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Wildkräuter/-gemüse einfrieren ? + Rezepte zur Verarbeitung

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Moderator: Angelika

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Carifi
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Wildkräuter/-gemüse einfrieren ? + Rezepte zur Verarbeitung

Beitragvon Carifi » 6. Aug 2002, 15:47

Hallöchen!

Ich würde gern wissen, ob es möglich ist Giersch, Brennessel, Sauerampfer... einzugefrieren? Wenn ja, müssen die Kräuter vorher blanchiert werden oder...!

Vielleicht kennt ja jemand auch noch andere Arten der Konservierung.

Ich freu mich schon auf Eure Tipps und Ideen.

Liebe Grüße,

Carina :wink:


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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 7. Aug 2002, 08:24

Hallo Carina,

klar kann man das.
Giersch habe ich noch nicht eingefroren, da fehlt mir der Platz dazu - wächst eh mit als erstes und geht erst zum Frost kaputt.
Blanchieren tue ich vorher nicht, es sei denn ich will Brennessel haben , aber ihn verarbeite ich gleich richtig gare nicht so durch und friere dann ein.
Bärlauch wird durch einfrieren z. B. herber.

Mach doch z.B. mal
Eiskräuterlinge

gut für Soßen, Suppen, Eintöpfe, Gemüse und warme Salate

je 40 g der ausgewählten Kräuter ungefähr (Petersilie, Liebstöckel, Kerbel als Bsp.) (oder einer Mischung, die einem beliebt - je Geschmack) und 2 Töpfchen Kresse fein hacken (kann auch ersetzt werden durch gleiche Menge an Petersilie oder Giersch)
alles fein hacken, in 1 1/2 l heiße Brühe geben, in Eiswürfelbehälter füllen, erkalten lassen und einfrieren.

Kräutersalz

2/3 getrocknete Kräuter (Mischung nach Wunsch) zerreiben oder im Mörser fein zerrebeln, 1/3 Salz dazugeben. In dunklen Gläsern aufbewahren.

Ich mache sehr gern folgendes

Suppengemüse in Salz

600 g Zwiebeln, 250 g Möhren, 300 g Sellerie mit Grün, 400g petersilie mit Wurzel, 220 g Tomaten in der Küchenmaschine zerkleinern oder zerhacken, mit 220 g Salz verrühren, in Marmeladengläser bis an den Rand füllen, fest andrücken und mit dem Schraubdeckel verschließen. Hält sich ungekühlt 6 Monate

Dieses Rezept bessere ich mit jedemenge Wildkräuter auf (ist dann schön grün) und nehme dann vielleicht etwas weniger Selleriegrün.
MfG
Kräuterfee

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Carifi
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Beitragvon Carifi » 7. Aug 2002, 08:53

Hallo Kräuterfee,

Vielen Dank für die guten Ideen! Ich werd mich am Wochenende gleich mal dran versuchen! Das ist echt super, dass man die Wildkräuter auch eingefrieren kann - das erleichtert so manches!

Liebe Grüße,

Carina

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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 8. Aug 2002, 08:08

Hallo Carina,

wie wär's mit einer Kräuterpaste ?

Kräuter sehr fein hacken
auf 100g 1 Teel. Salz, vermischen und mit Olivenöl bedecken.

gut für Salat, Suppen, Soßen etc.

oder Kräuterbutter einfrieren ?

eine Kräuterbutter herstellen und in Gefrierecken portionsweise einfrieren.
Dann hat man auch im Winter eine Kräuterbutter nach seinem Geschmack.

:wink:
MfG
Kräuterfee

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Carifi
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Beitragvon Carifi » 8. Aug 2002, 09:03

Liebe Kräuterfee,

Mensch, deine Ideen sind ja unersättlich! ...und super gut.
Nochmal vielen Dank!

....da kann ich ja jetzt 'ne Menge ausprobieren.

Liebe Grüße,

CArina

PS: Noch 'ne Frage zur Kräuterbutter. Da ich von 2 verschiedenen Möglichkeiten der Herstellung gelesen habe, wollte ich mal Fragen, welche die bessere ist:
(1) die gehackten Kräuter einfach in zimmerwarme Butter einkneten oder
(2) die Butter in einem Tiegel schmelzen, Kräuter untermischen in Gefäße o.ä. füllen und abkühlen lassen
Tja, welche ist nun die bessere :-?

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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 8. Aug 2002, 11:27

Hallo Carina,

Ich persönlich verwende Methode 1, da die Kräuter roh bleiben.
Wer Gee nimmt (sprich so was wie entwässerte Butter durch erhitzen), würde ich auch Methode 1 nehmen.

Herstellung von Ghee (in der Ayurveda verwendet)
Am besten verwendet man Bio-Butter (ungesalzen, nicht gesäuert). Die Butter bei kleiner Hitze zum Schmelzen bringen. Sie soll leicht brodeln. Während das enthaltene Wasser verdampft, platzen die Eiweißmoleküle , flocken aus und setzen sich an der Oberfläche als Schaum ab. Diesen Schaum soll man mit einem flachen Löffel immer wieder vorsichtig abschöpfen. Auf dem Topfboden bilden sich ebenfalls Eiweißablagerungen. Vorsicht, daß brennt schnell an. Irgendwann ist dann die Flüssigkeit klar und durchsichtig geworden (ca. 40 min.). Das Ghee ist fertig. Jetzt vorsichtig in ein sauberes Gefäß abfiltern. ( :achtung: sehr heiß !)
Haltbarkeit bei Zimmertemperatur bis zu einem halben Jahr. :cool:
Dann halt genauso weiter verfahren wie Punkt 1.
Methode 2 wähle ich selten, da ich Oregano und andere nicht so "zarte Kräuter und Gewürze" für die Kräuterbutter selten verwende. ;)

:wink:
MfG
Kräuterfee


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Beitragvon Kräuterfee » 8. Aug 2002, 21:21

Noch ein Tipp aus meinem "Nähkästchen":

Das gesalzene Gemüse mache ich im Spätherbst.
Dann ist der Sellerie gereifter und es gibt die Knollen ohne Grün.
Dafür nehme ich etwas Liebstöckel, der wenn er gepflegt ohne Blüte geblieben ist, ist er bis dahin auch noch abzuernten, dazu noch Oregano, etwas Salbei, Giersch, manchmal noch Pastinak nebst Petersilienwurzel dazu....und einiges anderes nach persönlichem Geschmack.
Und noch die schon erwähnten anderen Zutaten.
Grob gehobelt, nehme ich es dann für Eintöpfe und Suppen. Sehr fein gehobelt zur Abstimmung von Gerichten wie Soßenverfeinerung etc. , wo die Garzeit geringer ist.
Es geht es bei mir pi mal Daumen (wie bei vielen Rezepten :lol: ) mit dem Salz und den Mengen zu, dann blitze ich zur Sicherheit das Glas mit Alkohol zu.
(etwas hochprozentigen Alkohol auf den Deckel, anzünden und dann schnell zu schrauben). :D
Noch ein Tipp: Das gehobelte Gemüse in eine große Schüssel geben, immer zwischendurch salzen, damit sich schnell eine Saftlake bildet, zwischendurch immer rühren, wegen der Oxydation. So kann man weiter raspeln, bis man endlich die Menge abgearbeitet hat. ;)
So hat man beim Abfüllen in die Gläser schon reichlicher Saft, drückt die festen Bestandteile nach unten und dann blitze ich wie oben beschrieben zu.
Halt fast für die Ewigkeit :cool: jedenfalls ein jahr und mehr, falls ich nicht alles verbrauche und verschenke ;)
:wink:
MfG
Kräuterfee

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Kräutergelee

Beitragvon Kräuterfee » 16. Mär 2004, 13:34

Kräutergelee

2 kg saure Kochäpfel, grob zerkleinert
1/4 l Wasser
1/4 l Weinessig
1 gute Handvoll frische Kräuter
350 g Zucker pro 0,5 l Saft

Äpfel mit Wasser und Essig im großen Einkochtopf kochen. Frische Kräuter dazutun und köcheln lassen. Kochen, bis Äpfel weich sind.
Flüssigkeit messen, wieder in den Topf gießen und Zucker dazugeben. Zucker durch Rühren auflösen; dann bis zum Verfestigungspunkt aufkochen (nicht überkochen) und 10 min abkühlen lassen.
In saubere, sterilisierte Gläser füllen, verschließen, etikettieren und datieren. In kühlem dunklem Schrank lagern.
MfG
Kräuterfee

wildniskoch
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Wildkräuter einfriren

Beitragvon wildniskoch » 5. Feb 2007, 18:05

Hallo
ich persöhnlich halte ja nichts vom einfriren.
Komme auch garnicht erst dazu da meine 5 Kidis alles wegfuttern was im Haus oder im Kochtopf landet.
Und über den Winter gibt es ja auch noch andere Möglichkeiten seinen Speiseplan aufzulockern.
Z.b. Die Vogelmiere ist eine Pflanze die man sogar unterm Schnee findet.
Ihr nussiger Geschmack ist sowol als Salat als auch Gemüse zubereitet ein gesunder genus.
Nicht vergessen darf man die Brunnenkresse die das ganze Jahr über an sauberen Bächen und Flüssen zu finden ist.
Warnen muss ich jedoch an stehenden gewässern solte man tunlichst keine Salatpflanzen sammeln, da sich dort gerne die larven des Leberegels verstecken.
Forellen mit Brunnenkresse gefüllt schmeken besonders lecker.
Und dan noch die Wegewarte,Eberesche,Schlehen und und und.
Ich halte es dan so wie unsere Ururgroß Eltern.
Die Jahreszeit bestimt den Speiseplan.
Guten hunger wünscht Micha



   

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