Wie kann man als Neuautor sein Buch verlegen lassen? Suche nach Erfahrungen!

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tuttifrutti
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Wie kann man als Neuautor sein Buch verlegen lassen? Suche nach Erfahrungen!

Beitrag von tuttifrutti »

Meine Schwiegermama interessiert sich schon seit vielen Jahrzehnten für das Zusammenspiel von Ernährung und Gesundheit. Über die Jahre hat sie sich nicht nur intensiv in die Materie eingelesen, sondern auch fleißig Notizen gemacht und Rezepte gesammelt. Seit sie in Pension ist, hat sie sich die Zeit genommen, aus den Notizen und den Rezepten ein Manuskript zu erstellen. Dieses Buch würde sie gerne verlegen lassen.

Da sie von den großen, klassischen Buchverlagen bislang leider keinerlei Rückmeldung erhalten hat, hat sie mich um Rat gefragt. Selfpublishing wäre grundsätzlich eine Option, praktisch aber nicht. Uns beiden fehlen die Erfahrungen, mir aufgrund meiner Berufstätigkeit noch dazu die Zeit. Bei meiner Suche nach Alternativen bin ich auf Dienstleistungsverlage wie den Novum Verlag gestoßen. Ich glaube gelesen zu haben, dass die auch Neuautoren eine faire Chance geben. Wie schätzt ihr diese Option ein? Hat jemand von euch vielleicht sogar eigene Erfahrungen mit dem Buch verlegen lassen?

Tris
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Re: Wie kann man als Neuautor sein Buch verlegen lassen? Suche nach Erfahrungen!

Beitrag von Tris »

Hallo tuttifrutti!
Großartig, dass du deiner Schwiegermama hier helfen möchtest. Das ist wirklich sehr liebenswert von dir.

Was kann man sich denn aber genaueres unter dem Buch deiner Schwiegermutter vorstellen? Wird das eine Art Kochbuch, das ihr da versucht zu verlegen? Vorab sollte ich hier vielleicht erwähnen, dass das Verlegen von Büchern bei einem großen Verlag als Neuautor so gut wie unmöglich ist. Selten werden Neuautoren in Betracht gezogen, denn die Verlage haben meistens schon ihre fixen Autoren und Autorinnen, die sie vermarkten wollen. Dazu kommt dann auch noch das Genre, das viel mitspielt hierbei. Denn nicht jedes Genre passt zu jedem Verlag. Innerhalb des Genres kommt es dann auch auf den Inhalt der Geschichte an, denn die Verlage wollen natürlich nur ausschließlich verlegen, was gerade am Buchmarkt beliebt ist und was demnächst wieder in Mode kommen könnte. Da hat leider nicht jeder Inhalt Platz. Als Vergleich: JK Rowling wurde von duzenden Verlagen abgelehnt und sie hat uns die wunderbaren Geschichten von Harry Potter geschenkt.

Das heißt leider nicht, dass deine Schwiegermutter ein Rowling-Fall ist. Kann natürlich sein, aber die Wahrscheinlichkeit ist eher gering - vor allem bei dieser Art von Thema. Da wäre die Überlegung von Eigenverlag oder Dienstleistungsverlag sehr angebracht. Die Frage hierbei ist jedoch nun, welches sich denn besser für deine Schwiegermama eignet. Wenn weder sie noch jemand in ihrem unmittelbaren Umfeld Erfahrungen mit dem Verlegen im Eigenverlag gemacht hat, ist es vielleicht besser das Projekt einem Profi zu überreichen. Und da habt ihr mit dem Novum Verlag sowieso einen der besten gefunden.

Jedoch solltet ihr euch nochmal gründlicher über das Verlegen informieren. Damit ihr generell wisst, wie das abläuft und was ihr euch darunter vorstellen bzw. erwarten könnt.

tuttifrutti
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Re: Wie kann man als Neuautor sein Buch verlegen lassen? Suche nach Erfahrungen!

Beitrag von tuttifrutti »

Also direkt eine Art Kochbuch ist es nicht, eher eine Mischung aus Ratgeber und Sachbuch, das auch Rezepte beinhaltet. Dass große, klassische Buchverlage am liebsten nur Büchern eine Chance geben, bei denen ein kommerzieller Erfolg wahrscheinlich ist, habe ich erst heute wieder gelesen. Schade, weil da so viele gute Werke einfach durchrutschen. Aber es freut mich zu lesen, dass du alternative Optionen ein Buch verlegen zu lassen auch gut findest, ich werde meiner Schwiegermama nahelegen einfach mal Kontakt aufzunehmen. Danke dir für deine Antwort, wäre lieb, wenn du in der nächsten Zeit die Daumen drücken würdest!

Tris
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Re: Wie kann man als Neuautor sein Buch verlegen lassen? Suche nach Erfahrungen!

Beitrag von Tris »

Eine gute Idee, dass sie zu dem Verlag mal Kontakt aufnimmt. Ich denke, vorher einmal anzurufen und sich zu erkundigen ist schon ein Schritt in die richtige Richtung (der auch von ihr kommen sollte ;))

Ich wünsche ihr auf jeden Fall viel Erfolg bei ihrem Vorhaben!

Kastanie
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Re: Wie kann man als Neuautor sein Buch verlegen lassen? Suche nach Erfahrungen!

Beitrag von Kastanie »

Hallo zusammen,

wie bereits schon genannt, kann man sein Buch über mehrere Wege veröffentlichen und zwar über eine Agentur, einen Verlag oder durch das Self Publishing.

Welchen Weg man jetzt einschlägt, kann jeder für sich selbst entscheiden, ich würde immer dazu raten, zuerst den Verlag zu wählen, dann eine Agentur und erst im letzten Schritt auf Self Publishing zu setzen.

Am besten man holt sich professionelle Hilfe, ich habe sehr gut Erfahrungen mit diesem Verlag gemacht: https://aktuell-nachrichten.com/

Die meisten Verlage haben sich auf ein bestimmtes Genre spezialisiert, wenn das eigene Buch zu den Genres passt, die der Verlag veröffentlicht, dann sollte man sich an diesen Verlag wenden. Es dauert meistens einige Zeit bis man Antwort von den Verlagen erhält, das ist ganz normal.

Wichtige Faktoren, an die man zusätzlich denken muss, wenn das Buch, bzw. die Geschichte fertig ist (oder wenn man glaubt mit allem fertig zu sein):

- einen guten Titel finden
- einen guten Klappentext erstellen
- auf jeden Fall nochmal Korrektur lesen lassen
- Das Design des Covers und des Buchinneren
- den Preis festlegen

Wünsche viel Erfolg mit dem Kochbuch, meldet euch doch mal, wenn man das Buch kaufen kann.

Gruß

Ebana
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Re: Wie kann man als Neuautor sein Buch verlegen lassen? Suche nach Erfahrungen!

Beitrag von Ebana »

Kastanie hat geschrieben:
1. Okt 2019, 08:57
Wichtige Faktoren, an die man zusätzlich denken muss, wenn das Buch, bzw. die Geschichte fertig ist (oder wenn man glaubt mit allem fertig zu sein):

- einen guten Titel finden
- einen guten Klappentext erstellen
- auf jeden Fall nochmal Korrektur lesen lassen
- Das Design des Covers und des Buchinneren
- den Preis festlegen
Aber genau bei diesen Punkten benötigt man ja Hilfe oder ein eigenes Wissen über den Markt.
Z.B. der Titel muss ja jemanden ansprechen um interessant zu sein, ausgewählt zu werden, mal ein kurzes Stück Probe zu lesen und schließlich auch gekauft zu werden. Wenn man da jetzt keine Ahnung hat, auf was die Menschen anspringen, was gerade im Trend liegt, womit man sich von anderen abheben kann,... dann wird man auch einen guten Titel nicht finden.
Gerade bei all den Punkten, die du aufzählst, benötigt man Erfahrung und Fachwissen. Das muss man als unerfahrener Autor irgendwo herbekommen. Sonst denke ich nicht, das man dann mit dem Buch viel Erfolg haben wird. Und sei die Geschichte auch noch so gut, die Menschen muss man ja ansprechen. Das passiert nunmal in erster Linie über Titel, Klappentext, Cover und letztlich auch dem Preis.

tuttifrutti
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Re: Wie kann man als Neuautor sein Buch verlegen lassen? Suche nach Erfahrungen!

Beitrag von tuttifrutti »

Welchen Weg man jetzt einschlägt, kann jeder für sich selbst entscheiden, ich würde immer dazu raten, zuerst den Verlag zu wählen, dann eine Agentur und erst im letzten Schritt auf Self Publishing zu setzen.
Das sehe ich auch so, schön, dass du auch einen für dich guten Weg gefunden hast, Kastanie! Was für ein Buch hast du denn geschrieben?

Das Buch meiner Schwiegermama gibt es mittlerweile tatsächlich zu kaufen, da sie nicht unter einem Pseudonym, sondern ihrem realen Namen veröffentlicht hat, mag ich den Buchtitel aber hier nicht direkt preisgeben. Nur so viel: Wenn man sich auf der Seite von Novum Verlag in der Kategorie "Ratgeber & Sachbuch" stöbert, kann man es dort finden. :)
Gerade bei all den Punkten, die du aufzählst, benötigt man Erfahrung und Fachwissen. Das muss man als unerfahrener Autor irgendwo herbekommen. Sonst denke ich nicht, das man dann mit dem Buch viel Erfolg haben wird. Und sei die Geschichte auch noch so gut, die Menschen muss man ja ansprechen. Das passiert nunmal in erster Linie über Titel, Klappentext, Cover und letztlich auch dem Preis.
Lekotoren, Grafiker und so weiter müssen, unabhängig davon, ob man ein Buch mit oder ohne Verlag herausbringt, immer bezahlt werden. Ich weiß nicht, ob jemand von euch schon mal einen Blick in ein Buch geworfen hat, dass all ohne das in den Druck gekommen ist? Kann man, meiner Meinung nach, machen. Sollte man aber nicht, wenn man wert auf Qualität legt. Der Novum Verlag hat das unseren Erfahrungen nach wirklich angenehm umgesetzt und die Unterstützung angeboten, die benötigt wurde, aber ohne der Autorin jetzt etwas aufdrängen zu wollen. Das ist ja wohl je nach Verlag auch keine Sebstverständlichkeit und teils werden Bücher nochmal stark überarbeitet, bevor sie dann veröffentlicht werden. In einigen Fällen mag das gut sein, in anderen geht dadurch etwas Herzblut des Schreibers verloren. Hier war gut, dass es Input gab, aber eben selbst entschieden werden konnte, was davon letztendlich umgesetzt wurde.

Ebana
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Re: Wie kann man als Neuautor sein Buch verlegen lassen? Suche nach Erfahrungen!

Beitrag von Ebana »

Veröffentlicht habe ich so ein Buch noch nicht gesehen, nur mal eine online Ausgabe von so einer Geschichte. Ist halt grausam zu lesen weil man dann irgendwann nur noch den Lehrer spielt und die Fehler sucht anstatt sich der Story hinzugeben. War an sich schade weil die Geschichte nicht schlecht war aber man dadurch leider den Blick auf das Wesentliche verliert.
Ich denke man darf solche Änderungen halt auch nicht persönlich nehmen, man will einem ja nichts schlechtes und im Grunde nur helfen. Man kann es auch als Lerneffekt sehen, beim nächsten Mal hat man dann ja schon selbst vieles intus. Ist ja auch klar, dass man beim ersten Buch nicht alles richtig machen kann.

tuttifrutti
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Re: Wie kann man als Neuautor sein Buch verlegen lassen? Suche nach Erfahrungen!

Beitrag von tuttifrutti »

Hm, in Foren habe ich teilweise schon nicht lektorierte Fanfiction gelesen und klar, fehlendes Lektorat fällt auch da auf, auch bei guter Qualität. Bei Büchern ist mir bislang so ein großes Auseinanderklaffen von Qualität des Inhalts und der Form noch kaum untergekommen. Ich vermute, dass diejenigen unter den Neuautoren, die von sich und ihrem Werk überzeugt sind, in der Regel auch schauen, dass ihr Buch auch gut gemacht veröffentlicht wird. Bei einem Herzensprojekt verliert man ja nicht plötzlich das Interesse und den Anspruch an sich selbst, nur weil das Manuskript fertiggestellt ist?
Ich denke man darf solche Änderungen halt auch nicht persönlich nehmen, man will einem ja nichts schlechtes und im Grunde nur helfen. Man kann es auch als Lerneffekt sehen, beim nächsten Mal hat man dann ja schon selbst vieles intus. Ist ja auch klar, dass man beim ersten Buch nicht alles richtig machen kann.
Sowieso! Meinem Empfinden nach ist es aber dennoch ein Unterschied, ob etwas als Hinweis oder Empfehlung formuliert wird. Oder um die Umsetzung von Änderungen schlicht verlangt wird.

Ebana
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Re: Wie kann man als Neuautor sein Buch verlegen lassen? Suche nach Erfahrungen!

Beitrag von Ebana »

Es kommt ja auch darauf an wie lang der Text ist. In den Foren werden ja nur immer ein paar Teile nacheinander veröffentlicht, zumindest kenne ich es so. Wenn man dann mal zwei Seiten liest und zwei Fehler findet, ist das ja auch nicht tragisch. Aber wenn man in einem Buch auf jeder Seite einen Fehler findet, und ich bin jetzt keine Deutschprofessorin:), dann finde ich das schon sehr mühsam. Irgendwann wird dann ein spiel daraus ob du auf der Seite den Fehler findest. Aber ein gedrucktes Buch ohne Lektorat veröffentlichen wäre mir jetzt noch nicht untergekommen. Also entweder das macht man nicht oder aber der Autor war selbst Deutschprofessor oder Lektor und ich habe die Fehler nicht gefunden. Nicht falsch verstehen, ich bin jetzt nicht auf der ständigen Suche nach Fehlern, nur wenn sie einem ständig ins Auge fallen dann stört mich das schon. Denke da geht es wohl mehreren Menschen so sonst wäre ja ein Lektorat nicht so wichtig wie es letztlich aber ist.
Ich denke das liegt aber auch immer an der jeweiligen Einstellung. Ist es das eigene "Herzensprojekt" ein Buch zu veröffentlichen komme was wolle oder möchte man eben ein gutes Werk abliefern. Bei komme was wolle wird es einem egal sein ob Fehler drinnen sind oder man nimmt die Änderungsvorschläge nicht an. Dann ist einem aber auch das Ergebnis mehr oder weniger egal.
Wenn es mein Ziel ist meine Geschichte an den Mann zu bringen und auch für mich etwas von der Reise zum fertigen Buch mitzunehmen, dann werde ich mich weiterentwickeln, auf Menschen hören, die mir helfen wollen und dankbar sein für jeden ernst gemeinten Tipp.
Da spielt halt auch viel vom jeweiligen Charakter mit hinein. Einige sind da wohl Beratungsresistenter als andere.
Meiner Meinung nach ist das aber der falsche Weg. Man soll ja auch selbst etwas daraus lernen und sich immer weiterentwickeln.

Würde bei mir auf das Buch ankommen. Wenn es jetzt einfach eine Geschichte ist, ändere ich was ich soll. Wenn es jetzt über mich ist, eine persönliche Geschichte oder eine Erzählung aus der realen Welt, dann will man wahrscheinlich, dass alles so bleibt. Dann muss man sich aber schon auch selbst fragen ob alles was einem selbst wichtig ist auch anderen wichtig sein wird. Letztlich bringt es auch wenig wenn ich eine Geschichte habe die mir gut gefällt, aber sonst niemand lesen möchte:)

tuttifrutti
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Re: Wie kann man als Neuautor sein Buch verlegen lassen? Suche nach Erfahrungen!

Beitrag von tuttifrutti »

Also entweder das macht man nicht oder aber der Autor war selbst Deutschprofessor oder Lektor und ich habe die Fehler nicht gefunden.
Wenn wenige Fehler in einem Text sind, springen sie einem vermutlich auch nicht direkt ins Auge. Dass Deutschprofessoren oder Lektoren niemanden braucht, der ihre Werke lektoriert, das glaube ich nicht. Gerade solche Menschen wissen um die wichtige Bedeutung von einem guten Lektorat und Korrektorat. Man selbst wird für eigene Texte immer mindestens ein klein wenig "betriebsblind". Nicht nur was, wie du weiter unten in deinem Text selbst angemerkt hast, was Inhalte angeht. Sondern auch was die Form angeht.
Wenn es mein Ziel ist meine Geschichte an den Mann zu bringen und auch für mich etwas von der Reise zum fertigen Buch mitzunehmen, dann werde ich mich weiterentwickeln, auf Menschen hören, die mir helfen wollen und dankbar sein für jeden ernst gemeinten Tipp.
Natürlich, Feedback ist immer wichtig und ich bin definitiv der Meinung, dass man solches annehmen sollte. Das ist aber nicht gleichbedeutend damit, dass man es ungefiltert übernehmen muss. Man kann auch in sich gehen und dann das herausziehen, was man selbst auch nach gründlichem Überlegen für sinnvoll erachtet. Wobei man sagen muss, dass meine Schwiegermama von den Mitarbeitern vom Novum Verlag nicht nur wertvolle Rückmeldungen bekommen hat, sondern auch so formulierte, dass sie das gut annehmen konnte. Auch da ist es nicht nur wichtig, was man sagt. Sondern auch wie man es sagt.

Bei manchen anderen Verlagen, die sich überhaupt keine Rückmeldungen auf Einsendungen geben, fragt man sich halt hingegen manchmal schon, wie viel Wertschätzung sie ihren Autoren gegenüber wirklich aufbringen... Bei Novum bekommt man sogar regelmäßig gratis Mails mit Tipps zugeschickt, wie man zum Beispiel anregende Dialoge schreiben kann, mit denen man die Leser fesseln kann.
Letztlich bringt es auch wenig wenn ich eine Geschichte habe die mir gut gefällt, aber sonst niemand lesen möchte:)
Kommt drauf an. Dir würde es vielleicht nichts bringen, anderen aber womöglich schon. Menschen sind verschieden und ich finde es gut, dass Wege nicht vorgezeichnet sind, sondern es viele Weggabelungen gibt, aus denen jeder die für sich passende auswählen kann. Und wenn es einem darum geht auszutesten wie gut eigene Geschichten oder Texte ankommen, hat man bei Novum zum Beispiel auch die Möglichkeit Kurzgeschichten, Kapitel aus dem eigenen Buch etc. in einem der regelmäßig erscheinenden Sammelbände zu veröffentlichen, wodurch man Feedback bekommen und auch Leser gewinnen kann.

Ebana
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Re: Wie kann man als Neuautor sein Buch verlegen lassen? Suche nach Erfahrungen!

Beitrag von Ebana »

tuttifrutti hat geschrieben:
30. Jul 2020, 20:39
Wenn wenige Fehler in einem Text sind, springen sie einem vermutlich auch nicht direkt ins Auge. Dass Deutschprofessoren oder Lektoren niemanden braucht, der ihre Werke lektoriert, das glaube ich nicht. Gerade solche Menschen wissen um die wichtige Bedeutung von einem guten Lektorat und Korrektorat. Man selbst wird für eigene Texte immer mindestens ein klein wenig "betriebsblind". Nicht nur was, wie du weiter unten in deinem Text selbst angemerkt hast, was Inhalte angeht. Sondern auch was die Form angeht.
Glauben tu ich es auch nicht und besser ist es auch für diese Personengruppe. Da hätte ich aber noch etwas Verständnis wenn von denen jemand sagt, mach ich selber. Du hast schon recht, man selbst weiß dann immer was dort stehen sollte und findet den Fehler gar nicht. Ist gar nicht so leicht die eigene Geschichte zu verbessern. War in der Schule bei mir auch so:)
Ich verstehe auch, dass ein Lektorat mehr macht als bloß die Fehler zu finden. Da geht es ja auch um den Inhalt und vor allem um den Sinn des Ganzen. Wenn am Ende die Story nicht aufgeht, wird einem das auch gesagt.
Natürlich, Feedback ist immer wichtig und ich bin definitiv der Meinung, dass man solches annehmen sollte. Das ist aber nicht gleichbedeutend damit, dass man es ungefiltert übernehmen muss. Man kann auch in sich gehen und dann das herausziehen, was man selbst auch nach gründlichem Überlegen für sinnvoll erachtet. Wobei man sagen muss, dass meine Schwiegermama von den Mitarbeitern vom Novum Verlag nicht nur wertvolle Rückmeldungen bekommen hat, sondern auch so formulierte, dass sie das gut annehmen konnte. Auch da ist es nicht nur wichtig, was man sagt. Sondern auch wie man es sagt.
Es sagt ja niemand, dass du es unreflektiert übernehmen musst aber ein wenig Vertrauen ist da denke ich schon angesagt. Niemand will einem etwas schlechtes und wenn ich dann schon Profis um Hilfe bitte, dann sollte ich die Hilfe auch annehmen. Heißt ja nicht, dass ich jetzt einen Punkt ändern muss, der mir sehr am Herzen liegt. Aber letztlich bin ich dann eben selbst dafür verantwortlich. Wenn ich dann den Titel des Buches auswähle, kann ich nicht sagen, andere sind Schuld warum sich etwas nicht verkauft. Da habe ich dann schon auch einen großen Anteil und letztlich ist die Geschichte ja auch von mir. Ich denke das machen eben auch viele: Hilfe suchen, diese nicht annehmen - trotzdem ist dann der Andere Schuld daran wenn was nicht funktioniert:)
Kommt drauf an. Dir würde es vielleicht nichts bringen, anderen aber womöglich schon. Menschen sind verschieden und ich finde es gut, dass Wege nicht vorgezeichnet sind, sondern es viele Weggabelungen gibt, aus denen jeder die für sich passende auswählen kann. Und wenn es einem darum geht auszutesten wie gut eigene Geschichten oder Texte ankommen, hat man bei Novum zum Beispiel auch die Möglichkeit Kurzgeschichten, Kapitel aus dem eigenen Buch etc. in einem der regelmäßig erscheinenden Sammelbände zu veröffentlichen, wodurch man Feedback bekommen und auch Leser gewinnen kann.
Kommt immer auf die persönlichen Ziele an, da hast du Recht. Wenn man aber ein Buch veröffentlicht will man entweder die Geschichte mit den Menschen teilen - weil man glaubt sie ist auch wichtig oder interessant für andere Menschen, oder man erhofft sich dadurch einen Erfolg. Meistens wahrscheinlich sogar beide Punkt zusammen. Und dann muss man eben abwiegen, wie so oft, was das Beste wäre. Im Vorhinein kann man auch nicht zu 100% sagen, mach es so und so und es wird ein Erfolg. Man kann aber zumindest die Rahmenbedingungen schaffen, damit man eine größere Chance hat. Aus meiner Sicht würde ich dann schon Menschen vertrauen, die wissen wie es abläuft. Gerade weil man ja selbst keine Ahnung hat. Sonst würde man ja auch nur selten um Hilfe bitten.

tuttifrutti
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Re: Wie kann man als Neuautor sein Buch verlegen lassen? Suche nach Erfahrungen!

Beitrag von tuttifrutti »

Ich verstehe auch, dass ein Lektorat mehr macht als bloß die Fehler zu finden. Da geht es ja auch um den Inhalt und vor allem um den Sinn des Ganzen. Wenn am Ende die Story nicht aufgeht, wird einem das auch gesagt.
Das denke ich eben auch. Wenn es für ein gutes Buch nur das rechtschreibfehlerfreie Aneinanderreihen von Wörtern brauchen würde, könnten vermutlich auch simple Computerprogramme ein Manuskript in dieser Hinsicht fehlerfrei erstellen. Aber ein gutes Buch macht mehr aus. Im Idealfall ist es, finde ich, so, dass sich Autor und Verlag den Gewinn, den ein Buch abwirft teilen. So kann man sicherstellen, dass auch beide beteiligten Parteien Interesse daran haben, dass die Veröffentlichung ein Erfolg wird.
Wenn man aber ein Buch veröffentlicht will man entweder die Geschichte mit den Menschen teilen - weil man glaubt sie ist auch wichtig oder interessant für andere Menschen, oder man erhofft sich dadurch einen Erfolg. Meistens wahrscheinlich sogar beide Punkt zusammen. Und dann muss man eben abwiegen, wie so oft, was das Beste wäre. Im Vorhinein kann man auch nicht zu 100% sagen, mach es so und so und es wird ein Erfolg. Man kann aber zumindest die Rahmenbedingungen schaffen, damit man eine größere Chance hat. Aus meiner Sicht würde ich dann schon Menschen vertrauen, die wissen wie es abläuft.
Wahrscheinlich ist es beides, ja. Wenn es ausschließlich darum geht, seine Geschichte zugänglich zu machen, kann man auch einen Blog schreiben. Aber ein Buch ist halt doch nochmal etwas anderes. Und ja, ich denke schon, dass es auch den meisten Neuautoren darum geht nach Möglichkeit Erfolg zu haben. Im Handelsblatt ist ein Artikel erschienen: Veröffentlichungen beim novum Verlag: Welche Erfahrungen machten die Autoren?. Darin wird auch auf die jahrzehntelange Erfahrung des Verlags eingegangen und auch darauf, dass Autoren, die bei dem Verlag untergekommen sind, auch vielfach Erfolg hatten und sogar Literaturpreise gewonnen haben.

Ebana
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Re: Wie kann man als Neuautor sein Buch verlegen lassen? Suche nach Erfahrungen!

Beitrag von Ebana »

tuttifrutti hat geschrieben: Das denke ich eben auch. Wenn es für ein gutes Buch nur das rechtschreibfehlerfreie Aneinanderreihen von Wörtern brauchen würde, könnten vermutlich auch simple Computerprogramme ein Manuskript in dieser Hinsicht fehlerfrei erstellen.
Naja ich habe selbst gesehen, dass z.B. bei meinen Arbeiten auf der Uni ein normales Computerprogramm nicht ausreicht. Meine Kommasetzung ist anscheinend eine Katastrophe;) Das kann auch der Computer nicht verbessern. Und wenn man Buchstaben auslässt oder verdreht findet das meist auch nicht der Computer weil es dann ja diese Wörter gibt.
tuttifrutti hat geschrieben:
Wahrscheinlich ist es beides, ja. Wenn es ausschließlich darum geht, seine Geschichte zugänglich zu machen, kann man auch einen Blog schreiben. Aber ein Buch ist halt doch nochmal etwas anderes. Und ja, ich denke schon, dass es auch den meisten Neuautoren darum geht nach Möglichkeit Erfolg zu haben.
Ist halt für mich ein nachvollziehbarer Schritt. Irgendwann möchte man es dann einfach auch versuchen und sehen was passiert. Ist ja in vielen anderen Bereichen im Leben genauso. Denke auch irgendwann packt einige der Ehrgeiz und man macht dann eben etwas mehr. Sieht man beim Sport oder aber auch bei anderen Hobbies. Jeder würde denke ich den Erfolg mitnehmen. Entscheidend ist für mich, dass man realistische Vorstellungen hat. Man sollte nicht damit rechnen gleich davon leben zu können oder der nächste Literaturstar zu werden. Das dürfte wohl auch bei einigen nicht so leicht sein. Dann ist es für mich auch verständlich wenn man im Nachhinein enttäuscht ist. Aber dann muss man auch sagen, die eigenen Vorstellungen waren einfach extrem übertrieben.

tuttifrutti
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Re: Wie kann man als Neuautor sein Buch verlegen lassen? Suche nach Erfahrungen!

Beitrag von tuttifrutti »

Ebana hat geschrieben:
13. Aug 2020, 11:37
Naja ich habe selbst gesehen, dass z.B. bei meinen Arbeiten auf der Uni ein normales Computerprogramm nicht ausreicht. Meine Kommasetzung ist anscheinend eine Katastrophe;) Das kann auch der Computer nicht verbessern. Und wenn man Buchstaben auslässt oder verdreht findet das meist auch nicht der Computer weil es dann ja diese Wörter gibt.
Zeichensetzung ist natürlich ein Punkt, ja. Ich glaube auch, dass das "Sprachverständnis" von Software noch längst nicht ausgereift genug ist, um Texten einen wirklich guten Feinschliff verpassen zu können. Das schaffen ja auch längst nicht alle Lektoren. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, gehen die Angebote von freiberuflichen Lektoren auch von bis. Manche bieten ihre Dienstleistungen echt sehr günstig an, wo einem dann beim zweiten Nachdenken direkt klar wird, dass sich bei dem Angebot mehr als ein Überfliegen des Textes nicht ausgehen wird, weil es sonst für den Anbieter nicht mehr kostendeckend wäre. Man darf halt nicht vergessen, dass Qualität auch ihren Preis hat.
Ist halt für mich ein nachvollziehbarer Schritt. Irgendwann möchte man es dann einfach auch versuchen und sehen was passiert. Ist ja in vielen anderen Bereichen im Leben genauso. Denke auch irgendwann packt einige der Ehrgeiz und man macht dann eben etwas mehr. Sieht man beim Sport oder aber auch bei anderen Hobbies. Jeder würde denke ich den Erfolg mitnehmen. Entscheidend ist für mich, dass man realistische Vorstellungen hat. Man sollte nicht damit rechnen gleich davon leben zu können oder der nächste Literaturstar zu werden. Das dürfte wohl auch bei einigen nicht so leicht sein. Dann ist es für mich auch verständlich wenn man im Nachhinein enttäuscht ist. Aber dann muss man auch sagen, die eigenen Vorstellungen waren einfach extrem übertrieben.
Eine realistische Erwartungshaltung ist auf alle Fälle Gold wert, egal, ob man sich als Neuautor am Markt versucht oder im Sport. Wenn man ein begabter Läufer ist und fleißig trainiert, nützt einem das auch alles nichts, wenn man nicht entdeckt wird und auf der großen Bühne seine Chance bekommt. Es braucht, denke ich, immer auch wen, der das Potential nicht nur sieht, sondern auch dabei hilft, dass es sich entfalten kann. Im Sport gibt es, glaube ich, Agenten. Und in der Literaturbranchen unterschiedliche Arten an Verlagen. Man optimiert seine Chancen halt doch, wenn man professionelle Begleitung hat.

DFNT ..
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