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Passionsblume

nur für Kräuter & Pflanzen die Heilwirkung besitzen

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Sorath
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Passionsblume

Beitragvon Sorath » 13. Okt 2002, 16:38

Für ruhigere Nächte!

Die Entdeckung der Passionsblume verdanken wir den frommen Mönchen, sowie den Botanikern und Heilkundigen im späteren Mittelalter.

Die Seefahrer brachten aus der „neuen Welt“ eine wundersame Schlingpflanze, die von den Indianern im brasilianischen Urwald als Herz- und Beruhigungsmittel gebraucht wurde.

Alkaloide, Flavonoide, Harman, Harmin, Harmol, Harmalin, Glykoside und Gerbstoffe der Pflanze wirken beruhigend, schlaffördernd, nervenstärkend, entspannend, krampflösend, leicht schmerzstillend und leicht blutdrucksenkend.

Sie wird als Sedativum und Spasmolytikum verwendet. Passionsblume kann ohne Nebenwirkungen kurmässig angewendet werden.

Trad. Indikationen:
Schlaflosigkeit, Unruhe, Nervosität, Spannungen, Verkrampfungen, Depressionen, Herzneurose, Wechseljahre, Reizbarkeit, Angstzustände.


Anwendung und Wirkung
Ein Tee aus Passionsblumenkraut ist vor allem für Kinder ein gutes Mittel bei Nervenschwäche, Schlafstörungen, Angst und Unruhe.
Mit anderen beruhigenden Kräutern wie Baldrian, Hopfen , Melisse und Johanniskraut findet das Passionsblumenkraut in Schlaf- und Beruhigungstees Verwendung (Sidroga Schlaf- und Nerventee). Auch Unregelmäßigkeiten des Kreislaufs und leicht erhöhter Blutdruck lassen sich unterstützend mit dieser Heilpflanze behandeln.

In der Homöopathie verwendet man "Passiflora" als Urtinktur oder niedere Potenz D1 und D2 vorwiegend als Schlafmittel, aber auch als krampflösendes und Rheumamittel. Man gibt 3 Stunden und zusätzlich unmittelbar vor dem Schlafengehen 5 bis 20 Tropfen.


Tipp gegen Schlafstörung

Eine gute Alternative zu stärkeren Schlafmitteln ist folgende Mixtur gegen Schlaflosigkeit:

30 g Passiflora Urtinktur
30g Baldriantinktur
5g Pomeranzentinktur

Diese Mixtur entkrampft und entspannt und fördert die Schlafbereitschaft, Nebenwirkungen sind nicht zu erwarten.

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Wenn man die Pfanze selbst anbauen möchte:

Düngen:
Wöchentlich von März bis August. Gelbe Blätter zeigen Mangel an.

Schneiden:
Im März oder Oktober Seitentriebe auf 5-8 Knospen zurückschneiden, da sich die Blüten an einjährigen Trieben entwickeln.

Überwintern:
Hell bei 8 - 15 °C. Einige Arten gelten als winterhart.

Tipp:
Passionsblumen sind wüchsige Kletterpflanzen. Ihre Triebe benötigen ein Rankgerüst. Damit der Wind sie nicht umwirft sollte man große standfeste Töpfe verwenden.

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Bild

Schöne Grüße

- Sorath - :wink:
Zuletzt geändert von Sorath am 22. Okt 2002, 19:54, insgesamt 1-mal geändert.


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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 14. Okt 2002, 17:44

Passionsblume - Passiflora incarnata - Fleischfarbige Passionsblume

Wie schon Sorath mit den Fertig-Rezeptvorschlägen (Fertigteemischungen und Tinkturen) andeutete - danke schön :) , handelt es sich bei der Passiflora incarnata L. um eine Pflanze, die Pflanzengifte enthält und hat richtiger Weise auch aufgeführt, daß die Pflanze Alkaloide enthält. Ihre reifen Früchte sind jedoch eßbar.

Diese Pflanze wurde von dem spanischen Arzt Monardes im Jahr 1569 entdeckt.
Ihre Heimat ist die USA und in den wärmeren Gebieten Mitteleuropa und im Garten hat sie Einzug bei uns gehalten.

Die Blaue Passionsblume - P. caerulea L. hingegen kommt aus Brasilien und ist ebenfalls bei uns eine beliebte Zimmerpflanze. Die ganze Pflanze ist ebenfalls giftig [enthält cyanogene Verbindungen (Blausäureglykoside), reife Früchte sind jedoch eßbar und sehr wohlschmeckend).
Die Vielfalt der Passionsblumen ist groß und sie sind bemerkenswert schön in ihrer Blüte.

Die Droge der Passiflora incarnata enthält Wirkstoffe, die krampflösend und beruhigend wirken. Die Inhaltsstoffe schützen einerseits Herz und Gefäße, andererseits fördern sie den Schlaf und lösen Angst und Spannungen. Dank ihrer entkrampfenden und mild beruhigenden Wirkungen stärkt die Passionsblume die Nerven, indem sie für einen erholsamen Tiefschlaf sorgt. Tagsüber fördert sie die innere Ruhe, ohne benommen oder müde zu machen. Die Reaktionsfähigkeit ist dabei nicht eingeschränkt.
Sie bringt also Abhilfe bei Unruhe und Angstzuständen, auch bei leichten Schlafstörungen und nervösen Störungen bei Kindern.
In der Homöopathie wird sie ebenfalls bei Schlaflosigkeit infolge nervöser Unruhe (D0-D1) und bei vegetativer Nervosität (D2) eingesetzt. - Wirksame Substanz ist hier die Flavonoide (Vitexin) und ätherisches Öl.

Zu den Inhaltsstoffen:
- Gesamtalkaloidgehalt liegt bei 0,025-0,032 % (Gewächshauspflanzen) mit den Alkaloiden Harman (Passiflorin), Harmol (Oxyharman), Harmin (Banisterin), Harmalin (3,4-Dihydroharmin)
- Flavonoide mit 1,5 - 2,2 %
- Saponine
Nach neueren Angaben soll die Pflanze kein Harmol, Harmin und Harmalin enthalten, lediglich Harman (55 μg/100 g Droge)

Quelle: Giftpflanzen Pflanzengifte , Roth, Daunderer, Kormann
Zuletzt geändert von Kräuterfee am 10. Sep 2003, 13:19, insgesamt 1-mal geändert.
MfG
Kräuterfee

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darbo
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Beitragvon darbo » 9. Sep 2003, 21:45

Hai! :D
Ich liebe diese Pflanze! Mußte aber feststellen, dass es ziemlich viele verschiedene Sorten, Farben gibt und konnte mich letztendlich dann doch nicht zu einem Kauf entschließen.
Welche von denen, vielleicht die im lila Laubkleid ist denn nun die Echte?
Oder ist das eine Pflanze aus dem Samen der Maracuja? :???:

Ein Tipp an dieser Stelle wäre nett. Hab mir erstmal euren Textsalat ausgedruckt, um ihn später zu studieren.

Euer Breitmaulfrosch Garbo

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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 10. Sep 2003, 09:03

Hi Daniela,

dann studier ihn erst mal, damit Du die Unterschiede der Pflanzen erkennst ;-)
Hier sind wir unter dem Thema Kräuter und nicht im Thema Garten, also nicht verwechseln, hier geht es um Heilpflanzen, nicht um Gartensorten ;-)
:wink:
MfG
Kräuterfee

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Kräuterfee
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Passsionblumentee

Beitragvon Kräuterfee » 2. Dez 2004, 19:29

Passsionblumentee

1 TL wird mit kochendem Wasser übergossen, 5-10 min ziehen lassen, abseihen.
Tagesdosis: 1-2 Tassen (tagsüber oder vor dem Schlafengehen

Keine Daueranwendung; dauern die nervösen Zustände länger an, lieber den Arzt konsultieren
MfG
Kräuterfee

zooe
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Re: Passionsblume

Beitragvon zooe » 7. Nov 2011, 04:58

Wie lange darf eine Passionsblumenkraut-Kur dauern?
Und nach wie langer Pause darf ich die nächste Kur anfangen?

Was passiert, wenn ich Passionsblumenkraut dauernd nehme?
(Ich trinke nämlich schon seit ein paar Monaten diesen Tee. Er tut mir eigendlich sehr gut. Aber vermutlich sollte ich wohl dringend mal eine Pause einlegen?)


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Angelika
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Re: Passionsblume

Beitragvon Angelika » 8. Nov 2011, 19:10

Hallo Zooe,

bei Heilkräuter soll man nach 3 -4 Wochen eine Pause von einer Woche machen.
Sonst gewöhnt sich der Körper daran und die Heilwirkung lässt nach.

Viele Grüße
Angelika

zooe
Beiträge: 15
Registriert: 28. Feb 2011, 14:15

Re: Passionsblume

Beitragvon zooe » 9. Nov 2011, 18:06

Hallo Angelika,
vielen Dank für Deine Antwort. :wink:
Eine Woche Pause ist ja nicht so lang. Dann mach ich das mal.
Die Wirkung hatte aber nach der langen Einnahmezeit noch nicht nachgelassen. Eher im Gegenteil - so kam es mir vor.
Ich hatte mir nur etwas Sorgen wegen der enthaltenen Alkaloide und deren möglichen Wirkung :eek: bei Dauereinnahme gemacht.

schöne Grüße, zooe

gartenzauber
Beiträge: 3
Registriert: 3. Jul 2015, 10:15

Re: Passionsblume

Beitragvon gartenzauber » 5. Jul 2015, 12:08

Hallo Naturfreunde,
das kann ich nur bestätigen. Ich habe auch für eine gewisse Zeit vor dem Schlafen Gehen Passionsblumen Tee zu mir genommen. Ich konnte tatsächlich besser einschlafen und kam gut zu Ruhe. Doch länger als 2-3 Wochen sollte man nicht täglich Passionsblume zu sich nehmen, riet mir meine Homöopathin. Unter dem Link wird die Passionsblume gut beschrieben, finde ich. http://---Werbung----tee/ Zudem ist die Pflanze eine wahre Pracht, oder nicht?
LG



   

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