Wildkraut -Portulak

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Angelika
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Wildkraut -Portulak

Beitrag von Angelika »

Portulak, (Portulaca oleracea) bekannt als Burzelkraut, ist eine Gemüse- und Würzpflanze, die von Mai bis September geerntet wird. Die Pflanze besteht aus langen, saftigen Blättern und fleischigen Stängeln.
Als Unkraut kommt wilder Portulak überwiegend in milderen und trockenen Regionen Deutschlands in der Pfalz vor.
Die Blätter des Wärme liebenden Gemüse-Portulaks (Portulaca oleracea)ähneln denen des sogenannten Winter-Portulaks (Claytona perfoliata), der auch als Postelein oder Tellerkraut bezeichnet wird.
Der krautartige Portulak mit seinen fleischigen Blättern ist ein wahrer Überlebenskünstler, der sich schnell verbreitet und daher als Unkraut gilt. Blätter und Stängel werden oberhalb der untersten zwei Blätter abgeschnitten. Weil die Pflanze nachwächst, kann sie zwei bis vier Mal beerntet werden.
Die Blütenknospen sollten regelmäßig entfernt werden. Bilden sich Blüten, bekommen die Pflanzen einen bitteren Geschmack.
Die Knospen können als Kapernersatz verwendet werden. Frischen Portulak erkennt man an den saftig glänzenden Blättern und an den feuchten Schnittflächen am Stängelende. Er lässt sich ähnlich wie Feldsalat nur kurz, also rund zwei Tage im Kühlschrank
lagern.
Portulak startet in deutschen Küchen momentan ein Comeback. Das Gemüse hinkt der Wildform jedoch weit hinterher, die weltweit zu den wichtigsten Unkräutern zählt.
Die dickfleischigen Blätter und Stängel haben einen milden säuerlich-salzigen und nussartigen Geschmack. Nach der Ernte müssen sie innerhalb von wenigen Tagen verarbeitet werden, weil sie schnell austrocknen. Typisch ist der hohe Gehalt an wertvollen Omega 3-Fettsäure.
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird der Portulak bei Leber- und Magenbeschwerden sowie bei Blasenentzündungen eingesetzt.
Die Pflanze ist bei Sodbrennen wirksam und eignet sich zur Blutreinigung. Das Kraut wirkt fiebersenkend, harntreibend und gegen viele Mikroorganismen. Die innerliche Anwendung als Tee regt den Stoffwechsel und die Verdauung an und hilft bei Nierenbeschwerden, Blasenleiden und Kopfschmerzen.
Die Pflanzen enthalten größere Mengen von Vitamin C und Omega-3-Fettsäuren sowie kleinere Mengen der Vitamine A, B und E, der Mineralstoffe und Spurenelemente Magnesium, Calcium, Kalium und Eisen, Zink sowie Alkaloide, Flavonoide, Cumarine, Saponine, Glutaminsäure, Oxalsäure, das Sterin β-Sitosterol und Schleimstoffe.

Portulakblätter schmecken wunderbar roh im Salat oder klein gehackt im Kräuterquark. Man kann sie auch wie Spinat garen. Die Blütenknospen können wie Kapern eingelegt werden.

Nebenwirkungen: der hohe Anteil an Oxalsäure kann Nierenschäden hervorrufen und ist ein Calcium-Räuber. So wie auch andere oxalsäurehaltigen Pflanzen wie Rhabarber, Sauerampfer, Spinat und Mangold.

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