Zum Inhalt

Die Gurke, ist das Gemüse 2019/20

News Forum

Moderator: Angelika

Benutzeravatar
Angelika
Beiträge: 5635
Registriert: 3. Mai 2001, 02:00

Die Gurke, ist das Gemüse 2019/20

Beitragvon Angelika » 31. Jul 2019, 19:26

Die Gurke (Cucumis sativus) gehört zur Familie der Kürbisgewächse und ist eng mit Kürbissen und der Zucchini verwandt. Ursprünglich stammt das Gemüse aus Nordindien. Dort hat es sich vor etwa 3.500 Jahren aus einer extrem bitteren und kleinfrüchtigen Wildform entwickelt. Erst im 16. Jahrhundert fand die Gurke den Weg nach Westeuropa. Die modernen Schlangengurken werden erst seit dem späten 19. Jahrhundert gezüchtet. Neben den länglichen, grünen Gurken gibt es eine große Vielfalt an Formen und Farben. Das Spektrum reicht von weiß über gelb bis gestreift, von kugelig bis walzenförmig.
Die heutigen Gurkensorten sind in der Regel nahezu frei von Bitterstoffen. Bei mangelnder Wasserversorgung kann es aber vorkommen, dass die Gurke Bitterstoffe bilden. Daher ist es sinnvoll, vor der Zubereitung eine Kostprobe zu nehmen. Nach einer alten Küchenregel sollte die Gurke von der Blüte zum Stiel hin geschält werden, da sich die Bitterstoffe vom Stielansatz her anreichern. Häufig sind nur die ersten Zentimeter bitter. Mit zunehmender Reife werden die Bitterstoffe abgebaut.
In der traditionellen Volksheilkunde vieler Länder hat die Gurke noch in der heutigen Zeit einen grossen Stellenwert. So gilt die Gurke in Indien als wichtige Heilpflanze, um Alterungsprozessen entgegenzuwirken und Hautleiden wie Sonnenbrand zu kurieren.
In der traditionellen chinesischen Medizin werden die Blätter, der Stamm und sogar die Wurzeln verwendet, um Durchfall sowie Gonorrhoe zu behandeln und den Körper zu entgiften.
Durch das Zusammenspiel zahlreicher antioxidativer Stoffe wirkt die Gurke gekonnt der Hautalterung und Krankheiten aller Art entgegen.
Gurken sind ein echtes Superfood: Sie enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe und sind gleichzeitig ein Schlankmacher, weil sie wenig Kalorien haben.
Gurken sind harnsäurelösend und wassertreibend. Gurkensaft enthält den Wirkstoff Cucurbitacin, der die Durchblutung der Haut fördert und deswegen auch in der Kosmetik Verwendung findet.
Er wirkt auf die Haut erfrischend und zusammenziehend und kann Sommersprossen bleichen. Mit Cucurbitacin schützt sich die Pflanze vor Fraßfeinden. Der Stoff ist ab einer gewissen Menge toxisch.
Eine Gefahr besteht aber nur bei selbst gezogenen Samen, denn dann kann es zu einer Rückkreuzung kommen. Daher wird empfohlen, Saatgut frisch zu kaufen.
Neben dem hohen Wassergehalt setzt sich die Gurke noch zu 3,5 Prozent aus Kohlenhydraten sowie aus sehr geringen Mengen an Eiweißen und Fetten zusammen. Das Gemüse enthält insbesondere Vitamine aus der B-Gruppe, B1, B5, B7, C und K. B7, auch Biotin genannt, ist auch als das Hautvitamin bekannt, aber auch Vitamin C und Vitamin E. Außerdem ist sie relativ reich an den Mineralstoffen Kalzium, Zink, Eisen, Magnesium, Kalium und Phosphor.
Zu den Inhaltsstoffen der Gurke gehören auch Peptidasen. Das sind Enzyme, die Proteine spalten können. Durch diese Enzyme können eiweißhaltige Produkte wie beispielsweise Fleisch leichter verdaut werden. Die Enzyme sorgen außerdem dafür, dass Bakterien im Darm abgetötet werden und bewirken so eine Reinigung des Darms. Denn Gurken enthalten einen sekundären Pflanzenstoff namens Fisetin, der auch in Erdbeeren und Trauben vorhanden ist. Fisetin schützt die Nervenzellen vor altersbedingter Degeneration und stellt eine hervorragende Vorbeugung gegen Alzheimer und Demenz dar.
Gurken bilden mit ihren sekundären Pflanzenstoffen ein Gesamtpaket, das Entzündungen im Körper hemmen kann.
Gurken schmecken nicht nur ausgezeichnet, sondern fördern auch die Gesundheit.
Es gibt kein Gemüse, das mehr Wasser enthält als die Gurke. Man kann sie als Salat, Suppe, kalte Gurkensuppe ,Essiggürkchen, Schmorgurken oder ein Glas Gurkenwasser genießen.
Wenn Gurken zu Blähungen führen, dann sollte man das Gemüse für einige Minuten blanchieren und dann in kaltem Wasser abzuschrecken.
Oft sind die Verdauungsbeschwerden auf die enthaltenen Ballaststoffe oder Lektine zurückzuführen. Da diese sich vordergründig in der Schale, aber auch in den Samen verbergen, kann das Schälen und Entkernen der Frucht die Gurke bekömmlicher machen.
Eine weitere Möglichkeit zur Verbesserung der Verdaulichkeit ist, das Gemüse mit Kümmel, Dill oder Senf zu würzen und darauf zu achten, es gut zu kauen.
Dateianhänge
Gurke.jpg
Gurke.jpg (25.41 KiB) 1696 mal betrachtet



   

Zurück zu „News“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron