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Wegwarte, Cichorium intybus

  • Volkstümliche Namen: Zichorie, Wegeleuchte, Sonnenwirbel, Rattenwurz, Hindlauf
    Pflanzenfamilie: Zungenblüter [Cichorioideae ]
    Vorkommen: Mitteleuropa; Südeuropa; Skandinavien;
    Wächst: von Juli bis Oktober

  • Die Wegwarte ist eine sehr häufig auftretende Pflanze. Vor allem im ebenen Süden Deutschlands wächst sie sehr zahlreich. Sie ist auch in Vorder- und Mittelasien und in Nordwestafrika zu finden. Das Kraut bevorzugt einen Boden mit hohem Lehmgehalt. Hauptsächlich an Wegrändern und entlang der Autobahn kann man sie beobachten. Sie gedeiht aber auch an Mauern, Hecken, auf Brachland, mageren Wiesen und Weiden.

    Die Wegwarte spielt auch im Aberglauben eine Rolle.
    Man sagt, der jenige, der am Jakobitag die Wurzel der Wegwarte zusammen mit einem Hirschgeweih oder einem Godstück ausgräbt, hat fortan Glück in der Liebe sowie imense Kräfte. Zusätzlich weckt sie bei Fremden Sympathien gegenüber dem Ausgräber.

    Wegen des hohen Gehalts an Bitterstoffen und Insulins, wird die Wegwarte hauptsächlich bei Appetitlosigkeit verwendet. In Form von Salat oder Gemüse kann sie daher auch gut Diabetikern verabreicht werden. Jedoch müssen die Blätter sehr früh im Frühjahr geerntet werden, da sie sonst einen sehr bitteren Geschmack entwickeln. Wenn man die Blätter mit anderen Kräutern mischt, werden die Bitterstoffe in ihrer Geschmackswirkung abgeschwächt.

    Nebenwirkungen sind nicht bekannt.
  • Beschreibung:

    Die Wegwarte ist eine sehr verzweigte, ausdauernde Pflanze, die bis zu 1,20 m hoch werden kann.

    Die Wurzel reicht sehr tief in den Boden hinein. Die gesamte Pflanze besitzt einen bitteren Milchsaft. Der kantige, hohle und rauhaarige Stengel ist in alle Richtungen gebogen und sehr schwer zu brechen. Er ist nurt mit sehr wenigen, kleinen, lanzettlichen Blättern besetzt.

    Die dunkelgrünen Blätter der Grundrosette weisen eine lanzettliche, fiederteilige Form auf und sind unterseitig rauh behaart. Der Hauptblattnerv jedes einzelnen Blattes sticht stark ins Auge.

    Die blau bis lila gefärbten Blüten sind in jeweils zweier bis dreier Körbchen am Stengel angeordnet. Die geschlossene Blüte besitzt eine länglich runde Form. Bei Sonneneinbruch öffnen sie sich, sind aber nach 1-2 Tagen wieder verblüht. Doch an die Stelle der abgestorbenen Blütenblätter wachsen sofort wieder neue. Die Früchte der Wegwarte zeigen einen braunen Farbton.

  • Hauptwirkstoffe:

    Inhaltsstoffe: - Sesquiterpenlactone, Zimtsäurederivate, Flavonoide
    Wirkung: - schwach choleretisch, antiexsudativ
    Verwendung: - bei Appetitlosigkeit und dyseptischen Beschwerden
    Traditionell: - auch bei Störungen der Leberfunktion, Gelbsucht, als mildes Laxtans -> der frische Preßsaft als Abführmittel bei Kindern
    Nebenwirkungen: - selten allergische Hautreaktionen
    Kontraindikation: - Allergie gegen Wegwarte und andere Korbblüter
  • Anwendung:

    · Appetitlosigkeit

    · Galle- und Leberbeschwerden

    · Völlegefühl

    · Kopfschmerzen

    · Leibschmerzen

    · Blähungen



    Vorwiegend wird die Wegwarte als Teemischung oder Teeaufguss ohne jegliche Zusatzstoffe verabreicht. Im Frühjahr können die jungen Blätter in Salat oder Gemüseform verzehrt werden.
  • Sammelzeit:

    Pflanze / Blätter von April bis Juni


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