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Salbei, Salvia officinalis

  • Volkstümliche Namen: Edelsalbei, Kreuzsalbei, Salver, Salbine, Gartensalbei, Scharlei, Scharlachkraut, Dalmatiner-Salbei, Rauchsalbei, Saphei, Zaffee, Salwie, Selwe
    Pflanzenfamilie: Lippenblüter [Laminaceae]
    Vorkommen: Europa; Nordasien; Nordafrika;
    Wächst: von Mai bis Juli
    ganzjährig möglich
  • Salbei ist eine vielseitig verwendbare Heil- und Gewürzpflanze. In der Antike wurde sie schon als Universalheilmittel verwendet. Sie wirkt
    entzündungshemmend, keimtötend, schmerzstillend, krampflösend und schweißhemmend. Das ätherische Öl hat eine desinfizierende und krampflösende Wirkung, der Gerbstoffgehalt
    unterstüzt diese Wirkung bei Durchfällen.
    In der Medizin wird sie zur Mundspülung, Gurgeln, Zahnfleisch- und Halsentzündungen verordnet. Innerlich gegen Nachtschweiß und Magenbeschwerden.
    Salbeiöl wird in der Industrie zur Aromatisierung von Mundwasser und Zahnpasten verwendet.
    Als Gewürz in der Küche zu Braten, Suppen und Fisch.
  • Beschreibung:

    Gartensalbei gehört zu den Lippenblütengewächse und kommt aus dem Mittelmeergebiet. Er kann 20 - 60 cm hoch werden. Die Blätter sind grünlich- grau
    +behaart
    und von unterschiedlicher, elliptischer Länge.Die hellblauen bis violettblauen Blüten sitzen an den Enden der Triebe in lokerer Traube.
    Als Gewürz verwendet man die aromatischen Blätter, für Heilmittel und Tee das getrocknete Kraut vor der Blütezeit.



  • Hauptwirkstoffe:

    0,5-2,5 % ätherische Öl mit ca. 50 % -> (-)-Thujon, 15 % Cineol, Triterpenen und Campher. In den Blätter außerdem Flavone.

    Pharmakologische Wirkung:

    · klinisch und experimentell nachgewiesene Hemmung der Schweißsekretion
    · eine durch Pilocarpin hervorgerufene Hyperhidrosis wird beinahe völlig aufgehoben
    · Hemmung an den Nervenenden der Schweißdrüsen (Wirkprinzip noch unbekannt)
    · wirkt innerlich und äußerlich durch ätherisches Öl und Gerbstoff schwach bakterizid und adstrigierend
    · Extrakt ist gegen Tbc-Bazillen wirksam
    · das ätherische Öl hat spasmolytische Eigenschaften
    · menstruationsfördernde, milchsekretionshemmende sowie in geringem Maße eine den Blutzuckersenkende Wirkung

    Kontraindikationen: Anwendung der ätherischen Öle und alkoholischer in der Schwangerschaft, bei längerer Einnahme des Öls und alkoholischer Extrakte können epileptiforme Krämpfe auftreten,
    Wechselwirkungen sind keine bekannt
  • Anwendung:

    · Entzündungen des Hals und Rachenraums
    · Grippalen Infekten
    · Magen und Darmstörungen
    · Blähungen und Durchfall
    · als schweißhemmendes Mittel
    · Zahnfleischentzündungen

    Nebenwirkungen: Wegen der ätherischen Ölen sollte Salbei nicht über mehreren Wochen eingenommen werden.
  • Sammelzeit:

    Pflanze / Blätter von April bis Juni


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