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Giersch, Aegopodium podagraria

  • Volkstümliche Namen: Ackerholler, Dreiblatt, Geißfuß, Gichtkraut, Hasenkraut, Hirschtritt, Salatdolde, Ziegenfuß, Zipperleinkraut
    Pflanzenfamilie: Doldengewächse [Apiaceae]
    Vorkommen: Nordamerika;
    Wächst: von Februbar bis Novemver

  • Schon im Mittelalter verwendete man den Giersch gegen die Gicht, insbesondere an den Füßen (podagraria). Daher der Name Zipperleinkraut.
    In der Volksmedizin wird er als Mittel gegen Rheuma und Ischiaserwähnt, welhalb in Kräuterpfarrer Künzle als Tee empfahl.
    In der Küche hatte er früher auch schnell Einzug gehalten. Im 14. Jahrhundert war er am polnischen Hof sehr geschätzt. Nicht umsonst gehörte der Giersch zu den "Neunerleikräutern", die für die "Grüne Suppe" am Gründonnerstag verwendet werden.
    In der heutigen Medizin spielt Giersch keine Rolle mehr.
  • Beschreibung:

    Giersch ist eine ausdauernde Pflanzen mit langem, ziemlich schlanken Wurzelstock. Sie kann bis 1 m hoch werden. Die langen dünnen, unterirdisch wuchernden, halmdicken Rhizome sind machen Hobbygärtner schon zur Plage geworden.
    Die Stengel sind aufrecht, nach oben ästig verzweigt, hohl und kantig gefurcht.
    Seine Blätter sind 3zählig etwa 8-22 cm lang und von dreieckigem Umriß; Abschnitte sind bis 8 cm lang, am Grunde oft etwas asymmetrisch, vorne spitz, sitzend oder kurz gestielt.
    Die sattgrünen Blätter sind am Rande unregelmäßig gezähnt.
    Die weißen Blüten bilden Dolden.
    Giersch ist ziemlich häufig anzutreffen, da er sich gut durch seine Wurzelausläufer vermehrt und die Vögel den Samen verbreiten.
    Giersch wächst an Wegrändern, Waldrändern, krautigen Gebüschen, an Hecken, auf feuchtem Grund und in Gärten.
    Man sollte die Pflanze aber gut kennen und nicht mit dem Heckenkälberkropf verwechseln.
    Giersch riecht nach Petersilie, aber viel kräftiger ist sein Geschmack. Dies wird mit Älterwerden der Pflanze noch intensiver.

  • Hauptwirkstoffe:

    Die Heilkraft des Giersches beruht auf dem hohen Anteil an ätherischen Öl. Giersch wirkt entgiftend, blutreinigend und harnsäuretreibend
  • Anwendung:

    - entgiftend, blutreinigend und harnsäuretreibend
    - Arthritis, Rheuma, Gicht
    - Badezusatz
    - kleine Hautverletzungen und Insektenstichen
    - in der Küche: - als Petersilienersatz, Pesto, Spinat, Wildgemüse etc.
  • Sammelzeit:

    Blüten von März bis September


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