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Andorn, Marrubium vulgare L.

  • Volkstümliche Namen: Mutterkraut, Mariennessel, Berghopfen, weißer Dorant, Helftkraut, Gottvergessen, Weißleuchtkraut
    Pflanzenfamilie: Lippenblüter [Laminaceae]
    Vorkommen:
    Wächst: von Februbar bis Novemver

  • Andorn gilt seit Jahrtausenden als Heilpflanze.
    Die Römer benutzten ihn, auch der im ersten Jh. Lebende Schriftsteller Aulus Cornelius Celsus berichtet in seinen berühmten medizinischen Werken davon.
    Im Mittelalter galt er als „hexenwidriges Kraut“, weil er böse Geister vertrieb, gab man ihn Wöchnerinnen.
    Hildergard verwendete ihn als Salbe, die bei Kopfschmerzen helfen soll. Ebenso empfahl sie Andorn bei Erkältungskrankheiten.

  • Beschreibung:

    Andorn steht in der Roten Liste unter dem vom Aussterben bedrohten Arten.
    Er ist eine mehrjährige, meist verzweigte Pflanze mit bis fingerstarken Wurzelstock.
    Seine oberirdische Teile sind weiß-filzig behaart.
    Seine Stengel sind feinflaumig behaart und bilden Ausläufer. Die Stengelhöhe ist 30 – 70 cm.
    Die Blätter sind kreuzgegenständig, 2-5 cm lang, breit elliptisch mit herzförmigen Grund.
    Am Rand sind sie rauh und gekerbt.
    Andorn besitzt weiße bis blaßrosa Blüten, die zweiseitig symmetrisch sind. Die Blüten sind schwach duftend.
    Andorn ist ziemlich selten an Rudalstellen, an Kanälen, Dämmen und Wegrändern. Meist trifft man ihn auf Kalkböden.

  • Hauptwirkstoffe:

    Marrubin (0,3-1%), sowie einweiteres Diterpenoid Marrubenol, Cholin und Betonicin.
    Die Drüsen der Atemwege werden durch Marrubin zur Sekretion angeregt. Dies erfolgt ohne Brechreiz. Durch Öffnen des Lactonringes entsteht Marrubinsäure, diese wirkt stark choleretisch. Marrubin soll bei extrasystolischer Arrhytmie günstig wirken, während es in großen Gaben Herzrythmusstörungen erzeugt.
    Wirkung: Choleretisch, Anregung der Magensaftsekretion.
    Verwendung: Frischsaft, Tee u.a. bei Appetitlosigkeit, dyseptische Beschwerden und Entzündungen der oberen Luftwege.
    Traditionell: bei Störungen der Gallensekretion, akuter und chronischer Bronchitis, Keuchhusten, Asthma, zum Gurgeln bei Mund- und Rachenentzündungen, äußerlich bei Hautverletzungen, zur herstellung von Bitterlikören und appetitanregenden Weinen.
    Homöopathisch: Bei Entzündungen der Atemwege.
  • Anwendung:

    - Rachenentzündung
    - Kartharre, Husten, Keuchhusten
    - Tuberkulose
    - appetitanregend
    - anregen der Leberfunktion und des Galleflusses
    - nervöser Herzschlag (Tinktur)
  • Sammelzeit:



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