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Arzneimittelprüfung??

Moderator: Angelika

torador

Arzneimittelprüfung??

Beitragvon torador » 23. Jul 2005, 11:22

Hallo,

ich beschäftige mich schon lange mit Homöopathie und im Moment fällt mir auf, dass sehr viele Leute gerade sehr übertrieben reagieren. Es wird immer gleich gewarnt, dass man lieber direkt zum "klassischen Homöopathen" gehen soll und ja nicht selber dosieren :roll: Es könnte zu einer Arzneimittelprüfung führen und auch sonst viel "kaputtmachen". Kein Scherz, sowas hör ich momentan dauernd :eek:
Nicht falschverstehen, ich bin auch kein Befürworter von dem unkontrollierten Einsatz aus den Hausapo. zusammen mit einem winzigen Büchlein :roll:
Aber wie oft treten wirklich Arzneimittelprüfungen auf?? Oder andere negative Nebenwirkungen??
Mich interessiert die Frage wirklich! Wie oft habt Ihr das schon beobachtet??
Würde mich über Erfahrungsberichte freuen!!

Manchmal denke ich die "klassische" Homöopathie hat gerade den Krieg ausgerufen und verbreitet Angst und Schrecken vor der Selbstmedikation?!

Ich wende homöopathische Mittel vorwiegend bei Tieren an und habe persönlich noch keine dieser Auswirkungen beobachten können.
Bin aber auch "nur" TA und kein "allwissender" THP mit Spezialisierung auf Klassische Homöopathie :razz:

Sollte eigentlich nicht böse klingen, aber die ganzen Warnungen aus diversen (nicht dieses) Foren nerven mich zur Zeit sehr!

LG, Eva *die gespannt auf Erfahrungsberichte wartet*


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Rosenfee
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Beitragvon Rosenfee » 23. Jul 2005, 11:43

hallo Eva,

bezieht dein Beitrag sich jetzt auf Anwendung der Homöopathie bei Tieren
oder bei Menschen?
Wäre wegen der Einordnung des Themas schon wichtig zu wissen - nicht dass wir aneinander vorbeireden.

MfG
Rosenfee

torador

Beitragvon torador » 23. Jul 2005, 11:57

Hallo Rosenfee,

eigentlich interessiert es mich generell :lol: Bei Mensch und Tier!!
Wollte nur mal ein paar Erfahrungsberichte sammeln, da ich sonst immer nur höre "beim Sohn der Schwester meiner entfernten Bekannten......" ist das auch mal vorgekommen :eek:
Erfahrungsberichte aus erster (oder zweiter) Hand wären mal schön!
Sicher gibt es sie, aber ich glaube nicht so oft :wink:

LG, Eva

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*brigitte*
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Beitragvon *brigitte* » 23. Jul 2005, 12:58

Hallo Eva,

ich kann Dir nur aus meiner Sicht und Erfahrung ein bißerl dazu sagen - an meinen Patienten habe ich nie eine Prüfung gesehen, das Mittel wird ja sorgfältig ermittelt :)

Persönlich habe ich einmal unbewusst und einige Male bewusst eine Mittelprüfung erlebt/gemacht, wobei einmal eine einmalige Hochpotenz ausreichte und die anderen Male Hochpotenzen (in steigender Potenzierung) bewusst von mir genommen wurden.

Allerdings hat eine meiner Patientinnen vor einer Konsultation bei mir mehrere Male mit Ihrem Sohn solche Prüfungen "gemacht" - sie gab ihm in Unkenntnis gegen verschiedene Probleme eigenständig C30-Potenzen, die sie öfter wiederholte :eek: und den Sohn damit in die Mittelprüfung brachte. Von so etwas kann ich nur abraten.

Ansonsten kenne ich aus Kollegenkreisen nur "eigene" Mittelprüfungen, die bewusst durchgeführt wurden :)

Schönes Wochenende und liebe Grüße :wink: Brigitte

torador

Beitragvon torador » 23. Jul 2005, 13:12

Danke Brigitte,

genau auf solche Antworten hab ich gehofft!
Das es solch "ungewollten" Prüfungen gibt steht außer Frage! Bin gespannt, ob sich noch mehr Leute melden 8)

LG, Eva

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*brigitte*
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Beitragvon *brigitte* » 23. Jul 2005, 13:34

Gern geschehen, Eva,

ich gehöre auch zu den Leuten, die ab und zu warnen :-? aber halt im Rahmen der Eigenmedikation wie Du gesagt hast - eine Hausapotheke mit C30-Potenzen kaufen, irgendein kleines Büchlein dazu und dann drauf los therapieren :)

Sonst denke ich, je mehr Menschen sich wirklich mit Homöopathie beschäftigen, desto besser - schließlich soll das alles andere als ein Schreckgespenst sein :) dazu ist es einfach zu gut!

Wünsch Dir was, LG, Brigitte


P. Kluge
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Beitragvon P. Kluge » 24. Jul 2005, 16:15

Hallo ihr Zwei,

Ich denke, das eine homöopatische Behandlung einer hohen Verantwortung bedarf. Ich habe mich jetzt schon ein paar Jahre in die Materie eingelesen und behandel meine Kinder mit Erfolg, vielleicht habe ich Glück gehabt, das es nie zu einer Mittelprüfung gekommen ist, vielleicht war ich aber auch so umsichtig und verantwortungsvoll, da ich so lange gesucht habe, bis ich mir 100% sicher war, bevor ich das Mittel gegeben habe. Weiter habe ich mich bei kritischen Mitteln, bei meiner damaligen Homöopathin rückversichert. Mich selbst behandel ich kaum, da man sich wirklich nicht objektiv sieht. Bei meinem Mann habe ich auch nur mässigen Erfolg, aber immerhin ab und zu hat es geholfen.
Tiefgreifende Therapien überlasse ich nur einem erfahrenen Homöopathen, ich denke das gehört zur Verantwortung dazu.

Lieben Gruss Perle :wink:

Aniere
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Beitragvon Aniere » 25. Jul 2005, 12:00

Hallo torrador,
der Hinweis gehe bitte zu einem Therapeuten finde ich gut, denn in den Foren oder hier ist doch auch häufig so:" Ich habe Heuschnupfen, welches Mittel muss ich nehmen."
Ich finde hier sollte man die Menschen sensibilisieren, das Homöopathie so nicht funktioniert. Ja es geht um Beobachtung und die Beobachtung wenn es um mich selbst geht lässt doch machmal sehr zu wünschen übrig und ich habe nun mal viele blinde Flecken, also gehe ich zum Therapeuten, damit er über den Tellerrand schaut. Gerade innerhalb der eigenen Familie macht es in der Regel Sinn so zu verfahren.
Gruß Aniere

torador

Beitragvon torador » 25. Jul 2005, 18:21

Hallo Aniere,

sicher sollen die Leute zum Fachmann, da hab ich auch nichts gegen gesagt! Mich interessiert die Häufigkeit der "Zwischenfälle" bei denen es wirklich zu einer Arzneimittelprüfung kommt!!!
Ich hör halt immer mehr von Leuten Sprüche wie " Hömoöpathie ist nicht ungefährlich!! Auf keinen Fall selber behandeln!" etc. und darum wollte ich mal nachfragen, wie oft solche Fälle bei Euch in der Praxis sind?!
Ich persönlich kenne hat keinen Fall in dem Homöopathie wirklich geschadet hat!
(außer durch Ignoranz der Therapeuten, die nicht bereit waren Fälle an die Schulmedizin abzutreten :evil: )
Scheinbar sind bei Euch ja auch nicht so viele bekannt, sonst wären hier bestimmt mehr Antworten 8)

LG, Eva

Ein Bsp. aus dem Pflanzenreich hab ich auch:
Bei uns war mal eine Mutter die hat ihrem Kind jeden Tag 1 liter Kamillentee zu trinken gegeben :o Weil der doch beruhigend wirkt :roll:

Isa
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Beitragvon Isa » 25. Jul 2005, 22:37

Hallo torador

Mir geht es ähnlich wie dir. ;)
Die Hauptinformationen der homöopathischen Beiträge scheinen mir immer nur zu sein: "Geh zum Homöopathen, sonst ergeht es dir schlecht"

Ich kann ja verstehen, dass der Heilpraktiker um seine Kunden fürchtet, wenn sich jeder selber therapiert. Aber dennnoch glaube ich, dass das dem Berufszweig nicht förderlich ist.
Angst ist kein guter Ratgeber.

Auch ich beschäftige mich schon seit einiger Zeit intensiv mit der Homöopathie und weiß daher wie schwierig es ist, das richtige Mittel zu finden.
Ich bin aber im Gegensatz zu den meisten Menschen der Überzeugung, dass homöopathische Mittel,.........vorausgesetzt es sind keine zu niedrigen Potenzen in denen noch zu viel Substanz vorhanden ist...........
keinen Schaden anrichten können.
Entweder ist ein Empfänger vorhanden, der mit dem gesendeten Mittel etwas anfangen kann und dies dann auch tut.........oder es ist kein Empfänger da, dann wird die Sendung halt nicht zugestellt. ;)

Weder bei mir, noch bei anderen, habe ich jemals eine negative Auswirkung nach der Einnahme eines homöopathischen Mittels erlebt........und ich habe schon einiges ausprobiert. :)

Entweder hat es geholfen, oder es hat sich gar nichts getan.

Liebe Grüße
Isa

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Beitragvon Devi » 26. Jul 2005, 00:24

Mich beschäftigt das Thema auch seit einiger Zeit...

Klassische Homöopathen sind ja strikt dagegen, dass in Zeiten der Behandlung z.B. Kaffee getrunken oder mit mentholhaltiger Zahnpasta geputzt wird.

Wäre dann ein möglicher Schaden einer beginnenden Arzneimittelprüfung nicht ganz einfach durch einen kräftigen Atemzug aus der Kaffeedose, an Kampfer oder Menthol zu stoppen?

Ich erinnere mich, dies mal in einem Homöopathiebuch gelesen zu haben, in dem es Tipps für den experimentierfreudigen Homöopathen gab...

Devi :wink:
All diese Angaben erfolgen ohne Gewähr und sind rein persönliche Meinungen!

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Rosenfee
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Beitragvon Rosenfee » 26. Jul 2005, 06:07

Wäre dann ein möglicher Schaden einer beginnenden Arzneimittelprüfung nicht ganz einfach durch einen kräftigen Atemzug aus der Kaffeedose, an Kampfer oder Menthol zu stoppen?
Hallo Devi,

ich persönlich habe da andere Erfahrungen gemacht ;) - ich hab es ausprobiert - und hatte absolut keinen Erfolg bei mir damit - weder Kaffee noch Pfefferminze noch Kampher stoppen bei mir Arzneimittelprüfungen ;) .
Bei meiner Vorliebe für Kaffee/Capuccino/Espresso und ätherische Öle dürfte bei mir eigentlich kein klassisch homöopathisches Mittel helfen :D -aber weit gefehlt :D.
Diese Beobachtung ist aber nicht auf jeden übertragbar ;) .

LG
"experimentierfreudige" Rosenfee

Isa
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Beitragvon Isa » 26. Jul 2005, 07:51

Hallo Rosenfee

Auch ich kann nur bestätigen, dass mir ein Mittel hilft, trotz Kaffeegenuss und Zahnpasta.

LG Isa

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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 26. Jul 2005, 08:01

.. bei mir trotz Kaffee, Espresso, Zahnpasta, Zigeretten, Bierchen und Wein in Maßen wirken die Mittelchen...
MfG
Kräuterfee

sam2
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Beitragvon sam2 » 26. Jul 2005, 09:17

Hallo!

Also - eine echte Arzneimittelprüfung habe ich, denke ich, auch noch nicht durch. Aber ich hatte mal meine experimentierfreudige Phase mit homöopathischen Mitteln. Alles nur D6 und D12 Potenzen. Irgendwann hatte ich das Gefühl, alles nur zu verschlimmbessern. So ein diffuses Gefühl, daß es mir nicht gut geht und auch nicht gut tut, wenn ich mich auf eigene Faust behandele. Seitdem bin ich einfach etwas zurückhaltender geworden, prüfe, ob denn nun wirklich ein Mittel nötig ist, oder ob meine Zipperlein nicht auch mit anderen Methoden weggehen. Ich glaube, damals, das war eine Folge der Häufigkeit - jeden zweiten Tag irgendwas eingeschmissen - das kann ja nicht gut gehen :o

Bei Erkältung, Magenverstimmungen und Co. bin ich inzwischen ein echter Freund von Komplexmitteln geworden. Aber alles, bei dem ich denke, dort bräuchte ich tiefergreifende Hilfe, überlasse ich meinem Arzt oder HP.

lg,
sam



   

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