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Antidot

Moderator: Angelika

Juli80
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Antidot

Beitragvon Juli80 » 22. Jul 2005, 21:22

Hallo,
der HP schickte mir mit dem Rezept eine Patientenanweisung mit, u.A. steht da drin:
"Verschiedene Stoffe können die homöo. Arzneiwirkung vermindern oder sogar verhinder. Bitte vermeiden Sie folg. Substanzen: Kaffee, Chinin, Kamille, Wein,Schwefel." --> ich glaube er nannte es Antioxidanten

Ich habe ja schon gehört, das man in Zusammenhang mit homöo. Mittel
keine LM mit Pfeffermimze, Kampfer u.ä. essen und benutzen soll. Habe aber nicht so richtig verstanden warum? Und wenn ich auf die Pat.anweisung zurückkomme, dann kann man ja eigentlich garnichts mehr essen in Verbindung mit homöo. Mitteln?
In meinen homöo. Büchern steht auch nichts genaues.

LG Juli 80


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paul
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Re: Antioxidanten?

Beitragvon paul » 22. Jul 2005, 21:37

... --> ich glaube er nannte es Antioxidanten...
Er meinte bestimmt Antidots. Das sind Mittel und Stoffe, die die Wirkung von homöopathischen Mitteln aufheben oder blockieren können.
Gruß: Paul

Wer anders ist der Feind der Natur, als der sich für klüger hält als sie, obwohl sie unser aller höchste Schule ist? (Paracelsus)

Juli80
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Danke

Beitragvon Juli80 » 23. Jul 2005, 09:18

Ja, genau so hieß das. Vielen Dank.

Und wo bekomme ich nähere Informationen zu diesen Antidoten? Gibt es da Bücher oder eine gute Website, oder kennt sich hier jemand aus dazu?

LG Juli 80

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Rosenfee
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Beitragvon Rosenfee » 23. Jul 2005, 09:25

Hallo Juli,

Es gibt Listen und auch in Homöopathieausbildungen werden Grundlagen hierfür vermittelt,
aber wie ich es verstanden habe hat Dein HP Dir bereits mitgeteilt, welche konkreten Mittel in Deinem Fall im Moment nicht angezeigt sind. Die Handhabung der Antidote ist von Mittel zu Mittel, aber auch Therapeut zu Therapeut etwas unterschiedlich ;) und hängt auch davon ab in welcher Potenz und Gabe das Mittel individuell dosiert wird.


LG Rosenfee

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*brigitte*
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Beitragvon *brigitte* » 23. Jul 2005, 09:42

Guten Morgen Julie,

in der Homöopathie gibt es verschiedene Antidote, also Stoffe die die Wirkung aufheben.
Zum einen sind es homöopathische Mittel selbst, die als "Gegenspieler" agieren (und damit auch in der Lage sind, bei einer falschen Mittelwahl zu helfen wie z. B. Nux vomica bei Kreosotum), zum anderen sind es generelle Dinge wie z. B. Kaffee, Pfefferminz und Kampher, die bei einer homöopathischen Behandlung generell gemieden werden sollen (also auch Pfefferminze in der Zahnpasta), da sie die Wirkung des Mittels aufheben können - deswegen darfst Du aber schon essen :) nur eben darauf achten - Dein HP hat Dir ja die Dein Mittel betreffenden Antidote genannt.

Ich wünsche dir viel Erfolg :wink: Brigitte

Juli80
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Antidote

Beitragvon Juli80 » 23. Jul 2005, 09:45

Hallo Rosenfee,

ja der HP hat es mir mitgeteilt. Aber ich bin immer so ein Typ, der es immer schwarz auf weiß nachlesen will, damit ich es verstehe.
Und wie verhält es sich dann mit der Hausapotheke, wenn ich da ein Mittel nehme, weiß ich auch nicht, auf welche ANtidote ich verzichten muß, oder ist es da nicht so wichtig?

LG Juli80


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Rosenfee
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Beitragvon Rosenfee » 23. Jul 2005, 11:07

Meine persönliche Meinung und Erfahrung:

Je feinstofflicher und höher, die Potenz, desto wichtiger, zumindest am Tag der Einnahme, das heißt hier geht es überwiegend um klassische Konstitutionstherapien.

Je niedriger die Potenz, desto störungsunempfindlicher, d.h. im D-Bereich habe ich persönlich wenig Einfluss von Kaffee und Co auf homöopathische Mittel erlebt - und hier bewegen sich meist die Hausapotheken - hier ist in den meisten Fällen weniger zu berücksichtigen.

Es gibt sicher auch Therapeuten, die das strenger sehen ;) .

LG
Rosenfee

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Beitragvon Juli80 » 23. Jul 2005, 12:11

Hallo Rosenfee, hallo Brigitte

Danke für eure Antworten.

Meine HAusapotheke befindet sich im C- 30 Bereich, also trifft deine Meinung und Erfahrung da auch zu?

Und mit Literatur für den Laien scheint es auch dünn gesät sei. Mit anderen Worten es gibt keine?

LG Judith

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Rosenfee
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Beitragvon Rosenfee » 23. Jul 2005, 12:20

Hallo Juli,

ich würde jetzt nicht unbedingt direkt zur Einnahme der C30 einen Kaffee oder Pfefferminztee trinken oder die Globuli darin auflösen :lol: - sehe aber ansonsten eine C30 immer noch sehr locker in dieser Hinsicht - das heißt, ein paar Stunden zeitlicher Abstand reichen nach meinem Empfinden aus.

bezüglich homöopathischer Mittel, die als Gegenspieler fungieren, die Brigitte erwähnt hat gibt es tatsächlich ein Büchlein:

"Das kleine Buch der Arzneimittelbeziehungen", Barthel & Barthel Verlag

Allgemeine Antidote (Kaffee, Schwefel, ätherische Öle und Co) sind darin jedoch nicht aufgeführt.

:wink: LG
Rosenfee

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Beitragvon *brigitte* » 23. Jul 2005, 12:48

Ja Juli,

Rosenfee hat es richtig geschrieben, im Niedrigpotenzenbereich ist das mit den Antidoten nicht so eng zu sehen. Ich arbeite ausschließlich mit Hochpotenzen, da ist es schon wichtig, auf die Antidote zu achten (wobei auch hier gilt: Bei einer C30-Potenz sehe ich z. B. Kaffeegenuß nicht sooo eng, wenigstens an der Tagen nach der Einnahme sollte er vermieden werden und danach dann eben so wenig wie möglich :D wenns denn geht, das gilt für mich auch für die anderen allgemeinen Antidote).

Liebe Grüßle :wink: Brigitte

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Beitragvon Juli80 » 23. Jul 2005, 12:52

Hallo Rosenfee,

jetzt bin ich völlig durch den Wind.
Ich dachte immer, bzw. so habe ich es verstanden (beim HP u. auch von einer Freundin) , das bei Einnahmen von Globuli´s u.ä. generell auf Pfefferminze, Kaffee, Kampfer etc. verzichtet werden soll. Mit anderen Worten habe ich ein Konstitutionsmittel eingenommen, verzichte ich auch gleich auf o.g. Dinge, da sonst (sagen wir mal nach vielleicht 2 Mon.) das Mittel auch noch gelöscht wird. So habe ich es immer verstanden. Daher trinke ich schon Ewigkeiten keinen Pfefferminztee mehr.


Danke für den Buchtipp, werde mich mal danach umhören.

LG Juli80

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Beitragvon *brigitte* » 23. Jul 2005, 13:07

Nochmal hallo Juli,

tut mir leid, wenn Du jetzt "völlig durch den Wind" bist :sad: so sollte das wohl nicht verstanden werden.

Ich denke jeder Therapeut hat irgendwo seine eigenen Erfahrungen gesammelt, für mich gilt oben gesagtes. Ab einer C200 muss der Patient auf Antidote verzichten, bei einer C30 sehe ich das nicht ganz sooo eng, allerdings sind mir ein paar Stunden viel zu wenig.

Pfefferminz ist allerdings wie Kaffee und Kampher ein generelles Antidot, das würde ich bei einem Konsitutionsmittel wie von Dir gesagt generell weglassen (je nach Potenz aber dann nicht gleich für alle Zeiten, aber das ist meine persönliche Erfahrung).

Trotzdem alles Liebe :wink:

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Beitragvon paul » 23. Jul 2005, 13:30

... habe ich ein Konstitutionsmittel eingenommen, verzichte ich auch gleich auf o.g. Dinge, da sonst (sagen wir mal nach vielleicht 2 Mon.) das Mittel auch noch gelöscht wird. ...
Wenn Du ein Konstitutionsmittel nimmst, gehe ich davon aus, dass Dir das ein Fachmann (Homöopath) verordnet hat. Hier gelten nicht nur die bereits angesprochenen allgemeinen Antidots, sondern in erster Linie das, was Dir Dein Homöopath "verboten" hat!
Gruß: Paul

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Beitragvon Rosenfee » 23. Jul 2005, 14:02

Hallo Juli,

Wie heißt´s so schön,
"viele Köche verderben den Brei" :lol: :lol: :lol: :lol:
Tja, jeder hat da seine eigenen Erfahrungen - interessant wäre mal eine genauere Analyse woher die unterschiedlichen Erfahrungen kommen und wovon diese abhängen ( Sensibilität des Patienten? Herstellerfirma des Homöopathicums? ...) - aber das führt hier zu weit und ich möchte nicht noch mehr Verwirrung schaffen.

Vertraue ruhig deinem Therapeuten - er hat die Anweisungen auf Mittel, Potenz und Gabe angepaßt.

Trotzdem ein schönes Wochenende!

:wink: LG
Rosenfee

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paul
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Beitragvon paul » 6. Feb 2006, 19:23

Ich habe mal das Thema umbenannt .. von Antioxidantien in Antidot .. ist für die Suchfunktion besser.
Gruß: Paul

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