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Verbot und Einschränkung von Heilpflanzen

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Moderatoren: Angelika, MOB

angeo
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Wichtig! Epetition gegen das Verbot von Heilpflanzen

Beitragvon angeo » 31. Okt 2010, 22:16

https://epetitionen.bundestag.de/index. ... tion=14032

Text der Petition

Der Deutsche Bundestag möge beschließen ...dass das Verkaufsverbot von Heilpflanzen in der EU
ab dem 1 April 2011 in Deutschland nicht greift.

Laut Europäischer Richtlinie zur Verwendung traditioneller und pflanzlicher medizinischer Produkte (THMPD) wird der Verkauf und die Anwendung von Naturprodukten stark eingeschränkt.

Begründung

Es handelt sich um eine Richtlinie der EU zur Vereinheitlichung des Zulassungsverfahrens für traditionelle Kräuterzubereitungen, die medizinisch eingesetzt werden. Damit werden Naturprodukte zu medizinischen Produkten umdeklariert, die zugelassen werden müssen. In allen EU Länder wird es dann verboten sein Heilkräuter oder Pflanzen zu verkaufen, die keine Lizenz haben.
Naturstoffe , denen man eine Heilwirkung zuschreibt werden nicht mehr als Lebensmittel eingestuft, sondern als Arznei. Nur was man patentieren und mit einer Schutzmarke im Handel monopolisieren kann ist erwünscht. Was einfach in der Natur wächst ist illegal.
Unsere Gesundheit wird dadurch nicht geschützt, sondern es werden die Umsätze und Profite der Grosskonzerne gesichert. Wir sollten selber entscheiden was gut für uns ist und welche Mittel wir nehmen, ob chemische Bomben oder sanfte Naturheilmittel.
Dadurch erfahren auch Krankenkassen eine Erleichterung weil immer mehr Leute dazu übergehen, Naturprodukte ohne Rezeptschein zu kaufen.


sangam
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bitte mitmachen!Naturpräparate bald nicht mehr erhältlich?!

Beitragvon sangam » 1. Nov 2010, 13:26

Künftig werden Nahrungsergänzungsmittel nicht mehr als Lebensmittel eingestuft, sondern als "Zusatzstoffe", die einer Einzelfall-Zulassung bedürfen. Das jedenfalls will das deutsche Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV).

Wenn der in dieser Sommerpause eingebrachte Gesetzentwurf Wirklichkeit wird, dann werden rund 36 Millionen deutsche Verbraucher Nahrungsergänzungsmittel vorwiegend nur noch auf dem grauen Markt kaufen können.

Im Schutz der parlamentarischen Sommerpause hat das BMELV einen Gesetzentwurf vorgelegt, der mit scheinbar kleinen Änderungen gewollt oder ungewollt immense Auswirkungen auf einen ganzen Industriezweig und mehr als ein Drittel der Deutschen haben wird. Nahrungsergänzungsmittel sollen nach dem Willen des Ministeriums nicht länger Lebensmittel, sondern Zusatzstoffe sein.
Würde das Gesetz so angenommen, würde jedes Nahrungsergänzungsmittel, jedes diätische Lebensmittel einer bürokratischen Zulassung bedürfen.
Mit diesem Vorgehen des BMELV wird nicht nur die bisherige Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichtes ins Gegenteil verkehrt, sondern auch gegen das übergeordnete europäische Recht verstoßen.
Was nun?
Gegen Gesetzentwürfe können Einsprüche erhoben werden. Und diese Möglichkeit bitten wir Sie dringend zu nutzen.
Die Einspruchsfrist gegen die Gesetzesänderung ist sehr kurz gesetzt und läuft am 31. August 2010 aus. Deswegen benötigen wir dringlich Ihre Hilfe.
Je mehr Menschen gegen den falsch verstandenen Verbraucherschutz protestieren, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Gesetzentwurf zurückgezogen wird.
Was tun!
Sagen Sie "Nein".
Sagen Sie Nein, wie es zum Beispiel der Heilpraktikerverband Rheinland oder die European Federation of Naturopathy e.V. tut.
Wehren auch Sie sich
- gegen eine Bevormundung unter dem Deckmantel des Verbraucherschutzes
- gegen einen deutschen Alleingang unter Mißachtung europäischen Rechts
- gegen eine Schädigung eines ganzen Wirtschaftszweiges und den drohenden Verlust von Arbeitsplätzen
Wenden Sie sich jetzt und hier direkt (mit einem vorformulierten) Protestschreiben an das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
http://173033.formmailer.onetwomax.de/
Danke für Ihre Mithilfe
----------------------- ES IST BESCHLOSSEN... :(
Diese Petition ist sehr wichtig
https://epetitionen.bundestag.de/index. ... tion=14032
Bitte mitzeichnen.
Mit dem neuen EU-Gesetz wird schon ab 1. April 2011 fast keines genutzten NEMs, Pflanzen- und Naturpräparate mehr erhältlich sein in Deutschland!
Auch Dinge wie DMSA ,EDTA, die wir als NEM beziehen wird es so wohl bald nicht mehr für Privatpersonen geben.
Das ist quasi das Aus der Selbsthilfe und Selbstheilung in Deutschland wie wir es bisher hier im Forum gemacht haben.
Tut etwas und meldet euch da beim Bundestag an (habe die Datenschutzerklärung schon durch, die Daten werden nicht weiterverarbeitet).
https://epetitionen.bundestag.de/index. ... a;sa=popup
Dann könnt ihr mit einem Klick so viele Petitionen unterschreiben wie Ihr wollt.
Zur Zeit sind es nur 5500 Mitzeichner und es sind 10 mal mehr gebraucht bis in 11 Tagen! Oh weh.
Übrigens: auch aus anderen Ländern als Deutschland darf man sich anmelden und mitunterzeichnen!

Aktion ist angesagt!

SeeBär
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Verbot und Einschränkung von Heilpflanzen

Beitragvon SeeBär » 2. Nov 2010, 11:58

Moin

vielleicht habi Ihr bereits davon gehört das im April 2011 ein EU Gesetz in Kraft tritt, daß den Verkauf von Heilkräutern und Heilpflanzen weitestgehend einschränkt bzw. untersagt. Informationen im Anschluss.

Noch, bzw. zur Zeit liegt eine Petition beim deutschen Bundestag dagegen vor, welche von Euch mit gezeichnet werden kann.

Hier der link:

https://epetitionen.bundestag.de/index. ... tail...032

Die Zeit drängt denn es werden 50000 Unterzeichner bis zum 11.11.benötigt.
Es würde mich freuen wenn Ihr mitmachen würdet und auch möglichst vielen Freunden/ Menschen diese Information weiter gebt .
Der Aufwand beträt nur wenige Minuten. Vielleicht funktioniert Demokratie ja doch.

Herzlichen Gruss vom Meer
SeeBär

Informationen:
Laut Europäischer Richtlinie zur Verwendung Traditioneller und Pflanzlicher medizinischer Produkte (THMPD), wird der Verkauf und die Anwendung von Produkten aus Heilkräutern stark einschränkt. Es handelt sich um eine Richtlinie der EU zur Vereinheitlichung des Zulassungsverfahrens für traditionelle Kräuterzubereitungen, die medizinisch eingesetzt werden. Damit werden Naturprodukte zu medizinischen Produkten umdeklariert, die zugelassen werden müssen. In allen EU Länder wird es dann verboten sein Produkte aus Heilkräuter oder Pflanzen zu verkaufen die keine Lizenz haben.

Die THMPD-Direktive diktiert, dass alle Kräuterprodukte die nicht als Lebensmittel gelten, wie Gewürze, müssen einen THMPD-Registrierung bis April 2011 haben um legal auf dem Markt zu bleiben.

Das bedeutet im Prinzip, alle Naturstoffe die eine heilende Wirkung haben, werden in Zukunft wie eine gefährlich Droge behandelt, die erst auf ihre Ungefährlichkeit geprüft werden muss, was völlig absurd ist. Mit dieser Hürde als Trick wird die Pharmamafia alleine bestimmen was gut für unsere Gesundheit ist. Alternativen sollen verschwinden. Das Motto lautet, was die Natur produziert ist gefährlich, nur was aus dem Labor kommt ist sicher. Mit ihren Lobbyisten welche die EU-Bürokraten überzeugten oder besser gesagt schmierten, haben sie es erreicht. Selbstverständlich wieder mit der Ausrede, es geht nur um unsere Sicherheit und unser Wohl.

Text der Direktive: http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/Lex ... 090:en:PDF

Infos auf Wikipedia: http://en.wikipedia.org/wiki/European_D ... l_Products

rine
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Re: Verbot und Einschränkung von Heilpflanzen

Beitragvon rine » 2. Nov 2010, 12:31

Und als nächstes werden die Wiesen abgebrannt, damit ja keiner mehr die Kräuter in der Natur sammeln kann, oder wie....? :evil:
Viele Grüße,
Rine

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rine
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Re: Verbot und Einschränkung von Heilpflanzen

Beitragvon rine » 2. Nov 2010, 14:51

Hm, editieren konnte ich nicht mehr...wie und wer unterscheidet denn dann zwischen Gewürz- und Heilkräutern? Gibt es dann bald keine Knobibutter mehr?
Viele Grüße,
Rine

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SeeBär
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Re: Verbot und Einschränkung von Heilpflanzen

Beitragvon SeeBär » 2. Nov 2010, 16:56

das Problem beginnt bereits mit Trockenpflaumen, soweit der Hinweis erfolgt, dass getrocknete Pflaumen traditionell eine mild abführende Wirkung haben....
:eek: :eek: :eek: :eek: :eek:
SeeBär :wink:

ach ja...wieso kannst Du nicht mehr editieren....also ich war gerade nochmal auf der Seite des Petitionsausschusses und du kannst natürlich noch zeichnen....bis zum 11.11. ist die Zeichenfrist gewährleistet....


rine
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Re: Verbot und Einschränkung von Heilpflanzen

Beitragvon rine » 2. Nov 2010, 18:10

Meinen Beitrag editieren, mitzeichnen konnte ich problemlos :)
Aber bei solche Überlegungen war ich auch schon...Haselnüsse bei Sodbrennen, Ingwer, geriebener Apfel...ich bin sicher, dem Amtsschimmel würden da viele viele Dinge einfallen....
Viele Grüße,
Rine

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SeeBär
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Re: Verbot und Einschränkung von Heilpflanzen

Beitragvon SeeBär » 3. Nov 2010, 10:38

Hier nochmal ein link zur petition:

https://epetitionen.bundestag.de/index. ... tail...032

Mensch muss sich ggf. vorab registrieren....

Gruss SeeBär

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Re: Verbot und Einschränkung von Heilpflanzen

Beitragvon rine » 3. Nov 2010, 12:28

Wie ist es denn dann eigentlich mit Büchern zur Phytotherapie? Kann es da auch zu Problemen kommen oder ist so etwas davon generell losgelöst?
Viele Grüße,
Rine

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SeeBär
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Re: Verbot und Einschränkung von Heilpflanzen

Beitragvon SeeBär » 3. Nov 2010, 12:58

Nun Bücher über Heilkräuter zu besitzen, zu lesen oder gar mit sich zu führen ist wohl nicht das gleiche, wie eine Essenz aus Heilkräutern zu vermarkten...nach dem Genuss eines Miss Marple Krimis, lege ich ja auch nicht gleich jemanden um :eek: ....ausserdem denke ich, dass die EU Richtlinie nicht untersagt, für den eigenen Bedarf Kräuter zu sammeln, daraus etwas zu machen und das Gemachte dann ggf. zu verschenken.... :cool:

Es geht der EU um Vermarktung von pflanzlichen Präparaten.... d.h. gerade die kleinen Hersteller von Pflanzen - und/oder Kräuterpräparaten müssen mit Problemen rechnen, da eine Zulassung als Arzneimittel mit den entsprechenden Studien sehr teuer und kaum leistbar ist.

Gruss SeeBär

rine
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Re: Verbot und Einschränkung von Heilpflanzen

Beitragvon rine » 3. Nov 2010, 14:11

Der Miss Marple-Vergleich gefällt mir ;)

"Spannend" finde ich dabei ja auch, dass diese Studien vermutlich in einigen Fällen auch wieder Tierversuche beinhalten, mit denen dann Dinge bewiesen werden sollen, die schon seit Jahrzehnten bekannt sind oder täusche ich mich da?
Viele Grüße,
Rine

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Re: Verbot und Einschränkung von Heilpflanzen

Beitragvon MaliLucy » 3. Nov 2010, 21:52

Nochmal hochschubs für alle die politikmüde und desillusioniert sind und deshalb noch nicht mitgezeichnet haben...oder es einfach überlesen haben.

Allein seit gestern hat die Petition mehr als 9000 Stimmen bekommen. Es sind jetzt insgesamt schon mehr als 17000. Wir brauchen 50.000 um unserem Unmut in rechtlich bedeutsamer Weise Luft zu machen. Wenn die Teilnahme weiterhin so rege ist, können wir es bis zum 11.11. schaffen. Also ran ans Werk und nachgedacht, wen man vielleicht noch nicht aktiviert hat. :wink:

rine
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Re: Verbot und Einschränkung von Heilpflanzen

Beitragvon rine » 3. Nov 2010, 22:49

Wie sieht das denn dann eigentlich mit Kräuterzusätzen in Cremes und Ähnlichem aus, fällt das dann auch darunter? Die kann man ja schlecht als Lebensmittel verkaufen. :-? Und wenn ich allein daran denke, wieviele Produkte mit Calendula oder Aloe auf dem Markt sind.... :eek:
Viele Grüße,
Rine

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MaliLucy
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Re: Verbot und Einschränkung von Heilpflanzen

Beitragvon MaliLucy » 3. Nov 2010, 23:22

Naja, Calendula und Aloe sind ja schon länger auf dem Markt, vielleicht haben die ja sogar Chancen auf die 15- bzw 30-Jahres-Regelung. Außerdem sind Cremes und so ja eigentlich kosmetische Artikel, die keine Arzneimittel sind (sondern von diesen abzugrenzen)

rine
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Re: Verbot und Einschränkung von Heilpflanzen

Beitragvon rine » 4. Nov 2010, 10:20

Da soll dann schon differenziert werden?
Wobei es ja auch etliche Calendula-Wundsalben gibt, die müssten dann vermutlich ja wieder die Zulassung haben oder unter diese xJahresregelung fallen, hm? :eek:
Das Schlimme ist ja auch, dass vermutlich eh kaum jemand einen Plan haben wird, wie das genau auszulegen ist, so dass spontan vermutlich erst mal eher mehr verboten wird als weniger.
Viele Grüße,
Rine

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