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Colitis Ulcerosa

Suche hilfe, was tun gegen ...
Keine Frauenprobleme !

Moderator: Angelika

profa
Beiträge: 1
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Colitis Ulcerosa

Beitragvon profa » 9. Nov 2003, 16:21

:-? Habe ich nächste Schub.Weiss bitte jemand ,wie ich es besser bewältigen kann ohne cortison? Cortison nehme ich seit 3Wochen ein.Es ist wieder bischen besser.Danke !


Barlach
Beiträge: 9
Registriert: 4. Nov 2003, 11:06

Colitis Schub

Beitragvon Barlach » 9. Nov 2003, 18:24

Hallo profa,
vor 6 Jahren hatte ich meinen ersten Colitis Schub. Das ging 3 Jahre: 6 Monate Colitis (ca. 20-30 x pro Tag aufs Klo/ nur Blut), 6 Monate kein Durchfall, nur Blähungen und Unwohlsein. Das war wirklich eine harte Zeit.
Trotz allem habe ich kein Kortison genommen. Ich war lange in homöopathischer Behandlung (was nicht geholfen hat) und bei einem chinesischen Arzt, der mir Tee verschrieben hat und Nadeln gesetzt hat - in Zusammenhang mit einer Diät.
Was mir geholfen hat (ich bin jetzt über 3 Jahre Beschwerden frei) - Psychotherapie und Familienaufstellung!!!!!!!!!!!!!!!!
Jede Krankheit hat eine Ursache - Pillen schlucken allein hilft nicht - man muss an sich arbeiten! Gute Besserung.

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Ursula
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Beitragvon Ursula » 9. Nov 2003, 19:44

Hallo Profa,

zur Familienaufstellung - von der Barlach schreibt - findest Du hier im Forum etwas in der Rubrik "Heilverfahren" u.a.:

http://www.natur-forum.de/forum/viewtopic.php?t=397

LG Ursula :wink:

PS: aus psychosomatischer Sicht gibt es bei Colitis ulcerosa die Problembereiche:

- gegenseitige Abhängigkeit von Mutter und Kind
- Verlust: Tod, Scheidung, Ortswechsel - ohne Verarbeitungsmöglichkeit
- chronische Überforderung als Kind
- nichtakzeptierte Fähigkeiten (des Kindes)

Ziel in einer Psychotherapie bei Col.Ul. ist deshalb: Selbstbehauptung erwerben.

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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 24. Nov 2003, 20:26

Die geschwürige Dickdarmentzündung (Colitis ulcerosa) ist eine chronische Erkrankung, die vom Mastdarm ausgeht und den gesamten Dickdarm erfassen kann. Sie verläuft häufig schubweise - in akuten Phasen mit Bauchschmerzen und Fieber. Charakteristisch sind blutige und schleimige Durchfälle, Appetitslosigkeit, Gewichtsverlust und Blutarmut können folgen.
Ursachen sind bis heute nicht erklärt, man vermutet eine erblichen Faktor und diskutiert werden auch Infektionen mit Bakterien oder Viren, sowie Störungen der Immunabwehr.

Ernährung
sollte möglichst schonend und doch den Körper mit Nährstoffen versorgen, da die erkrankte Darmschleimhaut ihre Verdauungsaufgaben nur unzureichend erfüllen kann.
- Astronautenkost: Zusammengesetzte Mischung aus elementaren Nährstoffen in leicht verdaulicher Form soll dafür sorgen, daß Bauchschmerzen und Durchfälle nachlassen.
- Eine Teepause von 1-2 Tagen ,bei der man aus Kamillenblüten, Brombeer-, Himbeer-, Erdbeerblättern oder Wermutkraut trinkt, entlastet den Darm. Danach beginnt man mit Reisschleim, anschließend erfolgt der behutsame Übergang zu Vollkost mit mageren Geflügen und Fisch, gedünstetem Gemüse und Kartoffeln, aber noch ohne Milch und Milchprodukte.
- Gegen chronischen Durchfall empfiehlt sich eine Apfelkur, bei der 14 Tage lang täglich 1 kg geschälte und geriebene Äpfel mit Karottenmus oder Reis gegessen werden.

Enzymtherapie
Aus tropischen Früchten gewonnen, beschleunigen den Abbau von Entzündungen.

Heilpflanzen
- hilfreich ist Odermennig und Kanadische Gelbwurzel und Eibischwurzel zu gleichen Teilen; 1 TL auf eine Tasse Wasser, 10 min köcheln lassen, 3x täglich 1 Tasse, beruhigt die Darmwände

Kneipp
- ansteigende Sitzbäder (beruhigt den Verdauungstrakt)
- Kneippsche Güsse, vor allen der Flachguß, bei dem Beine und Unterbauch bis zum Nabel mit kaltem oder wechselwarmen Wasser begossen werden (wirkt ausgleichend)
- evt. Einläufe mit Blutwurz-Zusatz können eine Besserung herbeiführen

Chinesische Medizin
- Moxibustion (bei einer Darmentzündung wird ein Beifußkegel über dem Nabel abgebrannt)

Autogenes Training
- harmonisiert das vegetative Nervensystem (während des akuten Schubes aber auf die Sonnengeflechtsübung verzichten)

Psychotherapie
-der Umgang mit sich selbst und Bezugspersonen spielen bei dieser Krankheit eine große Rolle (welche Therapie die richtige ist, sollte der Therapeut entscheiden)
MfG
Kräuterfee

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Beate
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Beitragvon Beate » 3. Dez 2003, 16:57

Hallo profa,

bin bei der Suche zu einem anderen Thema auf diese Linkseite gestoßen.
Vielleicht ist da was für Dich dabei?

http://www.superschida.com/colitis/co_aktuelltipps.htm

Viel Erfolg!

Beate :wink:

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babsi
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Beitragvon babsi » 3. Sep 2004, 00:21

hallo!

hab da ein schwerwiegendes problem:

ich weiß, dass man nicht einfach so tipps geben kann und man da auch gewisse informationen braucht aber ich brauch echt eure hilfe. und zwar geht es um meinen freund. er leidet an colitis ultserosa, also dieser chronischen entzündung der darmdingens. das heißt also, das er mal monatelang ruhe hat und dann plötzlich wieder einen unangenehmen ausbruch.

momentan ist es wieder so weit. schlimm finde ich nur, dass er der schulmedizin vertraut, und einfach übelste medikamente in sich hinein stopft ohne zu bedenken was er seinem körper mit diesen granaten (die er auch noch recht oft nimmt) antut. von heilpraktikern hält er nicht allzu viel, leider. er hat in der erziehung leider nicht viel mitbekommen, was die natur angeht und auch sonst hat er eine recht oberflächige einstellung zu allem. hauptsache es hilft und hauptsache schnell. ich bin gerade dabei ihn zu überzeugen und er meinte, dass er es gern erst mal versuchen würde bevor er sich den nächsten hammer antut. allerdings weiß ich nicht wie ich es schaffen soll...? mir ist natürlich klar, dass mir niemand von euch eine wunderwaffe nennen kann, dass der körper viel zu komplex ist (gerad der darm...) und dass da jede menge mehr dazu gehört. auch stressbewältigung, ernährungsumstellung usw. das alles ist nicht gerade einfach, das ist mir schon klar.

ich erhoffe mir eigentlich nur den ein oder anderen tipp, zum beispiel für einen tee der gegen die schmerzen hilft oder die anderen probleme die das so mit sich bringt?! ich bin mir ganz sicher, wenn ich damit etwas erreichen könnte, würd er auch zum heilpraktiker gehen.

vielen lieben dank!!!

babsi


gekiller
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Beitragvon gekiller » 3. Sep 2004, 09:43

Hallo Babsi,
dein Freund sollte auf jeden Fall zu einem Heilpraktiker gehen. Wie dur schon sagst, ist es schwierig, ein Standardrezept zu geben, das für alle gilt.
Klar ist bei Colitits ulcerosa, dass die psychische Komponente eine grosse Rolle spielt und die Schubhäufigkeit und -intensität beeinflusst. Das kann man beispielsweise mit Entspannungsverfahren unterstützen.
Dazu ist aber eben auch die Ernährung zu beachten und es gibt dann doch auch so einige Mittel, die die Beschwerden lindern helfen.
Ich gebe - nur so als grundlegende Therapie, ausser wenn noch Schilddrüsenprobleme vorliegen - immer ein Lymphmittel (z.B. Lymphomiosot von Heel) und auch Vitamine, die genaue Substitution ist aber meist individuell.
Liebe Grüsse
Gerda

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paul
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Beitragvon paul » 3. Sep 2004, 13:49

Es sollte versucht werden, die Ursache für die Colitis ulcerosa zu finden und zu eliminieren - dazu wäre ein Heilpraktiker - sofern er passende alternative Diagnosemöglichkeiten zu Verfügung hat - schon der richtige Ansprechpartner.

Selbstverständlich müssen natürlich auch die entzündlichen Prozesse im Darm angegangen werden. Eine Alternative zu Cortison ist Weihrauch (das Präparat ist unter der Bezeichnung H15 aus der Schweiz zu beziehen), mit dem bei Colitis ulcerosa oder Morbus crohn (studienmäßig) gute Ergebnisse erzielt wurden.
Desweiteren ist eine Darmmykose (Pilzbefall) auszuschließen und ggfl. zu therapieren - und zur Umstimmung des Zellstoffwechsels der entzündlich veränderten Darmschleimhaut sind evtl. Katalysatoren des Zitronensäurezyklus und diverse Sanumpräparate sinnvoll. Ernährung und Psyche wurde bereits erwähnt. Wie gesagt, ein Heilpraktiker sollte weiter helfen können.
Gruß: Paul

Wer anders ist der Feind der Natur, als der sich für klüger hält als sie, obwohl sie unser aller höchste Schule ist? (Paracelsus)

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Michael L.
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Beitragvon Michael L. » 3. Sep 2004, 17:57

Hab meinen Lehrer mal gefragt zur Problematik und der hat absolut zu einem Psychotherapeuten mit Erfahrung in chronischen Krankheiten geraten.
Für mich sagt das schon viel aus wenn jemand dich zu einem anderen Berufszweig als dem eigenen schickt. Machts irgendwie glaubwürdig...

Das gute daran ist auch, dass das sehr wahrscheinlich die Krankenkasse zahlt.

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paul
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Beitragvon paul » 3. Sep 2004, 21:52

Hab meinen Lehrer mal gefragt zur Problematik und der hat absolut zu einem Psychotherapeuten mit Erfahrung in chronischen Krankheiten geraten.
Wenn das das einzige ist was dem einfällt, na dann ... Und wenns die Krankenkasse zahlt, muss es längst noch nicht gut sein.
Gruß: Paul

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babsi
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Beitragvon babsi » 28. Sep 2004, 01:13

vielen dank für die antworten!!!!

leider leider leider ist mein freund nicht dazu zu bewegen zu einem heilpraktiker zu gehen. er sagt, er kann es sich nicht leisten und "glaubt" auch nciht so wirklich an erfolg. leider. :( okay, er ist arbeitslos und hat wohl auch nciht viel geld aber wenn man bedenkt dass die kasse heute eh nicht mehr viel zahlt...

er nimmt mittlerweile kortison und hat auch schon 6 kg zugenommen. er ist ziemlich dürre da macht das nix. allerdings nimmt er das präparat schon einige wochen und es schlägt nicht an. mittlerweile macht er sich auch darmeinläufe mit salofalk und auch das scheint nicht wirklich zu helfen.

:roll: er tut mir ja leid mit den schmerzen und unannehmlichkeiten. aber vermutlich muss jeder erst einmal selbst solche erfahrungen machen bevor man in erwägung zieht zu einem heilpraktiker zu gehen...

ich werd auf jeden fall dran bleiben und bedanke mich noch einmal ganz herzlich für die tipps und antworten :)

babsi

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Michael L.
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Beitragvon Michael L. » 28. Sep 2004, 14:25

Viele Psychotherapeuten haben eine Kassenzulassung, d.h,. die Krankenkasse trägt die Kosten.

Erkundige dich mal bei der Krankenkasse nach einem Therapeuten mit Erfahrung in chronischen Krankheiten.

Ein Versuch ist es wert.

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Ursula
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Beitragvon Ursula » 7. Okt 2004, 10:52

Hallo Paul,

ich weiß deine vielen guten Beiträge zu schätzen, halte aber die Aussage:
Wenn das das einzige ist was dem einfällt, na dann ...
bezogen auf den Rat des Arztes bei Colitis ulcerosa einen Psychotherapeuten aufzusuchen, hier nicht für passend.

Colitis ulcerosa ist von der WHO als psychosomatische Erkrankung anerkannt und auch aus meiner praktischen Erfahrung weiß ich (ich arbeite mit einer Ärztin zusammen, die umfangreiche naturheilkundliche Verfahren anwendet), das nach der Anwendung dieser Methoden oft das psychotherapeutische Gespräch im Zusammenhang mit der Bearbeitung von emotionalen Blockaden und dem dazugehörenden Aufbau des Selbstwertgefühls eine Wende im Krankheitsverlauf bringen kann.

LG Ursula ;)

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paul
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Beitragvon paul » 7. Okt 2004, 11:35

...halte aber die Aussage:
Wenn das das einzige ist was dem einfällt, na dann ...
bezogen auf den Rat des Arztes bei Colitis ulcerosa einen Psychotherapeuten aufzusuchen, hier nicht für passend.
Hallo Ursula,

wenn eine psychische Ursache vorliegen sollte, bin ich mit einem Psychotherapeuten selbstverständlich einverstanden... aber grundsätzlich ist der nicht der erste im Behandlungsgeschehen. Im übrigen habe ich mich auf die einseitige Aussage dieses Lehrers bezogen! Ob der nun Arzt oder Heilpraktiker ist, ist für mich nicht von Bedeutung.
Gruß: Paul

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Ursula
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Beitragvon Ursula » 7. Okt 2004, 13:59

Hallo Paul,
wenn eine psychische Ursache vorliegen sollte, bin ich mit einem Psychotherapeuten selbstverständlich einverstanden... aber grundsätzlich ist der nicht der erste im Behandlungsgeschehen.
Okay, so paßt`s :P .

Ursula



   

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