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Rückbildungserscheinungen, extreme Trockenheit, Entzündung

Rund um die Probleme der Frau

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Ursula46
Beiträge: 2
Registriert: 24. Sep 2005, 11:15

Rückbildungserscheinungen, extreme Trockenheit, Entzündung

Beitragvon Ursula46 » 24. Sep 2005, 11:47

Ein liebes Hallo an alle,

vielleicht hat einer von Euch einen guten Rat oder Idee was ich machen kann.

War gestern beim Frauenarzt, Routineuntersuchung, ziemlich schmerzhaft, weil alles entzündet war und extrem trocken. Meine Frauenärztin meinte das wären Rückbildungserscheinungen und ich sollte doch eine Östrogensalbe bzw. Zäpfchen nehmen (Estriol-Ovulum 0,5 g). Ich habe schon Schwierigkeiten mit dem Einführen von Zäpfchen. :???:

Ich bin fast 60 Jahre und habe die ganzen Jahre keine Östrogene genommen, weil ich im Grunde sehr dagegen bin, aus Angst, dass doch irgendwann ein Krebs forciert wird. Diese Art von Hormonen habe doch etliche Nebenwirkungen. Meine Ärztin sagte mir, dass bei einer oralen Hormontherapie eine grössere Menge eingenommen werden muss, um die gleiche Wirkung zu erzielen, wie hier diese Zäpfchen. Aber ich bin innerlich auch gegen dieses. :(

Es ist doch ein ganz natürlicher Vorgang, dass die Hormone zurueckgehen im Alter, warum muss ich das künstlich verlängern?

Gibt es alternative Mittel aus der Naturheilkunde um dieses Problem zu bessern oder gar ganz wegzukriegen ?

Ich bin richtig verzweifelt, das Sitzen macht mir schon Schwierigkeiten, weiss jemand einen guten Rat auf naturheilkundlicher Basis?

liebe Grüsse
Ursula 46


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Kirsten123
Beiträge: 61
Registriert: 15. Jul 2004, 20:21

Beitragvon Kirsten123 » 27. Sep 2005, 10:48

Hallo Ursula :wink: !

Also als erstes muß ich Dir mal rechtgeben - ich bin zwar noch nicht in den Wechseljahren, aber als allererstes würde ich auf jeden Fall versuchen, das ohne die künstlichen Hormone wieder hinzubekommen. Ich hab jetzt hier ein paar Sachen für Dich, die Du vielleicht mal ausprobieren könntest:

Granatapfel - Die Samen gelten als reichhaltigste Quelle pflanzlicher Östrogene (enthalten Östron). Der regelmäßige Genuss der Samen lindert Wechseljahrsbeschwerden, hellt Stimmung auf und steigert die Libido (irgendwo hatte ich auch gelesen, daß Frauen die Samen in Alkohol einlegen um daraus einen alkoholischen Auszug zu machen!)

Erzengelwurz - Bestandteil z. B. von Melissengeist. Östrogenisierend, wird zur Anregung der Keimdrüsen genutzt. Wurzeltee stärkt auch die Nerven, spendet Lebenswärme und fördert die Verdauung, so daß für die Knochen benötigte Mineralstoffe besser resorbiert werden.

Und nicht zu vergessen die Silberkerze:

Inhaltsstoffe binden sich an körpereigene Hormonrezeptoren und übernehmen Teilfunktionen der Östrogene. Cimifuga-Extrakte bauen die Schleimhaut auf, lindern Scheidentrockenheit, Hitzewallungen oder Stimmungslabilität.

Bei der Entzündung mußte ich auch an die vielgelobten Rosenzäpfchen denken, die wirklich klasse sind (allerdings meintest Du ja, daß Du Schwierigkeiten hättest damit). Ansonsten fällt mir noch das Nesselweiblein ein - also die Taubnessel. Die Taubnessel ist reizlindernd und schleimig - also eine Pflanze der Regeneration. Innerliche Anwendung: Teekur oder Tropfen. Äußerlich kann man Spülungen oder Sitzbäder machen.

Ich wünsche Dir von Herzen gute Besserung!

Grüßle :P Kirsten

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herbstzeitlose
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Beitragvon herbstzeitlose » 29. Sep 2005, 22:58

Ja, Ursula, so ist das mit den Wechseljahren. Es ist auch immer schön, wenn andere gute Ratschläge geben, kennen aber diese Beschwerden garnicht.
Mir ging es derart schlecht, als die Wechseljahre begannen. Die Schweißausbrüche waren derart schlimm, ich konnte schon auf die Uhr sehen, wann es wieder soweit war. Ganz abgesehen von den anderen Beschwerden. Ich hatte alles, was man so für Beschwerden haben kann, auch die Scheide war sehr trocken. Damit ist auch die Lust weg. Und das fand ich schon mächtig ätzend. Der sexuelle Teil sollte nun auch so schnell nicht vorbei sein für mich. 2 Jahre habe ich das ausgehalten, es wurde nicht besser. "Remifemin" habe ich auch genommen. Die Wirkung war gleich NULL. Also entschloß ich mich doch dazu Östrogene zu nehmen. Minimale Wirkstoffe, die gleich anschlugen. So fühle ich mich doch besser und kann meinen beruflichen Alltag besser meistern.
Weiterhin bekam ich jetzt eine Salbe (linoladiol N) - östrogenhaltig - verschrieben. Die ist auch einwandfrei, ich möchte nämlich langsam die Östrogene ausleiten.
Vielleicht besser, als Zäpfchen.
V.Gr. :flower:

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Kirsten123
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Beitragvon Kirsten123 » 30. Sep 2005, 10:06

Liebe herbstzeitlose,

"Es ist auch immer schön, wenn andere gute Ratschläge geben, kennen diese Beschwerden garnicht".

ICH von MIR aus (bin nämlich kein ausgebildeter Frauenarzt!) hätte Ursula nicht geraten, Hormone wegzulassen, wenn sie nicht von sich aus um Hilfe gebeten, WEIL SIE DIESE NICHT NEHMEN WILL!!!
Aber ihr Posting war für mich einwandfrei eine Frage nach NATURHEILMITTEL - für die dieses Forum übrigens auch gemacht wurde. Ich kann nicht verstehen, daß Du mich angreifst. Mir tut es leid, daß Du unter deinen Wechseljahren so leiden mußtest. Allerdings weißt Du nicht, daß ich in meiner Kinderwunschzeit auch in die Hormonschiene gekommen bin. Und Du weißt auch nicht, wie es mir damals ging, oder? Also lassen wir das persönliche weg. Ich hab ja Ursula nicht gezwungen, irgendwas zu versuchen. Ich hab ihr nur helfen wollen und hab selber mit Alchemilla und CO. sehr gute Erfahrungen gemacht.

So, jetzt wünsche ich Euch ein schönes Wochenende - bei uns scheint schön die Sonne,

Grüßle, Kirsten

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Ursula46
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Beitragvon Ursula46 » 30. Sep 2005, 10:20

Hallo Kirsten und Herbstzeitlose,

recht herzlichen Dank für Eure Nachrichten.

Die Linoladiol-H-N habe ich auch verordnet bekommen, die ist cortisonhaltig und darf nicht so oft angewandt werden hat mir die Frauenarztin geraten. Also ich werde auch weiterhin versuchen, keine "chemischen" Mittel zu nehmen. Ich versuche es wirklich mal mit Cimifuga, habe im Buch Handbuch der Phytotherapie nachgelesen, dass die Wirksamkeit sehr gut sein soll. Probieren geht über studieren.
Wisst ihr, ich bin schon jahrelang aus der "Hormonproduktion" raus, warum soll ich jetzt nochmal anfangen, wenn es natürlichere Mittel gibt, die ich dann auch bei Nichtbedarf absetzen kann ohne dass damit wieder andere Schwierigkeiten auftreten. Es muss - wie dort geschrieben wird - klinische Studien darüber geben die überwiegend sehr positiv ausgefallen sind. -?) -?) -?)
Lieben Dank nochmal und Grüsse
woudan

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Kirsten123
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Beitragvon Kirsten123 » 30. Sep 2005, 12:53

Hallo Ursula :wink: ! Ich wünsch Dir alles Gute auf Deinem Weg - es wäre toll, wenn Du uns irgendwann an Deinen Erfahrungen mit Cimifuga teilhaben lassen würdest!

Ganz liebe Grüßle,

Kirsten


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herbstzeitlose
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Beitragvon herbstzeitlose » 30. Sep 2005, 20:37

Hallo liebe @Kirsten,
es war nicht meine Absicht Dich anzugreifen. Um Himmels Willen, das sollte nicht so rüberkommen. Meine Erfahrungen sind in der Vergangenheit so gewesen, dass Andere es immer besser wissen. Gerade die Jenigen, die in "meinem" Alter sind! Das waren aber immer solche (wenn man es näher hinterfragt hatte), die diese Beschwerden nicht haben oder nicht wissen, es zu haben. Da sie keinen Partner und keinen GV mehr haben oder selten haben.
So, ich hoffe, Du verzeihst mir meine unglückliche Ausdrucksweise.
V.Gr. :flower:

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Kirsten123
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Beitragvon Kirsten123 » 1. Okt 2005, 12:46

Hallo herbstzeitlose :wink: !

Ich bin nicht der Typ, der nachtragend ist, ganz sicher nicht. Wir hatten nur hier schon öfters die Diskussion, daß Leute Ratschläge gaben nach dem Motto: "Hat bei mir Null bewirkt"...
Ist ja nicht jeder gleich - gott sei Dank, lach...
Und ich kann nicht alle Krankheiten gehabt haben (die armen Heilpraktiker, lach) und will Leuten trotzdem helfen :P - bin ja auch "sau"mäßig froh, wenn mir jemand etwas rät, wenn ich verzweifelt bin.

Nix für ungut - wir wollten ja beide nur helfen!

Grüßle an Dich,

Kirsten



   

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