Zum Inhalt

Verzweiflung !

Moderator: Angelika

giftzwerg
Beiträge: 3
Registriert: 27. Dez 2004, 23:38

Verzweiflung !

Beitragvon giftzwerg » 5. Jan 2005, 23:29

Hallo und guten Abend an alle!!
Ich bin neu hier und muss mich erstmal durchlesen, dabei bin ich hier auf dieses Thema gestossen!!!
Ich habe ein wenig die Hoffnung mit meinem Problem hier nicht ganz alleine zu sein, denn dieses Problem betrifft nicht mich sondern meine 10 jährige Tochter die unter schlimmen Ängsten leidet!!
Sie hatte schon als Kleinkind Auffälligkeiten in ihrem Verhalten aufgezeigt, wobei ich mir da noch nicht ernsthafte Gedanken gemacht habe!! Als sie aber dann in den Kindergarten kam und ein ganzes Jahr lang jeden morgen weinte ging ich immer morgens mit Magenkrämpfen arbeiten!! Irgendwann fiel mir auf das sie sich isolierte und sich nur mit mir und ihrem Papa beschäftigte, Kontakte zu anderen Kindern waren garnicht möglich oder sie fixierte sich so sehr auf ein Kind das sie nicht in den Kindergarten gehen wollte wenn sie wusste das dieses nicht da war!! Dies alles legt sich als sie in die Schule kam!! Aber dann kamen diese Ängste!! Ängste alleine zu sein, oder das sie keiner mag, Heimweh wenn sie in die Schule musste!! Ich bin mit ihr in Behandlung und es wurde "ADS" diagnostiziert ( wobei ich damit vorsichtig sein möchte). Inzwischen sind ihre Ängste so gross das sie nach Ferien nicht in der Lage ist die Schule zu besuchen!! Die Therapeutin empfahl uns Ritalin zu geben, was ich ablehnte weil ich versuchen möchte dies so in den Griff zu bekommen!! Es kam ins Gespräch ihr leichte Antidepressiva zu geben sobald diese Ängste überhand nehmen um ihr zb. den Schulbesuch zu erleichtern!! Ich will und kann einfach nicht glauben das dies die einzige Lösung sein kann!! Allerdings bin ich manchmal so verzweifelt das ich nicht mehr weiter weiss, denn laut Aussage des Therapeuten sind ihre Ängste eine Form von Depressionen!! Gibt es denn sonst keine anderen Möglichkeiten?? Unsere Verzweiflung ist wirklich riesig, denn jeden Tag kämpfen wir gegen diese Ängste denn wenn wir nachgeben haben wir verloren und meine Tochter gibt sich nur noch ihren Ängsten hin!! Jeden Tag Kampf laugt aus!! Ich hoffe jemand kennt eine Anlaufstelle für uns !!??
" Der verlorenste aller Tage ist der, an dem Du nicht gelacht hast"


Tintii
Beiträge: 213
Registriert: 16. Aug 2004, 20:26

Hallo!

Beitragvon Tintii » 6. Jan 2005, 08:13

Ich habe mir deinen Tread durchgelesen und war sehr berührt.
Was mir eingefallen ist, warst du schon mal bei einem Homöopathen, auch diese behandeln Ängste. Ich kann dich gut verstehen, wenn du kleine Antidepressiva oder dergleichen für deine Tochter willst.
Lg Tinti

Benutzeravatar
Rosenfee
Beiträge: 2098
Registriert: 12. Aug 2004, 16:56

Beitragvon Rosenfee » 6. Jan 2005, 10:00

Hallo Giftzwerg ?

Als erstes würde ich anstatt Verzweiflung erst einmal Hoffnung und Vertrauen setzen :sun2: - , denn die braucht Eure Tochter als wichtigen Rückhalt.

Vielleicht gibt es in Deiner Umgebung eine Psychotherapeutin/en mit Schwerpunkt Verhaltens- und Gesprächstherapie für Kinder oder auch Spieletherapie für Kinder? Gerade mit Ängsten gibt es in vielen Fällen gute therapeutische Ansätze ;) , die sehr hilfreich und wirkungsvoll sein können.

Daneben besteht noch die Möglichkeit einer begleitenden homöopathishen Behandlung oder auch einer Behandlung durch einen erfahrenen Bachblütentherapeuten. :)

Auch Aromaöle können unterstützend hilfreich sein - bei Kindern hilft oft schon die Gabe in einer Duftlampe oder auf einem Duftstein oder eine kleine Fuss- oder Bauchmassage - hier bitte nu hochwertige Öle - vielleicht bei einem Aromatherapeuten zwecks richtiger Dosierung bei Massage beraten lassen! - In der Duftlampe ist meist das Lieblingsöl des Kindes in der Regel eine gute Orientierung - einfach der Nase nach - vielleicht mal in einem Reformhaus oder Apotheke in die Öle "hineinschnuppern".

Ich würde darauf achten, dass das Kind sich möglichst viel bewegt - frische Luft, schwimmen (vielleicht auch Erlebnisbad mit kleinen Reizen), reiten, tanzen für Kinder, Trampolin springen zu Hause vielleicht auf einem kleinen Trampolin? - was auch immer dem Kind Spass macht und würde darauf achten möglichst viele Talente zu fördern - z.B. erdende Hobbys können hilfreich sein, wie gestalten mit Ton - Töpfern für Kinder oder auch freies Malen mit Farben oder auch bei Muskikalität singen oder z. B. Blockflöte spielen (reguliert spielerisch den Atemrythmus - der bei Ängsten oft gestört ist)!

:flower: Wünsche Euch viel Erfolg
ganz liebe Grüße
Rosenfee

Suza
Beiträge: 108
Registriert: 22. Nov 2003, 02:24

Beitragvon Suza » 7. Jan 2005, 02:21

Hallo Giftzwerg,

du schreibst von einer Therapeutin/ einem Therapeuten... in welcher Behandlung genau befindet sich deine Tochter?
Geht sie zur Ergotherapie? Hat sie Freunde/ Kontakt zu anderen Kindern? Was macht sie in ihrer Freizeit? Treibt sie Sport?
Rosenfee hat schon eine Menge Ansätze genannt, die in eurer Situation vielleicht hilfreich sein können. Möglicherweise wäre auch z.B. Judo eine geeignete Sportart. Es wäre vielleicht ein Weg, die Konzentration zu fördern
(wobei die Diagnose "ADS" zweitrangig ist) und das Selbstbewusstsein zu stärken.

Ich wünsche euch viel Geduld, weiterhin viel Lob und Liebe für eure Tochter!
Liebe Grüsse Suza

Benutzeravatar
koko
Beiträge: 17
Registriert: 6. Jan 2005, 00:34

Verzweiflung

Beitragvon koko » 12. Jan 2005, 13:07

Lieber Giftzwerg,
eure verzweiflung kann ich gut verstehen mein Sohn ist 10 und nicht gerade ruhig. Er hatte auch mit ängsten zu kämpfen. Wir haben damals eine kleine Therapiegruppe gefunden in der die Kinder spielerisch ihre Ängste und Agressionen rauslassen konnten.Dann hatte mein Sohn noch einige Gespräche mit einem Therapeuten unter vier Augen sozusagen ich weiß bis heute nicht was die beiden besprochen haben, doch die Ängste wurden weniger und heute ist er nicht ängstlicher als andere Kinder.
Euer Arzt wollte eurer Thochter Ritalin geben. Ihr könntet Schwarzkümmelöl versuchen das leitet auch Autotoxine aus dem Körper braucht allerdings etwas Geduld,
und die wünsche ich euch :wink:


Gruß koko
Das Gras
wächst nicht schneller
wenn man daran zieht.
(aus Afrika)

giftzwerg
Beiträge: 3
Registriert: 27. Dez 2004, 23:38

Beitragvon giftzwerg » 13. Jan 2005, 18:49

Hallo und guten abend!
erstmal möchte ich mich ganz herzlich bei allen bedanken, die hier einige Tips und gute Vorschläge für mich haben und hatten!!!
Inzwischen ist viel passiert! Meine Tochter muss erstmal vorübergehen ein Medikament nehmen da sich ihre Ängste ins unermessliche gesteigert haben und wir der Lage nicht mehr Herr sind, sie bekommt Risperdal. Schweren Herzens hab ich mich dazu entschieden und kämpfe mit grossen Versagergedanken!! Unsere Therapeutin ist übrigens aus der Antoprosophischen Medizin und somit vertraue ich ihr, denn diese Form von Medizin habe ich schätzen gelernt im Laufe der Jahre und ich arbeite auch so grösstenteils nur mit diesen Medikamenten. Leider hats hier allerdings nicht geholfen, denn meine Tochter ist innerhalb kürzester Zeit auch schulisch total abgerutscht. Ich hoffe irgendwann mit ihr gemeinsam diese Ängte und konzentrtionsschwäche abbauen zu können!!!
Ich wünsche noch einen schönen Abend und sende einen lieben Gruss
giftzwerg
" Der verlorenste aller Tage ist der, an dem Du nicht gelacht hast"


blue-banana
Beiträge: 125
Registriert: 23. Aug 2004, 22:10

Beitragvon blue-banana » 13. Jan 2005, 21:23

Hallo Giftzwerg,

ich möchte ja nichts unterstellen, also bitte versteh mich nicht falsch, aber für mich klingen Deine Zeilen, als würde es auch Probleme innerhalb Eurer Familie geben. Wenn dies so sein sollte, dann wäre dies ein wichtiger Ansatzpunkt. Wenn nicht, umso besser.

Wie Rosenfee schon sagte, es ist wichtig, Deiner Tochter Rückhalt zu geben und wenn Du immer von Versagen und Verzeiflung sprichtst, wird das Deine Tochter sicher spüren. Ein Kind braucht "starke" Eltern. Was nicht heißen soll, daß Eltern nicht auch mal schwach sein dürfen, aber sie sollten bestenfalls dem Kind absolute Sicherheit und Geborgenheit vermitteln.

Diese Ängste müssen ja irgendwor herkommen. Vielleicht ist früher mal was passiert, was sie nicht verarbeiten konnte. Das muß für Dich als Elternteil nichts gravierendes sein, aber aus Sicht eines Kleinkindes können ja auch scheinbar harmlose Situationen traumatisch wirken.
Wurde sie als Kleinkind vielleicht mal von der Mutter getrennt? Oder im Krankenhaus? Oder ist etwas passiert was Du gar nicht weißt?

Eine lohnenswerte Therapie könnte auch die Hypnosetherapie sein. Kinder sprechen darauf in der Regel gut an. Müßte natürlich ein erfahrener Therapeut sein und es ist auch nicht ganz billig.

Ich wünsche Euch jedenfalls alles Gute und viel viel Zuversicht.

LG

Benutzeravatar
Wegwarte
Beiträge: 148
Registriert: 3. Jul 2004, 20:50

Beitragvon Wegwarte » 14. Jan 2005, 20:11

Hallo Giftzwerg,

ganz sponan möchte ich mich mal der Meinung von blue-banana anschließen.
Hast du selbst (für dich oder deinen Mann)denn schon einmal das Gespräch mit einem Therapeuten gesucht? Wenn euer Leben so stark von den Ängsten eurer Tochter beeinflusst wird (was absolut verständlich ist!!!) braucht auch ihr Hilfe.
Du sprichst ja selbst schon von Versagensängsten.
Kinder haben hierfür eine unglaublich ausgeprägte Antenne, die schon fast als telepatisch zu beschreiben ist.
Also sucht bitte auch für euch selbst als Eltern Hilfe und Gespräche bei einem Therapeuten sonst ist die Therapie für eure Tochter nur eine halbe Sache.
Ich hoffe, du verstehst, was ich damit sagen will
lieben Gruß
Wegwarte

giftzwerg
Beiträge: 3
Registriert: 27. Dez 2004, 23:38

Beitragvon giftzwerg » 14. Jan 2005, 23:33

Hallo an alle hier!!
Es ist richtig das es Probleme innerhalb meiner Familie gab, allerdings gab es die Probleme meiner Tochter schon weit zuvor!!!
Ich glaube jeder kann es mit nachempfinden diese Versagerängste zu empfinden wenn man feststellt das das eigene Kind sich irgendwann anders entwickelt als andere Kinder. Selbstverständlich setzte ich nicht nur bei meinem Kind an sondern befinde mich ebenso wie mein Mann in Behandlung weil wir oftmals einfach nur Kraft schöpfen müssen!! Und nach ganz ganz vielen Sitzungen ist das erste mal der Gedanke erläutert worden das es ein Stück weit nicht nur das Elternhaus ist sondern durchaus auch Veranlagung!!! Meine Tochter hat ADS (allerdings ohne Hyperaktivität) und sie hat zusätzlich noch eine Depression die nicht durch äussere Einflüsse gesteuert wird sondern aus dem Kind selber kommt!! Die Ängste kommen und gehen, es gibt Situationen da hat sie keine Angst und die gleiche Situation kann sie 2 Tage später in Panik versetzen!! Ich habe schon wirklich jeden Punkt genaustens abgewägt!! Und mein Entschluss meinem Kind Medikamente zu geben war nicht mal eben aus dem Ärmel geschüttelt, denn sie ist nun schon seit mehr als einem Jahr in Behandlung ohne Medikamente!! Es ist heute erst der 2. Tag und es gibt schon eine deutliche Verbesserung, ich war ganz lang mit ihr spazieren und das erste mal war es so, dass sie sich hinterher einfach nur gut gefühlt hat!! Sie hatte nicht diese innere Unruhe und war seit langer Zeit glücklich und dies obwohl wir solche Sparziergänge regelmässig machen!! Sie war entspannt und ruhig und nicht so aufgewühlt!! Morgen gehen wir wieder!! Es war wunderbar das sie es geniessen konnte!! Es war seit langer Zeit das erste mal auch für mich entspannend und ein glückliches Erlebniss!!
Es grüsst vom Sparziergang
giftzwerg!!
" Der verlorenste aller Tage ist der, an dem Du nicht gelacht hast"



   

Zurück zu „Kinder Forum“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast