Faulbaum, Frangula alnus Mill.



Pflanzenfamilie: Kreuzdorngewächse [Rhamnaceae ]

Blütenfarbe: grünlich-weiss

Blütenzeit: von Mai bis Juli

- 1-4 m hoher Baum oder Strauch mit gegenständig aufsteigenden Zweigen, schon fast selten gewordene Pflanze
- meist glatte Rinde teils mit grauweißen Korkwarzen
- Blätter eiförmig-elliptisch, ganzrandig, mit 7-9 Paar Seitennerven
- Winterknospen bräunlich, behaart
- grünlichweiße Blüten, in achselständigen Trugdolden, ca. 2-3 mm breit, zwittrig, 5zählig
- anfangs grün, dann rot, danach schwarze beerenähnliche Steinfrucht, ca. 1 cm groß, August-September

Standort: Gebüsche; Parks; Wälder; Waldränder;

Vorkommen: Nordafrika; Nordamerika; Eurasien;

- giftig und bei unsachgemäßer Anwendung
- die Beeren, Blätter und die Rinde durch [Glukofrangolin A + B (ein Glykosid), Frangulin A + B (sind Anthrachione bzw. Glykoside des Glukofrangolin)], desweiteren Chrysophanol, Physcion und in geringen Mengen die Peptidalkaloide (Frangulanin, Franganin)
- Faulbaumrinde ist für Hausgebrauch eher ungeeignet, da die Rinde gut getrocknet und abgelagert werden muß ! (durch ein Jahr Lagerung und künstliche Alterung - dadurch werden die Glukofrangoline erst abgebaut !)
- => stärkeres Abführmittel (die Rinde), auch in der Homöopathie angewendet z.B. bei saurem Durchfall
- nicht in der Schwangerschaft, nicht bei Darmverschluß, nicht bei akut-entzündlichen Erkrankungen des Darmes, ebenso nicht bei schweren Flüssigkeitsmangel im Körper anwenden !

Bilder:

Faulbaum

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