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Färber-Ginster, Genista tinctoria L.

  • Pflanzenfamilie: Schmetterlingsblütengewächse [Fabaceae]
    Blütenfarbe: goldgelb
    Blütenzeit: von Juni bis August

  • - ein 30-60 cm hoher, sommergrüner, dornenloser Strauch
    - Zweige aufrecht oder bogig aufsteigend, grünen Zweigen, nur an der Basis stärker verholzend
    - Blätter schmal, elliptisch, kurzgestielt oder sitzend, 1-3 cm lang, am Rande bewimpert
    - goldgelbe Blüten in endständiger Traube, blattachselständig, 15 mm lang
    - Fruchthülsen lineal mit 6-10 dunklen, rundlichen Samen
    - Geruch sehr schwach würzig
  • Standort: Raine; lichte Wälder; Waldränder; trockene Wiesen;
  • Vorkommen: Mitteleuropa; Europa; Asien;
  • - stark giftig; die ganze Pflanze durch Alkaloide
    - im Öl das Alkaloid Cytisin besonders im Samen (Syn.: Ulexin, Baptitoxin, Sophorin, Laburnin),
    - weitere Alkaloide vom Sparteintyp: N-Methylcystein (Syn.: Callophyllin),
    - die Chinolizidinalkaloide: Anagyrin (Syn.: (Thermopsin, Monolupin, Rhombinin) und Lupanin (Syn.: 2-Oxo-11-alpha-spartein)
    - und das Flavonoid [Hyperosid (Syn.: Hyperin)],
    - weitere Inhaltsstoffe: Isoflavone [Genistin, Genistein] - Genistein wird auch (-)-alpha-Isopartein genannt (auch ein Chinolizidinalkaloid) => Genistein besitzt die Eigenschaften eines Phyto-Oestrogens)
    - und in kleinen Mengen Gerbstoff
    - bei hoher Dosierung Durchfall !
    - der Wirkstoffgehalt schwankt sehr stark je nach Standort
    - in der Volksmedizin angewendet: als Diuretikum, daneben als Laxans, als Mittel bei rheumatischen Beschwerden und bei Gicht
    - Nicht bei Bluthochdruck anwenden !
    - früher wurde aus den Blüten, Blättern und den Zweigen der Pflanze ein hellgelber Farbstoff gewonnen, der blasser als der der Reseda ist
    - durch eine Überfärbung von Färberwaid stellte man das berühmte "Kendalgrün" her
    - Mit Alaunbeize erhält man ein Zitronengelb, das durch eine Nachbehandlung mit Eisen(II)-sulfat dunkelbraun wird. Mit Kupfer(II)-sulfat als Beizmittel ist auch eine grünolive Farbe zugänglich.

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