Die Heilkraft des Waldes

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Angelika
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Die Heilkraft des Waldes

Beitrag von Angelika »

Immer mehr Ärzte und Wissenschaftler erkennen den Wald als Heilmittel.
Auf Usedom gibt es Deutschlands ersten anerkannten Heilwald für Menschen mit COPD. Studien aus Japan zeigen zudem, dass „Waldbaden“ Killerzellen gegen Krebs aktiviert.
In den Städten wird gute Luft immer knapper. Eine halbe Stunde Waldspaziergang in sauberer Luft wirkt deshalb wie Sauerstofftherapie.
Waldluft enthält Pflanzenstoffe, die gegen Schmerzen und auch gegen Krebs wirken.
Was unsere Vorfahren schon über die Heilkraft der Natur, des Waldes und der Pflanzen wussten und über Generationen weitergegeben haben, haben die Schulmediziner bisher verschlafen. Erst nach dem ein Heilmittel wissenschaftlich im Trend liegt, so wie in den letzten Jahren die Heilkraft des Waldes, wacht unser Gesundheitssystem auf.
Das Wissen um die positiven Wirkungen der grünen Lunge ist sehr gering. Inwieweit ein Wald körperliche Leiden lindern kann, wurde erstmals an der Nippon Medical School in Tokio wissenschaftlich untersucht. In Japan pflegen die Menschen traditionell ein enges Verhältnis zum Wald.
Das «Shinrin-yoku», das «Baden im Wald», ist sogar Teil der staatlichen Gesundheitsversorgung, Waldluft gilt hier als natürlicher Heiltrank.
In mehreren groß angelegten Studien fand der Mediziner Dr. Qing Li heraus, dass schon ein Tag im Wald die Zahl unserer natürlichen Abwehrzellen um fast 40 Prozent steigern kann.
Sogenannte Terpene in der Waldluft lösen offenbar den positiven Effekt auf den menschlichen Organismus aus.
Der Philosoph Friedrich Wilhelm Nietzsche bemerkte bereits im 19. Jahrhundert: »In der Natur fühlen wir uns so wohl, weil sie kein Urteil über uns hat.« Doch es ist nicht allein die Ruhe und Einsamkeit, weshalbwir uns nach einem Waldspaziergang so gut fühlen. Es liegt nämlich etwas in der Waldluft, das die Stimmung hebt und sogar vor Krankheiten schützen kann. Im Vergleich zur Stadt ist die Luft zwischen den Bäumen zwaum 99 Prozent weniger mit Staubteilchen belastet, aber das ist nicht der Grund. Es liegt an den Terpenen. Das zeigen diverse Studien von Professor Dr. Qing Li von der Nippon Medical School in Tokio, dem Vater der Waldmedizin. Er untersuchte den Einfluss dieser organischen Verbindungen auf den Menschen. Terpene sind Stoffe, die Pflanzen absondern, um untereinander Botschaften auszutauschen mit dem Ziel, Schädlinge, Pilze und Bakterien abzuwehren. In der Natur gibt es rund 8000 verschiedene. Beim Waldspaziergang nehmen wir sie über die Atmung oder die Haut auf.
Der japanische Mediziner konnte nachweisen, dass die Zahl und Aktivität der natürlichen Killerzellen im Blut schon nach einem Tag im Wald beachtlich ansteigt. Wer an zwei Tagen ein paar Stunden zwischen den Bäumen verbringt, kann die Anzahl seiner Killerzellen sogar um mehr als 50 Prozent erhöhen. Killerzellen sind Teil des Immunsystems und erkennen und zerstören kranke Körperzellen. Der positive Effekt hielt den Forschungen des Immunologen zufolge zwischen sieben und 30 Tage lang an. Er sieht darin den Beweis dafür, dass die Kraft der Bäume auch organischen Leiden wie Krebs vorbeu­gen kann. Wer also die würzige Waldluft einatmet, stärkt seine Abwehr­kräfte.
Ein Waldspaziergang wirkt beruhigend. Doch weshalb entfalten Bäume überhaupt eine therapeutische Wirkung auf den menschlichen Organismus, die über das gesunde Naturerlebnis hinausgeht? Diese Frage stellen sich Wissenschaftler mindestens seit Ende des 19. Jahrhunderts. Damals erkannten sie, das ausgedehnte Waldaufenthalte die scheinbar einzig wirksame Therapie gegen die meist tödlich endende Lungenkrankheit Tuberkulose war – zumindest in einzelnen Fällen. Der Wald, ein magischer Heiler! Ja und nein! Heute weiß man: verantwortlich für die heilsame Kraft des Waldes sind unsichbare Duftstoffe und Mikroorganismen, die von Bäumen, aber auch Pilzen und anderen Mikroorganismen produziert werden.
Ein Waldspaziergang ist wie natürliche Medizin. Wer nach der japanischen Shinrin Yoku-Methode durch den Wald geht, profitiert gesundheitlich und psychisch wesentlich intensiver von der Heilkraft der Natur.
Schon ein kurzer Spaziergang im Wald kann Stress deutlich reduzieren helfen, bestätigt eine Studie der US-amerikanischen Universität Michigan. Demnach genügen 20 Minuten täglich im Grünen, um das Level an Stresshormonen merklich zu vermindern. Die Forscher sprechen im Fachmagazin «Frontiers in Psychology» von einer «Naturpille».
Experten empfehlen den bloßen Aufenthalt im Wald bei Bluthochdruck, Depressionen und hohem Stresshormonspiegel. Zahlreiche positive Effekte hat der grüne Erholungspark auf Körper und Geist.
Gerade in Corona-Zeiten ist es wichtig das Immunsystem zu stärken und rausgehen in die Natur, in den Wald als Medizin!

Infos : ARD Waldmedizin
https://programm.ard.de/TV/phoenix/wald ... 2658275504
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