Johannisbeere [schwarz] - (Ribes [nigrum])

nur für Kräuter & Pflanzen die Heilwirkung besitzen

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Jens
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Registriert: 4. Dez 2001, 01:00

Beitrag von Jens »

Nachdem ich gerade ein Rezeptthema "Johannisbeere" aufgemacht habe, darf natuerlich das dazugehoerige Thema unter "Sonstige Kraeuter" nicht fehlen. Ich gehe hier zunaechst nur auf die schwarze Johannisbeere ein, da diese am gesuendesten ist und am meisten von den Johannisbeeren als heilkraeftig geschaetzt wird.

Im Gegensatz zu der weissen und der roten Johannisbeere entwickelt die Schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum) einen eigenartigen Geruch, der als unangenehm empfunden wird. Sie kommt bei uns z.B. in feuchten Waeldern oder Erlenbruechen auch noch wild bzw. verwildert vor. Sie blueht im April bis Mai und traegt die reifen Fruechte ab Juni.

Ernte: Man verwendet Fruechte und Blaetter. Die Blaetter erntet man im Juni und trocknet diese an der Luft - man muss jedoch Sorge tragen, dass die Blaetter nicht vom Kronrost (einem Pilz) befallen sind. Die Fruechte, die meistens zu Saft verarbeitet werden, erntet man im vollreifen Zustand (naheliegend ;-)).

Heilwirkung: Den ungesuessten Saft aus den Fruechten verwendet man gerne gegen Husten, Keuchhusten und Heiserkeit, als Vorbeugemittel gegen Erkaeltungen und vor allem gegen akute und chronische Durchfaelle. Bei Entzuendungen in Mund und Rachen kann man mit dem Saft auch gurgeln. (Natuerlich ist auch die schwarze Joh.-beermarmelade gesund.) Getrocknet werden die Beeren manchmal bei Harnbeschwerden gebraucht.
Die Blaetter sind erwiesenermassen wassertreibend und bei Rheuma und Gicht zeigen sie unterstuetzende Wirkung.

Volksmedizin: In der Volksmedizin werden die Blaetter weitaus haeufiger verwendet als in der Schulmedizin (Wirkung wie oben). Der Saft wird neben der Vorbeuge gegen Erkaeltungen auch zur allgemeien Kraeftigung (wegen des hohen Vitamin C Gehaltes), gegen Appetitlosigkeit wie auch gegen Magen- Darmbeschwerden genutzt.

Interessant: Die reifen Fruechte enthalten einen auch "Vitamin J" genannten Stoff, der vor Lungenentzuendung schuetzen soll.

MfG
Jens

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Angelika
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Beitrag von Angelika »

Die Johannisbeere hat ihren Namen vom christlichen Kalender. Denn um den Johannistag kann man die ersten Früchte pflücken.

Da die Früchte ziemlich sauer sind, sollte man sie mit anderen Früchten mischen. Der Verzehr lohnt sich aber. Jede Beere gleicht einer Multivitaminpille. Schon 35 -40 Johannisbeeren decken den Tagesbedarf an Vitamin C. Auch andere Nährstoffe, wie Karotene, Vitamin A, viel Niazin ( Vitamin B3, wichtig für Nerven) Kalium, Eisen, Pantothensäure, Magnesium und Mangan sind in hoher Konzentration enthalten.

Auch stärken sie das Immunsystem und die Hormonproduktion. Aktivieren die Blutbildung und beruhigen die Nerven, auch Herz und Muskeln werden unterstüzt.
Ihre vitalisierende Wirkung ist schon nach 90 Min. wissentschaftlich meßbar.

mfg Angelika

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Kräuterfee
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Beitrag von Kräuterfee »

Johannisbeerlikör
nach Kräuterpfarrer Simon

Die reifen schwarzen Johannisbeeren pressen, Minzeblätter zufügen, mit Branntwein aufgießen, für 8 Tage in die Sonne stellen, filetern, etwas gerösteten Zucker hinzufügen und in Flaschen abfüllen.
Ein Schluck vor dem Zubettgehen hilft gegen Schlaflosigkeit.
MfG
Kräuterfee

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Kräuterfee
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Die schwarze Johannisbeere bei Hildegard von Bingen

Beitrag von Kräuterfee »

Johannisbeeren - Schutz vor Gicht

"Die Johannisbeere ist sehr warm. Ihre Frische und Säfte kann man nicht alleine gebrauchen, solange sie nicht mit anderen Pflanzenaromen gemischt werden. Dann bekommen sie noch einen höheren Nutzwert."
Hildegard nannte den schwarzen Johannisbeerstrauch auch den "Gichtbaum", denn seine Früchte schützen gegen Rheuma und vor allem vor "Vergichtung" des Gehirns (Alzheimer- und Parkinson-Krankheit).
MfG
Kräuterfee

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