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Das kleinblütiges Franzosen- Knopfkraut

Verfasst: 31. Aug 2018, 19:44
von Angelika
Das Franzosenkraut erhielt seinen Namen wegen der Feldzüge Napoleons. Sein Geschmack erinnert an Kopfsalat, doch ist es um vieles reicher an wertvollen Inhaltsstoffen.
Das Kleinblütiges Franzosenkraut ( lat. Galinsoga parviflora ) , gehört zur Familie der Korbblütengewächse. Die Pflanze stammt ursprünglich aus Südamerika. Ende des 18. Jahrhunderts, wurde sie in botanischen Gärten angepflanzt .
Man kennt sie auch unter dem Namen Knopfkraut. In Deutschland sind zwei Sorten vertreten, das behaarte Galinsoga ciliata und das kleinblütige Galinsoga parviflora.
Die Pflanze ist einjährig und kann eine Wuchshöhe von ca. 20 cm erreichen. Es wächst gerne an lehmigen, stickstoffreichen Stellen wie Gärten, Äcker oder an Straßenrändern. Der Stängel ist stark verzweigt und kahl. Die Blätter sind gegenständig, eiförmig und nur am Rand, und unterhalb der Blattnerven behaart. Die kleinen gelben Blütenköpfchen, besitzen dreilappige, weiße Blütenzungen. Eine einzige Pflanze kann bis zu 100.000 Samen hervorbringen. Schon vier Wochen nach dem Keimen können sie wieder erste Blüten bilden. Man verwendet alle oberirdischen Teile der Pflanze, wobei der Stiel bei älteren Pflanzen sehr fest sein kann. Die Erntezeit ist von April bis Oktober. Geschmacklich ist es dem Kopfsalat sehr ähnlich.
Wildkrautgärtner nutzen das Knopfkraut als leckeren Vitamin- und Mineralienspender. Franzosenkraut ist sehr eiweißhaltig und reich an Mineralien wie Kalium und Phosphor. Es enthält fünfmal mehr Magnesium und elfmal mehr Calcium als die gleiche Menge Kopfsalat. Auch bei den Vitaminen steht es besser da und bringt viermal mehr Vitamin A und neunmal mehr Vitamin C auf den Teller. Mit 14 mg pro 100g ist das Franzosenkraut eine der eisenhaltigsten Pflanzen überhaupt und schlägt den Kopfsalat hier um das zwölffache. Zudem enthält es besonders viel Mangan. Mangan ist wichtig für die Bildung von Knochen- und Bindegewebe und spielt eine wichtige Rolle im Fett- und Kohlehydratstoffwechsel.
Es wirkt blutreinigend, lindert Magenbeschwerden, Leberschmerzen und andere Infektionen des Verdauungsapparates. Es ist ein wahrer Energielieferant und wirkt Immunstärkend.
In seiner ursprünglichen Heimat wird es unterstützend zur Krebstherapie und zur Regenerierung nach langen Krankheiten eingesetzt.
Bei Magen-Darm-Beschwerden, Leberschmerzen, hohem Blutdruck und Anämie kann ein Tee aus Franzosenkraut helfen.
Dazu wird ein Esslöffel der frischen oder getrockneten Blüten und Blätter mit 250 ml kochendem Wasser aufgegossen und nach zehn Minuten abgeseiht.
Der Tee und auch frisches Kraut können helfen, einem Eisenmangel vorzubeugen

Franzosenkraut lässt sich unheimlich vielfältig verwenden:
Aus den Blättern, Stielen, Blüten und Knospen kann man Wildspinat und Gemüse kochen.
Am besten verwendet man es roh als Salatzugabe, für Pesto oder Frischsäfte, oder getrocknet als Gewürz.