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Himbeere (Rubus idaeus) - Kräuter Lexikon

Zum Inhalt

Himbeere, Rubus idaeus

  • Volkstümliche Namen: Waldhimbeere, Runtzelbeere, Millbeere, Madebeere, Katzenbeere, Hohlbeere, Ambas
    Pflanzenfamilie: Rosengewächse [Rosaceae]
    Vorkommen: Frankreich; Deutschland; Europa;
    Wächst: von Mai bis Juli
    je schwieriger die Lebensbedingunger der Pflanze, desto süßer die Früchte
  • Die Himbeere ist eine sehr aromatische Frucht , deren Aroma stärker wird, je kärglicheren Bedingungen sie ausgesetzt ist.
    Sie ist auf der gesamten Nordhalbkugel verbreitet, vor allem bevorzugt sie Wälder, Böschungen, Lichtungen, Wegränder und auch das Gebirge.
    Da sie die gleichen Inhaltsstoffe wie die Brombeere besitzt, ist sie ihr in ihrer Wirkungsweise und auch in ihrem Aussehen sehr ähnlich.
    Die jung gesammelten Blätter als Tee verabreicht, helfen bie Durchfällen, Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenbereich, sowie bei Hautasusschlägen.
    Der Saft der Himbeeren hat eine fiebersenkende Eigenschaft.
    Nebenwirkungen sind nicht bekannt.

    Den Tee kann man sooft wie gewünscht trinken, da er keine Nebenwirkungen hat.

    Doch eine Warnung: In den ersten Schwangerschaftsmonaten sollten hohe Dosen der Blätter vermieden werden, da sie den Uterus stimulieren.

    In Frankreich werden die Blätter auch Männern als Tonikum für die Prostatadrüse empfohlen.
  • Beschreibung:

    Der Himbeerstrauch wird zwischen einem und zwei Meter hoch. Der leicht gebogende Stengel ist mit nur wenigen , geraden Stacheln besetzt.
    Die gefiederten, dreizähligen Blätter, die am Rande gesägt sind, besitzen auf der Oberseite im Vergleich zur Blattunterseite, die weißfilzig und behaart erscheint, einen dunkleren Grünton. Das Einzelblatt ist eiförmig, das Endblatt ist jeweils gestielt. Die Blüten besitzen einen Weiß- bis Rosaton und sitzen traubenförmig am Stengel. Jede Einzelblüte zählt fünf schmale Kronblätter. Aus ihr entwickelt sich die rote Frucht, mit abstehenden Kelchblättern. Sie ist wie bei der Brombeere aus einzelnen Steinfrüchten zusammengesetzt.



    Blätter: Gerbstoffe, Flavonoide, organische Säuren, Vitamin C
    Früchte: Aromastoffe, Vitamin B, Provitamin A, Fruchtsäuren, Mineralstoffe wie Kalium, Phosphor, Magnesium, Eisen, Kalzium

  • Hauptwirkstoffe:

    - in den Blättern Gerbstoffe mit Gallus- und Ellagsäure, Flavonoide, Vitamin C
    - in den Früchten: 1,5-2% organische Säuren (Zitronen-, Apfel-, Ferula- und Kaffeesäure), Zucker, Pektin, ätherisches Öl, Anthocyanglykoside, Flavonoide, Vitamine A und C

    =>Wirkung: astringierend (Blätter)

    Verwendung: - zerkleinerte Blätter
    traditionell: - in Abführ- und Hausteemischungen, zur Blutreinigung, bei Durchfall, Magen-Darm-Beschwerden, zum Gurgeln bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut
    Die Wirksamkeit der Blätter bei den Anwendungen ist nicht belegt.

  • Anwendung:

    · Durchfall

    · Hautausschlägen

    · Magen- und Darmbeschwerden

    · Blutreinigung

    · Entzündungen im Mund- und Rachenraum


    Die Himbeerfrucht kann entweder roh gegessen werden oder man verarbeitet sie z.B.zu Saft oder Marmelade.
    Die Blätter können zu diversen Teemischungen beigefügt werden.
  • Sammelzeit:

    Blüten von Mai bis Juni
    Pflanze / Blätter von Mai bis August


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