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Spitzwegerich, Plantago lanceolata

  • Volkstümliche Namen: Heufressa, Ripplichrut, Roßrippe, Spießkraut, Spitz-Wegeblatt, Wegetritt
    Pflanzenfamilie: Wegerichgewächse [Plantaginaceae]
    Vorkommen: Europa; Kaukasus;
    Wächst: von April bis September
    am Besten während der Blütezeit sammeln
  • Der Spitzwegerich gehört zu den häufigsten Heilpflanzen unserer Flora.
    Er findet in erser Linie bei Entzündungen der Luftwege Verwendung.
    Er bewährt sich vor allem bei Husten. Seine schleimlösende Wirkung ist auf seinen Schleimgehalt, seine tonisierenden Bitterstoffe, sowie zuletzt auf die Kieselsäure zurückzuführen.
    Zusätzlich enthält das Kraut antibiotisch wirkende Substanzen.
    Die innere Anwendung des Spitzwegerich wirkt krampflösend, magenstärkend und blutreinigend. Sein Konsum löst ausserdem einen Widerwillen gegen Tabakgenuss aus. Beim Konsum der Pflanze werden ausschließlich die getrockneten Blätter ohne die Stengelanteile verwendet.
  • Beschreibung:

    Der Spitzwegerich ist ein ausdauerndes Kraut, das bis 40cm hoch werden kann. Seine langgestielten, glänzenden Blätter sind rosettenartig angeordnet und stehen büschelartig nach oben. Sie sind leicht behaart und seine 3 bis 7 Blattnerven stechen sehr ins Auge. Die Blätter laufen spitz nach vorne zu, daher hat der Spitzwegerich auch seinen Namen.
    Aus der Mitte des Blattbüschels ragen etwa 10 bis 40 cm lange, blattlose , aufrechtstehende Stengel. An dessen Spitze sind die kleinen , kugelförmigen Blütenähren angeordnet. Dies bilden die weißlichgelben oder bräunlichen Staubbeutel aus, die während der Blütezeit aus den Blüten, deutlich erkennbar, heraushängen.
    Der Spitzwegerich ist überwiegend an Wegrändern, auf Brachland oder Wiesen zu finden.
    Er ist leicht mit dem Breitwegerich ( Plantago major ) oder mit dem Mittleren Wegerich ( Plantago media ) zu verwechseln. Ersterer weist aber breitovale , langgestielte Blätter auf. Seine lange Blütenähre besitzt kleine weiß-rötliche Blüten.
    Der Mittlere Wegerich hingegen nimmt in Bezug auf seine Blüten und Blätter eine Mittelstellung zwischen den beiden anderen Arten ein.

  • Hauptwirkstoffe:

    Irididglykoside (Aucibin und Catalpol)
    Polyphenolische Esterglykoside (Acteosid u.a.)
    Schleimstoffe, Gerbstoffe, Flavonoide, Kieselsäure

    Wirkung:
    Antitussiv, hepatoprotektiv, adstringierend, immunstummulisierend, antibakteriell, epithelisierend, zytoprotektiv

    - innerlich: als Teeaufguß bei Entzündungen der Atemwege, der Mund- und Rachenschleimhaut
    - äußerlich bei entzündlichen Hautveränderungen
    - traditionell auch bei Madenkrämpfen, Diarrhoe, Leberleiden
    - der Preßsaft oder eine Salbe aus dem Kraut als wundheilendes und entzündungshemmendes Mittel (auch bei Brandwunden)
    - zerriebene Blätter bei Juckreiz nach Insektenstichen
  • Anwendung:

    · Entwässerung
    · Asthmatische Beschwerden
    · Blutarmut
    · Husten und Entzündungen der oberen Luftwege:
    · Keuchhusten
    · Bronchitis
    · Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut
    · Insektenstiche
    · Bindehautentzündung
    · Entwöhnung vom Rauchen
    Spitzwegerich wird in erster Linie als Teeaufguss verabreicht.
    In der Homöopathie wird er vorwiegend als Tinktur äusserlich aufgetragen.
    Man erhält ihn auch in Form von Saft, z.B. Hustensaft
  • Sammelzeit:

    Pflanze / Blätter von März bis Juli


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