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Huflattich

nur für Kräuter & Pflanzen die Heilwirkung besitzen

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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 6. Feb 2002, 13:50

Gemeiner Huflattich (Tussilago farfara)

andere Namen:
Brandlattich, Brustlattich, Chappeler, Fohlenfuß, Hitzeblätter, Lehmblümel, Männerblume, Märzblume, Ohmblätter, Pferdefuß, Sandblume, Tabakkraut...

Boden: Liebt unbewachsene, kalkhaltige, lehmige und tonige Böden

Vorkommen: Wege, Dämme, in Ruinen, in Steinbrüchen, auf Schuttplätzen, an Bächen...

Ernte- und Blütezeit
Blüte im Februar bis März (Blüte vor den Blättern!);
Man sammelt die Blätter in den Monaten Mai und Juni
sonnige Standorte bevorzugen (höher Gehalt an Inhaltsstoffen);
saubere Blätter sammeln und nicht waschen (wg. Schleimgehalt), gründlich trocknen

Inhaltsstoffe:
6-10 % Schleim (aus Glukose-, Galaktose-, Pentose- und Uronsäureeinheiten) und Inulin; Flavonoide; Triterpene; ca. 5% Gerbstoffe; geringe Mengen Pyrrolizidinalkaloide, Asche, Inulin, Kalzium, Kali, Kalium, Vitamin-C, Zink, Eiweissstoffe

In den Blättern findet sich ein hoher Gehalt an Schleimstoffen, die den Hustenreit lindern.
Die Konzentration der Alkaloide im Huflattich ist gering, im Teeaufguß sind sie kaum vorhanden. Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch sind Vergiftungen nicht zu befürchten. Zur Sicherheit sollte man die Anwendung des Tees auf einen Zeitraum von max 4-6 Wochen im Jahr beschränken - die Blüten haben einen höheren Gehalt an Alkaloiden.

Teebereitung/Dosierung
Ein Teelöffel voll (ca. 2g) Huflattichblätter wird mit heißem Wasser (ca. 150 ml) übergossen und nach 10 Minuten durch ein Teesieb gegeben.
Soweit nicht anders verordnet, wird mehrmals täglich, besonders morgens nach dem Aufwachen und abends vor dem Schlafengehen, eine Tasse frisch bereiteter Teeaufguß getrunken.
Besondere Hinweise/Risiken:
Bei Dauereinnahme kann eine Leberschädigung nicht ausgeschlossen werden. Teekur auf jeweils 2 bis 4 Wochen beschränken.

Er sollte jedoch nicht in der Schwangerschaft und Stillzeit oder bei Kindern angewendet werden.
In einigen Pflanze sind Pyrrrolizidin-Alkaloide enthalten (->Nebenwirkungen!).
Von der Anwendung der Blüten und Wurzeln ist abzuraten.

Wirkung und Anwendung
Huflattichblätter als Bestandteil in Brusttees finden Verwendung bei Erkrankungen der Atmungsorgane, Husten, Heiserkeit und Verschleimung, ebenso bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut sowie oberflächlichen Hautentzündungen hilft der Huflattich.
MfG
Kräuterfee


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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 7. Feb 2002, 08:32

Um die in der Pflanze enthaltenen Pyrrrolizidin-Alkaloide (PA) wird vielfach gestritten.

Einige behaupten die Blüten nicht zu verwenden; einige Pyrrolizidin-Alkaloide haben leberschädigende und karzinogene Wirkungen - aber wann ?

Interessante Texte dazu hier:
http://www.parlinkom.gv.at/pd/pm/XX/J/t ... 3324_.html

http://vitaweb.salzburg.com/SET_index.h ... /diverses/

Ich verwende nur junge zarte Blätter bzw. Blüten auf gutem Standort.
Umsonst gilt nicht auch in der Heilkräuterkunde die Dosis macht's und die zeit der Anwendung.


Grossmutter Annas Hustentee

Zubereitung
1-2 Teelöffel kleingeschnittener Huflattichblätter mit 1 Tasse Wasser heiß aufgießen, 5 Minuten ziehen lassen, durchseihen und mit Honig süßen. Täglich bis zu 2 Tassen möglichst heiß trinken.
MfG
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MOB
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Beitragvon MOB » 16. Mär 2002, 12:05

Hufflatich nun auch im Lexikon:
http://www.natur-forum.de/lexikon/kraeu ... hp?item=24

MfG
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Angelika
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Beitragvon Angelika » 28. Jul 2002, 19:54

Tabakmischung

Gedörrte Huflatttichblätter, gedörrter Waldmeister und gedörrte Minze ergeben zusammen in gleicher Anteile einen wohlriechenden und unschädlichen Tabak.
Dieser kann bei Atemwegserkrankungen in der Pfeife oder als Zigarette geraucht werden.


mfg
Angelika

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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 22. Mär 2003, 16:17

Huflattichpackung bei geschwollenen Augen

Frische Huflattichblätter hacken und soviel Wasser zugeben, daß die Mischung breiig wird.
Den Brei auf zwei Lagen Mull für die Augenpads verteilen und 20 min im Kühlschrank kühlen lassen.
Dann auf die Augen legen und 20 min einwirken lassen.
Danach abtupfen mit kalten Wasser abtupfen und mit einem weichen Handtuch abtrocknen.
MfG
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darbo
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Beitragvon darbo » 14. Sep 2003, 21:01

Hallo!

Bin ganz traurig :sad:
War am Wochenende los und habe nach dem Huflattich gesucht aber ihn nicht gefunden. Dafür allerlei anderes, gelbblühendes Gestrüpp. Schade. :(

Es grüßt der Breitmaulfrosch


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Angelika
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Beitragvon Angelika » 14. Sep 2003, 21:08

Hallo Breitmaulfrosch,

der Huflattich blüht jetzt auch nicht mehr, er blüht nur im März und April,
jetzt findet man nur noch die Blätter.

Viele Grüße
Angelika :wink:

jascha
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Beitragvon jascha » 17. Feb 2004, 23:16

Möchte ich aus meinen Broten nicht mehr wegdenken:

Huflattichasche

Die Blätter werden getrocknet und dann auf einer feuerfesten Platte angezündet. Das dauert lange, bis so etwas wie Feuer entsteht und es gibt fürchterlich Qualm - also am besten weit weg von irgendwelchen Nachbarn!

Die Asche kann man als Gewürz/Salzersatz (Natriumarm und Kaliumreich) verwenden. den Geschmack testet man am besten auf einem Butterbrot (schmeckt wie hartgekochtes Ei)
Ich verwende die Asche hauptsächlich beim Brotbacken und reduziere dafür den Kochsalzgehalt.

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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 18. Feb 2004, 13:16

Die Asche ist reich an Schwefel, Kalium, Calzium, aber arm an Natrium und enthält weiter noch Magnesium, Eisen, Phosphor und Kieselsäure.
:wink:
MfG
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Murtabak
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Beitragvon Murtabak » 19. Feb 2004, 19:13

Hallo,

nach meiner Erfahrung eignen sich die Blätter des Huflattichs mit ihrem gel-artigen Saft bestens zur Schmerzlinderung bei Bienen- und Wespenstichen. Einfach ein (möglichst fleischiges) Blatt verreiben und den Saft auf die Stichstelle auftragen.

Liebe Grüße,
Murtabak :wink:

jascha
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Beitragvon jascha » 21. Feb 2004, 22:42

Vielleicht mal das ausprobieren, mit einem Klettenblatt hat es bei meinem Junior nach Wespenstich jedenfalls nicht geklappt. Was waren die Biester letzten Sommer agressiv! Wegerich nach Brennessel dagegen klappt hervorragend.

Gruß, ebenfalls von nahe Freiburg, Jascha

kckc
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Beitragvon kckc » 23. Apr 2005, 15:37

HAllo!
Habe eine Frage zu Huflattichblüten. Die sind teilweise schon verblüht, einige sind aber nachdem sich der Frühling ja dieses Jahr Zeit gelassen hat, noch da.
1. kann ich sie noch verwenden?
2. Kann ich einen Hustensirup daraus machen? Wenn ja, hat jemand ein Rezept?
Danke im Voraus, Katja.
Liebe Grüße, Katja.

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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 24. Apr 2005, 09:11

Hallo kckc,

Bis April kann man je nach Lage sammeln; achte darauf, dass die Blütenköpfchen noch fein behaart sind.
Eine Rezept/Anwendung von Huflattich-Blütensirup ist mir unbekannt.
MfG
Kräuterfee

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Bettihexe
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Beitragvon Bettihexe » 24. Apr 2005, 18:57

Ich bedecke die Huflattichblüten in einem Schraubglas mit Honig, stelle dies 4 Wochen an einen sonnigen Platz und drehe es 1 x tgl. um, so das die Blüten regelmäßig umgedreht werden, sonnst verschimmeln sie an der Oberfläche an die sie immer wandern. Nach 4 Wochen ist der Honig so dünnflüssig wie Sirup. Ich verwende ihn dann entweder pur 3Eßl./Tag oder in meinen Erkältungstee.

PS. In höheren Lagen blüht er jetzt erst.

Bettihexe



   

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