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Kartoffel

nur für Kräuter & Pflanzen die Heilwirkung besitzen

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Kräuterfee
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Kartoffel

Beitragvon Kräuterfee » 6. Nov 2002, 18:23

Kartoffel - Solanum tuberosum

Sie kommt aus Amerika.
Nur dunkel aufbewahren, sonst wird sie grün und bildet das Gift Solanin, das schädlich für die Verdauungsorgane und Augen ist.
Sie enthält Stärke, Vitamin A, B, C und F.
Am besten mit Schalen kochen, weil sie so mehr Vitamine behält.

Anwendungen volksmedizinisch:
- sie behebt Verstopfung, wenn man ganztägig eine Kartoffeldiät macht (gekochte und gequetschte Kartoffeln fügt man Apfelessig zu)
- bei Angina einen Schal für den Hals machen, ca 5h drauf lassen, unbedingt die Wärme mit einem Wolltuch sichern
- rohe Kartoffelscheiben auf die Stirn gelegt, hilft bei Kopfschmerz
- gerieben und ungekocht sind sie gut für Wunden, Beulen, Geschwüre, Quetschungen, Muskel- und Knochenentzündungen, Rheuma und Gelenkentzündungen
- auf leichten Verbrennungen legt man die kühle gerieben Kartoffel, so vermeidet man Blasen
- bei Bronchitis, Lungenentzündung und Schmerzen im Unterbauch rohen Kartoffelbrei auf die Brust legen
- Kartoffelsaft hilft sehr gut bei Magenschleimhautentzündung und Magengeschwüre (dazu 1-2 Kartoffeln reiben, Saft auspressen und mit warmen Wasser verdünnen und nüchtern trinken)
- Kartoffelsaft bindet auch Harnsäure
- Gekochte Kartoffeln zusammen mit Möhren als Püree nur leicht gesalzen ,ist eine sehr gute Diätnahrung bei Verdauungsstörungen (verdorbener Magen, Durchfall)

Vorsicht: Immer nur reife Früchte verwenden und solche, die nicht keimen (wegen dem Solanin, Keime enthalten bis zu 5% Solanin !) und solche, die nicht krank sind (sie enthalten Risbitin)

Alle Pflanzenteile der Kartoffel sind sehr giftg (Beeren, Keime, Keimlinge der Knollen, grüne Kartoffeln und alle oberirdischen Teile) - nur die reife Knolle ist genießbar. - Außer dem giftigen Solanin enthält sie noch Solanumalkaloide, Cholin und Acetylcholin.

Der Kneippsche Kartoffelsack
Man kocht rohe Kartoffeln in der Schale und dampft sie zu einem feuchten Brei, füllt sie dann in ein Säckchen oder schlägt sie in ein Tuch ein. Zwischentuch und Wolldecke werden wie üblich umgelegt.
Anmerkung Kräuterfee: Auf akut entzündlichen Prozessen hat er nix zu suchen !

Pürree für den Darm
Kartoffeln dämpfen und mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken. Mit wenig Magermilch und 1 Eßl Creme-fraiche glatt rühren. Mit Salz, weißen Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuß würzen.
3x am Tag 2 Eßl des Pürrees essen. Regt den Darm an.
Quelle: Praxis täglich vom 6.11.2002

Anmerkung Kräuterfee: Ich nehme nur selbstgemachten Jogurt dazu und lasse den Pfeffer weg.

Fitneßdrink
10 mittelgroße Kartoffeln waschen und in 2 L stillen Mineralwasser kochen. Das Kochwasser nicht wegschütten, sondern abkühlen lassen. 3 Karotten, sowie einen Kohlrabi entsaften und mit dem Kartoffelwasser vermischen.
Täglich 1 kleines Glas trinken.
Bringt den Säure-Basen-Haushalt im Körper wieder in's Gleichgewicht.
Quelle: Praxis täglich vom 6.11.2002

Kartoffel-Kürbis-Saft

1/2 rohe Kartoffel
250 g Hokkaido-Kürbis
1/2 Boskopapfel
Dieser Schlankmacher hilft auch bei Darmkrankheiten.

Quelle: Dr. L. Hochenegg "Zauberkraft Saft"
MfG
Kräuterfee


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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 16. Nov 2002, 17:36

Leider herrscht immer noch das Vorurteil: Kartoffeln machen dick. Dabei ist die Kartoffel sehr nährstoffreich, gleichzeitig aber kalorienarm. (Die Kalorien stecken meistens in den Soßen ;-)
Die Kartoffel enthält leicht verdauliche Stärke und wertvolles pflanzliches Eiweiß, mit Schale gekocht besticht sie durch ihren hohen Gehalt an Kalium, Kalzium, Magnesium und Vitamin C.
Die Kartoffel gehört zu den basischen Lebensmitteln. Das bedeutet, das sie der Übersäuerung des Organismus direkt entgegenwirkt.
Kartoffelsaft hilft gegen Sodbrennen ( da die gelösten Mineralien, die überschüssige Magensäure neutralisieren).
Der Kartoffelsaft ist reizarm und mild.
Die Kartoffel wirkt auf den Organismus leicht entwässernd
Wenn man also mal durch Saftfasten entschlacken möchte, eignet sich der naturreine Kartoffelsaft bestens zur sanften Unterstützung.
MfG
Kräuterfee

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Heiße Kartoffelauflage gegen Nebenhöhlenentzündung

Beitragvon Kräuterfee » 20. Nov 2002, 13:46

Heiße Kartoffelauflage gegen Nebenhöhlenentzündung

Dazu ein paar Kartoffeln schälen, weich kochen und in eine Schüssel geben. Etwas Milch dazugeben und zu einem Brei verrühren. Diesen dann fingerdick auf eine Lage Stofftaschentücher streichen. So einschlagen, dass ein längliches Päckchen entsteht. Möglichst warm auf die Nase legen. Kühlt die Auflage ab, muß sie erneuert werden. Wirkt schleimlösend und schmerzlindernd.
Quelle: Praxis täglich vom 20.11.2002
MfG
Kräuterfee

Tannija

Beitragvon Tannija » 12. Jan 2004, 01:04

Hallo Kräuterfee,

ich habe da mal ein Frägelchen!!

Alsooooo.. Wofür ist denn genau das Kneippsche Kartoffelsäckchen?

UND - Kartoffelsaft - Aus der frischen Kartoffel???

Danke und Gruss
Tanja

P.S.
Wer schafft es denn, von dem Pürree für den Darm nur 2 EL voll zu essen????
LOL

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Beitragvon Kräuterfee » 12. Jan 2004, 08:00

Hallo Tannija,

der Kartoffelsack hat die gleiche Aufgabe wie die Kartoffelauflage/~wickel lokal durchwärmend und ~ durchblutend, schmerzlindernd...)
.
.. und gemeint ist der frische Saft der Kartoffel.

... es geht ja bei dem Püree nicht um's sattwerden - Fee braucht da auch immer eine Megaportion :D - ich mache Kartoffelbrei entweder mit Buttermilch oder selbstgemachten Jogurt oder Kefir ;)
MfG
Kräuterfee

Tannija

Beitragvon Tannija » 13. Jan 2004, 12:37

DANKE!! :)

Das mit der Buttermilch hört sich an, als würde es gerne mal von mir ausprobiert werden *g*

Aber so einen Kartoffelsack.. ich weiss nicht.. ich würde dann immer dran herumnaschen :roll:



   

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