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Zu viele Hochpotenzen

Moderator: Angelika

monajung
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Zu viele Hochpotenzen

Beitragvon monajung » 6. Jul 2008, 20:29

Hallo,
ich bin neu hier und habe eine Frage. Mein erwachsener Sohn ist in Behandlung bei einem Homöopathen, der einen guten Ruf hat. Ich mache mir jetzt aber trotzdem Sorgen.
Seit Okt. 2007 leitet er an Konzentrationsschwierigkeiten und Müdigkeit. Er bekam Natrium chloratum, Im Dez. sogar C 10.000 Bis zum Februar hat er die Woche über noch funktioniert und war nur am Wochenende müde. Er konnte auch noch sein Studium erfolgreich bewältigen, obwohl er sich nicht wohl fühlte. Im März bekam er nach Nux vomica, Potenz weiß ich leider nicht, einen Infekt, der ihn völlig lahm legte. Silicea C1000 hat ihn dann wieder auf die Beine gebracht, aber die Müdigkeit blieb. Zwischenzeitlich wurde auch noch Arsenicum album gegeben auch eine höhere Potenz. Anfang Juni wurde es schlimmer und er bekam eine "Akkordverschreibung" Sulfur 1Globuli C30, C 200 und C 1000. Nach 3 Tagen hat er auch mit Durchfall, einem heißen roten Kopf reagiert und dann wieder eine heftige Sommergrippe mit starken Halsschmerzen, Schnupfen, totaler Erschöpfung und extremes Frieren bekommen. Er bekam erneut eine "Akkordverschreibung" Silicea Potenzen wie oben bei Sulfur, eine Woche später Apis auch C200 oder höher. Der Infekt ist nun abgeklungen, aber mein Sohn ist weiterhin sehr erschöpft und völlig unkonzentriert und natürlich auch besorgt um seinen Zustand. Letzte Woche bekam er wieder Nux vomica, Potenz weiß ich nicht, soll sich aber nächste Woche wieder bei dem Arzt melden.
Nachdem ich mich hier durchs Forum gelesen habe erscheint mir das alles ziemlich viel Hochpotenzen !! Der Arzt arbeitet aber schon mehr als 20 Jahren homöophatisch und nimmt jetzt nur noch Privatpatienten. Vorher gab es Wartezeiten bis zu 2 Jahren.
Mein Sohn vertraut ihm, aber mir kommen Zweifel und ich habe irgendwie ein schlechtes Gefühl.
Tut mir Leid, dass der Artikel so lange geworden ist, aber vielleicht kann der eine oder andere etwas dazu sagen.
LG Mona

P.S. Eine eingehende Untersuchung beim Allgemeinmediziner brachte keinen negativen Befund.


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*brigitte*
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Re: Zu viele Hochpotenzen

Beitragvon *brigitte* » 6. Jul 2008, 21:34

Hallo Mona,

so wie sich diese Verschreibungsliste liest - tut mir leid - kommt mir einfach nur der Gedanke, dass guter Ruf hin oder her es sich nicht so anhört, als wüsste da jemand genau, was er tut.
Ich sollte das wohl ned so unverblümt sagen, aber Ähnliches erlebe ich ja auch öfters und viele Patienten kommen mit einer ähnlichen Geschichte. Finde ich immer wieder so schade.

Wie auch immer, nach Hahnemann gearbeitet ist das auf keinen Fall und Besserung oder einen Weg Richtung Heilung ist ja auch nicht zu sehen.
Ist denn beim Schulmediziner (labortechnisch) oder bei einem Heilpraktiker, der mit Bioresonanz oder ähnlichen Methoden arbeitet, mal Mononukleose bzw. Pfeiffer'sches Drüsenfieber getestet worden? Das würde auch die Symptome erklären...nur ein Gedanke.

Ich kann natürlich hier weder die Behandlung durch den hom. Arzt Deines Sohnes beurteilen und will das auch eigentlich nicht, noch irgend etwas empfehlen - ich kann nur sagen, sooo arbeitet ein klassischer Homöopath (also ein gelernter Heilpraktiker mit homöopathischer Ausbildung!) nicht!

Liebe Grüße an Euch beide,
Brigitte

monajung
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Re: Zu viele Hochpotenzen

Beitragvon monajung » 6. Jul 2008, 21:55

Hallo Brigitte,
vielen Dank für deine Antwort. Also der Arzt macht irgendwie immer so physikalische Tests und auch irgendwas mit Magnetfeldtherapie, er hat wohl laut meinen Sohn auch getestet, ob es was organisches ist, vielleicht war es ja Bioresonanz, ich kann es nur so weiter geben, wie er es mir gesagt hat. Auf jeden Fall wäre dabei heraus gekommen, dass es nichts organisches ist.
Mein Sohn hatte allerdings mit 3 Jahren Pfeiffersches Drüsenfieber. Anfang Juni sind alle Blutwerte beim Allgemeinmediziner getestet worden, die auch in Ordnung waren. Er hat auch kein Fieber oder so dicke Lymphknoten wie damals.
Mein Sohn ist zu diesem Arzt vor 4 Jahren wegen Allergieen (Hausstaub und Pollen), die sind dann immer wieder gelöscht worden und nachdem ein paar Nahrungsmittelallergie zwischenzeitlich dazu kamen, sind die Allergieen eigentlich ganz gut geheilt, deshalb war er ja auch immer ganz zufrieden mit dem Arzt.
Kann das denn sein, dass das Pfeiffersche Drüsenfieber noch mal wieder kommt???
Kann es sein, dass er so fertig ist, wegen der vielen Hochpotenzen?? Haben die alles noch schlimmer gemacht???
In Sorge Mona

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*brigitte*
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Re: Zu viele Hochpotenzen

Beitragvon *brigitte* » 10. Jul 2008, 20:14

Hallo liebe Mona,

entschuldige, dass es so spät geworden ist mit meiner Antwort :(

Aber Du - ich kann nicht wissen, ob sich da der Pfeiffer nochmal zeigt, das war nur so ein Gedanke, weil da ja die ausgesprochene und lang dauernde Müdigkeit dazu gehört.
Viele verschiedene Hochpotenzen in relativ kurzer Zeit ohne genügenden zeitlichen Abstand sind aber auch nicht das Gelbe vom Ei - ob das nun bei Deinem Sohn der Grund für seinen Zustand ist, kann ich leider nicht beurteilen. Ich finde es aber generell aus homöoapthischer Sicht nicht gut, so zu "arbeiten", durch diese vielen Mittelgaben und Wiederholungen und was weiß ich ist doch eine "Fallbeurteilung" überhaupt nicht mehr möglich. Soll heißen, als Homöopathin habe ich keine oder so gut wie keine Möglichkeit zu sehen, wann welches Mittel welche Besserung gebracht hat, weil ich schon das nächste gebe und dann das nächste - ohne wirklich auf den Heilungsverlauf schauen zu können. Oft entstehen so auch "neue Kunstkrankheiten", die von den Mitteln selbst ausgelöst wurden, und anstatt diese durch Abwarten wieder zum Verschwinden zu bringen (das würde nämlich passieren), behandle ich diese mit einem neuen Mittel - und so weiter und so fort. ??? Verstehst Du - ich kann da nicht mehr nachvollziehen als Therapeut, was denn hier geschieht - ist es das Mittel, das etwas bewirkt, oder verschiebe ich das ganze Symptomenbild irgendwohin in einen Verlauf, der nicht mehr beurteilbar ist?
Ich würde, wenn ich Dein Sohn wäre, kein Mittel mehr nehmen und auch sonst nichts mehr machen, bis das Ganze zur Ruhe kommt. Dann ggf. alle noch vorhandenen Symptome neu anschauen - und dann entscheiden, mache ich etwas oder warte ich noch länger. Das mache ich meist auch, wenn ich einen neuen Patienten in der Praxis habe mit einer ähnlichen Vorgeschichte.
Sorgen solltest Du Dir keine unnötigen machen - was durch falsche oder zuviele Mittel "verursacht" wurde, verschwindet in aller Regel wieder von alleine.

Ich wünsche Euch beiden nochmal alles Liebe - kannst Du uns ein bißerl auf dem Laufenden halten, wie sich Dein Sohn (und sein Arzt) denn entscheiden - was weiter passiert?
Liebe Grüße,
Brigitte

monajung
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Re: Zu viele Hochpotenzen

Beitragvon monajung » 11. Jul 2008, 23:42

Hallo Brigitte,

ich kann das sehr gut nachvollziehen, was du schreibst und bin aber froh, dass es eher unwahrscheinlich ist, dass mein Sohn bleibende Schäden durch die Verschreibung bekommt.
Der Arzt hat wohl Mononucleose getestet mit EAV ??, weil er selbst den Verdacht hatte, aber ist neg., genau wie alle anderen möglichen Ursachen, die man mit dieser Methode messen kann.
Meinem Sohn geht es immer noch schlecht, 2-3 Tage nach Nux ging es ihm einen Tag deutlich besser und dann kam die Grippe wieder und zwischenzeitlich noch alte Krankheitssymptome.
Gestern war er wieder in der Sprechstunde und hat jetzt Hepar sulf C 1000 (stöhn !!!) bekommen. Zunächst war ich genervt, da ich denke es ist irgendwie zu viel. Der Arzt hat meinem Sohn erzählt, dass er mit dem Verlauf sehr unzufrieden ist und schon in der Freizeit über seinen "Problemfall" intensiv nachdenkt.
Nachdem ich mich in das Mittel eingelesen habe, bin ich doch wieder etwas besser gestimmt. In diesem Mittel finde ich sehr viele Eigenschaften und Symptome meines Sohnes, die sich in den letzten 1-2 Jahren VOR der Erschöpfung doch ziemlich ausgeprägt haben, wieder. Sie sind dannach "unwichtig" geworden, weil seit einem 3/4 Jahr die Erschöpfung und Müdigkeit im Vordergrund steht. Mein Sohn findet es z. B. schon länger normal immer einen Schal zu tragen und gereizt und genervt zu sein, wenn 2 Leute gleichzeitig sprechen. Beim intensiven Lesen habe ich gedacht, dass es sich fast so liest als habe sich sein Konstitutionsmittel Sulphur nach Hepar sulf verschoben. Das muss wohl auch der Arzt vermutet haben.
Da das Mittel eigentlich vor der Erschöpfung und somit auch vor der häufigen Mittelgabe (bestimmt ein halbes Jahr gar keine Mittel und davor allerhöchstens C 200) gepasst haben könnte, hoffe ich jetzt, dass die Hochpotenzen doch nicht soviel in Unordnung gebracht haben.
Unter der Rubrik Erschöpfung findet man Hepar sulf eigentlich selten. Kann es sein, dass dieses "Übersensible" von Hepar sulf auf Dauer so ermüdete??
Nun, ich hoffe und warte auf Besserung wenigstens soviel, das nächste Woche nicht wieder eine C-Potenz daraufgesetzt wird.

LG Mona

monajung
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Re: Zu viele Hochpotenzen

Beitragvon monajung » 30. Aug 2008, 13:54

Hallo,
ich wollte mal über den weiteren Verlauf berichten, der sich zur Zeit wieder sehr sorgenvoll gestaltet.
Mein Sohn hat also Hepar sulf. C 1000 bekommen. Nach einer 3 Tage langen leichten Verschlimmerung ist es ihm dann doch allmählich deutlich besser gegangen. Nach ca. 3 Wochen kam die Heilung zum Stillstand und er baute wieder leicht ab. Der HP war in Urlaub hat ihm aber gleich an seinem 1. Arbeitstag einen Termin gegeben, da er glaubte, dass Hepar sulf so etwa 3- 4 Wochen wirkte. Das hat ja gestimmt. Er bekam dann wieder Hepar sulf C 1000 (nach 4 Wochen), es ging ihm dann auch wieder deutlich besser und er hatte das Gefühl seine Krise langsam zu überwinden.
Nach ca. 1,5 Wochen stellten sich dann starke Halsschmerzen, Schlappheit und eine rießige Aphte (so eine große habe ich noch nie gesehen !) an der Mundschleimhaut ein. Er besuchte den HP, dieser verordnete Mercurius C 200. Insgesamt war er jetzt zufrieden mit dem Verlauf und sprach davon, dass er den Zugang zum Körpers meines Sohnes endlich gefunden habe.
Mercurius sei für die alten Sünden sagte er meinem Sohn. Das hat alles für mich eine Logik, so genau kenne ich mich zwar nicht aus, aber ich habe es auch mal bekommen und weiß, dass das irgendwas mit ererbten Miasmen zu tun hat. So habe ich mir die Bemerkung von den alten Sünden auch erklärt. Er gab ihm wieder Hep. sulf mit, dass er ein paar Tage später einnehmen sollte. Das tat er auch. Insgesamt wurde es nach Mec. leicht besser, aber Hep. sulf hat dann auch nach 1 Woche nichts mehr gebracht, als Symptom rückte auch immer deutlicher die "Schlappheit" in den Vordergrund.
Letzten Montag war er wieder beim HP, der hat nach der Befragung Sepia C 200 austestete, welches er dort auch gleich nahm und am nächsten Morgen sollte er noch ein Gabe nehmen.
Sepia fühlte sich für mich auch gut und passend an. Am Montag abend hatte ich das Gefühl, dass es ihm schon etwas besser ging. Am Dienstag kam dann der total Absturz und zu allem Überfluss hat er dann nochmal Sepia genommen. Es gab eine arge Verschlimmerung, er war total schlapp und fertig. Auch wenn sich sein Zustand wieder deutlich verbessert hat, ist er heute Samstag immer noch nicht auf dem "Vorsepiazustand".
Wie kann man das nun einordnen ?? Arzneimittelprüfung ? Erstverschlimmerung ? Sepia einfach zu stark? Ich selbst kann mich bei mir an eine ähnlich heftige und auch eine Woche andauernde reaktion auf Eisen C 30 erinnern, welches mir in der Folge sehr gut geholfen hat.
Weiss aber nicht , ob ich mich nur froh damit rede.
Der HP ist zur Zeit in Urlaub, kommt aber morgen wieder.

Sehr lange Mona


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Re: Zu viele Hochpotenzen

Beitragvon *brigitte* » 30. Aug 2008, 20:35

Liebe Mona,

bitte ned böse sein, aber langsam graut mir vor diesem Verschreibungswahnsinn.

Egal wo ich in Dein Posting reinlese - es folgen viel zu schnelle Hochpotenz-Verschreibungen aufeinander - ich kann eigentlich keine mehr so recht nachvollziehen - jede hilft "vielleicht mal für ein bißerl und eine kurze Zeit" - tut mir leid, aber wenn ich Deinen Sohn hier in der Praxis hätte, würde ich alles aussezten, auf keinen Fall mehr irgendwas geben (!), gucken, ob ich irgendwie (nicht homöopathisch!) unterstützen könnte und warten, bis sich der ganze Schmarrn wieder erledigt. Das Wort habe ich ganz gewusst gewählt. Alle Mittelchen mögen irgendwo irgendwie in der Nähe Deines Sohnes sein - aber keins passt.

Für Dich zum Trost - sollte Dein Sohn nix mehr nehmen, würden sich wahrscheinlich alle Zustände, die sich durch die falschen Mittel eingestellt haben, wieder verflüchtigen.

Einen schönen Samstag Abend und ein schönes Wochenende (ich freu mich aufs "Schwammerl-Suchen"!!) und liebe Grüße
:wink:
Brigitte

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Re: Zu viele Hochpotenzen

Beitragvon monajung » 30. Aug 2008, 23:50

Hallo Birgitt,
vielen Dank für deine ehrliche Antwort. Die Sache ist die, dass mein Sohn erwachsen ist und diesem Arzt halt sehr vertraut, besonders, wenn es ihm dann wieder mal besser gegangen ist.
Ich werde nochmal mit ihm reden, mehr kann ich nicht tun. werde hier berichten, wie es dann weiter geht.
LG Mona

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*brigitte*
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Re: Zu viele Hochpotenzen

Beitragvon *brigitte* » 31. Aug 2008, 11:16

monajung hat geschrieben: ..Nach ca. 1,5 Wochen stellten sich dann starke Halsschmerzen, Schlappheit und eine rießige Aphte (so eine große habe ich noch nie gesehen !) an der Mundschleimhaut ein. Er besuchte den HP, dieser verordnete Mercurius C 200...


Liebe Mona,

ja, natürlich, das ist mir schon klar, Dein Sohn ist erwachsen und muss selbst entscheiden.

Das obige Zitat hab ich jetzt nur als Beispiel aus Deinem Posting herausgehoben...jeder Homöopath weiß, dass solche Reaktionen "Heilreaktionen" sind und hier auf keinen Fall (!!!!!) ein neues Mittel oder eine Mittelwiederholung gegeben werden darf!!!
Zeigt mir eigentlich nur, dass hier jemand weder seinen Hahnemann noch sonst was gelesen hat :evil: ... schade. Das ist genau der Punkt, warum man Hom. nicht einfach "aus dem Ärmel praktizieren" kann - da gehört Wissen dazu, diesen Verlauf beurteilen zu können.

Wie auch immer, Du weißt, wie ich darüber denke - und was letztendlich Dein Sohn dann macht, ist ganz klar seine (vielleicht ein bißerl Eure) Entscheidung. Richtig ist hier jedenfalls im Sinne der klassischen Homöopathie nix mehr (..."hat endlich den Zugang zum Körper Deines Sohnes gefunden..." was ist das für eine Aussage :eek: ??? usw usw...).

Ich wünsche Euch beiden trotz allem von Herzen, dass Dein Sohn gesund wird und bleibt!

Liebe sonntägliche Grüße,
Brigitte

monajung
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Re: Zu viele Hochpotenzen

Beitragvon monajung » 9. Sep 2008, 22:35

Hallo,
hallo Brigitte,

wollte mal über den weiteren Verlauf berichten. Also mein Sohn hat nun Sepia C 1000 bekommen und es geht ihm viel besser. PUHH !!! Sepia C 200 war wohl zu wenig.

Wir haben nochmal gemeinsam über die Behandlung gesprochen. Mein Sohn vertraut seinem Arzt nach wievor und das ist ja erst mal wichtig. In unserer Nähe gibt es eine Ärztin mit Kassenzulassung, die aber auch klassisch homöopathisch arbeitet. Da mein Sohn selbst gerne vielleicht noch mal eine Blutuntersuchung gehabt hätte, hat er diese aufgesucht. Die Ärztin hat sich auch sehr viel Zeit für ihn genommen und ihm eigentlich bestätigt, dass sie den Weg seines Hp nachvollziehen kann und ihm empfohlen dort erst mal weiter hinzugehen. Sie selbst hat ihm einen neuen Termin nächste Woche gegeben, da sie darüber nachdenken wollte auf welche Weise man ihm noch helfen könnte.

Das war entweder ein Schuss nach hinten für mich oder mein Sohn hat doch das bessere Gefühl, was seine Behandlung betrifft. Ich weiß es nicht ! Die Zeit wird es zeigen.


Hallo Brigitte,
Was findest du an der Aussage, dass der Hp den Zugang zu dem Körper meines Sohnes gefunden hat, so "zum Augenrollen" ??? Bin selbst bei einer anderen Homöopathin (die mir eigentlich auch bestätigt hat, dass der Hp meines Sohnes, den sie kennt, okay wäre), die mit Befragung arbeitet (der Hp meines Sohnes misst das irgendwie????? weiß nicht wie das gehen soll). Sie sitzt aber doch nicht nur da und hakt wie ein Computer die Symptome ab, irgendwie versucht sie doch Zugang zu meinem Wesen zu finden um die Symptome einordnen zu können.Und ich denke mir das ist wohl mit Zugang zum Körper meines Sohnes gemeint. Ich kann das schon nachvollziehen.

LG Mona

RAUWOLFIA
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Re: Zu viele Hochpotenzen

Beitragvon RAUWOLFIA » 21. Dez 2008, 16:35

*brigitte* hat geschrieben:Liebe Mona,

bitte ned böse sein, aber langsam graut mir vor diesem Verschreibungswahnsinn.

Egal wo ich in Dein Posting reinlese - es folgen viel zu schnelle Hochpotenz-Verschreibungen aufeinander - ich kann eigentlich keine mehr so recht nachvollziehen - jede hilft "vielleicht mal für ein bißerl und eine kurze Zeit" - tut mir leid, aber wenn ich Deinen Sohn hier in der Praxis hätte, würde ich alles aussezten, auf keinen Fall mehr irgendwas geben (!), gucken, ob ich irgendwie (nicht homöopathisch!) unterstützen könnte und warten, bis sich der ganze Schmarrn wieder erledigt. Das Wort habe ich ganz gewusst gewählt. Alle Mittelchen mögen irgendwo irgendwie in der Nähe Deines Sohnes sein - aber keins passt.

Für Dich zum Trost - sollte Dein Sohn nix mehr nehmen, würden sich wahrscheinlich alle Zustände, die sich durch die falschen Mittel eingestellt haben, wieder verflüchtigen.

Einen schönen Samstag Abend und ein schönes Wochenende (ich freu mich aufs "Schwammerl-Suchen"!!) und liebe Grüße
:wink:
Brigitte



Hallo Brigitte,

als erstes möchte ich Dir mal ein riesen LOB aussprechen für die geniale Arbeit die Du hier leistest für Andere, ist nicht selbstverständlich und einfach!!! :ok: :ok: :D

Ich wollte auf Deine Aussage eingehen, mit dem Mittelaussetzen, bis sich alles wieder verflüchtigt hat... Du hast ja im Grunde Recht, aber was machst Du z. B. wenn jemand unter schweren psychischen Zuständen leidet, aber schon vorher mehrmals erfoglos verschiedene Mittel probiert hat? Willst Du ihn "nach Hause schicken" bis sich alles wieder beruhigt hat? Ein erfahrener kl. HP wird selbst dann noch ein Mittel finden und dieses Mittel wird wirken!! ;)

Zu dem Fall von Mona muss ich sagen, es würden noch viele andere Mittel in Frage kommen!

Schöne Grüße,
RAUWOLFIA

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*brigitte*
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Re: Zu viele Hochpotenzen

Beitragvon *brigitte* » 21. Dez 2008, 17:14

RAUWOLFIA hat geschrieben:...Ich wollte auf Deine Aussage eingehen, mit dem Mittelaussetzen, bis sich alles wieder verflüchtigt hat... Du hast ja im Grunde Recht, aber was machst Du z. B. wenn jemand unter schweren psychischen Zuständen leidet, aber schon vorher mehrmals erfoglos verschiedene Mittel probiert hat? Willst Du ihn "nach Hause schicken" bis sich alles wieder beruhigt hat...


Hallo Rauwolfia,

danke für Deine Worte, freut mich :D

...und natürlich würde ich einen Menschen mit Problemen nicht nach Hause schicken und abwarten lassen - aber dieser Mensch wäre dann ja in meiner Praxis und vor mir und wir könnten die ganze Geschichte zusammen durchgucken und schauen, was durch welches Mittel sich wann und wie verändert hat bzw. welche Symptome verschoben wurden bzw. Mittelsymptome sind - kurz: versuchen, ein "Fallverständnis" zu entwickeln und dann, wenn möglich, behandeln.
Manchmal bleibt aber trotzdem nix anderes übrig als zu warten (vor allem wenn wie im Fall von Monas Sohn viele viele verschiedene Hochpotenzen bunt durcheinander und in kürzester Zeit gegeben wurden, und da bleibe ich bei meiner Meinung, dass das so nicht richtig ist) - wenn also die Möglichkeit einer homöopathischen Weiterbehandlung in so einem Fall momentan nicht gegeben ist, würde ich schauen, ob ich andere Möglichkeiten zu helfen habe (Gesprächstherapie, Cranio-sacral-Therapie etc.).

Liebe Grüße :wink:
Brigitte

RAUWOLFIA
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Re: Zu viele Hochpotenzen

Beitragvon RAUWOLFIA » 22. Dez 2008, 00:34

Hi Brigitte,

OK, verstehe Deine Ansicht! Es ist natürlich von Fall zu Fall verschieden und es kommt drauf an welches Problem besteht. Ich meinte vielleicht eher schwere psychische Probleme wo der "Hut" brennt, wenn z. B. Selbstmordgedanken vorliegen. Da kommts dann auf die Erfahrung des HP an, das richtige Mittel zu finden. Das sollte dann schnell gefunden werden, in diesem Falle wäre ein zu langes Warten nicht gut...

Darf ich fragen welches Repertorium Du benutzt?


Herzliche Grüße, :wink:
Rauwolfia

WildeFee
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Re: Zu viele Hochpotenzen

Beitragvon WildeFee » 22. Dez 2008, 14:11

Hallo allseits,

klingt mir alles nach einem extrem bunten Cocktail. Was ich nicht verstehe: warum wurde Hepar nicht weitergegeben? Warum Mercurius, wenn Hepar doch half? Meines Erachtens hätte Hepar nochmal in einer höheren oder anderen Potenz (evtl. LM) getestet werden müssen, ob es ausgereizt ist. Vor einem Jahr hatte ich auch Natrium mur. in C200, C1000 mehrfach bekommen, und als das nicht mehr wirkte, gab es die C10.000, was richtig war und half.
Ich hab das Gefühl, dieser HP ist am richtigen Mittel einfach vorbeigaloppiert...

Just my 2 cents.

Liebe Grüße -
Sabine

rine
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Re: Zu viele Hochpotenzen

Beitragvon rine » 22. Dez 2008, 17:54

RAUWOLFIA hat geschrieben:Hi Brigitte,

OK, verstehe Deine Ansicht! Es ist natürlich von Fall zu Fall verschieden und es kommt drauf an welches Problem besteht. Ich meinte vielleicht eher schwere psychische Probleme wo der "Hut" brennt, wenn z. B. Selbstmordgedanken vorliegen. Da kommts dann auf die Erfahrung des HP an, das richtige Mittel zu finden. Das sollte dann schnell gefunden werden, in diesem Falle wäre ein zu langes Warten nicht gut...


Ehrlich gesagt, ich persönlich würde von einem guten HP in so einem Fall erwarten, dass er sich vergewissert, dass der Patient auch psychologisch ausreichend betreut wird und in dem Fall die Verantwortung erst einmal ein Stück weit abgibt / teilt. :ratlos: Wenn als Erstreaktion ein Selbstmord erfolgt, nutzt es nichts, wenn man spontan das richtige Mittel erwischt hatte. Oder sehe ich das falsch?
Viele Grüße,
Rine

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