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Malve (Wilde), Malva sylvestris

  • Volkstümliche Namen: Zigerli, Zigbli, Wilde Malve, Wesing, Wegmalve, Schwellkraut, Roßpappel, Nüsserli, Katzenkäse, Kaskraut, Käspappel, Käslikraut, Johannispappel, Feldmalve
    Pflanzenfamilie: Malvengewächse [Malvaceae]
    Vorkommen: Mittelmeergebiet; Europa; Kleinasien;
    Wächst: von Juni bis September

  • Die Wilde Malve ist fast weltweit verbreitet. Da sie sonnige Standorte bevorzugt, ist sie besonders an Hängen, Wiesen, Wegrändern, aber auch an Mauern und Zäunen anzutreffen. Ansonsten ist sie eine anspruchslose Pflanze.
    Die Heilwirkung der Malve wird schon seit dem Mittelalter genutzt. Zu dieser Zeit glaubten die Menschen, dass der tägliche Genuss des Saftes sie von allen Krankheiten verschone.
    Bei den Pythagoräern war die Malv heilig. Sie sollte angeblich allen Giften entgegenwirken, so z.B. den Sekreten der Wespen oder auch der Skorpione.
    Heute wird die Malve immer noch bei Erkältungskrankheiten genutzt.
    Der hohe Schleimgehalt ist der Hauptbestandteil der Pflane und legt sich wie ein schützender Film um die infektiösen Schleimhäute. Auch äußerlich kann sie für Umschläge bei z.B. Ausschlägen oder Geschwüren genutzt werden.
    Bei offenen Wunden sollte man jedoch vorsichtig sein, da die Malvenblätter eventuell eine Infektion hervorrufen könnten.
    Sonstige Nebenwirkungen sind jedoch nicht bekannt.
  • Beschreibung:

    Die Malve ist eine ausdauernde Pflanze. Ihre spindelförmige, fleischige Wurzel reicht tief in den Boden hinein.
    Der aufsteigende oder am Boden liegende, behaarte Stengel kann bis zu 1.20 m lang werden . Sie sind sehr ästig und leicht mit Mark ausgefüllt.
    Die auf beiden Seiten behaarten fünf-lappigen Blätter sind auf langen Stielen sitzend am Stengel befestigt. Die Lappen sind eiförmig und am Rande gezähnt. In den Blattachseln springen die Blüten hervor, die aus einem langen, behaarten Stiel entspriessen.
    Die Malve besitzt einen Doppelkelch, die zwei bis drei Außenblätter sind frei und die fünf Innenkelchblätter sind miteinander verwachsen.
    Die ovalen Kronblätter besitzen einen auffallenden Rosa- bis Violetton, die am Rande sehr tief ausgerandet sind. Bei jeder Einzelblüte sind dtei in dunklem Violett gehaltene Längsstreifen zu erkennen. Die Narbe ist in vielzählige Fädchen aufgeteilt.
    Die Staubgefäße sind um die Narbe herum angebracht

  • Hauptwirkstoffe:

    Malve
    Inhaltstoffe: - Schleimstoffe
    Wirkung: - reizlindernd
    Verwendung: - als Teeaufguß bei Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenraum, sowie Reizhusten
    Traditionell: - auch bei Entzündungen im Magen-DarmTrakt, äußerlich bei Exanthemen, Furunkeln, Insektenstichen und Hämorrhoiden
  • Anwendung:

    · Erkältungskrankheiten
    · Husten
    · Entzündungen des Rachenraums
    · Ausschläge und Geschwüre
    · Magen- Darmbeschwerden

    Die Malve wird hauptsächlich in Form von Tee angewendet. Lediglich die Blätter können als Umschläge oder als Gemüse und Salate genutzt werden.
  • Sammelzeit:

    Blüten von Juni bis September
    Wurzeln von März bis April
    Pflanze / Blätter von Juni bis September


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