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Gesetzliche Einschränkungen beim Verkauf von Wildkräutern

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jascha
Beiträge: 86
Registriert: 22. Jul 2003, 18:45

Gesetzliche Einschränkungen beim Verkauf von Wildkräutern

Beitragvon jascha » 15. Jun 2004, 23:57

Ich habe den Plan, in der Zukunft mir ein zweites Standbein mit dem Anbau und Verkauf von Wildkräutern aufzubauen.
Hat irgendjemand im Forum schon Erfahrung damit?
Vor allem interessiert mich, ob und wie der Verkauf von den offiziell als giftig oder nicht zum Verzehr geeigneten Pflanzen gesetzlich geregelt ist - ich denke hier z.B. an die gerade wieder reife Felsenbirne, den Huflattich und auch den Beinwell.
Meine Logik sagt mir, dass bei einem legalen Verkauf von Giften wie der Muskatnuss eigentlich keine Einschränkung geben dürfte, aber wann sind Vorschriften schon logisch?


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Kräuterfee
Beiträge: 7701
Registriert: 29. Nov 2001, 01:00

Re: Gesetzliche Einschränkungen beim Verkauf von Wildkräuter

Beitragvon Kräuterfee » 16. Jun 2004, 08:13

Vor allem interessiert mich, ob und wie der Verkauf von den offiziell als giftig oder nicht zum Verzehr geeigneten Pflanzen gesetzlich geregelt ist - ich denke hier z.B. an die gerade wieder reife Felsenbirne, den Huflattich und auch den Beinwell.
Hallo Jascha,

ja der Verkauf ist streng geregelt - in Deutschland darf ein Kräuterhändler z.B. seit ca. einem Jahr kein Huflattich verkaufen.... als ein Beispiel.
MfG
Kräuterfee

jascha
Beiträge: 86
Registriert: 22. Jul 2003, 18:45

Beitragvon jascha » 16. Jun 2004, 21:13

Habe heute mit dem Regierungspräsidium telefoniert.
Wer
Weißdornprodukte (z.B. auch den Wein)
Beinwell,
Huflattich
Felsenbirne
Klette
oder ähnliches verkauft, macht sich strafbar wegen Körperverletzung und eines Verstosses gegen das Arzneimittelgesetz
Auf Nachfrage wurde auch anderen Pflanzen wie dem Giersch oder dem Bärenklau die Eigenschaft als Nahrung abgesprochen, womit die Substanzen erst mal dem Arzneimittelrecht unterlägen und ich den Nachweis der Unbedenklichkeit erbringen müsste.
Wenn ich meinen Nachbarn ein Glas Weißdornwein als Aperitiv einschenke, dann ist das vorsätzliche Körperverletzung, wahrscheinlich hätte der Beamte mir noch das Sorgerecht für meinen Sohn entzogen, wenn er gesehen hätte, daß er Felsenbirnen mampft.
Auch das Abfassen von Büchern, die zum Verzehr von Wildkräutern auffordern sei seiner Auffassung nach eine Straftat, wahrscheinlich gilt das ebenso für diese Homepage.
Das scheint also eine schwierige Angelegenheit zu sein, aber ich hoffe, nur auf einen extrem bornierten Betonkopf gestossen zu sein und nicht auf das deutsche Recht.[/b]

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Io
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Beitragvon Io » 20. Jun 2004, 15:51

Hallo!

Felsenbirne?

In meinen Büchern gilt die Felsenbirne als eßbar! Was wird ihr denn nachgesagt?

:o
Liebe Grüße

Io

Kerstin
Beiträge: 29
Registriert: 16. Mär 2003, 11:39

Beitragvon Kerstin » 21. Jun 2004, 13:03

Hallo Jascha,
die Idee mit dem Anbau und Verkauf von Wildpflanzen hatte ich auch
schon, aber ich weiß nicht, ob man dafür Gärtner, Agrar-Ingenieur, Heilpraktiker und was weiß ich noch sein muss. Welche Voraussetzungen
muss man denn haben? Oder sollte ein Gewerbeschein genügen, sicher nur, wenn man "Zierpflanzen" verkauft und dann muss man sicher
Gärtnermeister sein. Schreib mal, was du davon schon herausgefunden hast.
Kerstin

jascha
Beiträge: 86
Registriert: 22. Jul 2003, 18:45

Beitragvon jascha » 21. Jun 2004, 19:14

Die Felsenbirne enthält in ihren Kernen - wie der Apfel auch Blausäure, was man am leichten Bittermandelgeschmack erkennen kann.
Diese Blausäure verschwindet aber beim Erhitzen, mein Kleiner mampft die Dinger auch ohne jede Beschwerden.

Ich dachte, mit einem Gewerbeschein sollte das Ding laufen. Aber in Deutschland kann man nie wissen. Aber immerhin bin ich als Förster schon mal im primärproduktiven Sektor ausgebildet. Ich werde hier weiter schildern, was mir so passiert.
Momentan suche ich gerade ein Stück Land.


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Io
Beiträge: 124
Registriert: 6. Jan 2004, 16:47

Beitragvon Io » 21. Jun 2004, 23:16

Hallo Jascha!

Dankeschön!


:wink:
Liebe Grüße

Io

Rebekka
Beiträge: 57
Registriert: 23. Okt 2003, 20:53

Verkauf von Heilkräuter

Beitragvon Rebekka » 22. Jun 2004, 06:44

Hallo Jascha,
meines Wissens ist für den Verkauf von Heilkräutern und Arzneipflanzen ein "Drogenschein" erforderlich.
Bei google habe ich folgenden Link gefunden:
Link entfernt
LG Rebekka
:wink: :wink:

Kerstin
Beiträge: 29
Registriert: 16. Mär 2003, 11:39

Beitragvon Kerstin » 22. Jun 2004, 12:36

Hallo,

ich habe diesen "Drogenschein" absolviert, Erkenntnisse siehe o.g. Link.
Das heißt, ich darf alle nicht apothekenpflichtigen Drogen als Einzeldrogen und abgepackte Fertigarzneimittel, also Bronchialtee usw. verkaufen.
Ich darf nicht selbst gesammelte oder angebaute Pflanzen verkaufen, zumindest nicht zu Heilzwecken, die Frage ist nun, ob man dies oder das ja als "Küchenkraut" anbauen und verkaufen darf.

Kerstin



   

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