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Vogelmiere, Stellaria media ( Caryophyllaceae )

  • Volkstümliche Namen: Sternenkraut, Vögelichrut, Hühnerdarm, Mausdarm
    Pflanzenfamilie: Nelkengewächse [Caryophyllaceae]
    Vorkommen: Indien; Iran;
    Wächst: von Januar bis Dezember

  • Die Heimat der Vogelmiere ist eigentlich Europa und Asien, doch man findet sie mittlerweile schon weltweit. Sie wächst auf nährstoffreichen Böden; so ist sie auf Äckern, in Gärten, auf Schuttplätzen und Ödland, sowie auf Rebfluren zu finden, wo man sie ganzjährig sammeln kann. Die Vogelmiere ist eigentlich als Unkraut in Veruf geraten, jedoch sollte man ihre Heilkräfte nicht unterschätzen. Schon der griechische Arzt Dioskorides (40-90) wusste die heilende Wirkung der Vogelmiere zu schätzen:“Sie mag mit Nutzen zusammen mit Getreidemehl bei Entzündungen der Augen aufgetragen werden. Der Saft kann auch bei Ohrenschmerzen ins Ohr eingeführt werden.“ Wie Diskorides schon sagte, findet sie bei äusserlichen Entzündungen Verwendung, wie vorwiegend bei juckender Haut in Form von Saft, Umschlägen oder Salben aufgetragen. Auch bei Ekzemen und Geschwüren schafft sie Abhilfe. Das getrocknete oder frische Kraut als Badezusatz verwendet, hilft bei Rheuma. Innerlich als Tee, kann man sie auch bei Bronchialleiden nutzen. Im Frühjahr schmeckt das junge Kraut sehr gut als Salat oder in Suppen als Würze und unterstützt hierbei die Verdauung. Aber Vorsicht, der Verzehr von zu großen Mengen, kann Durchfall und Erbrechen auslösen. Auch Schwangere sollten die Vogelmiere nicht anwenden.
  • Beschreibung:

    Die Vogelmiere ist eine einjährige Pflanze, die zwischen 10 und 40cm hoch werden kann. Die behaarten Stengel sind reich verzweigt und wachsen niederliegend bis leicht aufsteigend. Die unbehaarten Blätter sind kurz gestielt und sind eiförmig, nach Vorne spitz zulaufend. Nach Oben hin, sitzen sie fast am Stengel an. Die winzigen Blüten (4-7mm) befinden sich in den Achseln der Blätter. Die 2-spaltigen Kronblätter haben eine weiße Farbe und haben die gleiche Größe wie die Kelchlätter. Die wenigen Staubblätter sind meist verkümmert.

  • Hauptwirkstoffe:

    Inhaltstsoffe: Saponine, Mineralstoffe
    Verwendung: - Teeaufguß gegen Rheuma, Gliederentzündungen, Arthritis und ähnliche Beschwerden
    - größere Mengen sind unbedenklich, aber haben einen recht bitteren Geschmack
  • Anwendung:

    · Rheuma
    · Gelenkentzündungen
    · Ohrschmerzen
    · Bronchitis
    · Juckreiz
    · Ekzeme
    · Geschwüre
    · Nesselfieber
  • Sammelzeit:

    Pflanze / Blätter von März bis Oktober


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