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Beinwell

nur für Kräuter & Pflanzen die Heilwirkung besitzen

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Kräuterfee
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Beinwell

Beitragvon Kräuterfee » 4. Jul 2002, 09:18

Sein Einsatz ist bei mir nicht wegzudenken bei Zerrungen, Quetschungen, Prellungen und Verstauchungen sowie von Sehnen- und Muskelentzündungen wie auch den Tennisarm. Dort ist er für mich unschlagbar. :)
Er enthält Vit. A , Vit. B 12 , Vit. C , Vit. E, Beta-Carotin, Kalzium , Kobalt, Kupfer, Germanium, Eisen, Magnesium, Stickstoff, Kalium , Silikon, Schwefel, Zink, Aminosäuren (einschließlich Hysine), Allantoin, Pyrrolizidinalkaloide, Schleim, Gerbstoffartige Säure.

Eine Beinwellsalbe

Zutaten:
40 g Beinwellwurzel
12 EL Sonnenblumenöl
60 g Palmfett
20 g Bienenwachs
3-4 Beinwellblätter

Die frisch gewaschene Beinwellwurzel (Symphytum officinale) in kleine Stücke schneiden. Die Wurzel sondert bei Verletzung der Haut einen weißen, milchigen Saft ab, der sich rasch braun verfärbt. Nicht wundern, gebe die Beinwellstücke in ein Glasgefäß. Danach sofort 12 Eßlöffel Sonnenblumenöl darübergeben. Das Ganze zugedeckt drei bis vier Tage an der warmen Sonne ziehen lassen. Nun 60 g Palmfett und 20 g Bienenwachs bei mäßiger Hitze in einer Pfanne schmelzen. Das Öl mit den Wurzelstücken und den 3-4 fein gehackten Beinwellblättern dazufügen und kurz mit erwärmen. Die Masse abkühlen lassen, bis sie fest ist. Den ganzen Vorgang noch dreimal wiederholen. Danach Salbe durch ein Tuch in ein Schraubverschlußglas filtern, im Kühlschrank aufbewahren. Bei Bedarf die Beinwellsalbe mehrmals am Tag auf die betroffene Körperstelle auftragen.
Quelle ?
MfG
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Beitragvon Kräuterfee » 5. Jul 2002, 07:52

Beinwell-Wundwasser

- zur Behandlung kleiner Wunden und Schrammen. Es sollte bei der Anwendung Raumtemperatur haben, weil Wärme sine lindernde Wirkung verstärt. Es ist auch sehr gut zu empfehlen bei Sonnenbrand.

2 Tl frische Beinwellblätter oder 1 Tl getrockneter Beinwell
300 ml kochendes Wasser

Die Beinwellblätter werden klein zerpflückt und dann mit dem kochendem Wasser in einer Schale überbrüht. 10 Min. ziehen lassen, durch ein Sieb abgießen und auf Raumtemperatur abkühlen lassen.
Ein Stück Mull mit dem Wundwasser tränken und damit die Wunde betupfen.
Quelle: Kräuterparadies

Ratte
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hallo kräuterfee

Beitragvon Ratte » 5. Jul 2002, 07:58

wie lang ist solch eine salbe haltbar? -?)

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Beitragvon Kräuterfee » 5. Jul 2002, 08:05

Hallo Ratte,

im Kühlschrank bis zu einem Jahr (nicht mit den Fingern 'rein versteht sich)... ;)
MfG
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Beitragvon Kräuterfee » 5. Jul 2002, 08:15

Ich mache mir immer folgende

Beinwellsalbe

ca 4-6 frische, saubere Wurzeln werden fein geschnitten und in 250 g reinem Schweinedarmfett aufgebraten. Über Nacht warm stehen lassen. Am folgendem Tag wird die Mischung nochmals angewärmt ( nicht mehr heiß, nur zum Verflüssigen ) und durch ein engmaschiges Tuch gepreßt oder durch Kaffeefilter gegossen. - Dann setze ich noch 2-3 Tropfen Ylang-Ylang hinzu (wegen des angenehmeren Geruchs) ;) , gut umrühren - fertig. In saubere, verschließbare Gläser füllen und gekühlt aufbewahren.
MfG
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Beitragvon Kräuterfee » 8. Jul 2002, 09:06

Beinwellblätter im Schatten trocknen - dazu die jungen Blätter breit auslegen.
Danach die Blätter in einem Mörser oder in der Küchenmaschine zu Pulver zermahlen und in Gläser füllen.
MfG
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Beitragvon Kräuterfee » 9. Jul 2002, 08:33

Beinwellsalbe

2 Teile Beinwell und 1 Teil Gänsefingerkraut werden in Schmalz erhitzt.
Die Kräuter werden dann abgeseiht.
Diese Salbe hat sich bei Gelenk- und Muskelschmerzen bewährt.
Quelle: Kräuterparadies
MfG
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Beitragvon Kräuterfee » 9. Jul 2002, 18:57

Beinwellöl

(gut für schöne glatte Beine – durch hohen Allantoingehalt)
100 ml Olivenöl und 3 Eßl Beinwellblättersaft oder 30 Tropfen Beinwelltinktur
Quelle ?
MfG
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Beitragvon Carifi » 23. Jul 2002, 16:48

Hallo! :)

Kann ich das Beinwellöl auch mit Beinwellkraut machen (Kraut einfach mit Öl aufgießen und ziehen lassen - abseihen - fertig) oder funktioniert das nur mit dem Wurzelwerk? Wenn ja, muss das Kraut getrocknet sein oder kann es auch frisch verwendet werden.

Ich weiß, wieder mal 'ne Menge Fragen - aber ich sage mir immer: wer nicht fragt, lernt nichts dazu!

Würde mich über Antworten sehr freuen!

Liebe Grüße,

Carina

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Beitragvon Kräuterfee » 23. Jul 2002, 18:41

Hallo Carifi,

keine frischen Blätter nehmen, das Öl kippt durch die hohe Feuchtigkeit im Blatt.
Bald kannste ja die Wurzeln ernten (Herbst).
Mit gepulverten Blätter habe ich es noch nie gemacht - ich schwöre halt auf die Wurzel.
MfG
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Beitragvon Kräuterfee » 29. Jul 2002, 14:11

Beinwelltinktur a la Kräuterfee

Beinwellwurzeln säubern, in kleine Scheiben schneiden, in ein verschließbare Gefäß geben und sofort einer Flasche mit 32%igem Korn übergießen, damit nicht so viel an den Schnittstellen oxydiert.
Ca 4 Wochen ziehen lassen - fertig - ergiebt eine dunkle braune "Brühe"
Ich fülle dann einen Teil in eine kleine, dunkelbraune Tröpfchenflasche von 50 bzw. 75 ml und gebe 1-3 Tropfen Ylang-Ylang (ätherisches Öl) dazu. (Den Rest lasse ich kühl in der Flasche - im Keller z.B.)
Vor Gebrauch aufschütteln, dann auftragen; leicht einmassieren.
Es eignet sich nach Wunsch auch anderes ätherisches Öl.
Grund der Zugabe (auch wie bei meiner Salbenherstellung, Beinwellwurzel bei der Herstellung hat einen etwas eigenartigen Geruch und den überdeckt das ätherische Öl) :)

Beinwelltinktur gibt superschöne glatte Beine (aufgrund des hohen Allantoingehaltes).
Und Wunden heilen schnell ab und hinterlassen keine Spuren/Kratzer.
Sie erfrischt und wirkt entzündungshemmend (Gelenke etc.)

:flower:
MfG
Kräuterfee

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Beitragvon Carifi » 13. Aug 2002, 17:20

Hallöchen,

da ich selbst gern Beinwellöl bzw. -tinktur herstellen möchte, aber in meiner Umgebung nirgendwo Beinwellpflanzen finde (ausser eine am Straßenrand), habe ich nachgeforscht und sogar einen Kräuterversand gefunden, der Beinwurz verkauft. Die Sache ist, dass die Wurzeln bereits geschnitten (in Scheiben) versendet werden. Nun wollte ich gern wissen, ob dabei die Heilwirkung beeinträchtigt wird bzw. evtl. sogar gänzlich verloren geht. Denn eigentlich sollte man die Wurzeln ja direkt nach dem zerschneiden mit Öl bzw. Alkohol bedecken.

Tja, kann ich diese bereits geschnittenen Wurzeln trotzdem verwenden oder besser nicht?!
Liebe Grüße,

Carina

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Beitragvon Kräuterfee » 13. Aug 2002, 19:53

Hallo Carina,

frisch ist wie immer, meistens besser...
Aber wenn Beinwell richtig getrocknet wird (dazu wird er besser in Scheiben geschnitten) und vor allem schnell getrocknet, kann sich kein Schimmel bilden, der das Allantoin, welches für die Zellbildung und Heilung von Wunden gebraucht wird, zerstört wird.
Natürlich wird auch die pulverisierte Wurzel verwendet (als Breiauflage z.B.).
Ich habe bisher nur aus frischen Wurzeln die Tinktur hergestellt und ich meine, der Allantoingehalt ist da höher. Aber es kommt beim Beinwell ja nicht nur auf das Allantoin an, sondern er zeigt mit allen dazugehörenden Wirkstoffen seine bekannte Wirkung.
Wenn Du einen Garten hast, kannste ja ihn auch in eine Ecke pflanzen, wo er nicht stört (er ist hinterher nicht so einfach wieder zu entfernen, durch seine mitunter tief gehenden Wurzeln).
MfG
Kräuterfee

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Beitragvon Carifi » 14. Aug 2002, 08:58

Liebe Kräuterfee,

hm, einen Garten habe ich leider nicht - "nur" einen Balkon.
Also meinst du, dass ich es mit den getrockneten Wurzeln durchaus versuchen könnte (obwohl die frischen besser wären). Aber für Öl klappt es doch ohnehin nur mit getrockneten, oder?

Naja, ich werd's einfach mal versuchen!!
Liebe Grüße,

Carina

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Beitragvon Kräuterfee » 14. Aug 2002, 09:12

Hallo Carina,

probier's einfach bei der Tinktur.
Öl habe ich auch nicht gemacht, aber bei Beinwell klappt's nur mit getrockneten Wurzeln würde ich behaupten, da die Wurzel zu feucht ist.
MfG
Kräuterfee



   

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