Kürbis

nur für Kräuter & Pflanzen die Heilwirkung besitzen

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Kräuterfee
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Kürbis

Beitrag von Kräuterfee »

Kürbis - Curcurbita pepo

Der Kürbis ist eng verwandt mit der Gurke und Zucchini, die ebenfalls zur Familie der Kürbisgewächse zählen.
Die Kürbispflanze trägt entweder grüne, weiße oder mehrfarbige Früchte. Sie erreichen oft eine erstaunliche Größe.

Auch der Kürbis war früher schon eine geschätzte Heilpflanze, bevor in die Forschung entdeckte.
Das frische Fruchtfleisch zerstoßen wurde als heil- und Wundsalbe für brennende Füße, entzündete Geschwüre, Krampfadern und Greisenbrand eingesetzt.
Der Salat aus dem Fruchtfleisch wurde als Blutreinigungsmittel verwendet.
Die geschälten und eingeweichten Kürbiskerne zu Brei gestampft, sind seit Alters her als wirksames Wurmmittel, sogar zur Abtreibung des Bandwurms eingesetzt worden.

100 g Kürbis enthalten nur 15 Kalorien. Seine Ballaststoffe regen die Verdauung an und schaffen bei Neigung zur Verstopfung sanft Abhilfe. Dabei hat er gleichzeitig noch eine Fülle an Vitalstoffen zu bieten, die für die Fitness und Schönheit wichtig sind.
Da Fruchtfleisch verdankt seine sattgelb-orangeliche Farbe dem Beta-Carotin, das im Körper zu Vitamin A umgewandelt werden kann. Dieses ist sehr wichtig für die Sehkraft, für schönes Haar und schöne Haut. Der Kürbis enthält die Mineralstoffe Kupfer, Eisen, Magnesium, Kalzium und sehr viel Kalium in einem für den Stoffwechsel sehr günstig abgestimmten Verhältnis. Durch die Zahlreichen basischen Mineralstoffe wirkt der Kürbis entsäuernd und entschlackend.
Noch medizinisch interessanter sind die Kürbiskerne. Sie enthalten wertvolle Inhaltsstoffe. Sie sind reich an ungesättigten Fettsäuren, die den Cholesterinspiegel senken, damit einer Arteriosklerose entgegenwirken und vor Herzinfakt und Schlaganfall schützen.
Ferner enthalten Kürbissamen die Spurenelemente Mangan, Zink und Kupfer. Vitamin E und Selen wirken als Antioxidantien und schützen somit vor Einflüssen. Die das Altern beschleunigen, den Herzmuskel schädigen und die Krebsentstehung begünstigen.
Bei Erkrankungen von Blase und Harnwegen (z.B. bei Reizblase und Blasenschwäche bei Frauen) werden Kürbiskerne in der Naturheilkunde schon sehr lange erfolgreich angewendet. Rund die Hälfte aller Männer über 60 Jahren ist von einer altersbedingten, gutartigen Vergrößerung der Prostata betroffen und leidet unter den Symptomen, wie z.B. Probleme beim Wasserlassen.
Kürbiskerne lindern diese Symptome effektiv und zeigen auch bei langer Einnahme keine Nebenwirkungen.
MfG
Kräuterfee

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Kräuterfee
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Beitrag von Kräuterfee »

Anwendungen

- Samen bei Reizblase, Prostatabeschwerden (Prostatahyperplasie)
- Mus aus Fruchtfleisch gegen Schwangerschafterbrechen
- Wurmmittel


Ein Salat aus rohem Kürbisfruchtfleisch ist ein gutes Blutreinigungsmittel, das auch bei Nierenentzündung und Zuckerkrankheit wirkt.
MfG
Kräuterfee

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Ursula
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Beitrag von Ursula »

Hi Kräuterfee,

ich habe mir vor kurzem Kürbiskerne für`s Brotbacken gekauft. Auf der Packung ist u.a. auch die beschriebene Wirkung zur Unterstützung der Blase vermerkt, wenn man 1 bis 2 gehäufte Esslöffel täglich von den Kernen ißt.

Interessantenweise steht auf der Packung auch der Hinweis, das eine Wirkung "erfahrungsgemäß eine Anwendung über Wochen oder Monate erforderlich" macht. :o

Bei der Zeitspanne ist es besser, die Kürbiskerne vorbeugend zu nehmen, als z.B. erst bei akuten Blasenproblemen. :(

Ursula :)

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Kräuterfee
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Kürbisschalen-Tee

Beitrag von Kräuterfee »

Kürbisschalen-Tee
gegen dicke, geschwollene Beine

Die Schale mit dem harten Fruchtfleisch in kleine Stücke schneiden, mit 1 l Wasser 10 min lang kochen und dann absieben. Das Kochwasser nach und nach trinken.

Quelle: Praxis täglich vom 9.1.2003
MfG
Kräuterfee

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Giulia
Beiträge: 14
Registriert: 30. Jul 2003, 08:36

Nochmal Kürbiskerne

Beitrag von Giulia »

Hallo!

Ich hab eine Frage den Kürbiskernen: Kann man die Kerne aus allen Kürbissorten essen, oder gibt es Unterschiede in den Inhaltsstoffen?
Zum Ölpressen nimmt man doch die grünen Kürbisse, oder?
Ich hab auf dem Markt ein Stück Butternusskürbis (stimmt der Name?) gekauft, der übrigens sehr gut war. Die Kerne hab ich getrocknet. Außer essen wird mir nix bleiben, wir haben nicht mal einen Balkon, auf dem man einen kleinen Kürbis ziehen könnte.

Viele Grüße
Giulia

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Kräuterfee
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Beitrag von Kräuterfee »

Hallo Giulia,

es werden nur die Kerne der reifen Kürbisart Cucurbita pepo styriaca - der steirische Sommer- oder Ölkürbis - verwendet. Sie unterscheiden sich rein äußerlich von den anderen Kürbiskernen durch die dunkelgrüne Farbe und die Größe der Kerne. Beim Verzehr fällt einem sofort der nussartige Geschmack auf, der sie gegenüber den anderen Sorten haben.

Inhaltsstoffe der (steirischen) Kürbiskerne:
- ungesättigten Fettsäuren (Linolsäure), Kalium, Magnesium, Calcium, Phosphor, auch Spurenelemente wie Zink, Kupfer, Mangan und Selen sowie Vimanin E
:wink:
MfG
Kräuterfee

ed
Beiträge: 24
Registriert: 24. Aug 2003, 15:12

Beitrag von ed »

Hallo Giulia,

die Kerne der Kürbisse aus der Steiermark haben nur ein feines Häutchen außen rum, während meines Wissens alle Anderen eine richtige feste Schale haben. Das Problem ist, diese auf zu kriegen um an die Kerne ran zu kommen.
Essen wird man sie wohl können, habe bisher noch nichts gegenteiliges gehört.

Schöne Grüße

Ed

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Kräuterfee
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Registriert: 29. Nov 2001, 01:00

Beitrag von Kräuterfee »

...ja essen kann man diese auch, mir ist das Gepule zu viel und der Geschmack eben nicht so lecker wie die grünen mit Ihrem nussigen Geschmack.
MfG
Kräuterfee

DFNT ..
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