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nur ein kontitutionsmittel??

Moderator: Angelika

cita
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nur ein kontitutionsmittel??

Beitragvon cita » 5. Feb 2007, 22:31

hat man nur ein konstitutionsmittel oder gibt es auch mischungen?
der homöopath war sich nicht sicher zwischen pulsatilla und natrium und hat dann aber natrium gewählt.
ist das genauer erklärbar??


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*brigitte*
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Beitragvon *brigitte* » 6. Feb 2007, 09:42

Liebe Cita,

zuerst ein herzliches Willkommen bei uns im Forum!

Zu Deiner Frage: In der klassischen Homöopathie geht man von der Vorstellung aus, dass es für jeden Menschen zu einem bestimmten Zeitpunkt e i n Konstitutionsmittel gibt, das dem momentanen Zustand dieses Menschen am ähnlichsten ist.
Nun gibt es natürlich keine starren Zustände, die Art, wie der Mensch mit seinen Lebensumständen umgeht, kann sich ändern, dann k a n n ein anderes Mittel passender sein.

Und dann gibt es Mittel, die sich wie Pulsatilla und Natrium muriaticum sehr ähnlich sind, aber eben dennoch in einigen Dingen verschieden. Nun ist es Sache des Homöopathen, herauszufinden, welches dieser "ähnlichen" Mittel Dir j e t z t am nahesten steht, Deine momentanen Symptome am besten abdeckt. Dazu gehört auch, zu verstehen, wie dieser Mensch im Ganzen ist, und sich klar zu werden, wie die Symptome gewertet werden, welche wirklich im Vordergrund stehen - und dann sich für ein Mittel entscheiden. Dazu gehört eine Menge Erfahrung und das ist das eigentlich Schwierige an der klassischen Homöopathie!

Es ist möglich, dass Du j e t z t Nat. m. brauchst und Pulsatilla irgendwann folgt - oder die Heilung anders abläuft und Du irgendwann ein anderes Mittel als Pulsatilla brauchst, das wird in der Verlaufskontrolle sichtbar.

PS.: Ich nehme an, dass Dein momentanes Mittel Natrium muriaticum ist (es gibt verschiedene Natrium's...).

Hab ich Dir ein wenig helfen können?

Einen schönen Tag und LG; Brigitte

cita
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Beitragvon cita » 6. Feb 2007, 14:44

herzlichen dank für die antwort,
ich kapier das immer noch nicht so ganz
dann heisst also konstitutionsmittel nichts weiter als "momentaner ist zustand",der sich durch gedanken und gefühle ereignisse ändern kann...?
man hat also solange man lebt immer ein konstitutionsmittel,das sich wie das leben immer ändert.kann das mittel dann auch einen menschen ändern,oder nur der mensch sich selbst mit hilfe das mittels?
man hat also nie immer dieselbe konstitution,es gibt nicht sowas wie eine urkonstitution?,was ist mit der konstitution,mit der man gebohren wurde?
ich bin zum homöopathen,da ich dachte es wäre ganz schön im winter keine
grippe zu bekommen,und sucht mir einen heraus der auch nosoden einsetzt.
nach 1,5 stunden,war er der meinung das das nicht nötig seit und verordnete
das konstitutionsmittel.hat dies also auch eine stärkende wirkung?schutzwirkung?denn im moment habe ich ja keine akuten beschwerden.
ich hatte die letzten winter immer mischmittel genommen,dies soll ich nicht mehr tun.ich soll nur die nat.mur.trofen nehmen und abwarten.
wie merkt man denn ob das mittel wirkt,wenn man nicht akut krank ist...?
1000 fragen sorry

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*brigitte*
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Beitragvon *brigitte* » 6. Feb 2007, 17:21

Huhu Cita,

also - es geht um die klassische Homöopathie als Grundprinzip.

Sicherlich kann es so sein, dass man jedes Kind einem bestimmten Mittel zuordnen kann (durch alles, was der Mensch bei der Geburt mitbringt). Nur ist das noch lange kein Grund, hier irgendwie regulierend oder unterstützend einzuwirken.

Eine Konstitutionstherpaie macht erst Sinn, wenn der Mensch mit dem Leben nicht mehr im Einklang ist, d. h. auf die Reize (Belastungen, Krankheiten, zwischenmenschliche Beziehungen...) nicht mehr in gesunder Form reagieren kann - Hahnemann nannte das eine Störung der Lebensenergie.

Um das zu verdeutlichen: ein "gesundes" Kind im Kindergartenalter bringt jedes Jahr durchschnittlich 5-10 Krankheiten mit nach Hause (Erkältung, Windpocken, wieder Erkältung etc.) - und das ist gut und wichtig für die Entwicklung des Abwehrsystems, kein Homöopath würde hier behandeln, solange das Kind gut damit umgehen kann, auch wenn ihm das Konstitutionsmittel klar wäre.
Wenn aber ein Kind im gleichen Alter aus jeder Erkältung heraus eine Lungenentzündung entwickelt - dann würde man hier eine Störung der Lebensenergie sehen (das Kind wird mit der Störung nicht fertig, sie geht tiefer als sie sollte/müsste). Hier konstitutionell behandelt versetzt das Kind in die Lage, zukünftig mit den Krankheitserregern wieder "gesund" umzugehen.
Das ist der Sinn und das Grundprinzip, wie ich es verstehe.

Wenn dieses Kind dann 30 Jahre alt ist, kann sich natürlich die Konstitution geändert haben - wenn der Mensch jetzt eine Lungenentzündung bekommt, braucht er möglicherweise ein ganz anderes Mittel, um ihn wieder stark zu machen.

In Deinem Fall nun hattest Du auf Nosoden gehofft (die ich nie im Vorhinein einsetze - es sei denn es ist das Konstitutionsmittel) und hast statt dessen Nat. m. bekommen - was Dich, wenn es Dein jetziges Kontitutionsmittel ist, auch vor Erkältungen schützt bzw. Dich in die Lage versetzt, damit adäquat umzugehen.

Und eines der Dinge, an denen Du merkst, dass Dir dein Mittel hilft, kann auch sein, dass Du eben nicht mehr krank wirst oder, wenn Du krank wirst, diese Krankheit leichter/anders verläuft, Du ganz anders damit umgehen kannst.

Und Du - frag nur ruhig, ich finde es wichtig, dass die Homöopathie auch verstanden wird.

Nun besser verständlich? LG, Brigitte

cita
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Beitragvon cita » 6. Feb 2007, 20:38

oh ja nun ist es mir klarer vielen lieben dank.
ich warte nun mal gespannt ab.
ich überlege ob ich mein kind fast 5 auch zum homöopathen mit nehme
zwar ist nichts akutes aber nach der geburt war der hals etwas schief
wäre das ein grund für so eine behandlung bei einem kind ?
liebe grüsse

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*brigitte*
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Beitragvon *brigitte* » 6. Feb 2007, 22:43

Liebe Cita,

das wäre für die Homöopathie/für mich nur ein Behandlungsgrund, wenn Dein Kleines immer noch einen "schiefen" Hals hätte - und aus dem heraus auch Probleme (oder Probleme welcher Art auch immer - dazu würde ich Schlaf- oder Gedeihstörungen, Albträume, Ängste etc. rechnen, die nicht unbedingt etwas mit einem schiefen Hals zu tun haben müssen).

Ein gesundes Kind kann so etwas aus seiner eigenen Lebenskraft heraus gerade rücken - oder wenn es immer noch besteht und sich keine weiteren sonstigen Belastungen dadurch ergeben, würde ich auch an eine Kranio-Sakral-Behandlung denken oder an eine Dorn-Therapie. Ansonsten sehe ich da keinen Handlungsbedarf, soweit ich das übers Internet überhaupt beurteilen kann.

Freut mich, wenn ich Dir ein wenig Klarheit verschaffen konnte ;)

LG, einen schönen Abend noch und alles Liebe Euch beiden, Brigitte


rine
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Beitragvon rine » 6. Feb 2007, 22:55

Hallo!
Zum homöopathischen Teil kann ich nichts sagen ;), aber aus eigener Erfahrung heraus:
In dem Fall eines Halsschiefstandes nach der Geburt, würde ich das Kind (falls nicht sowieso schon geschehen) einmal bei einem Kinderarzt oder Orthopäden untersuchen lassen, der sich auch mit dem sogenannten KISS-Syndrom auskennt, sprich im Grunde mit einer Kopfgelenkblockierung und ihren Folgen, nur um das auszuschließen.

Unsere Kleine hatte das (heute 6), der Bereich ist immer noch anfällig, obwohl wir immerhin schon sechs Wochen nach der Geburt mit Atlas-Therapie und anschließender Cranio-Sacral-Therapie das alles ziemlich schnell "gerichtet" bekommen haben.

Ich habe aber sowohl bei mir selbst aufgrund eines Unfalls als auch bei den Kindern von Freunden die gesundheitlichen Folgen einer verschleppten Blockierung gesehen (darum reagiere ich da auch sehr sensibel bei dem Thema ;) , also lies bitte einfach drüber weg, wenn das alles eh schon hunderttausendfach untersucht und behandelt worden ist ;) ), in den meisten Fällen war es inzwischen äusserlich unauffällig.

edit: Brigitte war schneller.
Viele Grüße,
Rine

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