den schmerzen nicht halfen, genausowenig wie paracetamol oder diese anderen krampflösenden tabletten, deren wirkstoff ich vergessen habe.

ibu hilft besser, wichtig ist wirklich nur, dass man es früh genug nimmt. der schmerz darf noch nicht zu ausgeprägt sein, am besten schon vor einsetzen der menstruation, damit das medikament schon wirkt, bevor der schmerz kommt und sich kein "schmerzgedächtnis" bildet, wie es meine ärztin damals nannte.

das ist natürlich nur ein bekämpfen der sympthome, die ursache bekämpft auch ibuprofen nicht. aber wie gesagt, ich habe meine ursache nicht gefunden. einen homöopathen kann auch ich mir nicht leisten, seit der einführung der praxisgebühr gehe ich nur in äußersten notfällen zum arzt. da man manchmal sogar wegen überweisungen angezickt wird oder zwei mal zahlen muss, wenn man keine überweisung dabei hat und sie nicht nachreichen darf... :roll: (und noch andere dinge zu tun hat als ständig von arzt zu arzt zu rennen)

bis du den auslöser für deine probleme gefunden hast, hilft dir ibu vielleicht besser klar zu kommen. viel erfolg weiterhin!



   

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