homöopathie und mondphasen???

Moderator: Angelika

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penelope-ann
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homöopathie und mondphasen???

Beitrag von penelope-ann »

sagt einmal ihr lieben: gibt es eine bestimmte mondphase, wo homöopatische mittel besonders gut wirken????z. b. vollmond oder abnehmender mond??? oder vielleicht einzelne sternzeichen???z. b. wenn der mond im feuer-sternzeichen löwe steht oder so???hat jemand damit erfahrungen??? seid lieb gegrüßt....

SeeBär
Beiträge: 812
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Mondphasen...

Beitrag von SeeBär »

Moin penelope-ann....

Betrachte einmal die 4 grundlegenden Mondphasen:
- Neumond : Sonne und Mond stehen auf einer Linie. Der Mond ist nicht zu sehen. Alles in der Natur liegt still und regt sich nicht.

- Viertelmond, zunehmend. Der Mond liegt von der Erde aus gesehen in einem 90° Winkel zur Sonne und ist zunehmend. Eine gute Zeit für Neuanfänge.

- Vollmond - Der Mond reflektiert das Licht der Sonne vollkommen. Der Mond hat seinen größten Umfang erreicht. Es ist Zeit für das Ernten und Feiern.

- Viertelmond, abnehmend. Der Mond steht wieder im 90° Winkel zur Sonne, diesmal abnehmend. Nun kann man etwas abrunden, loslassen, zu Ende bringen.

Diese Mondphasen symbolisieren den Zyklus von Geburt, Erwachsensein , Alter und Tod. Diese Mondphasen beeinflussen neben den Meeresgezeiten Ebbe und Flut auch die Körpersäfte, den Hormonhaushalt und den weiblichen Menstruationszyklus. Auch beeinflusst der Mond die Emotionen.

Wenn Du dieses Wissen umsetzt auf eine homöopathische Therapie, ist es am sinnvollsten die Einnahme am Viertelmond, zunehmend , zu beginnen und die Therapieerfolge bei Vollmond zu kontrollieren. Beenden der Einnahme dann bei Viertelmond, abnehmend.
Über eine Neumondphase hinweg nimmst Du das Homöopathikum bei Langzeittherapie natürlich weiter.

Einen herzlichen Gruß vom Meer

SeeBär :wink:

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*brigitte*
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Beitrag von *brigitte* »

Liebe Penelope-Ann,

in der klassischen Homöopathie richtet man sich nicht nach den Mondphasen, wobei ich nicht bei anderen Heilmethoden den Mond "unwichtig" nehmen will - aber der Denk- und Heilungsansatz nach Hahnemann geht einen anderen Weg - d. h. kein mir bekannter Homöopath richtet sich nach "Ebbe und Flut", Vollmond oder Viertelmond - wobei ich hier nur für die klassische Homöopathie spreche (sprechen will).

Liebe Grüße :wink: Brigitte

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Rosenfee
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Beitrag von Rosenfee »

Hallo Ihr,

Jetzt gebe ich auch noch meinen Senf dazu ;) , außerhalb der klassischen Homöopathie ;) :

Im Bereich der Kompexmittelhomöopathie/Spagyrik können zum Beispiel Ausleitungsverfahren durchaus mit den Mondphasen kombiniert werden. Hier wird häufig eine Woche vor Vollmond begonnen, und auf das Ausleitungsverfahren vorbereitet, an Vollmond wird die Ausleitung noch einaml neu angepaßt, über genau vier Wochen bis zum nächsten Vollmond durchgeführt - eine andere Möglichkeit besteht wie Seebär bereits anschaulich beschrieben.

Auch in der anthroposophischen Medizin spielen Rhytmen und Mondphasen eine wichtige Rolle - dies beginnt bereits mit der Ernte der entsprechenden Heilpflanzen an bestimmten Tagen und zu bestimmten Tageszeiten - setzt sich in der Herstellung der Heilmittel fort (die auch wieder Tages- und Nachtrhythmen unterworfen werden) und endet letztendlich in Heilmitteln, die zum Teil auch homöopathisch potenziert sind.

Ich hoffe, dass Brigitte mir jetzt auch noch einen Ausflug in die Schüßler-Salze verzeiht ;) : Auch hier gibt es Ansätze über den Einsatz in Kombination mit Mond oder auch astrologischen Komponenten: eine Diskussion findet sich bereits hier:
http://www.natur-forum.de/forum/viewtop ... light=mond

Einbezug astrologischer Komponenten und Zuordnungsbeobachtungen von körperlichen Schwachpunkten/Veranlagungen zu Sternzeichen kenne ich in ausgeprägterer Form jedoch nur im Bereich der Heilpflanzen.

LG Rosenfee

Carpe Diem
Beiträge: 3
Registriert: 5. Aug 2005, 16:13

Beitrag von Carpe Diem »

Hallo liebe Brigitte,

nun muss ich doch nachfragen da ich etwas irritiert bin.

Was ist den mit Boger und dem Buch "Zeit-Repertorium der Arzneimittel

mit Mondphasen".

Boger war doch auch ein klassischer Homöopath und ich lerne derzeit das ich auf die Mondphasen achten soll, gerade bei chronischen Krankheiten die periodisch z.B alle vier Wochen auftreten, wo man doch evt. einen Bezug auf die Theorie von Boger nehmen kann.

Liebe fragende Grüsse :-)
Carpe Diem Nutze den Tag !

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*brigitte*
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Beitrag von *brigitte* »

Guten Morgen, Carpe Diem :)

natürlich ist die Periodizität ein wichtiger Bestandteil auch für mich in den Repertorien, und ich weiß auch, dass es eine Menge verschiedener Ansätze auch in der klassischen Homöopathie gibt. Ich spreche dem Mond bzw. der Chronizität da gar nix ab (noch dazu als Krebs mit dem Mond als mein Planetenzeichen :D ).
Ich kann auch nur meine persönliche Anschauung hier vertreten, und ich gehe wie die "alten" Klassiker Hahnemann und Kent, aber auch Spinedi (soweit ich weiß) und den ich ganz besonders schätze, in der Zeit der Mittelgabe gerade bei Konstitutionsmitteln und Hochpotenzen nicht nach den Mondphasen - wohlgemerkt, ich persönlich, und ich habe da auch noch keinen Therapieunterschied gemerkt. Bei den Konstitutionsmitteln geht es doch nicht generell um "Ausleiten" oder "Entgiften" - oder andere Themen, die auch bei Niedrigpotenzen und Schüßler-Salzen oder Komplexmitteln eine Rolle spielen, diese sind ja auch organotrop.
In der klassischen Homöopathie haben sich seit Hahnemann ja viele verschiedene Richtungen entwickelt.

Tja, wie gesagt, das gilt für meinen homöopathischen Denkansatz - mit Boger habe ich mich noch nicht ausführlicher beschäftigt, sollte ich vielleicht mal.

Einen schönen Sonntag wünsche ich Dir und liebe Grüße :wink: Brigitte

SeeBär
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Guter Mond...

Beitrag von SeeBär »

Nun liebe Brigitte...an der Schule für Heilpraktik und Homöopathie habe ich zwar auch die klassische Homöopathie unterrichtet bekommen...aber es fällt mir gar nicht schwer, andere Aspekte - wie eben die Sichtweise des guten alten Mondes - mit Naturheilverfahren zu kombinieren... Mondphasen mit Humoraltherapie - Mondphasen mit Ausleitungsverfahren - Mondphasen und Ayurveda - Mondphasen und Phytotherapie ( hier insbes. auch das Ernten und Verarbeiten von Pflanzen / Kräutern ) - und eben auch Mondphasen und Homöopathie -
wir können natürlich immer brav am Dogmatismus unserer Ausbildungen festhalten ( bei uns wird nach Lehrbuch gelehrt und gearbeitet, bei uns wird auch Technik gelehrt ) aber ein wenig mehr Arbeiten aus dem Bauch , ein wenig mehr Hören auf den Bauch, eben ein wenig mehr Intuition tut uns allen sehr gut - lässt uns neben traditioneller Ausbildung auch über den Tellerrand schauen und von anderen Tellern kosten, lässt uns ebenso experimentieren und nach vorne gehen...
Im Ayurveda allein haben Mond und auch Sonne einen so wichtigen ( auch energetischen ) Anteil, dass ich dieses Wissen umsomehr mit in andere Verfahren einfließen lassen werde... Bei einer Sonnenfinsternis wie gerade im Oktober in Indien erlebt, verbleibt mensch in Nord -Indien z.B. während selbiger für 3 Stunden in geschlossenen Räumen ( ich habe die Zeit im Tempel verbracht ) um sich nicht der negativen Energie auszusetzen, die bei einer Sonnen - aber auch Mondfinsternis entstehen soll.
Einen lieben Sonntags Gruß
SeeBär :wink:

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paul
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Beitrag von paul »

Es tut mir Leid .. Mond hin oder her .. Tellerrand hoch oder nieder .. wenn ich einen Patienten in meiner Praxis habe, der aufgrund seiner Erkrankung umgehend (homöopathisch) behandelt werden muss … ist mir die Phase des Mondes ziemlich egal; dann habe ich leider nicht die Zeit, auch noch zwei oder drei Wochen auf einen günstigen Mondstand zu warten. Und vor eventuellen schädlichen Energien bei Mondfinsternis kann man m.E. genauso wenig fliehen, wie vor der hohen kraftvollen Energie des Vollmondes; die lässt sich auch von geschlossenen Fenstern und Türen nicht abschrecken.

Aber wie auch immer; die eigene Philosophie und Denke muss zwar nicht immer die Beste sein ... aber es soll jeder so machen, wie er/sie es mit seinem/ihrem gesammelten Erfahrungsschatz vereinbaren kann.
Gruß: Paul

Wer anders ist der Feind der Natur, als der sich für klüger hält als sie, obwohl sie unser aller höchste Schule ist? (Paracelsus)

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*brigitte*
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Re: Guter Mond...

Beitrag von *brigitte* »

SeeBär hat geschrieben:...aber ein wenig mehr Arbeiten aus dem Bauch , ein wenig mehr Hören auf den Bauch, eben ein wenig mehr Intuition tut uns allen sehr gut - lässt uns neben traditioneller Ausbildung auch über den Tellerrand schauen und von anderen Tellern kosten, lässt uns ebenso experimentieren und nach vorne gehen...
Ach Seebär, wenn Du wüsstest, wie oft und gerne ich aus dem Bauch heraus denke, fühle und handle - manchmal denke, fühle und handle ich viel zu viel so - die hier Bild kann man getrost als mein Spiegelbild sehen :D

Nichts desto trotz habe ich in meiner nun über 25-jährigen Beschäftigung mit der Homöopathie und der Arbeit damit die Erfahrung gemacht, dass in Punkto klassischer Homöopathie die Mondphasen eben nur ihre Wichtigkeit in der Repertorisation haben - und was die Akutfälle, die dringenden Dinge und das "Entgehen" von starker oder negativer Energie angeht, stimme ich Paul zu, und das hat für mich auch nix mit "über den Tellerrand schauen" zu tun...

Und ich spreche ja auch, wie erwähnt, dem Einfluss des Mondes auf viele andere Therapiemöglichkeiten nichts ab - und experimentiere auch sehr gerne...

Ich wünsche Dir einen schönen, sonnigen und friedlichen Sonntag und Grüße vom herbstlichen Chiemsee :wink: Brigitte

Gesunde Pfanne ..
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