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Störmittel

Moderator: Angelika

dielaura
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Störmittel

Beitragvon dielaura » 15. Nov 2008, 12:49

Hallo,
ich brauche mal unbedingt eure Hilfe.
Und zwar bin ich seid einem Jahr bei einer Homöopathin in Behandlung und jedes mal wenn sie mir ein homöopathisches Mittel gibt, sagt sie mir welche Sachen ich wärend der Behandllung nciht zu mir nehmen darf damit das Mittel auch wiren kann und nicht die Wikung abgeschwächt oder verhindert wird. Ich glaube kontraindiziert hat sie das genannt.

zB. bei Mercurius s. sollte ich darauf achten dass ich kein Kampher, Kamille und Minze zu mir nehme. Bei Natrium muriaticum sollte cih nur auf Kamille und Kampher achten, Minze war egal.

Jetzt meine Frage: Wie finde ich raus wenn ich ein Mittel nehme welche Stoffe ich meiden muss bzw. wo steht das geschrieben? Das man Kampher meiden sollte gilt ja glaube cih für alle Stoffe aber wo steht das ich zb. Minze bei Mercurius. s. meiden sollte?
Es gibt ja in der materia medica bzw. in solchen Nachschlageweken zu Arzneimittelverwandschaften immer die Angabe Antidote oder Antidotiert aber hier konnte ich zb. für Natrium Muriaticum nur "champhora(=Kampfer)" aber nicht Kamille finden. Geht man da überhaupt so ran? Oder steht das unter einer anderen Rubrik?

Ich frage das deshalb weil ich jetzt Sulphur nehmen möchte und nicht weis welche Stoffe ich meiden soll.Und ich habe derzeit absolut kein Geld schonwieder zu meiner homöopathin zu gehen. ( Und bitte jetzt keine Grunddiskussion darüber dass man sich nicht selber ein Mittel verschreiben sollte).

Also vielen Dank im Vorraus
LG Laura


pierroth
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Re: Störmittel

Beitragvon pierroth » 16. Nov 2008, 11:24

Hallo Laura,
so ganz kann ich Dir diese Grundsatzdiskussion nicht ersparen... ;)
Es wäre mehr als unlogisch in eine laufende hom. Behandlung selbst irgendein Mittel zu nehmen, zumal man sich selbst sehr schwer bis gar nicht objektiv beurteilen kann und Du u.U. den ganzen Verlauf durcheinander bringen könntest. Die Hom. ist keine "harmlose" Zuckerkügelchentherapie, es ist eine Medizin.
Was Deine Frage angeht: es gibt Bücher über sog. Arzneimittelbeziehungen, z.B. von A.Rebmann, in dem die Nahrungsmittel aufgelistet sind, die man meiden sollte (stehen aber nicht in allen Arzneimittelbeziehungen drin).
Kampfer ist für fast alle hom. Arzneimittel ein Antidot.
Ansonsten macht "die Menge, dass ein Ding ein Gift sey...". Ich kann also durchaus eine Tasse Kaffe am Morgen trinken, ohne, dass z.B. Sepia davon in seiner Wirkung beeinflusst wird. Wenn es das richtige Mittel ist, dann wird es auch trotz Kaffee wirken. Wenn ich natürlich über den Tag verteilt 1-2 l Kaffee trinke, dann kann es durchaus sein, dass mein Mittel antidotiert wird. Es gibt aber auch andere Begebenheiten, die ein Mittel antidotieren können, wie z.B. Schock/Schreckerlebnisse oder kaltes Baden oder zuviel Salzgenuss usw.

LG Pierroth

dielaura
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Re: Störmittel

Beitragvon dielaura » 17. Nov 2008, 00:38

Hallo pierroth,
vielen vielen dank für dene Antwort!
Das die Homöopathie nicht zu unterschätzen ist , ist mir absolut klar, zumal ich auch shcon große Erfolge hatte. Ich docktere auch nicht einfach wild drauf los. Bei dem letzten Gespräch mit meiner Homöopathin hat sie schon genuschelt das bei mir wohl das Sulphur doch ganz angebracht wäre.Sowas macht sie öfter und wenn cih das nägste mal da bin verschreibt sie mir das Mittel dann von dem sie vorher shcon gesprochen hat und das kostet mich jedes mal 60-80€
Da ich selber shcon seid nem Jahr in Homöopathiebüchern lese und jedes mal denke das Sulphur auf meinen Fall so gut passt will ich das jetzt endlich ausnutzen denn ich stehe mit meinen Symptomen ziemlich unter seelischem Stress.

Ich würde mir sehr gerne das Buch von A. Rebmann oder ähnliches besorgen finde das aber im Internet nirgens. Kannst du mir einen Link geben oder vielleicht Titel/ISBN damit ich das im Buchhandel bestellen kann? Oder mir auch sagen welche Mittel speziell bei Sulfur verboten sind?
"Es gibt aber auch andere Begebenheiten, die ein Mittel antidotieren können, wie z.B. Schock/Schreckerlebnisse oder kaltes Baden oder zuviel Salzgenuss usw."
Das ist sehr interessant! Würde bei mir einiges erklären.
Gibt es dazu irgendwelche Links oder Bücher wo man mehr erfahren kann?

Ich habe mal die Erfahrung gemacht das bei mir CHX- Dentalgel die Wirkung von Natrium muriaticum wieder zu nichte gemacht hat. Was hat es damit auf sich?

Wie sieht es mit Antibiotikern aus? Beeinträchtigen die dei homöopathische Wirkung?
LG Laura :wink:

dielaura
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Re: Störmittel

Beitragvon dielaura » 3. Dez 2008, 14:12

Ich habe mir jetzt das Buch von Rehman besorgt. Leider habe ich dort zwar Lebensmittel gefunden, die man bei ensprechenden Mitteln nicht zu sich nehmen sollte aber von zB. Minze bei Mercurius steht immer noch nichts.
Wie ernst sollte man das nehmen wenn dort steht Brot und kartoffeln sollen nicht gegessen werden?
Noch irgendwelche Tipps wo Ich zu Informationen komme?

Vielen Dank

pierroth
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Re: Störmittel

Beitragvon pierroth » 4. Dez 2008, 07:14

Hallo,
grundsätzlich sollte man alle ätherischen Öle usw. bei einer hom. Behandlung meiden. Ob und in wieweit man diese Empfehlungen befolgen sollte, hängt auch, wie schon erwähnt, von der Menge ab.

LG Pierroth

saxpeter
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Re: Störmittel

Beitragvon saxpeter » 6. Dez 2008, 15:12

Hi
noch mal das thema Störmittel
Ich lese gerade in Vithoulkas Homöopathisches Seminar: Esalen seminar Bd2, S. 241f
Da nennt vithoulkas einige Störmittel: z.B
Sepia Essig oder Zitronen
Sulfur Kamille
Natrium mur. Menthol, Pfefferminz
Pulsatilla eventl. fett
Rhus tox kalte Bäder, mehrere Bäder am Tag

Vithoulkas warnt häufig vor Kaffegenuss als Antidot. Andere sagen, dass die normalen 1-2 Frühstückstassen Kaffe ok seien. Was sind da eure Erfahrungen, was sagen eure Homöopathen, HP zum Thema Kaffee?

LG saxpeter


pierroth
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Re: Störmittel

Beitragvon pierroth » 7. Dez 2008, 07:50

Hallo Saxpeter,
wenn das Mittel wirklich passt, werden m.E. 1-2 Tassen Kaffe nichts ausmachen. Die Menge machts. Meine Schwester hat während einer hom. Behandlung 1-2 Liter Kaffee tägl. getrunken und das Mittel hat trotzdem geholfen. Allerdings würde ich von dieser Menge immer abraten. Letztendlich wird ein Hom. dies aber beurteilen können und die Einschränkung des Kaffeegenusses empfehlen, wenn er merkt dass das Mittel nicht den gewünschten Erfolg erzielt. Dazu gehört übrigens auch diese ganzen Capucchino-Getränke...
LG Pierroth

Linny
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Re: Störmittel

Beitragvon Linny » 5. Feb 2012, 17:21

Ich habe zu diesem Thema eine Frage:
Stimmt es, dass Nosoden wie Medorrhinum und Tuberculinum nicht durch Kaffee und Pfefferminz antidotiert werden können?
Also, darf jemand, der eine Nosode als Mittel bekommen hat, in jedem Fall Kaffee trinken und normale Zahnpasta benutzen?

pierroth
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Re: Störmittel

Beitragvon pierroth » 6. Feb 2012, 07:25

Nosoden sind hom. Arzneimittel wie jede andere hom. Arzneimittel auch und können u.U. genauso oder auch nicht durch Kaffee oder Pfefferminz antidotiert werden.
Wo hast Du diese Aussage denn her?
LG Pierroth

Linny
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Re: Störmittel

Beitragvon Linny » 6. Feb 2012, 16:42

Ich habe das von dieser Seite. Da steht bei Medorrhinum und Tuberculinum nur ein Fragezeichen.
http://www.chiron-net.de/Antidotenliste.html
und aus einem Buch, in dem beispielsweise als Antidot von Medorrhinum nur Ipecacuanha gelistet ist.
Deshalb kam in mir die Frage auf, ob die meisten Nosoden nicht durch Kaffee, Campfer und so antidotierbar sind.

pierroth
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Re: Störmittel

Beitragvon pierroth » 6. Feb 2012, 19:36

Ach so....neee....das ist da ganz anders gemeint.
Bei den Antidoten steht ja immer nur das hom. Mittel, was antidotiert. Wenn also als Antidot Coffea stehen würde, dann würde das hom. Arzneimittel Coffea (also potenzierter Kaffee) antidotieren. Selbst wenn Coffea dort nicht stehen würde, dann könnte Kaffee das Mittel also durchaus antidotieren. Ebenso mit Campher. Ich habe es gerade bei den Tieren oft erlebt, dass meine Mittel nicht griffen, weil die Besitzer die Tiere mit campherhaltigen Salben eingerieben haben. Erst als die runtergewaschen wurde, griffen auch die Mittel.
LG Pierroth

marleene
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Re: Störmittel

Beitragvon marleene » 7. Feb 2012, 12:39

Hier ist auch eine Liste mit allgemeinen Antidoten:
http://www.rhus-toxicodendron.com/antidot.html

pierroth
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Re: Störmittel

Beitragvon pierroth » 7. Feb 2012, 14:30

Hm....also diese Liste würde ich jetzt nicht als allgemeingültig ansehen.
Es kommt immer darauf an, um welches Mittel es sich handelt. Wenn ich z.B. Essig lese, dann hat ein essighaltiges Lebensmittel bei bspw. Sepia eine sehr starke antidotierende Wirkung.
LG Pierroth

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Re: Störmittel

Beitragvon Linny » 7. Feb 2012, 15:18

Selbst wenn Coffea dort nicht stehen würde, dann könnte Kaffee das Mittel also durchaus antidotieren. Ebenso mit Campher.
Echt? :o Oh, ich dachte bisher immer, wenn in der Antidotliste zu einem Mittel beispielsweise Coffea steht, dass dann Kaffee gemieden werden sollte. Und wenn Coffea nicht gelistet ist, dann darf man Kaffee trinken.
Kommt das denn in der Praxis häufig vor, dass Kaffee antidotiert?

Also, ich habe die Erfahrung auch schon mal gemacht, aber dass war eine erwünschte Antidotierung. Und zwar, als ich mal durch ein falsches Mittel eine Art Arzneimittelprüfung durchmachte, da hat eine Tasse Kaffee augenblicklich die Symptome zum Verschwinden gebracht.

Aber wie ist das bei einem gut gewähltem Mittel oder Similimum?

marleene
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Re: Störmittel

Beitragvon marleene » 7. Feb 2012, 15:41

Inwiefern die Liste jetzt Anspruch auf Vollständigkeit bzw. Korrektheit hat, kann ich nicht beurteilen. Die Einteilung in Wirkung der Antidote in "stark" bis "sehr gering" halte ich persönlich für recht ungenau. Eine Quelle kann ich dort auch keine finden.
Aber immerhin ist die Auflistung der Antidote recht umfangreich. Ich denke aber viele der dort aufgeführten Stoffe sind hinlänglich bekannt und man sollte generell eher die allgemein wirkende Antidote meiden um jegliches Risiko auszuschließen. Egal ob "stark" oder "gering" wirkend. Besser ist es. Oder?



   

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