Zum Inhalt

erhöhte Leberwerte?!?

Suche hilfe, was tun gegen ...
Keine Frauenprobleme !

Moderator: Angelika

Micha_1977
Beiträge: 4
Registriert: 4. Jun 2002, 02:00

Beitragvon Micha_1977 » 4. Jun 2002, 20:52

Ich hatte erst vor kurzem eine MPU (med.psycholog.Untersuchung) wobei bei mir erhöhte leberwerte festgestellt wurden (got 11U/l, gpt 13U/l und ggt 36 U/l) obwohl ich seit einem halben jahr keinen Alkohol trinke und nicht mehr rauche. anfang des jahres hatte ich eine mandel- o.p. und eine nasenscheidewandbegradigung wobei ich über längere zeit parazetamol nehmen musste.
wie kann ich nachweisen, das spez. die gotwerterhöhung nicht alkoholbedingt ist und wie kann ich diesen wert mind halbieren?
Danke!


Benutzeravatar
Kräuterfee
Beiträge: 7701
Registriert: 29. Nov 2001, 01:00

Beitragvon Kräuterfee » 5. Jun 2002, 13:04

Hi Micha,

got 11U/l (Männer bis 18)
gpt 13U/l (Männer bis 23)
gamma gt 36 U/l (6-28)
- empfindlichste Parameter für Schäden der Leberzellen und des Gallengangsystems
- Lebererkrankungen, Verschlussikterus, Hepatitis, Leberzirrhose , Toxische Schäde (medikamente, Umwelt...)

Das der GGT erhöht ist, könnte am Paracetamol liegen, - das Zeug ist eigentlich (so meine ich, hammerthart).
Wenn Du vorher mit Leber und Galle "nichts am Hut hattest" und keine Fettleber hast, dann ist es mit Sicherheit so, zumal Du garantiert die 500er bekommen hast und das über einen längeren Zeitraum...
Alle Medikamente geben der Leber zusätzlich Nüsse zu knacken - sie ist Hauptentgiftungsstation unseres Organismusses. GOT und GPT ist normal.
gamma gt (GGT) ist erhöht, aber nicht kritisch.
GOT + Nachweisen ? - Es liegt doch unter dem Grenzwert...
Gamma GT weist auf Leberzellschädigung oder eine Schädigung der Gallenwege hin.

Da GOT und GPT im Bereich liegen, würde ich auf die Ernährung achten und diesbezüglich die Leber schonen und zusätzlich Mariendistelpräperate aus dem Reformhaus/Apotheke (gut für Leberzellenaufbau) nehmen. Achte dabei auf den Gehalt an Silymarin, der ist nämlich bei den Präparaten sehr unterschiedlich; wird ohne Nebenwirkungen gut vertragen. Fange trotzdem bei 1x pro Tag an. Die Entschlackung/Ausscheidung sollte nämlich nicht zu intensiv werden (Belastung zu hoch). Wird der Stuhl nicht grün, Dosis erhöhen auf 3x am Tag.
MfG
Kräuterfee

Micha_1977
Beiträge: 4
Registriert: 4. Jun 2002, 02:00

Beitragvon Micha_1977 » 7. Jun 2002, 00:41

Hallo Kräuterfee,

ersteinmal vielen dank für deine schnelle und kompetente antwort. ich hab natürlich ggt-wert gemeint der runter muß und nicht got-wert. aber wie soll ich jetzt im nachhinein nachweisen, dass diese erhöhung durch das paracetamol, voltaren und diverse schmerztropfen kamen und nicht vom alkohol??
die op war am 26.01.02, ich bekam dann so ca 3 Wochen o.g mittelchen auf grund der schmerzen. am anfang sogar bis zu 2000mg paracetas am tag, weils mir so dreckig ging und ich nach schmerzmitteln flehte. die MPU (im volksmund auch idiotentest genannt) hatte ich mitte mai diesen jahres. normalerweise hätte ich jetzt meinen führerschein wieder bekommen, aber so muss ich alle 3 monate über einen zeitraum von einem knappen jahr die leberwerte abgeben und erst wenn die werte (speziel ggt um 20 rum) ok sind, bekomm ich meinen FS wieder. gut, ich bin nicht so angewiesen auf meinen FS, weil jetzt erstmal nach den sommerferien mein studium beginnt und ich mir sowieso kein auto leisten kann...aber ankotzen tuts mich schon!!

ich hab mir auch schon überlegt ins krankenhaus zu gehen um zu fragen, ob noch blut von der op da ist (wurde mir ja oft genug abgenommen). könnte man dann nachträglich die leberwerte ermitteln??
oder gibt es ein mittelchen, welches kurzfristig den ggt-wert sinkt, um somit jetzt den ersten leberwert abzugeben? bzw. wie lange dauert es deiner meinung, bis sich dieser wert wieder normalisiert, wenn ich gesund weiterlebe und dazu deine empfohlenen
Mariendistelpräperate einnehme?? o.k. jetzt hab ich dich genug mit fragen bombadiert!!

Gruss Micha

Benutzeravatar
Kräuterfee
Beiträge: 7701
Registriert: 29. Nov 2001, 01:00

Beitragvon Kräuterfee » 7. Jun 2002, 08:59

Hallo Micha,

nachzuweisen, daß es von den Medikamenten kommt, wird schwer werden.
Waren denn wenigsten vor der Krankheit die Leberwerte i.O ?
Der "Schnapswert" ist ein soganannter Langzeitwert. Er kommt nicht von heute auf morgen, sondern erst bei "Sünden" über längere Zeit. Ebenso ist er nicht so schnell herunterzubekommen. - Selbst nicht mit Schulmedizin. Und er geht auch schnell wieder hoch, wenn diverse negative Faktoren wieder vorliegen.
Die Zellen müssen sich erst wieder regenerieren /neubilden. Und das geht halt nicht so von heute auf morgen.
Selbst wenn Du einen guten Arzt hast, der Dir das bestätigt, Daß Deine Werte vorher i.O. waren, wird die MPU das nicht so abkaufen, könnte ja doch am Alk liegen...wer sagt schon was gegen Medikamente, sie haben Dir ja zur Genesung verholfen...
In der jetzigen Medizin ist das so eine vage Geschichte, so etwas zu beweisen. Meistens wird so was in Langzeitstudien gemacht (Nebenwirkungen von Medikamenten etc.).
Das Blut aus dem Krankenhaus, daß Du für die OP abgegeben hattest wurde bestimmt aufbereitet, deshalb glaube ich kaum, daß da noch was aussagekräftiges herauskommt.
Das mit dem Wert "wie schnell geht er herunter ?" - kann man nicht so verallgemeinern. Jeder Körper reagiert etwas anders.
Zusätzlich Wegwartetee und Löwenzahn in jeder Form ist gut (schön herb-bitter...), das Silymarin , zwischendurch mal Brennesseltee und wirklich bei der Ernährung aufpassen, kein Fastfood, keine Cola, kein Kaffee, keine Fertiggerichte, wenig tierische Fette, dafür pflanzliche - richtige schöne Vollwertkost - das wird Dir sicherlich gerade in Deinem Alter schwer fallen...
Soll ich mal vorsichtig tippen ? - Na lieber nicht...aber bis zur nächsten Untersuchung in 3 Monaten dürfte es okey sein.
MfG
Kräuterfee

Micha_1977
Beiträge: 4
Registriert: 4. Jun 2002, 02:00

Beitragvon Micha_1977 » 9. Jun 2002, 23:50

Hallo Kräuterfee,

ersteinmal wieder Danke für deine schnelle Antwort! Ich habe im Internet ein wenig reschehrschiert und bin auf einen neuartigen Test gestossen, der bei Alkoholmissbrauch sehr viel genauer sein soll, als der herkömmliche ggt-wert. Hier ist nun ein Auszug:

"Ein neues Verfahren mißt den Defekt des eisentransportierenden Proteins Transferrin. Unter regelmäßigem Alkoholkonsum von über 60 Gramm pro Tag, das entspricht einer Flasche Wein oder drei Flaschen Bier, werden vermehrt beschädigte Transferrinmoleküle im Blut gefunden; sie werden als Carbohydrat Deficient Transferrin (CDT) bezeichnet. Unter Abstinenz normalisiert sich der CDT-Spiegel wieder innerhalb von 28 Tagen.
Die bisherigen Prüfmethoden des längerfristigen Alkoholverhaltens, insbesondere die Messung von Leberwerten, ergeben sowohl viele falsch positive - die Testperson erscheint irrtümlich als Trinker - wie auch falsch negative Ergebnisse.
Der CDT-Test funktioniert unabhängig von Lebererkrankungen und gibt ein sehr viel zuverlässigeres Bild von den längerfristigen Trinkgewohnheiten eines Menschen. Er erlaubt daher die Verlaufskontrolle von Entwöhnungsmaßnahmen sowie die Konfrontation heimlicher Alkoholiker mit ihrer Krankheit."

Was sagst Du zu diesem Test? Ich werde mich auf jedenfall erkundigen, wo man ihn machen kann und was er kostet.
Nochmal zu meinem erhöhtem ggt-wert. Was soll ich jetzt machen bzw. wo soll ich jetzt hingehen um mich untersuchen zulassen? Vielleicht habe ich ja doch irgendeine Krankheit oder Fehlfunktion??

Danke + Gruss

Micha

Benutzeravatar
Kräuterfee
Beiträge: 7701
Registriert: 29. Nov 2001, 01:00

Beitragvon Kräuterfee » 10. Jun 2002, 09:45

Hallo Micha,

Eigentlich glaube ich nicht an eine Fehlfunktion - Dein GGT ist erhöht durch die Leberentzündung, die durch die übermäßige Dosierung von Paracemantol zustandegekommen ist - selbst bestimmte Narkosegase wie Halothan sind dafür bekannt.
Um die Streiterei aus dem Wege zu gehen, woher der Wert kommt, ist, wie Du herausgefunden hast, die Carbohydrate-Deficient Transferrin (CDT) schon der bessere Weg, um nicht als Alki abgestempelt zu werden. (Den Test kannte ich auch noch nicht)
Wie teuer der ist, weiß ich allerdings auch nicht.
Er wird angewendet bei:
- Differentialdiagnose von alkoholinduzierten Leberschäden und Lebererkrankungen anderer Kausalität.
- Kontrolle der Patentiencompliance während und nach Alkoholentzugsbehandlung.

Im Netz habe ich noch folgendes Interessantes dazu gefunden:
Medizinische Bewertung
- CDT korreliert nicht mit den üblichen labordiagnostischen und morphologischen Parametern der (alkoholischen) Leberschädigung. Ein Anstieg der CDT-Konzentration über die obere Bereichsgrenze ist bei einem Alkoholkonsum von 50-60 g/Tag für mindestens 7 Tage zu erwarten. Bei Alkoholabstinenz beträgt die CDT-Halbwertzeit etwa 2 Wochen. Äußerst seltene, falsch positive Ergebnisse bei:
- Leberinsuffizienz durch primäre billiäre Cirrhose, chronische aktive Hepatitis, medikamentöse Leberschäden ,
- Patienten mit Carbohydrate-Deficient-Glycoprotein (CDG)-Syndrom,
- Patienten mit genetischen Transferrin-D-Varianten.

Das beruhigt doch schon mal etwas.

Um Deine Leber zu unterstützen, würde ich Mariendistelpräperate, wie schon erwähnt nehmen, ich persönlich nehme gern "Silygold" von Dr. Dünner aus dem Reformhaus. Die haben einen hohen Anteil an Trockenextrakt.

Mit freundlichen Grüßen
Kräuterfee


Micha_1977
Beiträge: 4
Registriert: 4. Jun 2002, 02:00

Beitragvon Micha_1977 » 15. Jun 2002, 00:41

Hallo Kräuterfee,

ich hab einige Neuigkeiten von meiner „Lebergeschichte“ Also ich hab diese Woche noch mal L-Werte nehmen lassen. Also der ggt ist um 3U/l runter auf 33U/l ohne dass ich irgendetwas gemacht habe, dafür ist aber der gpt-wert um 3 U/l auf 16 gestiegen. Aber ich denke nun auch, dass die Werte von Zeit zu Zeit sich im Normbereich einpendeln werden.
Zu Unterstützung werde ich mich mal nächste Woche im Reformhaus umschauen und nach deinen genannten Produkten schauen. (Was hältst Du eigentlich von Artischockensaft oder Pillen? Mir wurde gesagt, dass dies auch helfen soll?!)

Den CDT-Test kann ich übrigens vergessen, hat mir mein Anwalt gesagt, denn dieser unterscheidet nur Alkis von nicht Alkis. Schade!!

Schöne Grüsse

Micha

Benutzeravatar
Kräuterfee
Beiträge: 7701
Registriert: 29. Nov 2001, 01:00

Beitragvon Kräuterfee » 16. Jun 2002, 12:44

Hi Micha,
komisch, ich habe auch gelesen, daß man CDT verwendet als Hilfe zur Beurteilung, ob eine alkoholbedingt entzogene Fahrerlaubnis wieder erteilt werden kann – oder ist das nur Werbung für Labors ?
Weil unter regelmäßigem Alkoholkonsum von über 60 Gramm pro Tag (das entspricht einer Flasche Wein oder drei Flaschen Bier) dann werden vermehrt beschädigte Transferrinmoleküle im Blut gefunden. Unter Abstinenz soll sich der CDT-Spiegel wieder innerhalb von 28 Tagen normalisieren...
Artischocke wird Dir nix bringen, Du hast ja keinen gestörten Fettstoffwechsel. (Artischocke ist gut zur Anregung der Magensaftproduktion und des Galleflusses, dadurch wird mehr Cholesterin über den Darm ausgeschieden...
MfG
Kräuterfee

Benutzeravatar
Beate
Beiträge: 1121
Registriert: 24. Jun 2002, 02:00

Beitragvon Beate » 24. Jun 2002, 23:55

Noch was Gutes zum Entgiften hilft garantiert! Chrysopras-Trommelstein 6-8Stunden in 1lWasser legen. Dann mit kleiner Trink-Dosis beginnen! Erst mal täglich 1Glas so lange bis noch ca. 1/3 übrig bleibt; dann wieder auffüllen usw. Falls Verträglichkeit da ist; kann die Dosis nach und nach beliebig erhöht werden. Chrysopras ist der Entgiftungstein überhaupt!!!!Viel Erfolg



   

Zurück zu „Naturheilkunde“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Majestic-12 [Bot] und 1 Gast

cron