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Mönchspfeffer - Agnus castus

nur für Kräuter & Pflanzen die Heilwirkung besitzen

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Ursula
Beiträge: 1965
Registriert: 16. Nov 2001, 01:00

Mönchspfeffer - Agnus castus

Beitragvon Ursula » 6. Aug 2002, 21:58

Mönchspfeffer ist ein 2 – 3,5 Meter hoher, dekorativer Strauch. Er gedeiht vorwiegend an Flussufern in Küstennähe und an Bachbetten und blüht von August bis Oktober in Traubenform. Später formieren sich die Samen mit pfefferartigem Geruch.
Den Früchten wird eine libidovermindernde Kraft nachgesagt.
Bei Frauen regt er die Gelbkörperhormon- produktion an, was die Wirkung beim prämenstruellen Syndrom (PMS) erklärt. Durch deren Produktion kann auch die weibliche Fruchtbarkeit gesteigert werden und die Milchproduktion beim Stillen wird gefördert. Mönchspfeffer wird auch bei Hoden- und Prostataentzündung hilfreich eingesetzt.
Es konnte nachgewiesen werden, daß die Inhaltsstoffe der Samen, wie Aucubin, Agnusid, Casticin, ätherische Öle und spezielle Fettsäuren, gut verträglich gegen das prämenstruelle Syndrom wirken, da sie die körpereigene Progesteronbildung anregen. Dank diesem wissenschaftlichen Nachweis ist Agnus castus zu einer der wichtigsten Heilpflanzen für die weibliche Hormonregulierung geworden.

Mönchspfeffer wird im Volksmund auch Keuschlamm genannt. Dieser Name zeigt bereits die Wirkung, die dieser Pflanze im Altertum zugesprochen wurde. In Klöstern wurden die gemahlenen Samen als Gewürzpulver in hohen Dosen gebraucht, um den Geschlechtstrieb abzuschwächen. Bei geringer Dosierung bewirkt er das Gegenteil.
Im Altertum wurde der Pflanze ein hoher Wert beigemessen. Der lateinische Name weist auf die Wirkung hin (agnos – unschuldig, castus – keusch).


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Kräuterfee
Beiträge: 7701
Registriert: 29. Nov 2001, 01:00

Beitragvon Kräuterfee » 7. Aug 2002, 08:45

Hi Ursula - warst etwas schneller als ich :D


Mönchspfeffer - Vitex agnus-castus L.
Mönchspfeffer wird im Volksmund auch Keuschlamm genannt. (griech. Aganos = keusch)
Selbst Diskruides verwendete ihn schon.
Inhaltsstoffe in den Samen: Aucubin, Agnusid, Casticin, Flavonoide, wenig ätherisches Öl - regen die körpereigene Progesteronbildung an.
Indikationen: Prämenstruelles Syndrom (PMS), Wechseljahrprobleme, Oestrogenmangel, depressive Stimmungszustände, Prostatitis, Hodenentzündung ...
Mönchspfeffer ist zu einer wichtigen Heilpflanze für die weibliche Hormonregulierung geworden. Durch seine zyklusregulierende Wirkung ist es den Frauen den ganzen Monat hindurch wohler und sie können entspannter der täglichen Arbeit nachgehen.
Er regt er die Gelbkörperhormonproduktion an und wirkt so gegen PMS. Durch deren Produktion kann auch die weibliche Fruchtbarkeit gesteigert werden und die Milchproduktion beim Stillen wird gefördert. (durch Stimulation der Rezeptoren der Hypophyse erfolgt die Hemmung der Prolactinsekretion und dadurch senkt sich der Prolactinspiegel - Prolaktin ist bei PMS erhöht)
Untersuchungen haben gezeigt, es lohnt sich auch beim unerfüllten Kinderwunsch. Mönchspfeffer normalisiert die Funktionen des sogenannten Gelbkörpers und kann somit helfen, wenn die Kinderlosigkeit auf eine Störung der Gelbkörperproduktion zurückgeht.
Nebenwirkungen: gelegentlich juckende Ausschläge auf der Haut möglich.

Hier noch einen interessanten Link zu Mönchspfeffer:
http://www.aerztezeitung.de/suchen/defa ... &x=21&y=13
http://www.aerztlichepraxis.de/db/shown ... /news.html
MfG
Kräuterfee

deniz
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Registriert: 13. Mär 2006, 00:02

Beitragvon deniz » 3. Apr 2006, 19:09

zur anwendung von mönchspfeffer...

ich möchte ihn gern versuchen um meinen hormonhaushalt zu regulieren.
kann ich auch mönchspfeffer "original" verwenden oder muss ich auf (die teueren) präperate zurückgreifen?

wie nimmt frau mönchspfeffer ein ? -tee -tinktur...

ihr habt immer so tolle rezepte, ich bin ganz begeistert da ich mich momentan auch sehr mit heilkräutern auseinandersetze.
vielleicht hab ich nach einiger zeit auch mal mehr erfahrung und kann auch meine tips mit euch teilen
würd mich freuen, is nämlich ein echt nettes forum da.

danke an alle fleissigen wissenden kräuterweiberl und manderl..

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paul
Beiträge: 3200
Registriert: 5. Mai 2001, 02:00

Beitragvon paul » 3. Apr 2006, 21:09

Hallo deniz,

über Mönschspfeffer (Agnus castus) wurde hier schon viel geschrieben. Wenn Du Dich ein wenig mehr belesen möchtest, findest Du über die Suchfunktion mit dem Suchbegriff Agnus oder Mönchspfeffer diverse Beiträge (auch über Dosierung u.a.).

Viel Spaß beim Schmökern.
Gruß: Paul

Wer anders ist der Feind der Natur, als der sich für klüger hält als sie, obwohl sie unser aller höchste Schule ist? (Paracelsus)

deniz
Beiträge: 9
Registriert: 13. Mär 2006, 00:02

Beitragvon deniz » 3. Apr 2006, 23:08

danke aber ich hab vorher schon fast alle beiträge zu mönchspfeffer gelesen, wollt aber wissen ob irgendjemand erfahrung hat mit der zubereitung der getrockneten mönchspfefferfrüchte da mir die fertigen präperate im handel zu teuer sind. Dazu hab ich leider nichts gefunde (vielleicht schlecht geschaut ?

ich hab aber auch noch in diversen bücher geschokert.
im "großen lexikon der heilpflanzen" von andrew chevallier steht dass man aus den früchten eine tinktur bereiten kann gegen menstruationsstörungen. die ist dann 3 monate mit täglich 40 tropfen einzunehmen.

würd mich freuen wenn noch jemand erfahrungen oder rezepte hat


   

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